Die Pkw-Marken mit dem größten CO2-Ausstoß

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Die EU-Staaten haben schärfere Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von neu zugelassenen Pkw festgelegt. Die Grafik zeigt die durchschnittlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen der in Europa verkauften neuen Pkw ausgewählter Marken im Jahr 2018 – und die Differenz zum Grenzwert von 61,8 g/km, der ab 2030 gilt. Die größten Anstrengungen zur Erreichung des neuen Grenzwerts müssen Mercedes, Mazda und Volvo unternehmen. Alle Hersteller müssen in den kommenden 10 Jahren mehr Fahrzeuge mit geringen oder keinen Emissionen verkaufen, um ihren Schnitt insgesamt zu senken. Die Angaben zu den einzelnen Herstellern zeigen die volumengewichteten, durchschnittlichen Emissionen je Marke, bei denen die jeweiligen Zulassungszahlen der Modelle der einzelnen Marken mit in die Erhebung eingeflossen sind. Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/15722/co2-ausstoss-von-pkw-marken/

 


Bundesregierung wenig ambitioniert bei CO₂-Bepreisung

Die Bundesregierung hat in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 die Einführung einer CO₂-Bepreisung angekündigt. Diese Woche hat nun der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag einem Kompromiss zum Gesetz zugestimmt. Wie die Grafik zeigt, liegt der Einstiegspreis im Jahr 2021 nun bei 25 Euro je Tonne CO₂ (ehemals 10 Euro). Ab 2026 soll der Preis in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro liegen. Umgesetzt werden soll die Bepreisung durch en ab 2021 CO₂-Zertifikate für die Sektoren Wärme und Verkehr ausgegeben werden, die von Unternehmen erworben werden müssen, die Heiz- oder Kraftstoffe vertreiben.

Im Vergleich mit anderen Modellen und Empfehlungen zur CO₂-Bepreisung erscheint das Programm der Regierung immer noch zu wenig ambitioniert. Ein gemeinsames Gutachten (PDF-Download) des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change und des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung empfiehlt für den Wärme- und Verkehrssektor die Einführung eines CO₂-Steuerpfads, der im Jahr 2020 bei 50 Euro je Tonne CO₂ liegen soll und 2030 bis auf 130 Euro je Tonne ansteigen soll. Dies sei notwendig, um die deutschen Klimaschutzziele für das Jahr 2030 erreichen zu können.

Das DIW hat in einem Gutachten für das Bundesumweltministerium ein Modell analysiert (PDF-Download), bei dem die CO₂-Bepreisung im Wärme- und Verkehrssektor von 35 Euro je Tonne im Jahr 2020 auf 180 Euro je Tonne im Jahr 2030 ansteigt. Dafür soll die Energiesteuer auf Kraft- und Heizstoffe entsprechend erhöht werden. Im Jahr 2023 würde die CO₂-Bepreisung bei 80 Euro je Tonne liegen. Das DIW kommt zu dem Schluss, dass selbst 80 Euro je Tonne nicht ausreichen würden, um die notwendige Emissionsreduzierung für die Klimaschutzziele des Jahres 2050 zu erreichen. Hierfür seien »zusätzliche flankierende ordnungspolitische Maßnahmen notwendig«. Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/19462/co2-bepreisung-in-deutschland/

 


 

So viel mehr CO₂ stoßen SUVs aus

SUV sind mehrheitlich schwerer, breiter und höher als Limousinen desselben Herstellers. Wie die Grafik zeigt, stoßen sie daher auch mehr CO aus als Limousinen. So kommt ein VW Golf in der Basis-Motorisierung auf eine Emissionsmenge von 2.275 kg pro Jahr. Die SUV-Variante des Golfs, der VW Tiguan, spuckt mit dem schwächsten Motor 2.702 kg CO pro Jahr aus. Die Grafik zeigt zusätzlich die Limousine mit dem 1,5 TSI Blue Motion Motor, die in der Motorleistung in etwa dem SUV entspricht. Sie kommt auf 2.370 kg CO pro Jahr. Die Differenz beträgt also 427 kg bzw. 332 kg CO₂ pro Jahr. Zum Vergleich: für einen CO₂-Ausstoß von 427 kg könnte ein 1-Personen-Haushalt ungefähr ein Jahr lang Strom beziehen.

 

Bei BMW fällt die Differenz zwischen der basismotorisierten Limousine 320i und dem SUV X3 20i XDrive noch höher aus: 569 kg kommen hier an zusätzlichen CO₂-Emissionen pro Jahr zusammen. Zwischen einem Mercedes C 160 und dem SUV GLC 200 4 Matic liegen sogar 663 kg.

 

Für den Vergleich wurde eine jährliche Laufleistung von 20.000 km zu Grunde gelegt. Zudem wurde der Benzinverbrauch laut Hersteller nach dem alten NEFZ Prüfverfahren verwendet. In Kürze werden alle Hersteller verpflichtet sein, Kunden gegenüber den Verbrauch nach dem neuen WLTP-Messverfahren anzugeben. Zur Berechnung der Kfz-Steuer werden jetzt bereits die WLTP-Messwerte herangezogen. Sie fallen durch die realistischeren Messbedingungen höher aus als die Werte nach dem NEFZ-Verfahren. Der tatsächliche CO₂-Ausstoß wird daher über den in der Grafik gezeigten Werten liegen.

 

SUV ist die Abkürzung für »Sport Utility Vehicle«, was so viel wie »Sport- und Nutzfahrzeug« bzw. »Geländewagen« bedeutet. Sie erfreuen sich bei Autofahrern einer immer größeren Beliebtheit: Fahrer haben durch die höhere Sitzposition einen besseren Überblick über den Verkehr und mehr Sitzkomfort. Die Fahrzeuge bieten gegenüber vergleichbaren Limousinen durch ihre größeren Abmessungen auch meist mehr Sicherheit für die Insassen. Für die Umwelt und die Parksituation in Städten sind SUVs jedoch nachteilig. Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/19843/jaehrliche-co2-emissionen-von-pkw-im-vergleich/

 


Der Trend zum SUV ist ungebrochen

Schon jetzt wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt fast so viele Sport Utility Vehicles (SUV), vulgo Geländewagen, in Deutschland neuzugelassen wie 2018 – das entspricht einem Plus von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist jetzt schon sicher, dass 2019 ein neues SUV-Rekordjahr werden wird. Eine Bestmarke ist indes schon jetzt gefallen: Der Anteil an den Neuzulassungen beläuft sich aktuell auf 20,7 Prozent und liegt damit 2,4 Prozentpunkte über dem Wert für das gesamte Vorjahr. Hinweise darauf, dass es bald vorbei sein könnte mit dem SUV-Hype gibt es derzeit keine. Im Gegenteil: Die Analysten des Statista Mobility Market Outlooks gehen davon aus, dass der Markt kräftig weiter wächst. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/19572/anzahl-der-neuzulassungen-von-suv-in-deutschland/


 

 


Ökologischer Fußabdruck: Mehr verbrauchen als vorhanden ist

Ab dem 2. August 2017 lebten wir auf Pump. In diesem Fall nicht finanziell, sondern ökologisch. Denn auf dieses Datum fiel 2017 der Tag, an dem wir so viele Ressourcen verbraucht haben, wie die Welt sie uns in einem Jahr zur Verfügung stellt. Das errechnete die NGO Global Footprint Network. Damit fiel der sogenannte Welterschöpfungstag erneut auf einen sechs Tage früheren Termin als im Vorjahr.

Wie die Grafik von Statista zeigt, sind es vor allem die Industrienationen, die die Welt bereits nach sieben Monaten an den Rand ihrer Ressourcen bringt. Auf dem ersten Platz liegt Australien. Die Bevölkerung verbraucht jährlich so viele Ressourcen, dass alle 7,5 Milliarden Erdenbürger bei gleichem Lebensstil 5,2 Planeten wie die Erde bräuchten, um nachhaltig zu leben. Die USA folgt mit fünf knapp dahinter. Ein weltweiter Lebensstil wie in Deutschland würde 3,2 Erden benötigen. Damit fällt der »Erdüberlastungstag« hierzulande schon auf den 24. April.

Derzeit macht der CO2-Ausstoß fast 60 Prozent des ökologischen Fußabdrucks aus. Dabei spielen vor allem die Bereiche Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft eine Rolle. Bei der Senkung ist zum einen die Politik gefragt, aber auch jeder Einzelne kann entscheiden, ob er jährlich eine Flugreise und mehr antreten muss oder zum Einkaufen mit dem SUV fährt. Hedda Nier

https://de.statista.com/infografik/10574/oekologischer-fussabdruck-die-welt-ist-nicht-genug/

 

»Der Verrat an der Natur heißt Humanismus – nicht SUV!«

Zukunftsforscher und Chairman des Zukunftsforschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank Sven Gabor Janszky äußert sich zum Klimastreik und hält Technologie für die einzige Lösung des Klimaproblems.

Im Interview erläutert er, warum er die Zurück-zur-Natur-Bewegung für inhuman hält. Seiner Meinung nach widersprechen aktuelle Forderungen nach Verzicht für das Klima dem humanistischen Gedanken der Freiheit und Gleichheit.

 

Herr Janszky, die ganze Welt redet heute über Greta Thunberg und Fridays-for-future. Geht auch ein Zukunftsforscher zum Klimastreik?

Nein. Ich jedenfalls war nicht da. Vermutlich sind gutmeinende Kollegen von mir dabei gewesen. Aber ich habe die Zeit genutzt, um mich mit Dingen zu beschäftigen, die möglicherweise wirklich unser Klima retten können.

 

Welche Dinge meinen Sie?

Technologie!

 

Technologie? Die meisten Demonstranten würden vermutlich sagen, dass Technologie erst dafür gesorgt hat, dass es unserem Klima schlecht geht. Sie fordern Verbote und Einschränkungen von Technologie.

Genau das ist ja mein Problem mit der Fridays-for-future-Bewegung. Natürlich ist die Rettung unseres Klimas eines der großen Themen unserer Zeit. Da kann kein Zukunftsforscher etwas dagegen haben. Es gehört auf die politische Agenda, und zwar ganz nach oben. Greta Thunberg macht hier einen wirklich professionellen Job. Meinetwegen soll sie gern den Friedensnobelpreis bekommen.

Aber die Art und Weise, wie diese so wichtige Klimafrage derzeit von einer hochideologisierten Anti-Technologiebewegung in Geiselhaft genommen wird, finde ich sehr unseriös. Sogar gefährlich! Denn sie verhindert echte Fortschritte beim Klimaschutz. Und dass Politik und Medien dies täglich nahezu ohne Gegenposition abfeiern, macht mich wirklich wütend.

 

Was meinen Sie mit Anti-Technologiebewegung?

Der ideologische Überbau der heutigen Klima-Proteste besteht aus der Forderung nach Verzicht und Verboten. Verzicht auf Technologie, Verzicht auf Selbstentfaltung, Verzicht auf persönliche Freiheit. Es ist im Kern die »Zurück-zur-Natur-Ideologie« der Spät-68er-Generation, die auch heute noch glaubt, der Gesellschaft ein besseres Bewusstsein lehren zu müssen.

Ich selbst bin die ersten 16 Jahre meines Lebens in der DDR aufgewachsen und bekam ein ideales Bewusstsein gelehrt. Seitdem weiß ich, wie wertvoll die Freiheit ist, dass jeder Mensch sein eigenes Bewusstsein haben darf. Wenn ich in Kommentaren lese, dass jemand ein besseres Bewusstsein für mich gefunden habe und ich einfach nur kein Fleisch essen, kein Flugzeug besteigen und kein Auto fahren darf, dann gehen bei mir die Alarmglocken an.

 

Aber wenn die Zügellosigkeit der Menschen doch die Ressourcen verbraucht und den Planeten zerstört …

… dann muss sich die Technologie eben schneller entwickeln, die Ressourcen neu erschaffen und den Planeten sichern.

 

Das klingt aber eher nach einer utopistischen Hoffnung, als nach einer wissenschaftlichen Strategie. Die Wissenschaftler des Club of Rome rufen doch schon seit 1972 nach den Grenzen des Wachstums.

Ja. Und was ist für das Klima herausgekommen? Nichts! Im Gegenteil! Utopistisch ist doch eher der Versuch, alle Menschen zu Verzicht und Selbstkasteiung agitieren zu wollen. Seien wir doch ehrlich. In Mitteleuropa versucht die Ökobewegung diese Verzichtsstrategie seit 50 Jahren. Ohne zählbares Ergebnis. Im Gegenteil! Der Zustand des Weltklimas wird schlimmer! Da muss man doch jetzt langsam mal auf die Idee kommen, dass nicht die Steigerung der offensichtlich untauglichen »Zurück-zur-Natur«-Strategie zur Rettung der Welt führt, sondern dass wir eine bessere Strategie brauchen.

 

Aber wieso sollte die Rückbesinnung auf unsere natürliche Umwelt falsch sein? Immerhin bietet diese Natur den Lebensraum für all die Menschen. Sie ist die Voraussetzung für alles, ohne Natur wären wir nicht da. Muss sich der Mensch da nicht den Grundregeln der Natur unterordnen?

Nein! Auf keinen Fall. Schauen Sie sich doch die Natur an. Sie ist gewalttätig, ungerecht und inhuman. Ich habe gestern einen Vortrag vor 1.500 Menschen über die Zukunft gehalten. Statistisch gesehen waren darunter einige Menschen, die genetisch angelegte Krankheiten in sich tragen, an denen sie eines Tages sterben werden. Andere sind genetisch kerngesund. Die Natur hat das durch zufällige Mutationen bestimmt. Aber das ist doch höchst unfair.

Einige dieser Menschen haben einen höheren Intelligenzquotienten als die anderen. Falls auch das genetisch angelegt ist, ist auch das höchst unfair. Finden Sie es menschlich, dass wir uns der Unfairness der Natur unterwerfen? Oder finden Sie es menschlich, dass wir Technologie benutzen, um den durch die Natur Benachteiligten die Möglichkeit zu geben, ihre Handicaps zu korrigieren und gleiche Chancen zu haben wie die gesunden Menschen?

 

Die Heilung von Menschen durch Technologie ist ja gar nicht umstritten. Aber der Raubbau an den Klimaressourcen ist doch ein anderes Thema, oder?

Nein, es ist genau das gleiche. Denn die Verzichtsideologie der Klimabewegung sorgt für Ungleichheit unter den Menschen. Was geschieht denn, wenn tatsächlich Technologien wie Flugzeuge und Autos teurer gemacht würden, wie schon verschiedentlich gefordert? Das führt automatisch dazu, dass nur noch die wohlhabenden Reichen fliegen dürfen. Und es führt dazu, dass der Unterschied der Lebenschancen zwischen Europäern und Afrikanern dauerhaft festgeschrieben wird.

Diese Welt hat in den letzten Jahrzehnten großartige Fortschritte gemacht. Die Ungerechtigkeiten zwischen den Menschen wurden drastisch abgebaut. Alle Kennzahlen von sinkender Kindersterblichkeit, längerer Lebenserwartung, weniger Kriegs- und Terrortoten, besserer Ernährung, höherer Bildung, demokratischeren Verhältnissen, etc. sind positiv. All das wurde immer dann erreicht, wenn neue Technologie so kostengünstig wurde, dass sie in allen Ecken der Welt genutzt werden konnte. Ja, dies verbraucht Ressourcen. Aber wir wollen das doch jetzt nicht allen Ernstes zurückdrehen! Was sollte daran zukunftsweisend sein?

Meines Erachtens haben die Forderungen nach Verzicht für den Klimaschutz ein ernsthaftes Problem: Sie sind unmenschlich!

 

Heißt das, sie sehen einen Gegensatz zwischen Klimaschutz und der Menschlichkeit?

Ja natürlich. Wir dürfen Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Der Klimawandel ist eine Folge, nicht die Ursache. Das große Problem der Erde ist ihre Überbevölkerung. Viele Menschen verbrauchen viele Ressourcen. Diese Erde und ihr Klima sind nicht für die heutigen 7,7 Milliarden Menschen gemacht. Und schon gar nicht für die 10 Milliarden im Jahr 2050.

Die Natur selbst hat eine klare Regel, wie sie mit problematischer Überbevölkerung umgeht. Diese Regel heißt: Der Stärkere überlebt den Schwächeren. Die Methoden der Natur sind Epidemien, Seuchen und Kriege. Aber in der Historie der Menschheit haben unsere Vorfahren an einem Punkt beschlossen, dass sie diese Unmenschlichkeit der Natur nicht mehr akzeptieren wollten. Sie haben die Menschenwürde erfunden. Jeder Mensch soll gleich sein an Rechten und Chancen! Und sie begannen Technologie zu benutzen, um den Schwachen gleiche Chancen zu geben. Dies war der Zeitpunkt, als sich die Menschen von der Allmacht der Natur losgesagt haben. Sie haben den Humanismus eingeführt, als Gegenentwurf zur Grausamkeit der Natur. Der Humanismus war der Verrat an der Natur, nicht der SUV.

 

Und haben Sie als Zukunftsforscher eine Idee für eine bessere Strategie zur Rettung des Planeten, eine Strategie die Menschlichkeit und Klima vereint?

Technologie! Der einzige Weg, unsere Vorstellung der Menschenwürde für 10 Milliarden Menschen auf dieser Erde umzusetzen besteht darin, die Ressourcen der Natur zu erweitern. Künstlich zu erweitern durch Technologie. Und das ist weder utopisch noch unmöglich. Im Gegenteil. Technologisch gesehen waren wir noch nie so dicht dran, einige der großen Menschheitsprobleme zu lösen: Hunger, Trinkwasser, Energie … und Klima.

 

Über welche Technologien reden Sie gerade?

Es gibt in der Technologie- und Startup-Welt hunderttausende kluge Köpfe, die gerade an solchen Technologien arbeiten. Da sind Re-Use-Technologien für alle Arten von Ressourcen dabei, Cleaning-Technologien für Mikroplastik und die Säuberung der Meere, Wasserentsalzungsanlagen, künstlich hergestelltes Fleisch und Milch, medical food usw. Aber die wichtigsten und grundlegenden Technologien, die geeignet sind, das Klima zu retten, sind Atomenergie, Genetik, Quantencomputer und künstliche Intelligenz.

Interessanterweise sind das alles Technologien, die in Deutschland verpönt sind. Es ist nicht so, dass wir technologisch nicht in der Lage wären, das Klima zu retten. Das Gegenteil ist richtig: Wir haben uns bewusst und wissentlich dagegen entschieden, mit diesen Technologien unsere Erde zu retten. Dies ist das wirkliche Ergebnis dieser Zurück-zur-Natur-Bewegung seit 50 Jahren.

 

Aber Atomkraft wurde ja nicht abgeschafft, um das Klima zu zerstören, sondern um die Menschen vor den Gefahren der Radioaktivität zu schützen!

Ich halte das für ein ideologisch geprägtes Missverständnis. Technologisch betrachtet ist die Atomkraft vermutlich die einzige Energiequelle, die der Menschheit in kurzer Zeit so viel Energie liefern könnte, dass wir die ungewollte Klimaerwärmung über 2 Grad noch aufhalten können. Kluge Technologievordenker wie Bill Gates fordern in all ihren Statements den raschen Ausbau der Atomenergie weltweit. Und warum tun wir das nicht? Weil die Japaner so dumm waren, ein Atomkraftwerk direkt am Meer zu bauen. Weil Frau Merkel einen Wahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg verhindern wollte. Und weil wir denken, heutige Nuklearreaktoren hätten immer noch die Sicherheitsprobleme des 1965 entwickelten und 1986 explodierten RBMK-Reaktors von Tschernobyl. Verglichen mit dem Klimawandel sind das ziemlich banale Gründe.

 

Vielleicht auch, weil es weltweit selbst nach Jahrzehnten der Atomkraft keine vernünftige Idee gibt, was wir mit dem auf Ewigkeit tödlich strahlendem Abfall machen sollen?

Richtig. Aber ganz nüchtern betrachtet: Was ist schlimmer? Ist es schlimmer dieses Material irgendwo am Ende der Welt in Sibirien zu vergraben und mit dem Risiko zu leben, dass im schlimmsten Fall dort eine begrenzte Region verstrahlt wird? Oder ist es schlimmer, dass die Klimaerwärmung über 2 Grad die Form des klimaprägenden Golfstroms im Atlantik und des Jetstreams in der Atmosphäre so verändert, dass das Wetter überall auf der Erde verrücktspielt? Aus meiner Sicht ist die Antwort klar: Eine Hauptforderung des Klimastreiks müsste der sofortige, massive Ausbau der Atomenergie sein.

 

Die Forderung nach Ausbau der Atomkraft hatte Greta Thunberg in einem Facebook-Post auch einmal aufgestellt …

… ja, und es hat keine 24 Stunden gedauert, bis die Strippenzieher aus ihrer Eltern- und Großeltern-Generation im Hintergrund diese richtige Forderung gelöscht hatten und Greta plötzlich das Gegenteil behauptete. Das ist ein Grund, warum ich diesem apokalyptischen Hype um den Untergang der Welt nicht viel abgewinnen kann.

Für meinen Geschmack geht es hier zu viel um Ideologie, und nicht um den besten Weg für eine gute Zukunft der Menschheit. Wenn die Fridays-for-Future-Bewegung verhindert, dass wir schnell und entschlossen Zukunftstechnologien entwickeln, dann ist sie nicht die Lösung des Klimaproblems, sondern Teil des Problems.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 


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