SD-WAN: Chancen und Herausforderungen

Sicherheit, Performance und Bandbreite sind zentrale Anforderungen bei der Transformation von Unternehmensnetzwerken.

Die Transformation von Unternehmensnetzwerken ist in der DACH-Region in vollem Gange.

 

GTT Communications, Anbieter Cloud-basierter Netzwerke für multinationale Unternehmen, gab die Veröffentlichung der Studie »SD-WAN: Wettbewerbsfaktor im digitalen Zeitalter« bekannt. Die Erhebung wurde durch das Marktforschungsunternehmen IDC erstellt. Die Umfrage unter 150 IT-Entscheidern in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) liefert dabei Trenddaten über den Einsatz von WAN-Technologien der nächsten Generation zur Förderung von Cloudifizierung und Unternehmensdigitalisierung.

 

Die Ergebnisse geben Aufschluss über Ansätze zur Vernetzung von Unternehmen, um den wachsenden Bedarf an Bandbreite im Zusammenhang mit der digitalen Transformation zu decken. Die Studie zeigt überdies, dass Unternehmen SD-WAN als Zukunftstechnologie bereits wahrgenommen haben. Die Anwendung und Nutzung sind jedoch nicht gleichmäßig auf alle Branchen verteilt. In der Industrie weisen beispielsweise schon 54 Prozent der diskreten Fertigung und 43 Prozent der prozessorientierten Fertigung eine hohe Applikationsperformance auf. In den Branchen Handel und Logistik ist der Wert mit 28 Prozent beziehungsweise 34 Prozent niedriger.

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Transformation der Netzwerke im vollen Gang

Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei sind, ihre Netzwerke zu transformieren, um ihre digitalen Strategien weiter zu entfalten. Im digitalen Zeitalter, mit der Cloud als zentralem IT-Bereitstellungsmodell, benötigen sie auch ein agiles Netzwerk, das Änderungen schnell abbilden, Anwendungen nach Bedarf priorisieren, Clouds integrieren und zentral überwachen kann. Die Modernisierung des Netzwerks ist somit eine der wichtigsten Prioritäten für die Cloud-Migration. Konventionelle Wide Area Networks, die auf reiner MPLS-Technologie basieren, sind folglich nicht optimal ausgelegt für die Unterstützung von Digital Transformation und Cloud Computing. IDC stellt heraus, dass infolgedessen die Gefahr besteht, dass die Netze den Digitalisierungserfolg mindern oder ausbremsen könnten.

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SD-WAN etabliert sich als Standard

Firmen und Organisationen verstehen zunehmend die Bedeutung ihres Unternehmensnetzwerks als Grundlage moderner IT-Architekturen und -infrastrukturen. SD-WAN wird somit allmählich als »Goldstandard« gehandelt, wenn es um die Umstellung auf die Cloud und den Aufbau zukunftssicherer Netzwerke geht – und die Akzeptanz der SD-WAN-Technologie nimmt in der gesamten DACH-Region zu. Zentrale Anforderungen an SD-WAN-Dienste für alle an der Studie beteiligten Branchen sind demnach Sicherheit, Performance und Bandbreite. Der schnelle Wechsel von MPLS zu SD-WAN wurde durch die zunehmende Cloudifizierung und den daraus resultierenden Bedarf an agileren und optimierten Netzwerken schon ausgelöst.

 

Österreich gut aufgestellt auf dem Gebiet SD-WAN

IT-Manager in Österreich haben die umfassende Modernisierung ihrer Netzwerke sogar früher als ihre Kollegen in Deutschland und der Schweiz in Angriff genommen und weisen die höchste Performance mit ihren Netzwerken auf. Österreich beschäftigt sich etwa mit 36 Prozent vergleichsweise sehr intensiv mit SD-WAN als die IT-Kollegen in Deutschland mit 28 Prozent und der Schweiz mit nur 20 Prozent. Während in allen drei Ländern die Sicherheit an erster Stelle der wichtigsten SD-WAN-Bereitstellungsüberlegungen steht, verlangen deutsche IT-Manager aber auch zwischen den geografischen Standorten eine hohe Leistung. In Österreich und der Schweiz hingegen zählt mehr Bandbreite zu den wichtigsten Anforderungen.

 

Michael Hartmann, Senior Vice President DACH bei GTT Communications, kommentierte die Resultate wie folgt: »Die Ergebnisse bestätigen unsere Erfahrungen in verschiedenen Branchen, dass SD-WAN ein strategischer Treiber für digitale Transformation und den Geschäftserfolg ist. Wir sehen die Resultate in den vielen Implementierungen von SD-WAN, die GTT an Kunden auf der ganzen Welt bereitgestellt hat. Die SD-WAN-Technologie ist ein bedeutender Fortschritt im Vergleich zur vorherigen Generation der Unternehmensnetzwerktechnologie.«

 

Matthias Zacher, Senior Manager Consulting bei IDC Central Europe: »Für Unternehmen ist die Einführung von SD-WAN ein entscheidender Schritt bei der Transformation ihrer Netzwerke und einer der wichtigsten Beiträge zu einer erfolgreichen digitalen Strategie. Die digitale Transformation und die fortschreitende Einführung von Cloud Computing, Big Data und anderen innovativen Technologien erfordern eine neue WAN-Architektur und einen schnelleren und stärker automatisierten Netzwerkbetrieb.«

 

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können Sie nach Registrierung hier herunterladen. https://learn.gtt.net/IDC-SD-WAN-Whitepaper.html


 

SD-WAN: Wettbewerbsfaktor im digitalen Zeitalter

Management Summary

Die digitale Transformation mit der Cloud als dem zentralen Delivery-Modell erfordert ein agiles Netzwerk, das Veränderungen schnell abbilden kann, Anwendungen nach Bedarf priorisiert, Clouds einbindet und das sich zentral überwachen lässt. Herkömmliche WANs sind nicht in der Lage, die digitale Transformation und Cloud Computing netzwerkseitig optimal zu unterstützen. Damit besteht die Gefahr, dass die Netze den Digitalisierungserfolg mindern oder ausbremsen und Businessziele von hoher Priorität wie Effizienz, Agilität und Innovation in Frage stellen.

SD-WAN ist ein zentraler Enabler der Digitalisierung. Diese Erkenntnis hat sich überraschend schnell in Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgesetzt und bereits zahlreiche Projekte nach sich gezogen. SD-WAN ist also längst kein Buzzword mehr, sondern stellt seinen Businessnutzen immer stärker unter Beweis. Mehr als 80 Prozent von 150 Entscheidern aus sechs Branchen setzen SD-WAN entweder ein, testen SD-WAN derzeit oder planen, es innerhalb der nächsten zwei Jahre zu nutzen.

Drei starke Gründe sprechen für SD-WAN. Das sind eine höhere Sicherheit im Netzbetrieb, eine flexible Bandbreiten-Bereitstellung, eine flexible Nutzung unterschiedlicher Netze und damit verbunden eine veränderte Kostenstruktur. SD-WAN räumt also Einschränkungen herkömmlicher WAN aus dem Weg oder mindert diese zumindest ab. Das sind zudem wesentliche Punkte, um eine hohe Anwenderzufriedenheit zu erzielen beziehungsweise diese zu erhöhen. Denn bei der Anwendungsperformance und der Zuverlässigkeit der Netze fordern die Anwender noch deutliche Verbesserungen.

Das Einführen von SD-WAN ist andererseits mit einigen Hürden – fehlenden Standards, Sicherheitsbedenken, Interoperabilität – verbunden, die sich bei sorgfältiger Planung und mit Unterstützung von Anbietern meistern lassen.

Zu den Erfolgsfaktoren der SD-WAN-Projekte zählen die präzise Definition des SD-WAN Business Case, die Einbindung von SD-WAN in die Digitalisierungsstrategie und die Wahl eines Anbieters mit Komplettangebot aus Managed Services, Overlay und Underlay oder modularisierten Angeboten. Diese Vorteile haben österreichische Unternehmen früher erkannt als Firmen in Deutschland und in der Schweiz und vor ihnen mit der Modernisierung der Netze begonnen. Zwischen den drei Ländern zeigen sich bei der Nutzung von SD-WAN sowohl Ähnlichkeiten wie auch unterschiedliche Ansprüche: Während Sicherheit in allen drei Ländern ganz oben auf der Agenda steht, fordern die IT-Leiter in Deutschland hohe Performance zwischen geografischen Lokationen. In Österreich und der Schweiz hingegen ist mehr Bandbreite wichtig, für Schweizer IT-Profis zudem das Management komplexer Netzwerke.

 

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können Sie nach Registrierung hier herunterladen. https://learn.gtt.net/IDC-SD-WAN-Whitepaper.html

 


 

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