28 Minuten, 6 Dollar: Wie KI Angriffe auf Kühlsteuerungen erleichtert 

Fernwartung ist für vernetzte Kühlanlagen ein wichtiger Betriebsprozess – und eine sicherheitskritische Schnittstelle. Wer ihre Zugänge absichert, muss Technik, Dienstleister und betriebliche Verantwortung zusammenbringen. Für IT- und Betriebsverantwortliche stehen deshalb vollständige Anlageninventare, segmentierte Netze, starke Authentifizierung und nachvollziehbare Wartungssitzungen auf der Agenda. Entscheidend ist ein Schutzkonzept, das nicht nur Daten, sondern auch die Verfügbarkeit und Sicherheit physischer Prozesse berücksichtigt. [1] [2] [3]

Management Summary

  • Kühlsteuerungen als OT behandeln. Sicherheitsentscheidungen müssen Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und physische Prozesssicherheit berücksichtigen – nicht allein den Schutz von IT-Daten. [2]
  • Transparenz vor Produktauswahl. Anlagen, Firmwarestände, Kommunikationswege und interne wie externe Fernzugänge erfassen. Ohne diesen Überblick bleiben Schutzmaßnahmen lückenhaft. [1] [3]
  • Fernwartung gezielt freigeben. Keine direkte Internetanbindung der Steuerungen; stattdessen kontrollierte Zugänge, personengebundene Konten, starke Authentifizierung und auftragsbezogene Berechtigungen vorsehen. [1] [4] [5]
  • Mehrere Schutzschichten kombinieren. Segmentierung, Zugriffsmanagement, Protokollierung und abgestimmtes Schwachstellenmanagement gehören zusammen. Ein einzelnes Gateway ersetzt kein Gesamtkonzept. [2] [3] [4]
  • Resilienz organisatorisch verankern. Zuständigkeiten, Dienstleisterpflichten, Wiederherstellung und Störungsabläufe festlegen und regelmässig prüfen. Technische Änderungen stets mit den Anforderungen des Anlagenbetriebs abstimmen. [1] [2]

foto (c) magnific

 

Expertenkommentar

Nach den Angriffen auf Supermärkte in Frankreich Mitte Oktober sind erneut Kühlsysteme im Einzelhandel manipuliert worden, diesmal unter anderem in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden. Betroffene Märkte meldeten stark steigende Temperaturen in Kühl- und Tiefkühlanlagen. Die EU-Kommission bezeichnet die wiederholten Vorfälle als »zutiefst besorgniserregend«. Dazu Thorsten Eckert, Regional Vice President Sales Central von Claroty:

»Diese zweite Welle von Angriffen auf Kühlanlagen in Europa verdeutlicht einen besorgniserregenden Trend: Angreifer zielen zunehmend auf weitreichende, schwerwiegende Störungen lebenswichtiger Dienste ab. Die verschärften geopolitischen Spannungen haben zu einem sprunghaften Anstieg von Angriffen auf kritische Infrastrukturen geführt. Gleichzeitig ermöglicht künstliche Intelligenz den Angreifern, Netzwerke rasch auf Schwachstellen und Lücken in den Zugriffskontrollen zu überprüfen.

Die Häufung von Angriffen auf Kühlsysteme in ganz Europa zeigt, wie anfällig Kühlketten in einer Vielzahl von Branchen sind, weit über Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte hinaus. Kühlsteuerungen kommen auch in Krankenhäusern, der Pharmaindustrie, bei Wasserversorgern, in Rechenzentren und vielen anderen Bereichen zum Einsatz. Im Grunde ist jedes Unternehmen, das mit temperaturempfindlichen Gütern umgeht, gefährdet und muss Maßnahmen ergreifen, um sich vor einem ähnlichen Angriff zu schützen.

 

Vernetzung als Risiko

Derzeit wissen wir nicht wer diese Angriffe warum durchgeführt hat. Wir wissen allerdings, dass nach wie vor zahlreiche Kühlsysteme mit dem Internet verbunden sind. Dies verbessert durch die Möglichkeit der Fernwartung die Produktivität und Effizienz erheblich. Jedoch bietet die Vernetzung, wie wir gerade schmerzlich feststellen, Angreifern leicht zugängliche Einstiegspunkte in das Netzwerk und entspricht daher nicht den bewährten Sicherheitspraktiken: Wenn ein Fernzugriff erforderlich ist, sollte dieser über ein VPN, eine starke Authentifizierung oder ein zentralisiertes, sitzungsüberwachtes Tool für sicheren Zugriff erfolgen, anstatt über eine direkte Verbindung zum öffentlichen Internet.

 

KI-gestützte Bedrohungen

Die gesamte Cybersicherheitsbranche befindet sich derzeit inmitten eines KI-getriebenen Tsunamis kritischer Software-Schwachstellen wie beispielsweise bei PHP. Laut der Electronic Frontier Foundation wurden von allen jemals in der Geschichte entdeckten Software-Sicherheitslücken fast ein Viertel im Jahr 2026 gefunden [a]. Es ist natürlich wichtig, Schwachstellen so schnell wie möglich zu beheben. Das Patchen allein reicht aber einfach nicht aus, um mit dem Tempo der heutigen, von KI befeuerten Bedrohungslandschaft Schritt zu halten.

Dank moderner KI benötigen Angreifer keine speziellen Kenntnisse mehr, um die Geräte-Firmware zu analysieren und Schwachstellen bei vernetzten Geräten zu finden. Unsere Untersuchungen zeigen, dass Angreifer fortschrittliche KI-Tools nutzen könnten, um die von unseren Sicherheitsforschern entdeckten Schwachstellen in Kühlgerätesteuerungen zu reproduzieren und so Befehle auf Root-Ebene auszuführen [b]. Der Aufwand dafür ist erschreckend gering: 28 Minuten und KI-Kosten von rund 6 US-Dollar.

 

Lückenhafte Transparenz

Viele Einzelhändler haben keinen vollständigen Überblick über ihre Umgebungen und sind sich möglicherweise nicht bewusst, dass anfällige Steuerungen ungeschützt sind.

Diese Steuerungen stammen von verschiedenen Anbietern und werden oftmals von Unternehmen, Integratoren oder Auftragnehmer direkt mit dem Internet verbunden. Jedes Unternehmen, das auf Kühlsysteme angewiesen ist, sollte mit seinen Integratoren und anderen Partnern sprechen, die für die Konfiguration und Wartung dieser Systeme verantwortlich sind. Darüber hinaus müssen Sicherheitsverantwortliche sicherstellen, dass die Geräte hinter einer Firewall oder mit einer sicheren Fernzugriffslösung betrieben werden. Und falls es immer noch nicht passiert ist müssen Standardpasswörter unverzüglich geändert werden.«

 

[a] https://www.eff.org/deeplinks/2026/10/vulnerability-apocalypse-and-why-we-should-fund-open-source
[b] https://claroty.com/team82/research/firmware-to-root-in-30-minutes-how-ai-is-changing-threat-intelligence

 

 

Praxistipps: Schutzmaßnahmen und sichere Fernwartung

  1. Bestand gemeinsam aufnehmen. IT, Betrieb und Integratoren sollten Steuerungen, Wartungskomponenten, Verantwortliche, Softwarestände und Verbindungen dokumentieren. Auch herstellerseitig integrierte Zugänge gehören ins Inventar. Die Erfassung muss den Anlagenbetrieb berücksichtigen. [1] [2]
  2. Direkte Erreichbarkeit kontrolliert zurückbauen. Prüfen Sie mit autorisierten Fachkräften die vorhandenen Fernzugriffswege. Planen Sie Änderungen so, dass Überwachung und Wartung verfügbar bleiben; Steuerungen sollten nicht unmittelbar aus öffentlichen Netzen erreichbar sein. [4]
  3. Zugriffe auf das notwendige Ziel begrenzen. Nutzen Sie eine vorgelagerte Sicherheitszone und Regeln für die tatsächlich benötigten Systeme und Dienste. Eine Wartungsfreigabe sollte nicht automatisch Zugriff auf ein ganzes Standortnetz eröffnen. [4]
  4. Identitäten statt Sammelkonten verwalten. Setzen Sie auf individuelle Konten, starke Authentifizierung und möglichst phishing-resistente MFA, soweit die eingesetzte Lösung dies unterstützt. Entziehen Sie nicht mehr benötigte Berechtigungen und ändern Sie voreingestellte Zugangsdaten kontrolliert. [2] [3] [5]
  5. Wartung an Auftrag und Zeitfenster binden. Dokumentieren Sie Zweck, Zielsystem, Freigabe und Verantwortliche. Aktivieren Sie den Zugriff nur für den erforderlichen Zeitraum und ermöglichen Sie eine kontrollierte Beendigung der Sitzung. [1] [4]
  6. Nachweise nutzbar machen. Protokollieren Sie Zugriffe und relevante Änderungen mit nachvollziehbaren Zeitangaben. Definieren Sie Prüfung, Aufbewahrung und Alarmwege; berücksichtigen Sie Datenschutz und den Umgang mit vertraulichen Wartungsdaten. [1] [2]
  7. Updates betriebsverträglich planen. Stimmen Sie Patches mit dem Hersteller ab, testen Sie sie in geeigneter Umgebung und planen Sie Wartungsfenster sowie Rückfalloptionen. Bis zur Umsetzung können eingeschränkte Kommunikation und zusätzliche Überwachung ergänzende Schutzmaßnahmen sein. [2] [3]
  8. Störung und Wiederanlauf vorbereiten. Legen Sie Kontaktwege, gesicherte Konfigurationskopien und geprüfte Wiederherstellungsabläufe fest. Stimmen Sie betriebliche Sicherheitsmaßnahmen mit qualifiziertem Anlagenpersonal ab; ein pauschales Abschalten ist kein geeigneter Standardplan. [2]

FAQ: Zehn Fragen zur Absicherung vernetzter Kühlanlagen

1. Warum gehört eine Kühlsteuerung zur Operational Technology?

OT umfasst programmierbare Systeme, die physische Prozesse überwachen oder beeinflussen. Eine Steuerung, die den Betrieb einer Kühlanlage regelt, fällt unter dieses Verständnis. Ihre Absicherung muss daher auch die Zuverlässigkeit des Prozesses und seine Sicherheitsanforderungen berücksichtigen. Übliche IT-Maßnahmen lassen sich nicht ohne Prüfung der betrieblichen Auswirkungen übertragen. [2]

2. Muss Fernwartung grundsätzlich abgeschafft werden?

Nein. Das BSI beschreibt Fernwartung als betrieblich benötigte Funktion in dezentralen OT-Umgebungen und formuliert Anforderungen an ihre Absicherung. Ziel ist ein kontrollierbarer Zugang mit klarer Zuständigkeit, begrenzten Rechten und nachvollziehbaren Sitzungen. Direkte Internetanbindung einer Steuerung ist davon zu unterscheiden und entspricht nach der BSI-Empfehlung nicht dem beschriebenen Stand der Technik. [1] [4]

3. Reicht ein VPN aus?

Ein VPN kann Bestandteil der Fernwartungsarchitektur sein, deckt aber nicht sämtliche Anforderungen an sicheren Zugriff ab. Zusätzlich sind Identitätsprüfung, begrenzte Berechtigungen, Segmentierung, Freigabeprozesse und Protokollierung zu berücksichtigen. Auch die Fernwartungskomponente selbst benötigt Wartung und Schwachstellenmanagement. Entscheidend ist die gesamte Zugriffskette, nicht allein der verschlüsselte Transport. [1] [2] [4]

4. Was tun, wenn eine ältere Steuerung keine MFA unterstützt?

Prüfen Sie eine vorgeschaltete Fernzugriffslösung, an der sich Wartungspersonal stark authentifiziert. Von dort aus sollte nur das erforderliche Ziel erreichbar sein. Damit ersetzt die vorgeschaltete Kontrolle nicht die Absicherung des Geräts selbst. Dokumentieren Sie verbleibende Einschränkungen und planen Sie mit dem Hersteller eine längerfristige Lösung für nicht mehr ausreichend unterstützte Komponenten. [2] [3] [5]

5. Wie werden externe Wartungsdienstleister eingebunden?

Definieren Sie zugelassene Personen, Zielsysteme, Wartungszweck, Zeitfenster und Freigabeverantwortung. Zugänge sollten personengebunden sein und nach Vertragsende oder Aufgabenwechsel entzogen werden. Vereinbaren Sie zudem Meldewege für Sicherheitsvorfälle und den Umgang mit Protokollen. Herstellerseitig bereits eingebaute Fernzugänge müssen ebenfalls in diese Regeln einbezogen werden. [1] [3]

6. Welchen Nutzen hat Netzsegmentierung?

Segmentierung trennt Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben und Schutzanforderungen und begrenzt erlaubte Kommunikationswege. Für Fernwartung empfiehlt das BSI eine vorgelagerte Zone und möglichst feingranulare Verbindungen statt pauschaler Netzfreigaben. Welche Trennung geeignet ist, hängt von den benötigten Datenflüssen ab. Änderungen sollten deshalb vorab mit Betrieb und Integratoren bewertet werden. [2] [3] [4]

7. Warum genügt Patchen allein nicht?

Updates adressieren bekannte Softwareprobleme, ersetzen aber keine Kontrolle von Konten, Zugriffswegen und Berechtigungen. Die OT-Leitfäden von NIST und CISA setzen auf mehrere Schutzschichten. Patches müssen ausserdem mit Verfügbarkeit, Herstellerfreigaben und geeigneten Tests abgestimmt werden. Wo ein Update noch nicht möglich ist, sind ergänzende Kontrollen und ein dokumentierter Umgang mit dem Restrisiko erforderlich. [2] [3]

8. Welche Ereignisse sollten überwacht werden?

Ein betrieblich abgestimmtes Monitoring sollte Fernzugriffe, fehlgeschlagene Anmeldungen, Berechtigungsänderungen und relevante Konfigurationsänderungen erfassen. Ergänzend gehört die Prozessüberwachung in das Schutzkonzept. Legen Sie fest, welche Abweichungen einen Alarm auslösen, wer ihn bewertet und wie die Reaktion erfolgt. Die Auswahl und Umsetzung der Überwachung muss die Leistungsfähigkeit und Sicherheitsanforderungen der OT berücksichtigen. [1] [2]

9. Wie sieht ein geeigneter Notfallplan aus?

Der Plan sollte technische und betriebliche Zuständigkeiten, erreichbare Ansprechpartner, sichere Wiederherstellung und die Kommunikation mit Dienstleistern verbinden. Gesicherte Konfigurationen und Wiederanlaufverfahren müssen geprüft werden. Eingriffe in laufende Anlagen gehören in die Hände autorisierter Fachkräfte und müssen mögliche physische Folgen berücksichtigen. Übungen sollten die Abläufe testen, ohne den realen Kühlbetrieb zu gefährden. [2]

10. Welche Leitfäden eignen sich für den Einstieg?

Das BSI liefert mit IND.3.2 einen deutschsprachigen Rahmen für industrielle Fernwartung. NIST SP 800-82 Revision 3 bietet eine umfassende OT-Sicherheitsgrundlage; Revision 4 liegt zum Recherchestand 3. November 2026 als erster öffentlicher Entwurf vor und ist entsprechend einzuordnen. Die CISA-Leitlinie vom April 2026 ergänzt das Thema um OT-gerechte Zero-Trust-Prinzipien. Diese Quellen sind Orientierungshilfen, keine pauschalen Nachweise für die Sicherheit einer konkreten Anlage. [1] [2] [3] [6]

Quellen der redaktionellen Ergänzungen
Recherchestand: 3. November 2026. Die Bezugszeichen beziehen sich auf die neu ergänzten Abschnitte, nicht auf einen Faktencheck des unveränderten Expertenkommentars.
[1] BSI: IND.3.2 Fernwartung im industriellen Umfeld, Edition 2023. https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Grundschutz/IT-GS-Kompendium_Einzel_PDFs_2023/08_IND_Industrielle_IT/IND_3_2_Fernwartung_im_industriellen_Umfeld_Edition_2023.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[2] NIST: SP 800-82 Rev. 3, Guide to Operational Technology (OT) Security, finale Fassung 2023. https://csrc.nist.gov/pubs/sp/800/82/r3/final
[3] CISA und Partnerbehörden: Adapting Zero Trust Principles to Operational Technology, 29. April 2026. https://www.cisa.gov/resources-tools/resources/adapting-zero-trust-principles-operational-technology
[4] BSI: Fernwartung im industriellen Umfeld, Architektur- und Zugriffsanforderungen. https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/SharedDocs/Downloads/Webs/ACS/DE/BSI-CS/BSI-CS_108.pdf?__blob=publicationFile&v=1
[5] CISA: Multifactor Authentication. https://www.cisa.gov/topics/cybersecurity-best-practices/multifactor-authentication
[6] NIST: SP 800-82 Rev. 4, Initial Public Draft, veröffentlicht am 21. September 2026; Entwurfsstatus. https://csrc.nist.gov/pubs/sp/800/82/r4/ipd
Management Summary, Tipps, FAQ und Bilder wurden mit Hilfe von KI erstellt  

 

15 Artikel zu „Kühlanlage“

Wenn Kühlanlagen zum Angriffsziel werden: Der Supermarkt-Hack als OT-Warnsignal

Ein Cyberangriff auf vernetzte Kühlanlagen in französischen Supermärkten hat gezeigt, wie schnell digitale Schwachstellen zu physischen Schäden, Betriebsunterbrechungen und Versorgungsrisiken führen können. Der Vorfall rückt eine oft unterschätzte Angriffsfläche in den Fokus: ältere Betriebstechnik mit offenen Fernwartungszugängen, langen Lebenszyklen und begrenzter Überwachung. Für Unternehmen lautet die zentrale Lehre: OT-Sicherheit ist keine technische Nebenaufgabe, sondern Teil…

Kühlkette erneut im Visier: Warum Fernzugriff zur Managementaufgabe wird

Störungen an vernetzten Kühlsystemen europäischer Supermärkte zeigen, wie unmittelbar Cybervorfälle den physischen Betrieb treffen können. Öffentlich dokumentiert sind neue Vorfälle vom 2. November 2026; die Verantwortlichen und ein Zusammenhang mit früheren Angriffen waren laut Reuters zu diesem Zeitpunkt nicht geklärt. Für Handelsunternehmen rücken damit kontrollierte Fernwartung, begrenzte Dienstleisterrechte und die Widerstandsfähigkeit ihrer Betriebstechnik in den…

Countdown zur PQC-Migration: Was Unternehmen bis 2030 umstellen müssen

Deutschland gibt der Migration auf Post-Quanten-Kryptografie einen verbindlichen Takt: Hochriskante Anwendungen sollen bis Ende 2030 umgestellt sein, bis 2035 soll der Übergang weitgehend abgeschlossen sein. Für CIOs und CISOs beginnt die entscheidende Phase jedoch schon jetzt – mit Krypto-Inventarisierung, Risikobewertung, klaren Verantwortlichkeiten und einer Beschaffungsstrategie, die Kryptoagilität zum Standard macht. Management Summary Fristen stehen: Hochriskante…

Vom Fernzugriff zum Warenschaden: Warum vernetzte Kühltechnik besser geschützt werden muss

Wenn Hacker die Kühlkette kappen – Lehren aus den Angriffen auf französische Supermärkte. Cyberangriffe auf vernetzte Kühlanlagen machen aus einer digitalen Schwachstelle binnen Stunden ein reales Geschäftsrisiko: Waren verderben, Filialen geraten unter Druck und physische Schäden werden möglich. Die Vorfälle in französischen Supermärkten zeigen, warum Unternehmen ihre Betriebstechnik systematisch erfassen, Fernzugänge absichern, Altsysteme isolieren und…

Kühlung auf 50 Grad: Steuerungstechnik wird zur neuen Schwachstelle im Handel

Ein Cyberangriff auf vernetzte Kühlsysteme in französischen Supermärkten zeigt, wie schnell ein scheinbar technisches Detail den Filialbetrieb, Warenbestände und Lieferketten trifft. Der Vorfall macht deutlich: NIS2 und der Cyber Resilience Act sind keine abstrakten Compliance-Projekte, sondern Leitplanken für belastbare Prozesse, sichere Produkte und klar verteilte Verantwortung. Management Summary Cyberrisiken werden zu Betriebsrisiken: Manipulierte IoT- und…

Wenn Kühlketten kollabieren: Was NIS2 und CRA aus dem Angriff in Frankreich lehren

Ein Cyberangriff auf vernetzte Kühlsysteme in französischen Supermärkten zeigt, wie schnell ein scheinbar technisches Detail den Filialbetrieb, Warenbestände und Lieferketten trifft. Der Vorfall macht deutlich: NIS2 und der Cyber Resilience Act sind keine abstrakten Compliance-Projekte, sondern Leitplanken für belastbare Prozesse, sichere Produkte und klar verteilte Verantwortung. Management Summary Cyberrisiken werden zu Betriebsrisiken: Manipulierte IoT- und…

Vom Windrad zum KI-Kraftwerk: Pfaffenhofen macht Energie zu Rechenleistung

Rechenleistung wird zum regionalen Produkt: In Pfaffenhofen entsteht ein modulares KI-Rechenzentrum, das vorrangig Strom aus lokalen Wind- und Solaranlagen nutzt. Das Projekt verbindet Bürgerenergie, GPU-Infrastruktur und Datensouveränität – und erprobt damit ein Modell, das auch für andere Regionen und mittelständische Anwender interessant werden könnte. Management Summary Regionale Wertschöpfung: Überschüssiger Wind- und Solarstrom soll nicht nur…

So bleiben Server und Storage-Systeme schön kühl

Eine ineffiziente Kühlung in Serverräumen und Rechenzentren verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern kann auch zu einer Überhitzung empfindlicher Systemkomponenten führen. Doch schon kleine Anpassungen können große Wirkung entfalten. Dell Technologies nennt die wichtigsten Verbesserungsmöglichkeiten. Gerade in älteren Serverräumen und Rechenzentren kann die Kühlung für 50 Prozent und mehr des Stromverbrauchs verantwortlich sein. Optimierungen führen…

Vorgefertigte KI-Infrastruktur im Gigawatt-Maßstab: KAYTUS revolutioniert das Design von Rechenzentren

Da sich die Einführung von KI in ganz Europa beschleunigt, wächst die Nachfrage nach Hochleistungs-Recheninfrastruktur in beispiellosem Tempo. Dennoch stehen viele Nutzer vor derselben Herausforderung: Aufgrund der komplexen Planung, Bereitstellung und Wartung neuer KI-Rechenzentren können herkömmliche Rechenzentrumsmodelle die hohen Anforderungen an Rechen- und Kühlkapazität sowie an die übrige IT-Infrastruktur nicht mehr erfüllen. Mit seiner vollständig…

Stromqualität statt Stillstand: Der unterschätzte Erfolgsfaktor moderner Rechenzentren

Warum die Wahl des richtigen Frequenzumrichters entscheidend für Stromqualität, Energieeffizienz und Ausfallsicherheit in Rechenzentren ist.   Rechenzentren bilden das Rückgrat der digitalen Wirtschaft. Mit dem rasanten Wachstum von Cloud-Diensten, künstlicher Intelligenz und datenintensiven Anwendungen steigt jedoch nicht nur der Bedarf an Rechenleistung, sondern auch der Energieverbrauch der zugrunde liegenden Infrastruktur. Während Themen wie Energieeffizienz, Kühlung…

Data Center Building Block Solutions (DCBBS), für die Ausstattung von Rechenzentren und Management Services

Supermicro führt eine neue Geschäftslinie ein: Branchenweit erste One-Stop-Shop-Lösung für Rechenzentren – reduziert Time-to-Online, steigert Leistung und senkt Kosten Umfasst kritische Rechen-, Stromversorgungs- und Kühlungsinfrastruktur, Verwaltungssoftware sowie Rechenzentrumsdienste Modulare Liquid-Cooling-Bausteine ermöglichen optimierte Konfigurationen je nach Arbeitslast und Umgebungsanforderungen des Kunden Vor dem Versand und der Bereitstellung beim Endnutzer werden vorgeprüfte Cluster auf Rechenzentrumsebene und Rack-Ebene…

Mut zur Lücke: Wie ehrliche Selbstkritik Nachhaltigkeit voranbringt

Wie ein Rechenzentrumsspezialist Verantwortung neu definiert und Impulse für eine gerechtere Wirtschaft setzt.   Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während der globale CO2-Ausstoß weiter steigt und die soziale Ungleichheit zunimmt, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu vereinen. Besonders die energieintensive IT-Infrastrukturbranche muss sich neu erfinden – zwischen digitaler Transformation…

ITK-Trends: Die Kundenbedürfnisse in den Fokus nehmen – Erfolgsformel für den Netzbetrieb

Die letzten Jahre haben die IT-Abteilungen in Unternehmen auf eine harte Probe gestellt. Im Zuge der Pandemie mussten sie auf Remote-Working umstellen. Anschließend nahmen die geopolitischen Konflikte zu, ebenso wie die Sicherheitsgefahren durch Cyberbedrohungen. Und all das in einem Klima wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Belastungen stiegen für die Budgets der Unternehmen ebenso wie für deren Ressourcen.…

Rechenzentrum: Neubau oder Ertüchtigung?

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für den RZ-Refit. Das spart Ressourcen, Geld und Zeit. Rechenzentren dürfen in der modernen hoch-digitalisierten Welt nicht ausfallen. Viele der 30.000 – 50.000 Rechenzentren, Serverräume und Serverschränke in Deutschland sind allerdings in die Jahre gekommen und entsprechen weder den heutigen Sicherheitsstandards noch den hohen Ansprüchen an die Energieeffizienz. Viele Unternehmen…

Sicherheit: Was war, was wird und was wir aus 2016 für 2017 lernen können

Geht man vom vergangenen Jahr aus, so lassen die Ereignisse und Entwicklungen nur einen wenig hoffnungsfrohen Ausblick auf die IT-Sicherheit 2017 zu. Ransomware wurde 2016 zu einer der gefährlichsten ständigen Bedrohungen, sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen. Neben wahllosen großflächigen Ransomware-Angriffen haben organisierte Cyberkriminelle ihre Strategien und Vorgehensweisen weiter verfeinert und zu einem gut…