Die 5 Mythen des Mobile Payments

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Ob Google Pay, Apple Pay oder Bezahlen per Handyrechnung, Mobile Payment ist aktueller denn je. Viele Anbieter schließen sich dem Hype um das Bezahlen mit dem Smartphone an. Doch obwohl sich mobiles Bezahlen stark verbreitet, stehen noch viele Kunden dem Trend skeptisch gegenüber. Wir haben uns die fünf häufigsten Irrtümer des Mobile Payments einmal etwas genauer angesehen.

 

  1. Mobile Payment ist eine neue Technologie

Das mobile Bezahlen ist keine moderne Erfindung von PayPal, Apple oder Google. Die Technologie gibt es schon seit mehr als zehn Jahren in Form des Bezahlens per Handyrechnung. Hierbei benötigt man nur ein Vertrags- beziehungsweise ein Prepaid-Handy. Ein Bankkonto, Paypal-Konto oder eine Kreditkarte sind deswegen keine Voraussetzung für Mobile Payment. Man kann sich gewissermaßen aussuchen, ob man den Kauf mit Kreditkarte, per Lastschrift oder ganz einfach per Handyrechnung tätigt.

 

  1. Bezahlen per Handyrechnung ist unsicher

Das ist eines der weitverbreiteten Statements in Bezug auf Mobile Payment. Seit Anfang 2017 haben alle Mobilfunkanbieter der Clean-Market-Initiative diese potenziellen Sicherheitslücken durch das Redirect-Verfahren geschlossen. Bei einem Kauf per Handyrechnung bei Drittanbietern mit spezifischen Abo-Angeboten werden die Kunden auf eine dienstunabhängige Seite weitergeleitet. Dort müssen sie die Zahlung per Klick oder mit einer TAN, die ihnen per SMS zugeht, erst bestätigen. Wenn der Kunde die Bezahlung bestätigt, erhält er nach Abschluss der Transaktion eine Bestätigungs-SMS. Der entscheidende Sicherheitsfaktor dabei ist, dass der Kunde noch einmal ausdrücklich auf das angezeigte Angebot hingewiesen und gefragt wird, ob er es tatsächlich bezahlen möchte. Durch das Redirect-Verfahren ist das Bezahlen per Handyrechnung sicher und transparent geworden.

 

  1. Es gibt keinen sicheren Schutz vor Missbrauch beim Bezahlen per Handyrechnung

Mit einer Drittanbietersperre lassen sich unerwünschte Dienste von Drittanbietern, die mit dem Handy gekauft und über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden, unterbinden. Das Gleiche gilt in dem Fall auch für Dienste, die möglicherweise genutzt werden möchten. Somit kann kein Geld ohne die Zustimmung des Kunden, beispielsweise durch ein ungewolltes Abo, über die Mobilfunkrechnung bezogen werden. Diese Sperre kann problemlos beim jeweiligen Mobilfunkanbieter eingerichtet werden. Hierbei gibt es auch unterschiedliche Sperr- und Konfigurationsmöglichkeiten, die das unterschiedliche Nutzungs- und Konsumverhalten der Mobilfunkkunden berücksichtigen. Nach der Einrichtung einer Drittanbietersperre muss jedoch auf einigen Komfort verzichtet werden. So lassen sich per Handyrechnung beispielsweise keine Parktickets oder Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mehr bezahlen. Auch Käufe im App-Store, im Google PlayStore, bei Spotify oder Apple Music sind dann auf Handyrechnung nicht mehr möglich.

 

  1. Per Handyrechnung können nur digitale Güter gekauft werden

Mobile Payment ist vielseitig einsetzbar, sowohl online als auch offline. Die Bezahlmethode »Zahl einfach per Handyrechnung« ermöglicht neben dem Kauf von digitalen Gütern zum Beispiel auch den Erwerb von Parkscheinen, ÖPNV-Tickets und Briefmarken.

 

  1. Für Mobilfunkanbieter ist der Kundenschutz zweitrangig

Die vier deutschen Mobilfunkanbieter der Clean-Market-Initiative haben zahlreiche Maßnahmen eingeführt, um für den Schutz ihrer Kunden vor Betrug zu sorgen. Drittanbieter und ihre Dienste werden intensiv überprüft und kontrolliert, bevor sie an das Bezahlverfahren angebunden werden. Nur wenn sie alle strikten Vorgaben erfüllen, findet die Anbindung statt. Alle Drittanbieterdienste werden im Rahmen einer intensiven Marktbeobachtung kontrolliert. Hierzu führt ein unabhängiges Institut ständig Stichproben durch. Auch das Einrichten einer Drittanbietersperre soll Mobilfunkkunden leicht gemacht werden. In immer wieder verbesserten Self-Service-Angeboten können sie die Drittanbietersperre individuell einstellen.

 

Mobile Payment ist eine moderne, zukunftsgerichtete und sichere Art und Weise mit dem Smartphone zu bezahlen. Insbesondere bringt das Zahlen per Handyrechnung in puncto Sicherheit zusätzliche Vorteile, da weder Bank- noch Kreditkarteninformationen hinterlegt werden müssen.

 

www.zahleinfachperhandyrechnung.de

 

2019: Mobile Payment in Deutschland

38 Prozent der Millenials in Deutschland würden gerne beim Einkaufen mobil bezahlen können. Damit ist die Affinität der 18-34-Jährigen zum Bezahlen per Smartphone laut einer aktuellen YouGov-Erhebung deutlich ausgeprägter als in der Gesamtbevölkerung. Danach gefragt, wo sie sich generell vorstellen könnten, per App zu bezahlen, nennen die Teilnehmer am häufigsten den Supermarkt (35 Prozent) gefolgt von Bekleidungsgeschäft und Elektronikmarkt (jeweils 30 Prozent). Bei einem Payment-Anbieter wie Apple Pay oder Google Pay registriert hat sich bislang indes nur jeder Fünfte. Und auch das heißt ja nicht zwingend, dass Mobile Payment tatsächlich genutzt wird.

Der Statista Digital Market Outlook beispielsweise taxiert die Anzahl der Nutzer in Deutschland für das laufende Jahr auf 2,1 Millionen – bis 2023 soll ihre Zahl auf 3,2 Millionen steigen. Da scheint es also noch viel Luft nach oben zu geben. Zumindest die Nutzungsintensität soll aber deutlich steigen. So gehen die Analysten davon aus, dass das durchschnittliche Transaktionsvolumen pro Nutzer im selben Zeitraum um rund 130 Prozent zulegen wird. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/17457/mobile-payment-in-deutschland/

 

 


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