Hohe Dynamik bei BI – 5 Fragen an Harald Weimer, Geschäftsführer der Talend Deutschland GmbH

h_11-12-2016_110_harald_weimer

Ohne BI und intelligente Nutzung von Daten bringen sich Unternehmen in Gefahr durch datengetriebene Geschäftsmodelle vom Markt verdrängt zu werden; auch die kleinen Unternehmen.

Herr Weimer,  wie sehen Sie persönlich den BI-Markt in DACH? 

Momentan herrscht eine hohe Dynamik auf dem DACH-Markt was BI betrifft. Große Unternehmen müssen reagieren und überarbeiten daher ihre BI-Strategie. Auslöser sind Technologien wie Realtime-Analytik-Verfahren und nach wie vor Big Data. Aber nicht nur die großen »Player« müssen sich für den neuen Markt verändern. Auch die kleinen Unternehmen sollten BI-Themen mehr und mehr als Pflicht sehen und den Schritt dahin als unumgängliches Muss erkennen.

BI-Software wird oft nur als ein »nice to have« angesehen. Wie sehen Sie das?

Diese Zeiten sind vorbei. Ohne BI und intelligente Nutzung von Daten bringen Unternehmen sich ziemlich in Gefahr. Andere Unternehmen, die auf den Zug schon aufgesprungen sind, verdrängen alte Geschäftsmodelle mit neuen, datenbasierten Geschäftsmodellen.

Wird BI in Unternehmen in DACH wirklich genutzt?

Ja, Business Intelligence wird in vielen Unternehmen in der DACH-Region nicht nur thematisiert, sondern auch durch die flexiblere Verfügbarkeit von Daten genutzt. Talend ist hier für viele Unternehmen ein Wegbereiter, um BI wirklich anzuwenden. Durch Frontend-Tools wie unsere ist BI zum Standard in vielen Fachabteilungen geworden.

Gibt es Branchen, die in Sachen Datenauswertung und -nutzung schon weit vorne sind? Welche Branchen hinken hinterher?

Ja, tatsächlich gibt es Unterschiede in den verschiedenen Branchen zu sehen. Zum Beispiel ist die Gaming- und E-Commerce-Branche in Sachen Datenauswertung und Datennutzung ganz vorne dabei. Der Public-Bereich hinkt dagegen noch häufig hinterher. Daten sind das neue Gold und die Nutzung ist für viele Unternehmen heute das A und O, auch um die eigenen Existenz zu sichern.

Welche Trends werden den BI-Markt künftig beeinflussen?

Der BI-Markt wird definitiv zukünftig durch Konzepte wie »Self Service« beeinflusst werden. Die Leute – nicht nur einige wenige Data Scientists – möchten und müssen sich auf Dauer selbst mit Daten beschäftigen und sich deren Nutzen zum Vorteil machen. Daher braucht es Systeme, die ihnen den Zugang zu Daten gewähren, wo aber die IT gleichzeitig noch Kontrolle darüber hat, wer welche Daten sehen kann. Ein weiterer Trend wird immer noch das Thema Cloud sein. Hier wird ständig an sichereren Datensystemen gefeilt und Neuerungen überfluten den Markt. Wichtig ist es, nicht auf der Stelle stehen zu bleiben, sondern auch mit dem Trend zu gehen.

 

Bild: © Talend

Business Intelligence: Trendthema Nummer eins bleibt Data Discovery/Datenvisualisierung

Es braucht Data Governance um den vollen Mehrwert von Business Intelligence auszuschöpfen

Business Intelligence – Aus Daten entscheidungsrelevante Informationen gewinnen

Top 10 Business Intelligence Trends 2016

Neue Methoden für Business Intelligence – Agilität durch Automatisierung des Data Warehouse

Business Intelligence und Analytics als Fundament neuer Industrie-4.0-Ansätze – BIA 4.0

Business Intelligence und »Data Democracy« – Wo viele mitdenken, entstehen mehr Ideen

Business Intelligence bei den Stadtwerken München

Der Markt für Business Intelligence und Business Analytics in Deutschland

Business Intelligence – Mit Hilfe von Datenvisualierung überzeugen

Weitere Artikel zu

Schreiben Sie einen Kommentar