Erfolgreiche digitale Transformation braucht IT-Resilienz

https://pixabay.com/de/

Für den »State of IT-Resilience Report 2019« wurden weltweit 500 Führungskräfte sowohl aus der IT als auch aus anderen Geschäftsbereichen befragt [1]. Die Teilnehmer kamen aus über zehn unterschiedlichen Branchen und äußerten sich zu den derzeitigen Herausforderungen von IT-Resilienz im Rahmen der digitalen Transformation. Die Ergebnisse der Befragung geben Einblick in den Stand der Dinge in Sachen Widerstandsfähigkeit der IT und können Unternehmen dabei helfen ihr Unternehmen gegen Ausfälle der IT-Systeme abzusichern.

Anzeige

 

Anzeige

Um die Absicherung der Systeme scheint es laut der Umfrage von Zerto nicht sonderlich gut zu stehen: 91 Prozent der Befragten gab an, dass ihr Unternehmen in den letzten beiden Jahren technologiebedingte Störungen erlitten haben. Die Befragten sind sich dabei durchaus bewusst, dass diese hohe Anfälligkeit ihrer Systeme ein Problem ist: 82 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Schutz und die Wiederherstellung von Daten für ihre Projekte zur digitalen Transformation eine entscheidende Rolle spiele. Abgesehen davon, wissen Entscheidungsträger durchaus, dass Systemausfälle teuer werden können: Rund 37 Prozent berichteten von unmittelbaren Umsatzeinbußen, 61 Prozent von Rufschädigung und 26 Prozent von einem dauerhaften Kundenverlust.

 

Verschlafen Unternehmenslenker die Absicherung ihrer Systeme?

Anzeige

Neben diesen nachvollziehbaren Ergebnissen offenbarte der Report einen hohen Grad unterschiedlicher Wahrnehmung innerhalb von Unternehmen hinsichtlich der Wichtigkeit von IT-Resilienz. So messen die Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Unternehmenszweigen der Verfügbarkeit von Daten und Projekten zur digitalen Transformation eine unterschiedliche Wichtigkeit bei. So gaben mehr als 80 Prozent der Befragten an, dass das höhere Management ihres Unternehmens nicht von einem engen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Daten sowie der erfolgreichen Umsetzungen von Initiativen zur Digitalen Transformation und dem Unternehmenserfolg ausgehe. Es gibt also eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung hinsichtlich der Wichtigkeit von IT-Resilienz, je nach Ebene des Managements.

 

Systemausfälle werden als vermeidbar angesehen

Darüber hinaus gaben 56 Prozent der Befragten an, dass die Ereignisse, die zu einem nicht wiederherstellbaren Datenverlust führten, meist vermeidbar waren. Das heißt, die Ereignisse traten beispielsweise zwischen Backups oder bei Ausfällen von Backup- und Wiederherstellungssystemen auf. Dass viele Unternehmen Systemausfälle zu beklagen haben, überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass gerade einmal 11 Prozent der Befragten angaben, dass die Systeme ihres Unternehmens eine sehr ausgereifte IT-Resilienz auszeichne. (State of IT-Resilience-Report 2018: 7 Prozent)

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Cloud- und Transformationsinitiativen Verzögerungen oder Ausfälle drohen, da die meisten Befragten ihre IT-Resilienz-Strategie noch nicht optimiert haben. Allerdings gibt es einen positiven Ausblick: 90 Prozent der befragten Unternehmen gab an, ihre Investitionen in die IT-Resilienz in den nächsten zwei Jahren erhöhen zu wollen. Ein wichtiger Baustein dieser Investitionen schein die Zusammenführung von bisherigen Technologien zu sein. Ein hoher Prozentsatz der Befragten (93 Prozent) strebt zukünftig aktiv die Konvergenz von Lösungen für Backup und Disaster-Recovery an, um Redundanzen zu vermeiden. Um dies über Investitionen zu erreichen, benötigen sie moderne IT-Resilienz-Lösungen.

 

Weitere Erkenntnisse der Befragung in der Übersicht:

  • 91 Prozent gaben an, dass ihre Unternehmen in den letzten zwei Jahren technologiebedingte Störungen erlitten hätten
  • 56 Prozent der Befragten meinten, dass die Ereignisse, die zu einem nicht wiederherstellbaren Datenverlust führten, meist vermeidbar gewesen wären
  • 82 Prozent gaben an, dass der Schutz und die Wiederherstellung von Daten für ihre Projekte zur digitalen Transformation eine entscheidende Rolle spielten
  • 80 Prozent der Befragten glauben, dass das höhere Management ihres Unternehmens nicht von einem engen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Daten sowie der erfolgreichen Umsetzungen von Initiativen zur digitalen Transformation und dem Unternehmenserfolg ausgehe
  • Nur rund 11 Prozent der Befragten gaben an, dass die Systeme ihres Unternehmens eine sehr ausgereifte IT-Resilienz auszeichneten
  • 90 Prozent der befragten Teilnehmer meinten, ihre Investitionen in die IT-Resilienz in den nächsten zwei Jahren erhöhen zu wollen
  • Rund 57 Prozent der Befragten glauben, dass die Anforderungen zum Datenschutz noch komplexer werden würde
  • Circa 93 Prozent der Befragten werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Konvergenz von Backup- und Disaster-Recovery-Tools anstreben, um Redundanzen zu vermeiden

 

Kommentar von Phil Goodwin, Research Director, IDC: »Diese Umfrageergebnisse zeigen, dass die meisten Befragten ihre IT-Resilienz-Strategie nicht optimiert haben, was die zahlreichen IT- und geschäftsbezogenen Störungen zeigen. Die Mehrheit der befragten Unternehmen wird jedoch innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Transformations-, Cloud- oder Modernisierungsprojekt durchführen. Hieran wird deutlich, dass alle Unternehmen einen Plan für die IT-Resilienz entwickeln müssen, um den Erfolg dieser Initiativen sicherzustellen. Ohne einen solchen Plan wird die Häufigkeit der beschriebenen Störungen, ungeplanten Ausfallzeiten und Datenverlusten weiterhin dazu führen, dass Cloud- und Transformationsinitiativen durch Verzögerungen oder Ausfälle gefährdet werden – was zu finanziellen Belastungen führt und sich negativ auf den Wettbewerbsvorteil von Unternehmen auswirkt.«

 

Kommentar von Avi Raichel, CIO, Zerto: »Die Resilienz der IT in Unternehmen wird ständig herausgefordert. Bösartige Angriffe und Ausfälle verursachen Störungen von enormen Ausmaßen. Offensichtlich hapert es bei vielen Unternehmen an der Vermeidung von IT-Betriebsstörungen, wodurch die Unternehmen sogar davon abgehalten werden, sich auf die Entwicklung von Innovationen zu konzentrieren. IT-Führungskräfte und IT-Mitarbeiter sind sich über die Dringlichkeit von besserer Resilienz im Klaren, und alle Seiten profitieren von der dynamischen Entwicklung in puncto IT-Resilienz.«

 

[1] Forschungsmethodik:IDC Research befragte 500 Führungskräfte aus dem IT- und den jeweiligen Geschäftsbereichen aus mehr als zehn unterschiedlichen Branchen, die in Unternehmen aller Größenordnungen und an unterschiedlichen geografischen Standorten tätig sind, zu den Herausforderungen beim Erreichen von IT-Resilienz und deren Bedeutung für die digitale Transformation.
Weitere Erkenntnisse aus dem »Worldwide Business Resilience Readiness Thought Leadership Survey« finden Sie nach Registrierung hier im vollständigen Bericht. https://www.zerto.com/page/idc-the-state-of-it-resilience-report-2019/

 

RPO, RTO und Backup verstehen – Kennzahlen und Kriterien von Datensicherung

Da Unternehmen vermehrt auf geschäftskritische IT-Dienste angewiesen sind, sind Infrastruktur und Anwendungen nach Meinung von Rubrik zu wichtigen strategischen Imperativen geworden. Der junge Anbieter von Cloud Data Management fordert mehr Aufklärung.   »Ausfallzeiten und Datenverluste können enorme geschäftliche und finanzielle Auswirkungen haben, die mit einer effektiven Datensicherungsstrategie zwingend minimiert werden müssen«, erklärt Roland Stritt, Director…

Weltweit wird noch immer zu wenig für die Cybersicherheit getan

Weltweit wird noch immer zu wenig für die Cybersicherheit getan. Es handelt sich hierbei nicht um eine allgemeine Betrachtung, sondern um die Ergebnisse der jährlichen Umfrage von 2019 mit dem Titel »Cyber Resilient Organization«, die vom Ponemon Institute durchgeführt, von IBM Resilient gesponsert wurde und an der mehr als 3.600 Sicherheits- und IT-Experten aus der…

30-prozentige Zunahme bei Datenverlusten von Verbrauchern

Trotz zunehmender Raffinesse und Kosten durch Ransomware, Cryptojacking und Social-Engineering-Angriffe wissen 50 Prozent der Verbraucher nichts über diese Online-Bedrohungen.   Im Vorfeld des World Backup Days am 31. März gibt Acronis aktuelle Ergebnisse einer Umfrage zum World Backup Day über die Datensicherungsgewohnheiten von Verbrauchern auf der ganzen Welt bekannt [1]. Demnach erklärten 65,1 Prozent der Verbraucher, dass sie…

90 Prozent aller Unternehmen sind nicht bereit für die digitale Transformation

Anspruch und Wirklichkeit in Sachen Robustheit der IT-Systeme klaffen weit auseinander. Nur 7 Prozent der Befragten halten ihre Infrastruktur für widerstandsfähig genug, um erfolgreich zu sein. 50 Prozent aller Unternehmen könnten laut IDC ein Katastrophenereignis nicht überleben.   Im Rahmen der globalen Studie »State of IT Resilience« wurden 500 Fachkräfte aus IT und Management zu…

Crashtest für die IT-Sicherheit

Warum Zulieferer für die Automobilbranche ihre Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Lösungen aufrüsten müssen, um ein höheres Maß an IT-Resilience zu erreichen.   Im Jahr 2016 stoppten zwei Automobilzulieferer die Belieferung ihres Kunden Volkswagen. Dies führte bei Volkswagen zu erheblichen Verzögerungen in der Produktion und führte zu Verlusten von schätzungsweise 100 Millionen Euro. Diese damals sehr öffentliche Konfrontation…

Günstigere Kreditzinsen mit der richtigen BC-DR-Strategie?

Systemausfälle stellen für Unternehmen ein hohes Risiko dar. Ist ein Unternehmen stark von seinen IT-Systemen abhängig, können größere Ausfälle nicht nur Geld kosten, sondern das Bestehen des Unternehmens an sich bedrohen. Banken, die selbst sehr stark von IT-Diensten abhängen, haben dies erkannt und haben damit begonnen, das Risiko möglicher Kreditausfälle an die Widerstandsfähigkeit der Kunden-IT…

Ein gutes Backup muss einfach, sicher und schnell sein

  Am 31. März ist der Internationale World Backup Day (https://www.worldbackupday.com/de/ ), der das Verständnis Daten über Backups besser abzusichern stärken soll. Bei der Absicherung von Daten sitzen Verbraucher, KMUs und sogar große Unternehmen im selben Boot: Die Menge der Daten wächst allerorten und die genutzten Technologien werden stetig komplexer. Der World Backup Day hat…

Robuste, sichere IT: Digitaler Wandel erfordert »elastische« Funknetze

Der VDE setzt mit dem neuen Positionspapier »Resiliente Netze mit Funkzugang« ein Ausrufezeichen zum Thema IT-Sicherheit und Digitalisierung.   Die zentrale These: Die Kommunikationsnetze der Zukunft müssen elastisch wie eine Weide auf virtuelle Cyberstürme und reale Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Flutkatastrophen reagieren. Um die hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit von Kommunikationsverbindungen zu…