Warum die Digitalisierung der Umwelt hilft

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die Megatrends des 21. Jahrhunderts. Dabei ist es besonders wichtig, diese nicht isoliert voneinander, sondern verzahnt zu betrachten: Digitalisierung bietet schon heute vielfach Chancen für ein »Mehr« an Nachhaltigkeit.

Besonders gezeigt hat sich das bereits in der aktuellen Pandemie. Durch mehr Videokonferenzen, welche die ein oder andere Dienstreise abgelöst haben, weniger Pendlerverkehr durch verstärktes Homeoffice oder auch generell das zunehmend digitale, papierlose Büro können wir nachhaltiger Arbeiten und aktiv etwas für den Umweltschutz tun.

Aber auch unabhängig der aktuellen Pandemie bieten die Digitalisierung, intelligente Steuerungen und digitale Tools in allen Bereichen des Lebens bereits heute vielfältige Chancen für den Umweltschutz. Dabei heißt »Umweltschutz« nicht immer direkt »Strom sparen«. So kann in der Landwirtschaft mit Smart-Farming-Systemen beispielsweise ressourcenschonender gearbeitet werden, indem Wasser- und Düngerverbrauch auf Basis von Geodaten intelligent geplant wird. Mit intelligenter Steuerung auf Basis von Geodaten bekommt der Boden nur dort viel Dünger und gegebenenfalls Wasser, wo er es auch wirklich nötig hat. Das spart nicht nur Ressourcen, es schon auch den Boden.

Auch im eigenen Haushalt bieten digitale Tools, zum Beispiel Smart Home-Elemente eine Möglichkeit, den Strom- und Energieverbrauch bereits im Kleinen zu reduzieren und damit im Großen etwas zu bewirken, wenn viele Menschen die Möglichkeiten nutzen.

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Damit die Chancen der Digitalisierung unser Streben nach mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz aber unterstützen, muss die Digitalisierung selbst auch nachhaltig gestaltet werden. Gestiegener Energieverbrauch durch immer mehr digitale Geräte, die ressourcenintensive digitale Infrastruktur – all das muss nachhaltig gedacht werden, damit die Vorteile der Digitalisierung nicht ad Absurdum geführt werden und sich an anderer Stelle in Sachen Nachhaltigkeit »aufheben«.

Um dies zu berücksichtigen, müssen bei gelungener, nachhaltiger Digitalisierung verschiedene Aspekte bedacht werden:

Der Strom- bzw. Energieverbrauch von Hard- und von Software:
Die Frage von effizienten Endgeräten, aber auch von effizienter Software ist ungemein wichtig, wenn sich nicht nur die Zahl der Endgeräte ständig erhöht, sondern auch die Anwendungsbereiche für digitale Tools immer vielfältiger werden. Für energieeffiziente Software-Produkte gibt es beispielsweise mittlerweile das Gütesiegel/Umweltzeichen »Blauer Engel«. Bei Hardware-Komponenten lohnt es sich beispielsweise, auf gebrauchte Geräte oder recycelte Hardware zurückzugreifen, falls dies möglich ist.

Strom- und Energiequellen nachhaltig gestalten:
Damit die Digitalisierung trotz steigendem Strom- und Energiebedarf trotzdem nachhaltig sein kann, sind der zunehmende Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien entscheidende Faktoren. Viele Informationen gibt es beispielsweise beim »Rundum-Sorglos-Partner für Energieeffizienz-Lösungen« Cleen Energy.
Digitale Tools können hierbei übrigens auch unterstützen. Durch intelligente Steuerung von Strom- und Energienetzen kann die Energieeffizienz gesteigert werden. So schafft es die Digitalisierung nicht nur durch Einsparung von Ressourcen wie Papier oder durch reduzierten Schadstoffausstoß aufgrund weniger Dienstreisen einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten – digitale Tools selbst können uns bei nachhaltigem Leben helfen!

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Wiederverwendung und Recycling:
Bei immer mehr und häufig wechselnden Endgeräten, ist ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Digitalisierung das Recycling von Hardwarekomponenten.

Sinnvolle und unnötige Digitalisierung:
Digitalisierung nachhaltig gestaltet heißt auch, Aspekte und Bereiche digitalisieren oder digital unterstützen, wo es sinnvoll ist. Digitalisierung soll und muss immer einen Mehrwert bieten. Eine Digitalisierung nur der Digitalisierung wegen kann nicht nachhaltig sein. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz – Megatrends des 21. Jahrhunderts, die einfach zusammen gehören!

 


Bild: © geralt/pixabay

 

 

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