Seit wann hat Deutschland ein Geburtendefizit?

In Deutschland sterben seit 1972 jedes Jahr mehr Menschen als geboren werden. Datenbasis der Statista-Infografik ist das Statistische Bundesamt. Dieses Geburtendefizit hat sich zuletzt verstärkt und im vergangenen Jahr vorläufigen Zahlen zufolge mit einen negativen Saldo von 352.000 Menschen einen neuen Negativ-Rekord erreicht. 2025 wurde auch die niedrigste Geburtenzahl seit 1946 registriert: In diesem Jahr kamen rund 654.000 Kinder zur Welt. Neben der steigenden Lebenserwartung nimmt auch der starke Geburtenrückgang der vergangenen Jahrzehnte Einfluss auf die Alterung der deutschen Bevölkerung. 1950 wurden auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland gut 1,1 Millionen Kinder geboren, 2024 waren es rund 680.000.

Besonders stark stiegen die Geburtenzahlen Ende der 1950er Jahre und erreichten 1964 mit knapp 1,4 Millionen Neugeborenen einen Höchststand. Nach diesem sogenannten Babyboom folgte ein starker Rückgang der Geburten. Wichtige Faktoren hierfür waren unter anderem die mit der Emanzipation der Frauen einhergehende Erwerbsbeteiligung sowie die Verbreitung der Pille. Wie stark sich die Alterstruktur der deutschen Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten verändern wird, zeigt eine weitere Grafik.

Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/30153/zahl-der-geborenen-und-gestorbenen-in-deutschland/

 

[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD22_N033_12.html

 


So stark altert die deutsche Bevölkerung bis 2060

Der demografische Wandel ist in Deutschland in vollem Gang. Wie stark die deutsche Bevölkerung altert, zeigt die Statista-Grafik auf Basis der Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes. Die Alterspyramide in Deutschland entwickelt danach bis 2060 immer stärker eine Urnenform – unten schmal und nach oben breiter werdend. Diese Form kommt zustande, weil einerseits die Geburtenzahlen abnehmen und andererseits die Lebenserwartung zunimmt. Gut zu erkennen ist, das demnächst die so genannte Babyboom-Generation in Rente gehen wird. Als Babyboomber werden die geburtenstarken Jahrgänge der Zeit von 1955 bis 1965 bezeichnet. Das Wirtschaftswunder sorgte damals für steigende Geburtenraten. Das staatliche Rentensystem wird daher in den kommenden Jahren großen finanziellen Belastungen ausgesetzt. Für die Prognose wurde eine moderate Entwicklung bei der Entwicklung der Geburtenhäufigkeit, Lebenserwartung und der Bevölkerungswanderung (Zu- und Wegzug) angenommen. Auf dieser Seite des Statistischen Bundesamtes können Sie bei diesen drei Annahmen variieren und sich dafür jeweils weitere Alterspyramiden anzeigen lassen [1].

Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/19053/altersaufbau-der-deutschen-bevoelkerung/

 

[1] https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html#!v=2&o=2060v2

 


Lange Arbeiten: Wer im Alter arbeitet, ist zufriedener

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foto freepik

Die Lebenszufriedenheit der Deutschen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das zeigt eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders zufrieden: die sogenannten »Silver Worker«, also 66- bis 70-Jährige, die über das Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten.

 

Trotz der Corona-Pandemie und Inflation in den vergangenen Jahren steigt die Lebenszufriedenheit der Deutschen. So zeigt eine Auswertung des IW: Zwischen 2005 und 2021 stieg die durchschnittliche Lebenszufriedenheit von 6,8 auf 7,4 Skalenpunkte. Um das zu ermitteln, hat das Sozioökonomische Panel zwischen 1995 und 2021 zwischen knapp 14.000 und gut 30.000 Personen folgende Frage gestellt: »Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?«. Die Befragten ordnen sich auf einer zehnstufigen Antwortskala (0 = ganz und gar unzufrieden, 10 = ganz und gar zufrieden) ein.

Besonders zufrieden: Personen, die im Alter noch erwerbstätig sind. Die arbeitenden 66- bis 70-Jährigen, die sogenannten »Silver Worker«, erreichten 2021 einen Mittelwert von 7,6 Skalenpunkten.

Finanzielle Gründe sind nachrangig

Vor allem soziale Kontakte spielen eine wichtige Rolle für die Weiterarbeit im Alter und können so zu einer höheren Zufriedenheit beitragen. Ein Arbeitsplatz gibt den Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen, in der Pause einen Kaffee zu trinken und gemeinsam etwas zu generieren. Dieses soziale Netz fehlt, wenn Menschen in den Ruhestand gehen. Auch ein strukturierter Tagesablauf und Routinen fallen weg, ein neuer Alltag muss bei Renteneintritt erst aufgebaut werden.

Finanzielle Gründe spielen bei der Entscheidung für oder gegen das Weiterarbeiten keine große Rolle. »Spaß und soziale Kontakte sind wichtige Motive bei der Entscheidung weiterzuarbeiten«, sagt die Rentenexpertin Ruth Schüler. Im Gegensatz zu den Silver Workern steht die Gruppe der erwerbslosen 61-65-Jährigen: Hier ist die Lebenszufriedenheit am niedrigsten und stieg in den letzten 10 Jahren nur gering. »Unsere Zahlen zeigen, dass der frühe Erwerbsausstieg keine Garantie für eine hohe Lebenszufriedenheit ist,« ergänzt die Verhaltensökonomin Jennifer Potthoff.

 

 

IW-Kurzbericht_2024-Lebenszufriedenheit PDF

 

1317 Artikel zu „Alter Rente“

Sinkendes Rentenniveau erhöht Altersarmutsrisiko deutlich

Was würde ein niedrigeres Rentenniveau für die Altersarmut und den Bezug von Grundsicherung bedeuten? Deutlich mehr RentnerInnen als bisher stünden finanziell schlecht da, wenn nicht gegengesteuert wird. Langfristig sollten unter anderem die private und betriebliche Altersvorsorge ausgebaut werden Sinkt das Rentenniveau wie erwartet von heute 48 Prozent auf etwa 43 Prozent im Jahr 2045, steigt…

Auto wichtiger als Rente: Aufholbedarf bei Altersvorsorge

Rund 1.099 Euro investieren die Deutschen durchschnittlich pro Jahr in ihre private Altersvorsorge mit Lebens- und Rentenversicherungen. In anderen europäischen Ländern ist es wesentlich mehr. Die Vorsorgebereitschaft ist in Deutschland weniger stark ausgeprägt als in vielen anderen europäischen Ländern. Das geht aus der jährlichen Erhebung des europäischen Versicherungsverbands Insurance Europe hervor: Mehr als das Dreifache…

Rente: Wachsende Angst um Altersvorsorge

Mehrheit der Berufstätigen sieht sich im Alter nicht mehr abgesichert, besonders in Berlin. Stärkere Unterstützung betrieblicher Altersversorgung gefordert. Absicherung im Alter zählt für 79 Prozent der Berufstätigen zu den wichtigsten drei Zielen.   Exakt 70 Prozent aller Ruheständler in Deutschland beklagen die Höhe der gesetzlichen Renten als nicht angemessen im Vergleich zu ihren Einzahlungen. Zu…

Pensionszusage: Höhere Betriebsrente durch Gehaltssteigerung kurz vor Erreichen des Pensionsalters?

Die meisten Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer sind abhängig vom Endgehalt vor Eintritt in den Ruhestand. Kann durch eine kräftige Gehaltssteigerung zugunsten eines Gesellschafter-Geschäftsführers kurz vor der Pensionierung dessen Betriebsrente aufgebessert werden? Mit dieser Frage hatte sich der BFH in seinem Urteil vom 20.5.2015 zu beschäftigen. Im Urteilsfall hatte die B-GmbH (Klägerin) ihrem langjährigen Gesellschafter-Geschäftsführer G eine…

Transparentes Urheberrecht im digitalen Zeitalter

24 % kennen das Urheberrecht kaum oder gar nicht, 40 % der Deutschen sind unsicher. Neue Angebote immer beliebter: 84 % der jungen Nutzer streamen Musik, Filme oder Serien. Ländergrenzen sollten im digitalen Zeitalter keine Rolle spielen. Über Zweidrittel der Deutschen kennen die aktuellen Regelungen zum Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten im Internet nicht oder…

Wie viele Menschen arbeiten trotz Rente weiter?

Management Summary Die Daten zeigen deutliche Unterschiede beim Weiterarbeiten nach Rentenbeginn in Europa: Im Durchschnitt bleibt rund ein Fünftel der Rentnerinnen und Rentner unter 70 in den ersten sechs Monaten nach Renteneintritt erwerbstätig, mit besonders hohen Quoten in Nordeuropa und den baltischen Staaten, während Deutschland mit 14,3 Prozent nur leicht über dem unteren europäischen Bereich…

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  Die Bevölkerung in Deutschland dürfte bis zum Jahr 2070 um rund zehn Prozent zurückgehen – bislang wurde ein Rückgang von einem Prozent erwartet. Dies ist das Ergebnis einer ifo-Analyse aktueller Bevölkerungsrechnungen des Statistischen Bundesamtes. »Der verstärkte Rückgang und die Alterung der Bevölkerung müssen schon heute bei politischen Entscheidungen mit Langzeitwirkung, beispielsweise bei Gesundheit und…

Trends für IT-Entscheider: Post-CAPEX-Zeitalter stellt neue Anforderungen an CIOs

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Whitepaper E-Mail-Sicherheit: Anforderungen an sichere, transparente und benutzerfreundliche Webmail-Dienste

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