Trend zu deutschen IT-Security-Dienstleistern: Vertrauensfrage IT-Sicherheit

Illustration Absmeier foto freepik

Anbieter-Standort ist für 71 Prozent der Unternehmen relevant.

 

Der Standort von IT-Sicherheitsanbietern ist zunehmend das entscheidende Auswahlkriterium für Unternehmen in Deutschland. Das zeigt die aktuelle Studie »Cybersicherheit in Zahlen« von G DATA CyberDefense, Statista und brand eins [1]. Demnach bewerten sieben von zehn Befragten den Standort des Dienstleisters als wichtig oder sehr wichtig. Die Relevanz zur höheren Wichtigkeit ist über die letzten Jahre deutlich angestiegen.

 

Wenn politische Konflikte digitale Infrastrukturen betreffen, stehen Unternehmen vor einer zentralen Frage: Wem vertraue ich meine IT-Sicherheit an? Für Firmen in Deutschland gewinnt die Herkunft von IT-Sicherheitsanbietern zunehmend an Bedeutung. Wie die repräsentative Umfrage »Cybersicherheit in Zahlen« verdeutlicht, ist für 71 Prozent der Unternehmen der Standort des IT-Security-Dienstleisters sehr wichtig oder wichtig. Dies unterstreicht die Relevanz von Datenschutz, regulatorischen Anforderungen und Vertrauen. In den Jahren 2023 und 2024 waren es noch drei von fünf Firmen. Während die Wichtigkeit des Standorts wächst, halbiert sich nahezu innerhalb eines Jahres der Anteil der neutralen Bewertungen. Ein Grund: Geopolitische und ökonomische Spannungen verändern die Anforderungen an IT-Sicherheit grundlegend. Digitale Souveränität, Datenkontrolle und die Abhängigkeit von globalen Infrastrukturen rücken damit zunehmend in den Fokus unternehmerischer Entscheidungen.

»Der Anbieter-Standort ist für viele Unternehmen längst mehr als ein formales Kriterium – er steht für Vertrauen, Verlässlichkeit und klare rechtliche Rahmenbedingungen«, sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand bei G DATA CyberDefense. »Die Entwicklung zeigt, dass digitale Souveränität und Kontrolle über Daten zunehmend als strategische Grundlage verstanden werden. Entscheidend ist jetzt, diese Erwartungen konsequent in sichere, transparente Lösungen zu übersetzen und damit langfristig Vertrauen zu stärken.«

Cybersicherheit: Klare Präferenz für deutsche Anbieter.

Parallel zur gestiegenen Relevanz zeigt sich eine klare Präferenz bei der Anbieterwahl unter den Befragten, für die der Standort wichtig oder sehr wichtig ist: Mit 74 Prozent sind deutsche IT-Sicherheitsunternehmen 2025 führend, nach zwischenzeitlichen Verschiebungen 2024 zugunsten europäischer Anbieter. Nicht-europäische Anbieter spielen hingegen kaum eine Rolle. Ihr Anteil bleibt über alle Erhebungsjahre hinweg zwischen zwei und vier Prozent. Die Ergebnisse verdeutlichen: Unternehmen treffen ihre Entscheidungen nicht mehr ausschließlich auf Basis technischer Leistungsmerkmale, sondern zunehmend auch unter Berücksichtigung von Standort, Rechtsrahmen sowie Anforderungen an Datenhaltung und Datenhoheit. Für Anbieter bedeutet das: Der eigene Standort wird zum strategischen Differenzierungsmerkmal. Und das insbesondere im europäischen und deutschen Markt.

 

Cybersicherheit in Zahlen zum Download.

»Cybersicherheit in Zahlen« erschien bereits zum fünften Mal und zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte und besondere methodische Tiefe aus: Mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland wurden im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und können dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Magazin »Cybersicherheit in Zahlen« präsentieren. Darüber hinaus haben die Marktforscher Zahlen, Daten und Fakten aus mehr als 300 Statistiken zu einem umfassenden Nachschlagewerk der IT-Sicherheit zusammengeführt.

[1] https://www.gdata.de/cybersicherheit-in-zahlen

 

5350 Artikel zu „IT-Sicherheit“

Positive Entwicklung: Drei Viertel der Geschäftsführungen fühlen sich für IT-Sicherheit zuständig

Mit sinkender Hierarchieebene nimmt das Verantwortungsgefühl deutlich ab.   NIS2 wirkt und verankert Cybersicherheit in deutschen Unternehmen fest als Führungsaufgabe. 77 Prozent der Geschäftsführungen in Deutschland fühlen sich persönlich sehr stark für die IT-Security ihres Unternehmens verantwortlich. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie »Cybersicherheit in Zahlen« von G DATA CyberDefense, Statista und brand…

Warum Identitäts- und Zugriffsmanagement zum Engpass moderner IT-Sicherheit wird

Identitäten sind längst mehr als Benutzerkonten im Active Directory. Sie sind der Schlüssel zu Anwendungen, Daten und Prozessen – und damit ein attraktives Ziel für Angreifer. In einer IT-Welt, die von Cloud, APIs und externen Plattformen geprägt ist, entscheidet sauberes Identitäts- und Zugriffsmanagement zunehmend über das tatsächliche Sicherheitsniveau. Gleichzeitig wächst die Komplexität schneller als viele…

IT-Sicherheit: Incident Management in einem Lean-Dev-Team

Wie durchdachte Prozesse Tagesabläufe für Sicherheitsteams erleichtern.   In modernen IT-Betrieben sind ruhige Tage selten. Für schlanke Entwicklungs- und Sicherheitsteams zählt jeder Moment. Sie müssen oft gleichzeitig entwickeln, verteidigen und reagieren. Andy Grolnick, CEO beim SIEM-Anbieter Graylog, zeigt detailliert, wie kleine, leistungsstarke Teams mit ständigen Unterbrechungen umgehen, Alarmmüdigkeit reduzieren und sich auf wirklich wichtige Vorfälle…

IT-Sicherheit im öffentlichen Sektor

Das Whitepaper behandelt die Herausforderungen und Strategien zur IT-Sicherheit im öffentlichen Sektor in Deutschland bis 2025, insbesondere im Hinblick auf Cyberangriffe auf Kommunen.   Cyberangriffe auf den öffentlichen Sektor Die Zahl der Cyberangriffe auf kommunale Einrichtungen in Deutschland hat stark zugenommen und stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Städte und Landkreise in Deutschland sind zunehmend Ziel…

TechTalk: G DATA kümmert sich verstärkt um das Berufsbild der IT-Sicherheit

Was bedeutet eigentlich das Thema digitale Souveränität für einen Sicherheitsanbieter wie G DATA CyberDefense, und was konkret tut das Unternehmen für mehr und besser ausgebildete Sicherheitsexperten? Darüber haben wir uns mit Andreas Lüning, einem der Gründer von G DATA, auf der it-sa 2025 unterhalten. Herausgekommen ist dieses gut zweiminütige Video.

Cybersicherheit in Zahlen – Unterschätzte Schwachstellen in der IT-Sicherheit

Unternehmen haben weiterhin großen Handlungsbedarf in der IT-Sicherheit. Von mangelndem Sicherheitsbewusstsein über langsame Reaktionszeiten bis hin zu unzureichendem Reifegrad der Sicherheitsmaßnahmen – die Herausforderungen sind vielfältig und erfordern proaktives Handeln.

Samsung Knox Matrix und Knox Vault – Transparente IT-Sicherheit

Erfahren Sie, wie Samsung in Zusammenarbeit mit dem BSI die IT-Sicherheit smarter Geräte kontinuierlich stärkt und so das Vertrauen der Verbraucher gewinnt. Tuncay Sandikci, Director MX B2B bei Samsung, erläutert die neuesten Entwicklungen wie Samsung Knox Matrix. Die Lösung basiert auf Blockchain-Technologie und nutzt moderne Schutzverfahren wie Post-Quantum-Kryptografie, um geräteübergreifenden Echtzeitschutz zu ermöglichen.

Das zentrale Ziel der IT-Sicherheit – Vertraulichkeit und Integrität von Informationen wahren

Die groß gedachte IT-Sicherheit spannt einen ganz weiten Schutzschirm über die IT und vor allem über ihr Herz, das Rechenzentrum. Von Brandschutztüren, Klimaanlagen, Notstromaggregaten bis hin zu Sicherheitstechnologien von Hard- und Software. Zu entnehmen ist das der 50-seitigen Broschüre über »Elementare Gefährdungen« vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das ist eine lange Liste, und doch geht es im Kern bei all den Maßnahmen um eine Sache: Den Schutz von Informationen.

KI und Cyberresilienz: Die Zukunft der IT-Sicherheit – Cyberresilienz als strategische Priorität

Kathrin Redlich, Vice President DACH & CEE bei Rubrik, betont die Notwendigkeit von Cyberresilienz in Unternehmen, da Cyberangriffe unvermeidlich sind. Dabei ist die schnelle Wiederherstellung der Geschäftskontinuität nach einem Angriff entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Integration von KI in Sicherheitslösungen wird eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Cyberangriffen spielen.

Deutscher Markt für IT-Sicherheit wächst zweistellig

Ausgaben für IT-Sicherheit steigen um 10,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. 6 von 10 Unternehmen halten Cyberattacken für existenzbedrohend. Mit der it-sa startet Europas größte Fachmesse für IT-Sicherheit in Nürnberg. Deutschland rüstet sich gegen Cyberattacken und investiert verstärkt in IT-Sicherheit. Im laufenden Jahr werden die Ausgaben voraussichtlich um 10,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zulegen,…

Wo haben Arbeitnehmer die größten IT-Sicherheit-Wissenslücken?

Deutschlands Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben beim Thema IT-Sicherheit Nachholbedarf. Das geht aus einer Statista-Befragung unter rund 5.000 Arbeitnehmer hervor, die Teil des von G Data CyberDefense in Zusammenarbeit mit Brandeins herausgegebenen Magazins Cybersicherheit in Zahlen ist [1]. Demnach sehen Umfrageteilnehmer mit Leitungsfunktion in der IT-Security oder IT/EDV die größten Wissenslücken in den Bereichen »Nutzung von…

IT-Sicherheit vieler deutscher Unternehmen ist mangelhaft

Sowohl der technische als auch der organisatorische Schutz zahlreicher mittelständischer Unternehmen zeigt gefährliche Sicherheitslücken.   Trotz zunehmender Cyberbedrohungen vernachlässigen viele mittelständische Unternehmen grundlegende Schutzmaßnahmen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Zwar halten sich 77 Prozent der Befragten für ausreichend gegen Cyberangriffe gewappnet, tatsächlich erfüllen aber mehr als zwei…

Neues Reputationsranking: Deutsche IT-Sicherheitsfirmen wenig sichtbar – ausländische Anbieter dominieren

Schwache Management-Sichtbarkeit gefährdet Reputation: IT-Security-Unternehmen nutzen ihr Management kaum als Stimme im öffentlichen Diskurs. Nachhaltigkeit bleibt Randthema: Trotz wachsender Bedeutung für Vertrauen und Resilienz spielt sie bei Security-Unternehmen und Systemintegratoren bisher nur eine Nebenrolle. Arbeitgeberattraktivität unterbewertet: Fachkräftemangel trifft auf geringe öffentliche Wahrnehmung als Arbeitgebermarke.   Deutsche Anbieter von IT-Sicherheitslösungen fallen im internationalen Vergleich zurück. Das…

Schluss mit dem Abteilungsdenken – IT-Sicherheit geht alle Mitarbeitenden an

Heute ist fast jedes Unternehmen auch ein digitales Unternehmen. Dies bedeutet, dass alle Kolleginnen und Kollegen nicht nur im Umgang mit ihrer betrieblichen Software, sondern auch bezüglich der Sicherheitsaspekte geschult sein müssen. Die IT-Abteilung und ausgewiesene Cybersicherheitsexperten können eine ganze Organisation nicht allein gegen die Vielfalt der modernen Angriffsvektoren schützen – die ganze Belegschaft muss…

IT-Sicherheit und Effizienz: Wie Systemhäuser mit qualifizierten Fachkräften punkten

In einer Zeit, in der Unternehmen ihre IT-Strukturen stetig anpassen müssen, um mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten, rückt die Rolle von erfahrenen und zertifizierten IT-Experten in den Vordergrund. Besonders in komplexen Umgebungen, in denen Software, Netzwerke und Sicherheitssysteme nahtlos ineinandergreifen müssen, sind spezialisierte Systemhäuser ein entscheidender Partner. Die Kombination aus praxisnaher Erfahrung und formaler…

Ganzheitlicher Ansatz für die IT-Sicherheit

Für eine effektive Verteidigung sind integrierte, sorgfältig geplante und implementierte Strategien erforderlich. Zero Trust, Threat-Intelligence, Mitarbeitersensibilisierung und die Einführung vertrauenswürdiger Lösungen sind nur einige der Eckpfeiler einer effizienten Strategie.   Der zunehmende Einsatz von KI bei Cybercrimes hat das Bedrohungsszenario komplexer gemacht. Bereits im Jahr 2023 sorgte der Fall eines Mitarbeiters eines britischen Unternehmens für…

Transparente IT-Sicherheit für User:
Samsung Geräte jetzt mit IT-Sicherheitskennzeichen des BSI

Samsung hat am 23. Juli vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das IT-Sicherheitskennzeichen für Smartphones der aktuellen Galaxy A-Serienmodelle A26, A36 und A56 sowie für die Smart-TVs der Modellreihen des Jahres 2025 erhalten. In der Eschborner Deutschlandzentrale von Samsung übergab BSI-Präsidentin Claudia Plattner die Kennzeichen symbolisch an Man-Young Kim, Präsident Samsung Electronics in Deutschland. Samsung verpflichtet sich dazu, dass gekennzeichnete Produkte die geltenden Sicherheitsanforderungen des BSI erfüllen. Nutzer*innen profitieren von dieser Transparenz und erhalten Orientierung bei der Kaufentscheidung.

KRITIS-Prinzipien für den Mittelstand: IT-Sicherheit mit Struktur

In vielen mittelständischen Unternehmen läuft das Thema IT-Sicherheit noch zu sehr unter dem Radar. Es fehlen zum Beispiel klare Rollenverteilungen, die nötige Transparenz sowie definierte Notfallpläne. Es gibt jedoch funktionierende Vorbilder aus dem KRITIS-Bereich und fünf Prinzipien, die sich sofort übernehmen lassen.   In puncto Cybersicherheit navigieren viele mittelständische Unternehmen im Blindflug. Laut einer Deloitte-Studie…

IT-Sicherheitsrecht: NIS2-Regierungsentwurf ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Cybernation

Mit dem Regierungsentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der NIS2-Richtlinie wird das deutsche IT-Sicherheitsrecht umfassend modernisiert und der angespannten Bedrohungslage im Cyberraum Rechnung getragen. Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) fällt dabei eine Schlüsselrolle zu.   Der Gesetzesentwurf sieht unter anderem vor, das BSI-Gesetz (BSIG) zu novellieren und den Kreis der regulierten Organisationen um…