Arbeitsmarkt 2035: Deutschlands strategische Bewährungsprobe

Illustration Absmeier foto ki designer

Der Arbeitsmarkt 2035 wird zur strategischen Nagelprobe für deutsche Unternehmen. Fachkräftemangel, KI-Einsatz und demografischer Druck greifen ineinander – und zwingen Management, HR und IT dazu, Personalplanung, Weiterbildung und Automatisierung nicht länger getrennt zu denken.

Management Summary

  • Fachkräftemangel wird zum Geschäftsrisiko: Offene Stellen sind nicht nur ein HR-Problem, sondern bremsen Digitalisierung, Kundenprojekte und Innovationsfähigkeit.
  • KI ersetzt keine Strategie: Produktivität entsteht erst, wenn CEO, CIO und HR KI in belastbare Prozesse, Datenmodelle und Verantwortlichkeiten überführen.
  • Kompetenzen schlagen Kapazitäten: Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Beschäftigten, sondern ob Qualifikationen zu Cloud, Security, Daten, Automatisierung und Governance verfügbar sind.
  • Demografie beschleunigt den Handlungsdruck: Wenn Erfahrungswissen abwandert oder in Rente geht, brauchen Unternehmen systematisches Skill-Management, Mentoring und Wissenstransfer.
  • Wer jetzt investiert, gewinnt Vorsprung: Weiterbildung, Zuwanderungsintegration und KI-Governance werden zu zentralen Hebeln für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.

 

Fachkräftemangel, künstliche Intelligenz und demografischer Wandel verändern den deutschen Arbeitsmarkt tiefgreifend. Die kommenden Jahre entscheiden darüber, ob daraus ein Produktivitätsschub entsteht – oder eine neue Spaltung zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationsgruppen.

Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor einer Dekade, in der mehrere Strukturbrüche gleichzeitig wirken. Die geburtenstarken Jahrgänge verlassen schrittweise das Erwerbsleben, während jüngere Altersgruppen die entstehende Lücke nicht vollständig schließen können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wird die Bevölkerung im Erwerbsalter bis Mitte der 2030er-Jahre selbst bei hoher Nettozuwanderung deutlich zurückgehen. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel für viele Unternehmen ein zentrales Wachstumshemmnis. Besonders betroffen sind unter anderem IT, Gesundheitswesen, Handwerk, technische Berufe und Teile der industriellen Produktion.

 

Wenn Knappheit zur Dauerlage wird

Der Fachkräftemangel ist längst kein konjunkturelles Randphänomen mehr. Zwar dämpft eine schwächere Wirtschaftslage zeitweise den Personalbedarf, doch die strukturelle Knappheit bleibt bestehen. Der aktuelle Fachkräftereport der Deutschen Industrie- und Handelskammer zeigt, dass mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen kann, weil geeignetes Personal fehlt. Besonders kleine und mittlere Unternehmen geraten dadurch unter Druck, weil sie im Wettbewerb um Talente häufig weniger sichtbar sind als große Konzerne.

Die Engpässe sind dabei nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ. Unternehmen suchen nicht einfach mehr Arbeitskräfte, sondern Beschäftigte mit passgenauen Kompetenzen: Datenanalyse, Cloud-Architekturen, Robotik, Pflegeexpertise, Energie- und Gebäudetechnik oder die Fähigkeit, digitale Systeme produktiv einzusetzen. Genau darin liegt die eigentliche Schwierigkeit. Arbeitslosigkeit und Fachkräftelücken können parallel auftreten, wenn Qualifikationen, Regionen und Berufsprofile nicht zueinanderpassen.

Regionale Unterschiede verschärfen diese Lage. Metropolregionen ziehen Talente, Hochschulabsolventen und wachstumsstarke Unternehmen an. Ländliche Räume und strukturschwächere Regionen verlieren dagegen häufig Erwerbspersonen und Betriebe zugleich. Damit wird Fachkräftesicherung nicht nur zu einer Frage der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, sondern auch der Standortpolitik.

 

KI ist kein Jobkiller – aber ein Rollenwandler

Parallel zur demografischen Entwicklung verändert künstliche Intelligenz die Nachfrage nach Arbeit. In vielen Unternehmen ist KI bereits im operativen Alltag angekommen: bei der Dokumentenverarbeitung, im Kundenservice, in der Logistik, in Banken und Versicherungen oder in der Produktionsoptimierung. Eine PwC-Analyse von Stellenanzeigen zeigt, dass KI-Kompetenzen inzwischen branchenübergreifend nachgefragt werden, auch wenn Deutschland bislang stärker Anwendungs- als Entwicklungsmarkt ist.

Die Wirkung von KI ist dabei ambivalent. Routineaufgaben wie Dateneingabe, einfache Buchhaltung oder standardisierte Kundenanfragen lassen sich zunehmend automatisieren. Gleichzeitig erhöht KI die Produktivität von Fachkräften, etwa durch Assistenzsysteme für Ärzte, Ingenieurinnen, Juristen oder Serviceteams. Die menschliche Arbeit verschwindet in vielen Fällen nicht, sie verlagert sich: weg von der reinen Ausführung, hin zu Kontrolle, Interpretation, Verantwortung und Entscheidung.

Damit entstehen neue Berufsbilder, während bestehende Rollen erweitert werden. Gefragt sind nicht nur Spezialisten für KI-Systeme, sondern auch Beschäftigte, die Datenqualität sichern, Prozesse überwachen, Ergebnisse einordnen und Risiken bewerten können. Der Arbeitsmarkt der kommenden Jahre wird daher weniger zwischen »KI ersetzt« und »KI schafft« unterscheiden, sondern zwischen Tätigkeiten, die mit KI produktiver werden, und solchen, die ohne Weiterbildung an Wert verlieren.

 

Die Demografie verschärft den Umbau

Der demografische Wandel bildet den Hintergrund, vor dem sich Fachkräftemangel und Digitalisierung zuspitzen. Wenn große Kohorten in den Ruhestand gehen, verlieren Unternehmen nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Erfahrungswissen. Ohne systematischen Wissenstransfer, Mentoring und altersgerechte Arbeitsmodelle droht ein doppelter Verlust: Fachkräfte fehlen, und mit ihnen verschwindet betriebliches Know-how.

Gleichzeitig verändern sich Erwartungen an Arbeit. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und hybride Arbeitsformen werden wichtiger. Dadurch kann die Erwerbsbeteiligung steigen, etwa bei Älteren, Eltern oder Menschen mit Betreuungspflichten. Zugleich sinkt aber in manchen Bereichen das verfügbare Arbeitsvolumen pro Kopf. Unternehmen müssen daher nicht nur mehr Personal gewinnen, sondern Arbeit intelligenter organisieren.

Fachkräftezuwanderung bleibt ein zentraler Hebel, reicht allein jedoch nicht aus. Entscheidend sind schnelle Anerkennungsverfahren, Sprachförderung, Integration in Betriebe und attraktive Lebensbedingungen. Wer qualifizierte Beschäftigte gewinnen will, konkurriert nicht nur mit anderen Unternehmen, sondern mit anderen Ländern.

 

Drei mögliche Entwicklungspfade

Wie sich der Arbeitsmarkt bis 2035 entwickelt, hängt weniger von einzelnen Technologien ab als von der Fähigkeit, Qualifizierung, Zuwanderung, Produktivität und soziale Absicherung miteinander zu verbinden. Drei Szenarien markieren die Spannbreite:

Szenario A – Managed Transition (optimistisch)

  • Annahmen: Massive Investitionen in Aus‑ und Weiterbildung, beschleunigte Anerkennung ausländischer Abschlüsse, gezielte KI‑Förderprogramme, regionale Förderungen.
  • Ergebnis: Fachkräftelücke schrumpft; KI erhöht Produktivität ohne massiven Jobverlust; neue Arbeitsplätze in KI‑Ökosystemen entstehen; Wohlstand bleibt stabil, regionale Disparitäten werden gemildert.

Szenario B – Fragmentierte Anpassung (wahrscheinlich)

  • Annahmen: Teilweise Reformen, langsame Anerkennung ausländischer Qualifikationen, heterogene KI‑Adoption (Großunternehmen voran, KMU zurückhaltend).
  • Ergebnis: Engpässe bleiben in kritischen Sektoren; Produktivitätsgewinne konzentrieren sich; Löhne in Engpassbranchen steigen; soziale Spannungen in strukturschwachen Regionen nehmen zu.

Szenario C – Ungesteuerte Disruption (pessimistisch)

  • Annahmen: Unzureichende Weiterbildung, restriktive Zuwanderungspolitik, unregulierter KI‑Einsatz ohne soziale Absicherung.
  • Ergebnis: Breite Fachkräftelücken, hohe Arbeitslosigkeit in automatisierbaren Tätigkeiten, wachsende Ungleichheit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sinkt.

 

Quantitative Projektionen (Orientierungswerte)

Hinweis: Exakte Zahlen hängen von Annahmen zu Zuwanderung, Produktivitätszuwächsen und politischen Maßnahmen ab. Die folgenden Orientierungswerte fassen typische Modellannahmen zusammen.

  • Beschäftigungsniveau 2026–2030: Gesamtbeschäftigung bleibt stabil bis leicht steigend; Sektoren mit hoher Automatisierbarkeit sehen Beschäftigungsrückgänge von 5–15  %.
  • Fachkräftelücke 2026–2035: Ohne Gegenmaßnahmen könnten in Deutschland kumuliert 1–3 Millionen qualifizierte Stellen unbesetzt bleiben (je nach Definition).
  • Produktivitätsgewinne durch KI: Unternehmen, die KI sinnvoll integrieren, können Produktivitätssteigerungen von 10–30  % in betroffenen Prozessen erreichen.
  • Regionale Divergenz: Ballungsräume verzeichnen stärkere Beschäftigungszuwächse in High Tech Sektoren; ländliche Regionen verlieren Erwerbspersonen und Unternehmen.

 

Auswirkungen auf Löhne, Qualifikation und Sozialsysteme

  • Löhne: Engpassberufe (Pflege, IT, Handwerk) sehen überdurchschnittliche Lohnsteigerungen; in automatisierbaren Niedriglohnsegmenten stagnieren oder sinken Reallöhne.
  • Qualifikation: Lebenslanges Lernen wird zur Grundvoraussetzung; betriebliche Weiterbildung und modulare Zertifikate gewinnen an Bedeutung.
  • Sozialsysteme: Höhere Umschulungs und Transferkosten; mögliche Reformen bei Arbeitszeit, Renteneintrittsalter und Transferleistungen sind wahrscheinlich.

 

Was jetzt zu tun ist

Für Unternehmen bedeutet die Entwicklung vor allem eines: Personalstrategie wird zur Kernstrategie. Weiterbildung darf nicht mehr als freiwilliges Zusatzangebot verstanden werden, sondern als dauerhafte Infrastruktur. Beschäftigte müssen lernen, mit KI-Systemen zu arbeiten, Daten zu verstehen und digitale Werkzeuge souverän einzusetzen. Gleichzeitig brauchen Betriebe klare Regeln für KI-Governance, Transparenz und Verantwortung.

Auch die Arbeitsorganisation steht zur Disposition. Hybride Teams, Jobrotation, Mentoring und gezielte Wissensübergabe können helfen, Erfahrung zu sichern und neue Kompetenzen aufzubauen. Gerade mittelständische Unternehmen werden stärker mit Hochschulen, Berufsschulen und regionalen Netzwerken kooperieren müssen, um Talente frühzeitig zu binden.

Die Politik wiederum steht vor der Aufgabe, Bildung, Migration und soziale Sicherung konsequenter aufeinander abzustimmen. Dazu gehören eine Weiterbildungsoffensive, schnellere Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse, bessere digitale Bildung und Übergangsmodelle für Beschäftigte, deren Tätigkeiten durch Automatisierung unter Druck geraten. Ohne diesen Rahmen werden Unternehmen die Transformation nur ungleich bewältigen.

 

Fazit: Der Arbeitsmarkt wird nicht kleiner – er wird anders

Deutschland steht damit nicht vor einer einfachen Automatisierungswelle, sondern vor einem umfassenden Umbau der Arbeit. KI kann helfen, die Folgen des demografischen Wandels abzufedern und Produktivität zu steigern. Sie kann aber auch bestehende Unterschiede verschärfen, wenn Qualifizierung, regionale Entwicklung und soziale Absicherung nicht Schritt halten. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob der Arbeitsmarkt 2035 noch genügend Arbeit bietet. Entscheidend ist, ob genügend Menschen die richtigen Kompetenzen am richtigen Ort haben – und ob Politik und Wirtschaft rechtzeitig die Voraussetzungen dafür schaffen.

Albert Absmeier & KI

 

FAQ

Löst KI den Fachkräftemangel?
Nein. KI kann Produktivität erhöhen und Routinetätigkeiten automatisieren, ersetzt aber nicht die strategische Arbeit an Qualifikation, Datenqualität, Prozessdesign und Governance. In vielen Bereichen verschiebt KI den Bedarf eher zu höher qualifizierten Rollen.

Welche Rolle spielt der CIO?
Der CIO wird zum Taktgeber der Transformation. Er muss KI-Use-Cases priorisieren, Daten- und Sicherheitsarchitekturen absichern und gemeinsam mit HR dafür sorgen, dass Beschäftigte die neuen Werkzeuge produktiv nutzen können.

Warum ist Weiterbildung wichtiger als Recruiting allein?
Weil der Markt für viele Schlüsselprofile bereits knapp ist. Unternehmen, die nur extern suchen, laufen in dieselben Engpässe wie ihre Wettbewerber. Skalierbarer ist ein Modell, das interne Talente entwickelt und gezielt mit externem Know-how ergänzt.

Welche Branchen sind besonders betroffen?
Besonders unter Druck stehen IT, Cybersecurity, Cloud, Pflege, technische Berufe, Handwerk sowie jene Industrie- und Dienstleistungsbereiche, in denen Digitalisierung und regulatorische Anforderungen gleichzeitig steigen.

Was sollten Unternehmen zuerst tun?
Der erste Schritt ist eine ehrliche Skill-Bilanz: Welche Kompetenzen sind geschäftskritisch, welche fehlen, welche lassen sich intern aufbauen und wo muss extern rekrutiert oder partnerschaftlich ergänzt werden?

Management Summary, FAQ und Bild wurden mit Hilfe von KI erstellt

 

1789 Artikel zu „Arbeitsmarkt“

Wie stark schrumpft der Arbeitsmarkt in Deutschland?

Bis Mitte der 2030er-Jahre steuert der deutsche Arbeitsmarkt auf eine massive Lücke zu: Einer Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zufolge summieren sich die jährlichen Defizite zwischen Eintritten und Abgängen von 2028 bis 2036 auf über 4 Millionen Arbeitskräfte. Allein im Jahr 2028 stehen rund 787.048 Eintritten bereits 1.320.064 Abgänge gegenüber – ein Minus…

Wie künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt neu ordnet

Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern ein zunehmend prägender Faktor der Arbeitswelt. In rasantem Tempo haben sich insbesondere die Fähigkeiten generativer KI‑Systeme erweitert. Sprachmodelle verfassen heute komplexe Texte, Bild‑ und Videotools erzeugen visuelle Inhalte auf Knopfdruck, und agentische Systeme können Softwareprojekte weitgehend autonom planen, umsetzen und korrigieren. Diese technologische Dynamik wirft eine zentrale…

Paradox am deutschen IT-Arbeitsmarkt: Mehr arbeitslose Fachkräfte, aber weniger Sicherheit für Unternehmen

Stellenabbau ist eine kurzsichtige Reaktion, welche die eigentliche Qualifikationslücke verschärft.   Ein deutlicher Rückgang bei offenen IT-Stellen und steigende Arbeitslosenzahlen im IT-Sektor erwecken den Eindruck, der langjährige Fachkräftemangel in Deutschland sei überwunden. Doch der Schein trügt. ISACA, der globale Berufsverband für IT-Revisoren, Information Security Officer und IT-Governance-Experten, warnt davor, die aktuelle Marktlage falsch zu interpretieren…

Arbeitsmarkt: In diesen Branchen ist der Fachkräftemangel am größten

Allein im Gesundheitswesen blieben im Jahr 2024 über 46.000 Stellen rechnerisch unbesetzt – mehr als in jeder anderen Branche. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, für die die Forscher die Lücke erstmals nach Branchen analysiert haben.   In keiner Branche fehlen so viele Fachkräfte wie im Gesundheitswesen. Dort…

Arbeitslosenquote: Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland?

Obwohl mit Autoherstellern und -zulieferern eine der wichtigsten Branchen mitten in einer Krise steckt, gehen die aktuellen, allesamt im September 2025 veröffentlichten Schätzungen von Wirtschaftsforscherinnen und Forscher davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt bis 2027 entspannen wird. Dabei liegt die Spanne zwischen einem minimalen Rückgang der Arbeitslosenquote im Bericht des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)…

2025/2026: Arbeitsmarkt profitiert von Fiskalpaketen, wird aber durch den demografischen Wandel gebremst

Der Arbeitsmarkt wird weiter durch die schwache Konjunktur und die Transformationskrise beeinträchtigt. Eine wirtschaftliche Belebung, allen voran durch die beschlossenen Fiskalpakete, wird diese Entwicklung voraussichtlich verbessern, doch die Beschäftigungsentwicklung stößt an ihre Grenzen. So steigt die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Jahr nur noch um 10.000 Personen, 2026 wird sie um 20.000 Personen sinken. Das…

Arbeitsmarktbarometer setzt Aufwärtstrend fort

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt im September zum sechsten Mal in Folge. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte zu und liegt damit bei 100,7 Punkten. Auch das European Labour Market Barometer verzeichnet einen Anstieg und steht im September bei 100 Punkten. Die Komponente zur Vorhersage der…

Arbeitsmarkt: 2028 fehlen 768.000 Fachkräfte

Die Fachkräftelücke wird bis 2028 wieder wachsen, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders im Verkauf und in Kitas werden in Zukunft viele Stellen unbesetzt bleiben.   Die Fachkräftesituation in Deutschland bleibt angespannt: 2028 werden bundesweit 768.000 Fachkräfte fehlen. Das zeigt eine neue IW-Studie, die die Entwicklungen in 1.300 Berufen bis…

Arbeitsmarkt – Lücken schließen

Bis 2034 fehlen 178.000 Arbeitskräfte im Maschinenbau. Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer gehen bald in Rente, junge Arbeitskräfte rücken kaum nach. Damit gerät auch das deutsche Rentensystem zunehmend in eine Schieflage. Was die Politik tun kann, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Impuls-Stiftung für den Maschinenbau, den Anlagebau und die Informationstechnik.

Europäischer Tech-Arbeitsmarkt 2024: Die Bedeutung von Tech-Skills

Le Wagon, ein Unternehmen im Bereich immersive Technologieausbildung, hat in Zusammenarbeit mit dem Ignition Program eine umfassende Analyse des europäischen Tech- und Digital-Arbeitsmarktes veröffentlicht [1]. Der Bericht beleuchtet die wichtigsten Trends, gefragte Fähigkeiten und die Herausforderungen eines dynamischen Arbeitsmarktes. Der heutige Arbeitsmarkt ist voller Herausforderungen und Hürden, geprägt von einem intensiven Wettbewerb und zunehmender wirtschaftlicher…

Wechselstimmung: Aktuelle wirtschaftliche Lage führt zu Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Die aktuelle wirtschaftliche Krise in Deutschland hat verstärkenden Einfluss auf die Wechselbereitschaft vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. So veranlasst die Sorge um den aktuellen Job sowie Zweifel an der Krisenresistenz ihres Arbeitgebers viele Beschäftigte dazu, sich auf dem Arbeitsmarkt umzuschauen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Jobwechsel-Kompass, den die Königsteiner Gruppe quartalsweise mit der Online-Jobbörse stellenanzeigen.de…

IT-Mittelstand hat weiterhin positive Erwartungen bei Arbeitsmarkt und Preisen

Bitkom veröffentlicht IT-Mittelstandsbericht mit dem Schwerpunkt digitales Marketing. Schwache Nachfrage belastet IT-Mittelstand.   Die angespannte konjunkturelle Lage in der deutschen Wirtschaft belastet auch den IT-Mittelstand. So weist der Bitkom-Ifo-Digitalindex für das Geschäftsklima im IT-Mittelstand für August einen Wert von 0,9 Punkten aus – ein Minus von 6,1 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Trotz des Rückgangs…

Flexiblerer Arbeitsmarkt lässt Quereinstieg boomen

Jobanzeigen für Quereinstieg auf Jobportal Stepstone.de seit 2019 mehr als vervierfacht. »Quereinsteiger« Dauerbrenner unter den Top-Suchbegriffen. Mehr als acht von zehn Jobsuchenden wären bei passenden Angeboten bereit zum Wechsel in andere Branche.   Der Fachkräftemangel und ein immer flexiblerer Arbeitsmarkt lassen Quereinsteiger-Jobs boomen. Einer aktuellen Analyse von The Stepstone Group zufolge hat sich die Zahl…

Arbeitsmarkt: 2027 fehlen 728.000 Fachkräfte in Deutschland

In den kommenden Jahren wird der Fachkräftemangel immer größer werden. Insbesondere im Verkauf, der Kinderbetreuung und der Sozialarbeit werden Mitarbeiter gesucht, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.   Wer sich beim Shoppen gerne von Fachverkäufern beraten lässt, muss in Zukunft wahrscheinlich länger warten. 2027 könnte die Fachkräftelücke im Verkauf deutschlandweit…

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Ausblick nach Talfahrt für 2024 wieder verbessert

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet den ersten Anstieg seit fast einem Jahr Abwärtstrend. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt im Dezember um 0,4 Punkte auf 99,9 Punkte und liegt damit nur knapp unter dem neutralen Wert von 100. Auch das European Labour Market Barometer steigt erstmals seit sieben Rückgängen in Folge…

Arbeitsmarkt: In welchen Berufen bis 2026 die meisten Fachkräfte fehlen

Der Fachkräftemangel gilt als größtes Problem der deutschen Wirtschaft. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, in welchen Berufen es bis 2026 besonders dramatisch wird – und wo sich die Lage entspannt.   Die gute Nachricht zuerst: 2026 könnte es bundesweit rund 152.000 mehr Erzieher geben als noch 2021, das ist ein…

Arbeitsmarktsituation im Technikbereich angesichts des Fachkräftemangels

Zwei Drittel der IT-Experten blicken trotz des möglichen wirtschaftlichen Abschwungs zuversichtlich auf ihre berufliche Laufbahn; doch nur die Hälfte glaubt, dass ihr Unternehmen inmitten der Welle freiwilliger Kündigungen mit genügend Personal ausgestattet ist.   SolarWinds stellt die Ergebnisse seiner neuen Umfrage zur Arbeitsmarktsituation in der Technikbranche angesichts von Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung vor.…

Arbeitsmarkt: Starke Nachfrage nach Arbeitskräften

https://de.statista.com/infografik/27707/arbeitskraeftenachfrage-nach-dem-ba-stellenindex/   In der Bundesrepublik werden derzeit trotz Krise sehr viele Arbeitskräfte nachgefragt. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) lag im Mai auf dem Rekordwert von 139 Punkten und im Juli bei 134 Punkten. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis von BA-Daten. Zu dem Höhenflug hätten im April das Ende der meisten Corona-Beschränkungen sowie die Frühjahrsbelebung…

Fünf Arbeitsmarkt-Trends, die 2022 wichtig werden (könnten)

Corona hat die Menschen in Deutschland 2021 weiterhin beschäftigt. Doch wie hat sich das im zweiten Pandemie-Jahr auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt? Welche Lehren ziehen wir daraus? Und welche Trends sind schon jetzt für den Jobmarkt absehbar? StepStone verrät, was im Jahr 2022 auf den Arbeitsmarkt zukommt.   Der Jobboom ist nicht aufzuhalten. Auch nicht durch…

Loading...