Microsoft: keine Angst vor Stadia Cloud Gaming

Illustration: Absmeier

Obwohl Mountain View von der Präsentation von Google Stadia beeindruckt war, gab es rund um den Big G Streaming Service Zweifel und Skepsis, ob er in der Lage ist, die in der Ankündigung gemachten Zusagen zu erfüllen, so dass nicht jeder bereit ist, ALLES SPITZE MERKUR zu tun oder seine Konkurrenz zu fürchten.

Unter den »wenig beeindruckten« von Stadia befindet sich auch der Chief Marketing Officer von Microsoft, Mike Nichols, der Zweifel an der Fähigkeit von Google äußerte, Inhalte, d.h. Videospiele, bereitzustellen, um Stadia zu einem Erfolg zu machen. In einem Interview, das Nichols der Zeitschrift Telegraph gegeben hat, erklärte er, was für ihn die Schwäche von Stadia ist. »Aufstrebende Wettbewerber wie Google haben eine großartige Cloud-Infrastruktur und eine großartige Community mit YouTube, aber ihnen fehlen die Inhalte«. Er hat des Weiteren unterstrichen, dass Spieler, die über diese Streaming-Dienste hinaus das beste Spielerlebnis suchen, sie dank der lokalen Rechenleistung bei Xbox und PC finden werden.

Auch wenn Sony und Nintendo im Moment nichts zu dieser neuen Konkurrenz, die Google in der Welt der Videospiele darstellt, sagen, sind die typischsten technischen Fragen zur Spiele-Cloud ein viel diskutiertes Thema. Die Videogames der neuesten Generation benötigen viel Rechenleistung und viele ein- und ausgehende Daten, bei denen keine Verzögerung oder Lag vorkommen darf, um das Spiel flüssig zu halten. Einige Insider haben deutliche Zweifel angemeldet, dass Google über die Infrastruktur verfügt, um Spiele weltweit mit 1080p Videoauflösung und 60 Bildern pro Sekunde auszuführen.

Laut Branchenanalyst Lewis Ward von IDC werden Infrastrukturprobleme kein großes Hindernis für Google sein und ist der Überzeugung, dass Google gut positioniert ist, um die im Angebot gemachten Versprechungen zu halten. »Auf keinen Fall«, war seine Antwort, als er gefragt wurde, ob die Infrastrukturprobleme den Erfolg von Google mit Stadia behindern werden. »Das Letzte, worüber ich mir bei Google Gedanken mache, ist, ob sie gut im Web, in der Cloud und in der globalen Netzwerktechnologie sind. Auf der GDC wurden Demos gezeigt, die anscheinend Server in San Jose verwendeten, so dass die Technologie von Stadia sehr real ist.

Laut Ward sind die Präsentation von Stadia durch Google und die bisher veröffentlichten Informationen ein deutlicher Indikator dafür, dass Google die Absicht hat, innerhalb der nächsten fünf Jahren eine wichtige Rolle im Gamingbereich zu spielen und zwar »über alle gängigen Spiele hinweg«. »Angesichts der Munition, die Google zur Enthüllung von Stadia auf die Bühne gebracht hat, sowie des Inhalts und der Vision, die dargelegt wurden, gibt es keine weiteren Schlussfolgerungen, außer dass Google beabsichtigt, innerhalb von 5 Jahren nicht nur ein wichtiger globaler Anbieter für Android-Handyspiele, sondern auch ein bedeutender Anbieter für Spiele aller Art auf allen gängigen Spielbildschirmen zu sein.«

Laut Ward hat Stadia somit alle Chancen, das Netflix der Videospiele zu werden, und auch die aktuellen und kommenden Spielekonsolen werden bald der Vergangenheit angehören beziehungsweise Nieschenprodukte, wie DVD- und Blu-ray-Player werden. Die kommenden Monate, oder besser gesagt Jahre, werden zeigen, ob diese Prognosen Realität werden oder nicht.

 

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