Pentagon-Deal für OpenAI: Eskalation im Machtkampf mit Anthropic

Illustration ki absmeier

Der Konkurrenzkampf zwischen OpenAI und Anthropic, und was die Entscheidung des U.S.-Verteidigungsministeriums gegen Anthropic bedeuten könnte.

 

OpenAI, der Hersteller von ChatGPT, hat sich Ende Februar diesen Jahres mit dem Verteidigungs- oder Kriegsministerium der USA auf einen exklusiven Vertrag geeinigt, der sich besonders gegen den Konkurrenten Anthropic richtet. Anthropic ist ein junges Unternehmen im AI-Umfeld, das sich mit seiner viel versprechenden Technologie, die bisher erst zum Teil eine Produktreife erreicht haben soll, einen Namen bei der Waffenindustrie in den USA und darüber hinaus gemacht haben soll. Sogar bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran soll Anthropic-Technologie eingesetzt worden sein.

Laut einem Bericht der italienischen Wirtschaftszeitung „Il Solle – 24 ore” vom 27 Februar 2026 war Trump verärgert über Anthropic gewesen, weil das Unternehmen den Einsatz von AI zur Massenüberwachung abgelehnt hatte: Keine U.S.-Behörde dürfe sie jemals wieder zu diesem Zweck verwenden, hieß es bei dem jungen Unternehmen. Das Start-up (2021 gegründet) lehnt bisher öffentlich die Forderung des Pentagons nach uneingeschränktem Zugriff des Staates auf seine Technologie ab und hält an seiner Ablehnung von Massenüberwachung und autonomen, selbständig handelndem Waffensystemen fest.

U.S.-Präsident Donald Trump hat sich jetzt mit Nachdruck in den Streit zwischen Anthropic und dem Pentagon eingeschaltet: Er habe „allen Bundesbehörden der USA befohlen, die Anwendung dieses AI-Modells einzustellen”, sagte Trump bei “Social Truth”: „Diese linken Fanatiker haben einen verhängnisvollen Fehler begangen.“

 

Anthropic versus U.S.-Staat

„Drohungen ändern nichts an unserer Position”, heißt es dagegen bei CEO Dario Amodei von Anthropic: “Wir können den Forderungen von Trump nicht guten Gewissens nachgeben.“

“Claude” von Anthropic ist derzeit das einzige AI-Modell, das in den streng geheimen Systemen des U.S.-Militärs verfügbar ist und schon jetzt bei besonders  sensiblen Aktivitäten der US-Regierung  erfolgreich funktioniert. Das Pentagon hatte sich deshalb uneingeschränkten Zugriff auf die komplette Technologie und die Security-Systeme des jungen Unternehmens zugesichert.

Das Start-up hatte sich bisher durchaus kompromissbereit gezeigt und sogar ein Entgegenkommen bei zwei Bereichen in Aussicht gestellt: Dies sollte eine erweiterte Überwachung von Teilen der amerikanischen Bevölkerung und neue Entwicklungen bei autonomen Waffensystemen betreffen, die in naher Zukunft ohne menschliches Eingreifen operieren könnten. Das Pentagon hatte allerdings auch in diesen Bereichen mehr gefordert.

„In all unseren Gesprächen hat das “DoW” (“Department of War”) großen Respekt vor der Sicherheit gezeigt und den Wunsch nach einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit bewiesen”, ließ sich dagegen Sam Altman, Konkurrent von OpenAI, in einem Social-Media-Beitrag vernehmen.

Der neue Deal von OpenAI schien ein geschäftlicher und politischer Coup für das Unternehmen zu sein, da man sich in vielen Punkten gegen den Konkurrenten Anthropic durchsetzen konnte. OpenAI hatte mehr die Sicherheit des ganzen Staatsgefüges im Auge, während sich Anthropic auch um die Rechte und Sicherheiten einzelner Staatsbürger kümmern wollte. Anthropic erklärte in aller Öffentllichkeit, es benötige besondere Bedingungen, um den Einsatz seiner AI-Technologie zur Überwachung von US-Bürgern im Inland oder auch für autonome Waffensysteme zu verhindern.

Das Pentagon erklärte dagegen, ein privater Auftragnehmer könne nicht selbst entscheiden, wie seine Tools für die nationale Sicherheit eingesetzt würden. Der Streit eskalierte immer weiter und wurde auch in aller Öffentlichkeit ausgetragen, da beide Seiten auf ihren Positionen beharrten. Kriegsminister Pete Hegseth stufte Anthropic daraufhin sogar als „Risiko für die Lieferkette und die nationale Sicherheit“ ein – eine offizielle Etikettierung, die dem AI-Unternehmen generell eine weitere Zusammenarbeit mit der U.S.-Regierung verwehren könnte.

 

Die Ambitionen von OpenAI

Parallel führte OpenAI weitere Gespräche mit dem Pentagon über einen Technologievertrag, wie zwei mit den Gesprächen vertraute Personen in einigen Medien ausplauderten. Und Altman verhandelte erneut direkt mit dem Verteidigungsministerium – anders als Anthropic – und stimmte der Verwendung der OpenAI-Technologie für neue, bisher nicht veröffentlichte Aufgaben zu. Und er erklärte: „OpenAI wird technische Sicherheitsvorkehrungen treffen, um sicherzustellen, dass unsere Modelle wie vorgesehen funktionieren, was auch vom Verteidigungsministerium so gewünscht war.“

Diese Vereinbarungen ermöglichten es Altman auch, die eigenen Sicherheitsprinzipien im Bereich der AI in aller Öfffentlichkeit hochzuhalten und gleichzeitig den Pentagon-Auftrag zu erhalten. Er berichtete ferner, dass das Pentagon zugestimmt habe, dass einige OpenAI-Mitarbeiter gemeinsam mit Regierungsmitarbeitern an geheimen Projekten arbeiten – um „unsere Modelle zu verbessern und deren Sicherheit zu gewährleisten“.

Wie es scheint, sind Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei vom Konkurrenten Anthropic schon länger erbitterte Rivalen auf der Vorstandsebene. Amodei und einige andere Gründer von Anthropic arbeiteten zuvor bei OpenAI. Sie verließen das Unternehmen jedoch 2021 nach Meinungsverschiedenheiten mit einer Gruppe um Altman und anderen über die weitere Finanzierung, Entwicklung und Veröffentlichung von AI-Zielen und -Ergebnissen. Laut Informationen in der U.S.-Presse vom Ende Februar 2026 wurden Altman und Amodei während eines AI-Gipfels in Indien dabei gefilmt, wie sie sich sogar bei einem Fototermin mit Premierminister Narendra Modi weigerten, sich gegenseitig die Hand zu geben.

 

Eine Branche im Umbruch

Es könnte allerdings noch einige Zeit dauern, bis die Technologie von OpenAI vom Pentagon eingesetzt wird. Der Hersteller ist noch nicht für besonders geheime Projekte zugelassen, unter anderem weil seine Technologien noch nicht über die Dienste von Amazon Cloud Computing verfügbar sind. Über diese Services greift die amerikanische Regierung häufig auf geheime Systeme zu. Das könnte sich bald ändern, nachdem OpenAI vor kurzem eine Partnerschaft mit Amazon eingegangen ist: Amazon wird zu einem Investor von OpenAI, zunächst mit 50 Milliarden U.S.-Dollar. (Zum Umfeld von Anthropic siehe auch: https://forbes.it/2025/01/09/valutazione-anthropic-rendera-miliardari-fondatori).

Das Pentagon könnte auch AI-Dienste anderer Anthropic-Konkurrenten in Anspruch nehmen. Google und Elon Musks xAI verfügen bereits über Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium, und das Pentagon gab vor kurzem bekannt, auch eine Vereinbarung zum Einsatz von Musks xAI-Technologie für geheime Operationen getroffen zu haben.

Google soll ähnliche Gespräche geführt haben, der aktuelle Stand ist jedoch unklar. Im Jahr 2018, während der ersten Amtszeit von Präsident Trump, hatte sich Google nach Protesten von Mitarbeitern noch von einem Militärauftrag zurückgezogen. Doch die Zeiten haben sich geändert: Inzwischen soll das Unternehmen bereits einer erneuten Zusammenarbeit mit dem Pentagon zugestimmt haben.

OpenAI hat allein im Jahr 2026 verschiedene Finanzierungsrunden von an die 110 Milliarden Dollar mit Investoren geführt. Das junge Unternehmen repräsentiert bereits einen Wert von 730 Milliarden Dollar. Es hat darüber hinaus vor kurzem von Amazon 50 Milliarden Dollar an Einlagen bekommen, während an SoftBank aus Japan und an Nvidia jeweils 30 Milliarden Dollar gingen.

6 Jahre nach der Gründung von OpenAI ist das Unternehmen noch immer unprofitabel. Ein Gang an die Börse gewinnt auch deshalb an Wahrscheinlichkeit, um neues Geld und Investitionen aufzunehmen. Doch alle Zahlen, die so an den Börsen herumschwirren, sind gegenwärtig noch bloße Annahmen und Spekulationen. (Siehe auch den Artikel “OpenAI Raises $ 110 Billion to Fuel Growth, Extending A.I. Boom”, in The New York Times vom 27.Februar 2026: www.nytimes.com/2026/02/27/business/openai-funding.html.)

Hartmut Wiehr, freier Journalist

 

Der „aktuelle Stand“ bei Anthropic im Kern:
  • Konflikt mit dem Pentagon eskaliert: Das US-Verteidigungsministerium hat Anthropic/„Claude“ als „Supply-Chain-Risiko“ eingestuft; damit ist Anthropic für DoD-Aufträge faktisch gesperrt (bzw. stark eingeschränkt), während die Regierung parallel auf Alternativen setzt.
  • Gerichtsverfahren laufen: Anthropic hat gegen die Maßnahmen geklagt. Es gab unterschiedliche gerichtliche Entscheidungen: Ein Gericht blockierte zeitweise ein generelles Nutzungsverbot, während in einer anderen Instanz die DoD-Einstufung vorerst bestehen blieb; die rechtliche Klärung ist also noch offen.
  • Politische Lage wirkt beweglich: In den letzten Tagen berichten Medien von Gesprächen im Weißen Haus und einem gemäßigteren Ton aus Washington – ohne dass das DoD-Thema damit schon gelöst wäre.
  • Technologisch im Fokus („Claude Mythos Preview“): Anthropic hat ein neues, sehr leistungsfähiges Modell zur Schwachstellen-/Security-Analyse vorgestellt, das wegen Missbrauchsrisiken nicht breit veröffentlicht wird. Gerade das erhöht aber das Interesse von Behörden an einer kontrollierten Nutzung.
  • Geschäftlich sehr stark: Anthropic wächst stark im Enterprise-Geschäft und hat zuletzt große Finanzierungs-/Infrastruktur-News (u. a. AWS/Amazon) – trotz (oder teilweise wegen) des öffentlichen Konflikts.

 

615 Artikel zu „KI Ethik“

KI und Ethik müssen schnellstens zusammenwachsen

Im Hype um die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz bleibt die Diskussion um deren verantwortungsbewusste Nutzung zunehmend auf der Strecke. Zu verlockend sind die Möglichkeiten, zu atemberaubend ist das Entwicklungstempo. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass KI zwar nach rationalen Gesichtspunkten handelt, die Berücksichtigung ethischer Aspekte aber (noch) nicht zu ihren Schlüsselkompetenzen gehört. Vorurteile werden dadurch nicht…

KI und Ethik – Wunsch kontra Wirklichkeit

Studie zeigt: Mehrheit hält ethische Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz für wichtig. Ethische Richtlinien in Unternehmen sind aber noch in den Kinderschuhen. Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Unternehmenswelt. Dem stimmen die meisten der 600 befragten Unternehmensvertreter aus dem aktuellen »Digitalisierungsmonitor 2020« der Management- und Technologieberatung BearingPoint zu. Dass bei weltverändernden Innovationen auch immer die Frage der…

Datenethik für KI wird zur Top-Priorität

CIOs müssen die ethische Nutzung von Daten zu einer Top-Priorität machen, um mit der sich schnell entwickelnden Regulierungslandschaft Schritt zu halten. Wir befinden uns inmitten der vierten industriellen Revolution. Daten sind zu einem der wertvollsten Güter geworden, nicht zuletzt deshalb, weil künstliche Intelligenz stark von ihnen abhängt. KI und maschinelles Lernen werden derzeit in vielen…

Finanzverantwortlichen fehlen weiterhin Mindestregeln für den KI-Einsatz

Fast die Hälfte der selbsternannten KI‑Vorreiter im Finanzbereich fehlt es laut einer neuen Studie an grundlegender Governance, um KI sicher zu skalieren. Statt eines einheitlichen Reifegrads zeigen sich sechs unterschiedliche Umsetzungsstadien – mit klaren Schwächen bei Regeln oder Daten. Die Studie macht deutlich: Nicht die KI‑Leistung, sondern fehlende Steuerbarkeit bremst den Fortschritt.   Fast die…

Unternehmen mit erfolgreichen KI-Initiativen investieren mehr in die Grundlagen für Daten und Analysen

Bis 2030 wird es die zentrale Aufgabe von D&A-Führungskräften sein, neue vertrauenswürdige Daten, kontextbezogene Grundlagen und fundierte Erkenntnisse bereitzustellen.   Unternehmen, die über erfolgreiche KI-Initiativen berichten, investieren, gemessen am Umsatz, bis zu viermal mehr in grundlegende Bereiche wie Datenqualität, Governance, KI-Kompetenzen der Mitarbeitenden und Change Management als solche, die mit KI nur geringe Erfolge erzielen.…

Governance von KI‑Agenten auf Datenebene: Anforderungen und Architekturansätze für regulierte Umgebungen

Der Einsatz von KI‑Agenten in Unternehmensprozessen stellt insbesondere stark regulierte Branchen vor neue Governance‑Herausforderungen. KI‑Agenten agieren zunehmend als autonome oder teilautonome Akteure, die auf sensible und regulierte Daten zugreifen, diese verarbeiten und weitergeben. Klassische Sicherheitsmechanismen auf Modell‑ oder Anwendungsebene reichen dabei häufig nicht aus, um regulatorische Anforderungen zuverlässig umzusetzen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Governance‑Ansätze auf…

Agentic Commerce: So verändert KI Online-Shopping

KI gilt für die Mehrheit der Online-Händler als Wettbewerbsfaktor. Whitepaper ordnet KI-Trends im Online-Handel ein und gibt Einblicke in die Praxis.   Ob KI-Agenten, die Verfügbarkeiten von Artikeln prüfen, KI-Chatbots, die Fragen zur Lieferung beantworten oder virtuelle Anproben mithilfe von Augmented Reality: KI wird im Online-Handel zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. 61 Prozent der Händler gaben…

Belegschaft bislang unzureichend auf den Einsatz von KI vorbereitet

Trotz der rasanten Einführung von KI-Tools in Unternehmen, etwa von Microsoft 365 Copilot oder Google Workspace, zeigt die Untersuchung »AIQ 2.0: Mitarbeitende sind weiterhin nicht bereit für den erfolgreichen Umgang mit KI am Arbeitsplatz« von Forrester eine wachsende Lücke zwischen der technischen Einführung von KI und der tatsächlichen Bereitschaft der Mitarbeitenden, diese effektiv zu nutzen…

Das Wikipedia‑Verbot für KI‑Texte ist ein Weckruf für Unternehmen

  Datenökologie, Governance und strategische Risiken im Zeitalter generativer KI   Das Wikipedia‑Verbot für KI‑Texte ist weniger ein KI‑Problem als vielmehr ein Signal für die Bedeutung stabiler unternehmensinterner Datenökosysteme. Model Collapse und »Habsburg AI« sind reale Risiken, entstehen jedoch nicht automatisch, sondern vor allem durch fehlende Daten‑Governance und unkontrollierten Einsatz synthetischer Inhalte. Die zentrale Botschaft…

Warum Wikipedia den Einsatz generativer KI einschränkt: Habsburg KI als datenökologisches Risiko

Die Entscheidung der englischsprachigen Wikipedia, den Einsatz großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) zum Schreiben oder Umschreiben von Artikeln weitgehend zu untersagen, markiert einen Wendepunkt im gesellschaftlichen Umgang mit generativer künstlicher Intelligenz. Auf den ersten Blick wirkt das Verbot paradox: Gerade LLMs sind in der Lage, formal korrekte, gut strukturierte und enzyklopädisch anmutende Texte zu…

Mit KI, Nachhaltigkeit und Resilienz zum Unternehmenserfolg 2026 – Zukunft jetzt gestalten

2026 steht im Zeichen des digitalen Umbruchs: Künstliche Intelligenz, nachhaltige Technologien und resiliente Strukturen werden zur Grundlage für den Unternehmenserfolg. Unternehmen müssen sich neuen regulatorischen Anforderungen, Cyberrisiken und dem Fachkräftemangel stellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer jetzt in Innovation, Talente und verantwortungsvolle Datenstrategien investiert, gestaltet die Zukunft aktiv mit.

KI als Partner statt Werkzeug: Die wichtigsten Data‑&‑Analytics‑Trends bis 2030

Management‑Summary: Zentrale Gartner‑Prognosen zu Data & Analytics bis 2030 Gartner prognostiziert einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Daten, Analysen und künstlicher Intelligenz. KI entwickelt sich von einem unterstützenden Werkzeug zu einem aktiven, autonomen Partner, der Organisationen strukturell, technologisch und kulturell verändert. KI wird zum strategischen Partner von Unternehmen Bis 2026/27 verschwimmen die Grenzen zwischen menschlicher,…

KI übernimmt Compliance-Themen, Steuerfunktion wird zum Business-Enabler

Regulatorik als größter Treiber: E-Invoicing (87 %) hat stärksten Einfluss auf Automatisierung. 94 % nutzen weiterhin Excel und erhalten hiermit Lücken innerhalb der Systemlandschaft. Steuerfunktion entwickelt sich zum Business-Enabler: bereits heute arbeiten 58 % in Mischrolle »Compliance und Beratung«.   In der deutschen Steuerlandschaft entwickelt sich die Automatisierung der Steuerfunktion vom Trendthema zum neuen strategischen…

Von der KI-Euphorie zur Wertschöpfung: Warum 2026 nicht Technologie entscheidet – sondern Führung

Key Takeaways aus der Leadership-Umfrage 2026 (für Eilige): KI und Digitalisierung sind Produktivitäts- und Wettbewerbshebel, keine Innovationsspielwiese. Der Engpass liegt selten in der Technologie, sondern in Priorisierung, Governance und Umsetzungskraft. Entscheidend ist nicht die Zahl der Initiativen, sondern deren Wirkung entlang der Wertschöpfungskette. Ohne sauberes Datenfundament, klare Verantwortlichkeiten und Enablement bleibt Digitalisierung Stückwerk. Die nächsten…

Wenn KI Cyberangriffe beschleunigt: Diese Maßnahmen sollten Unternehmen jetzt für mehr digitale Resilienz ergreifen

Mit der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) erreicht auch die Cyberkriminalität eine neue Dimension. Was früher erheblichen technischen Aufwand und personelle Ressourcen erforderte, lässt sich heute mithilfe intelligenter Algorithmen automatisieren, skalieren und gezielt optimieren. Angriffe werden personalisierter, dynamischer und deutlich schwerer zu erkennen. Unternehmen sehen sich damit einer neuen Qualität digitaler Bedrohungen gegenüber, die klassische…

KI führen statt blind nutzen

Warum künstliche Intelligenz 2026 zur Führungsfrage wird. Künstliche Intelligenz ist 2026 kein Zukunftsthema mehr. Sie ist angekommen. Tief integriert in Office-, CRM- und ERP-Systeme. Trotzdem scheitern viele Unternehmen daran, echten Nutzen aus diesen Technologien zu ziehen.   Ich begleite Organisationen und Teams bei der Einführung von KI. Und sehe dabei immer wieder: Der Engpass liegt…

Führungskräfte können die KI-Strategie nicht mehr allein stemmen

KI spielt in Deutschland eine immer größere Rolle. Rund 40 % der deutschen Unternehmen setzen sie bereits in ihren Geschäftsprozessen ein, weitere bereiten den Einstieg vor [1]. Damit ist KI kein Randthema mehr, sondern Teil des operativen Alltags.   Mit dieser Verbreitung wächst auch die organisatorische Herausforderung. Obwohl KI heute in deutlich mehr Fachbereichen als…

KI-gestützte Ausfallsicherheit: Die Zukunft des Site Reliability Engineering

Die Integration von KI in das Site Reliability Engineering revolutioniert die Arbeitsweise von SRE-Teams, indem sie von reaktiver Problemlösung zu proaktiver Systemoptimierung übergehen. KI automatisiert nicht nur repetitive Aufgaben wie Patch-Management und Log-Analyse, sondern ermöglicht auch eine vorausschauende Fehlerdiagnose und effizienteres Incident Management. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, dass KI als strategischer Partner eingesetzt…

Kritisches Denken wird zur rollenübergreifenden Schlüsselfähigkeit im Umgang mit KI

Der »Job Skills Report 2026« von Coursera deutet eine Verschiebung der menschlichen Rolle in KI-gestützten Arbeitsprozessen an: weg von ausführenden Tätigkeiten, hin zur kritischen Ergebnisbewertung [1]. »Kritisches Denken« weist das zweitschnellste Wachstum unter Lernenden aus Unternehmen weltweit auf; zugleich liegt »KI-Agenten« auf Platz drei der am schnellsten wachsenden GenAI-Skills. Der Report analysiert die aktuell gefragtesten Fähigkeiten und…