
Illustration Absmeier foto ki designer
Einfacher Storage ist kein Komfortthema, sondern ein strategischer Hebel: Wer Plattformen konsolidiert, Automatisierung konsequent nutzt und Modernisierung von Anfang an mitdenkt, senkt Betriebsrisiken und Kosten – und verschafft der IT den nötigen Freiraum für Daten-, Cloud- und KI-Initiativen.
Fünf Punkte für Entscheider
- Komplexität konsequent abbauen: Eine konsolidierte Plattform für Block- und File-Storage reduziert Schnittstellen, Versionen, Fehlkonfigurationen und administrativen Aufwand.
- Skalierung ohne Architekturbruch planen: Scale-up und Scale-out halten die Infrastruktur flexibel, wenn Datenmengen durch KI- und Innovationsprojekte sprunghaft wachsen.
- Verfügbarkeit als Plattformmerkmal fordern: Redundanz, Replikation, Metro-Cluster und Snapshots müssen integriert sein – nicht als spätere Zusatzprojekte.
- Kosten messbar steuern: Hardware-beschleunigte Komprimierung und Deduplizierung, garantierte Reduktionsraten sowie niedriger Energiebedarf sichern die Wirtschaftlichkeit.
- Betrieb und Modernisierung automatisieren: Zentrales Management, KI-gestützte Analysen, offene Integrationen und unterbrechungsfreie Updates entlasten Teams und vermeiden neue Legacy-Inseln.
Viele Unternehmen haben mit schnell wachsenden Datenmengen und komplexer werdenden Storage-Umgebungen zu kämpfen. Eine Vereinfachung hilft, die Zuverlässigkeit der Systeme zu erhöhen und das IT-Team zu entlasten, sodass es mehr Zeit hat, sich um das zu kümmern, was im Business tatsächlich zählt: Daten, Anwendungen und Innovationen. Doch was zeichnet »einfachen Storage« überhaupt aus? Dell Technologie gibt einen Überblick.
Bei der Vereinfachung von Storage-Landschaften konzentrieren sich Unternehmen meist auf die Management-Tools. Diese sollen einfach bedienbare Oberflächen und möglichst viele Automatisierungsfunktionen bieten – beides fraglos wichtig, um das IT-Team bei Routineaufgaben und dem Troubleshooting zu unterstützen. Neben dieser operativen Perspektive müssen Unternehmen allerdings auch die strategische Perspektive im Blick behalten. Schließlich soll der Storage dazu beitragen, die digitale Transformation, KI-Initiativen und Multi-Cloud-Strategien voranzutreiben – und das, ohne Komplexität aufzubauen und unvorhersehbare Kosten zu verursachen. Wirklich »einfach« ist Storage im Grunde nur, wenn er die folgenden Kriterien erfüllt:
- Einfache Architektur: Eine der wichtigsten Ursachen für hohe Komplexität sind historisch gewachsene Storage-Landschaften mit vielen verschiedenen Systemen, Betriebsmodellen und Tools. Die Konsolidierung der Plattformen ist daher der erste Schritt zur Vereinfachung: Lösungen, die Block und File Storage vereinen, reduzieren den Verwaltungsaufwand und erleichtern die Datennutzung. Zugleich verhindern sie Probleme wie Fehlkonfigurationen und Sicherheitslücken, die sich aus der Vielzahl an Schnittstellen und Software-Versionen ergeben. Eine Ende-zu-Ende-NVMe-Architektur garantiert darüber hinaus eine hohe Performance – ganz ohne kontinuierliches Tuning.
- Einfache Skalierung und Verfügbarkeit: Während Standardanwendungen meist ein gleichmäßiges Datenwachstum verursachen, gehen KI- und andere Innovationsprojekte oft mit sprunghaft steigenden Datenmengen einher. Storage-Architekturen, die sowohl Scale-up als auch Scale-out unterstützen, erlauben eine bedarfsgerechte Erweiterung mit einzelnen Laufwerken sowie zusätzlichen Systemen. Ebenso sollte die Architektur von Haus aus eine hohe Verfügbarkeit sicherstellen, damit IT-Teams nicht separate Lösungen nachrüsten müssen. Wichtig sind unter anderem RAID oder andere Ansätze, die Daten redundant über mehrere Medien verteilen, sowie Replikationen, Metro-Cluster-Konfigurationen und Snapshots.
- Einfache Effizienz- und Kostensteuerung: Eine leistungsfähige Datenreduktion ist der Schlüssel für die optimale Nutzung der verfügbaren Speicherkapazitäten und die Kontrolle der Storage-Kosten. Komprimierung und Deduplizierung sollten Hardware-Beschleunigung nutzen, damit sie dauerhaft eingesetzt werden können und Unternehmen nicht zwischen Kosteneffizienz und Storage-Performance wählen müssen. Am effizientesten ist meist eine Inline-Deduplizierung mit variablen Blocklängen – wobei sich Unternehmen bei den Reduktionsraten nicht auf Versprechungen verlassen, sondern vertragliche Garantien einfordern sollten. Darüber hinaus tragen Systeme mit niedrigem Energieverbrauch und Kühlbedarf zur Kosteneffizienz bei.
- Einfacher Betrieb: Heterogene System- und Tool-Landschaften sorgen für einen hohen manuellen Verwaltungsaufwand mit vielen Sonderfällen und Workarounds, sodass IT-Teams viel Zeit mit alltäglichen Aufgaben wie Provisionierung, Lastverteilung und Troubleshooting verbringen. Moderne Storage-Plattformen bieten ein zentralisiertes Management mit geführten Workflows, umfangreichen Automatismen und detaillierten Analysen, die bei der Planung, Optimierung und Fehlersuche unterstützen. Dadurch wird der Storage-Betrieb insgesamt verlässlicher und das IT-Team ist seltener mit »Fire Fighting« beschäftigt, weil Probleme behoben werden können, bevor sie akut werden. Vor allem KI und Machine Learning haben die Automatisierungs- und Analysefunktionen inzwischen auf ein ganz neues Level gehoben.
- Einfache Integrationen: Da Storage nicht isoliert betrieben wird, muss er sich nahtlos in die bestehenden Plattformen und Prozesse einfügen, insbesondere in Virtualisierungsplattformen, Cloud-Umgebungen und Backup-Lösungen. Dafür braucht es Schnittstellen und Plug-ins, sodass IT-Teams beispielsweise Storage-Ressourcen über vCenter bereitstellen oder Datensicherungen direkt über die Oberflächen der Speichersysteme einrichten können. Das Ziel sollte ein Ökosystem aus Lösungen sein, das perfekt zusammenspielt und ein ständiges Springen zwischen verschiedenen Tools und Oberflächen überflüssig macht.
- Einfache Migrationen und Modernisierungen: Damit moderne Storage-Systeme nicht nach wenigen Jahren selbst zum Legacy-Storage werden und aufwendige Migrationsprojekte erfordern, müssen sie klare Modernisierungspfade bieten. Das heißt, dass ihre Anbieter sie nicht nur langfristig weiterentwickeln und mit Aktualisierungen versorgen, sondern idealerweise auch auf Container-basierte Microservice-Architekturen setzen sollten. Diese erlauben es, neue Funktionen komfortabel und unterbrechungsfrei via Software-Update einzuspielen – ohne Plattformwechsel und den damit verbundenen großflächigen Hardware-Austausch. Darüber hinaus sollten Unternehmen auf integrierte Tools etwa für Daten-Importe achten, um die initiale Einführung oder den Umzug von Workloads auf andere Systeme zu erleichtern.
»Komplexität ist der Feind eines effizienten Storage-Managements und verhindert, dass IT-Teams ihre Systemlandschaften für neue Anforderungen fit machen und die Qualität von Storage-Services erhöhen können«, betont Christian Winterfeldt, Senior Director Datacenter Sales DACH bei Dell Technologies. »Eine Vereinfachung von Storage-Infrastrukturen ist die Basis dafür, dass Storage zuverlässig und effizient im Hintergrund funktioniert und das IT-Team nur in Ausnahmesituationen gezielt eingreifen muss. Dadurch entstehen Freiräume, um wichtige Daten- und Anwendungsprojekte voranzutreiben.«
FAQ: Einfacher Storage
- Was bedeutet »einfacher Storage«?
Eine Architektur, die sich leicht betreiben, flexibel skalieren, effizient absichern und ohne disruptive Plattformwechsel modernisieren lässt. - Warum ist Konsolidierung der wichtigste erste Schritt?
Weniger Plattformen und Tools bedeuten weniger Schnittstellen, Sonderfälle und Sicherheitsrisiken – und damit einen stabileren, besser beherrschbaren Betrieb. - Welche Rolle spielt eine Ende-zu-Ende-NVMe-Architektur?
Sie liefert hohe Performance mit geringer Latenz und minimiert den Bedarf an dauerhaftem manuellem Tuning. - Wann braucht ein Unternehmen Scale-up und Scale-out?
Scale-up eignet sich für schrittweises Wachstum innerhalb eines Systems; Scale-out verteilt stark steigende Anforderungen auf zusätzliche Systeme. Moderne Plattformen sollten beide Wege unterstützen. - Welche Funktionen sichern die Verfügbarkeit?
Entscheidend sind integrierte Redundanzmechanismen, Replikation, Metro-Cluster-Konfigurationen und Snapshots, die Ausfälle und Datenverluste begrenzen. - Wie lassen sich Storage-Kosten verlässlich kontrollieren?
Durch dauerhaft aktive, hardware-beschleunigte Datenreduktion, vertraglich abgesicherte Reduktionsraten und eine energieeffiziente Plattform. - Warum ist Inline-Deduplizierung mit variablen Blocklängen relevant?
Sie erkennt redundante Daten früh und granular, erhöht die nutzbare Kapazität und reduziert Kosten, ohne einen nachgelagerten Prozess zu benötigen. - Wie entlasten KI und Automatisierung den Betrieb?
Geführte Workflows und vorausschauende Analysen automatisieren Routineaufgaben, erkennen Engpässe frühzeitig und verkürzen die Fehlersuche. - Welche Integrationen sollten Entscheider priorisieren?
Vor allem Virtualisierung, Cloud und Backup: Schnittstellen und Plug-ins sollten Provisionierung und Datensicherung direkt aus den vertrauten Betriebsoberflächen ermöglichen. - Woran erkennt man einen tragfähigen Modernisierungspfad?
An langfristiger Softwarepflege, modularen beziehungsweise Microservice-basierten Architekturen, unterbrechungsfreien Updates und integrierten Werkzeugen für Migration und Datenimport.
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