Software-Security-Trends 2020

Im Zuge von Digitalisierung und IoT wird Software-Security über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg immer wichtiger. Unternehmen von KMU bis Konzern benötigen leistungsfähige Software-Analyse-Lösungen, um ihre Anwendungen über den gesamten Software Development Lifecycle zuverlässig abzusichern. Dr. Christopher Brennan, Regional Director DACH bei Checkmarx, gibt einen Ausblick auf die Themen, die den Software-Security-Markt 2020 prägen werden.

 

 

Herr Dr. Brennan, warum sollten sich Unternehmen mit dem Thema Software-Security auseinandersetzen?

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Die Digitalisierung wird auch 2020 von Mittelstand bis Enterprise das alles bestimmende Thema sein. Das disruptive Potenzial dieser Entwicklung ist enorm: Industrie- und Automotive-Unternehmen, Banken und Fintechs, Versorger und Betreiber kritischer Infrastrukturen unterstützen ihre Kunden heute alle mit maßgeschneiderter Software – und zeichnen oft für die Sicherheit von Hunderten von Anwendungen verantwortlich. Die Security dieser Systeme nachträglich über Patches oder Rückrufe zu managen, wäre verantwortungslos und unbezahlbar. Der einzig gangbare Weg ist eine konsequente Application Security, bei der die Unternehmen von der ersten Code-Zeile an intelligente Software-Security-Lösungen nutzen, um Sicherheit und Compliance zu gewährleisten.

 

Stichwort Killer-Features: Auf welche Funktionen sollten Unternehmen bei der Auswahl einer Software-Security-Lösung besonders achten?

Als Goldstandard gelten in der Software-Security heute Architekturen, die neben statischen Analysen (SAST) auch interaktive Runtime-Analysen (IAST) und Source-Code-Analysen (SCA) unterstützen. Angesichts der zunehmend raffinierten Angriffsmuster wird dies auf Dauer aber nicht reichen. Unternehmen müssen 2020 die Weichen stellen, um ihre SAST-, IAST- und SCA-Resultate automatisch zu korrelieren, denn viele Sicherheitslücken werden erst im Zuge dieser Korrelation sichtbar. Voraussetzung ist, dass die Analysesysteme in einer durchgängigen Orchestrierungs- und Automatisierungsplattform integriert werden. Das spricht dafür, dass sich Komplettlösungen aus einer Hand – wie sie etwa Checkmarx sehr erfolgreich im deutschsprachigen Raum vermarktet – sukzessive von Best-of-Breed-Ansätzen absetzen werden.

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Ist Software-Security auch ein Channel-Thema?

Die Mehrzahl der Security-Integratoren und Systemhäuser in der DACH-Region konzentriert sich derzeit ganz klar auf die klassische Absicherung der Infrastrukturen und der Hardware. Doch im Zuge von SDN, IoT und Cloud rückt in den Anwenderunternehmen die Software immer mehr in den Vordergrund – und damit verlagern sich auch die Security-Etats der Kunden in Richtung App-Security. Angesichts der höheren Budgets wird das Thema Software-Security auch für den Channel wesentlich interessanter. Als Anbieter der ersten Stunde gehen wir davon aus, dass wir unser Partnernetz im kommenden Jahr massiv erweitern werden.

 

Herr Dr. Brennan, herzlichen Dank für das Gespräch.

 


 

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