München bietet die beste Lebensqualität in Deutschland

https://pixabay.com/de/

 

  • München, Düsseldorf und Frankfurt Main platzieren sich im internationalen Vergleich der Lebensqualität erneut in den Top Ten.
  • Wien führt zum zehnten Mal in Folge das Ranking an.
  • Im Spezial-Ranking Sicherheit belegt Luxemburg Platz eins.

 

München ist 2019 erneut die Stadt in Deutschland mit der höchsten Lebensqualität für ins Ausland entsandte Mitarbeiter. Zusammen mit Auckland und Vancouver liegt München im internationalen Vergleich auf Platz 3. Wien verteidigt seine Spitzenposition und belegt zum zehnten Mal in Folge den ersten Rang, gefolgt von Zürich auf Platz 2. Bagdad bildet wie auch in den Vorjahren das Schlusslicht des Rankings. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität von Expatriates in 231 Großstädten, die in diesem Jahr bereits zum 21. Mal veröffentlicht wurde. Den vollständigen Studienbericht können Sie hier herunterladen: www.mercer.com/qualityofliving

Mit München, Düsseldorf (Rang 6) und Frankfurt am Main (7) wiederholten drei deutsche Großstädte ihre Vorjahresplatzierungen in den Top Ten, die durch Kopenhagen (8), Genf (9) und Basel (10) komplettiert werden. Auch Berlin (13), Hamburg (19) und Nürnberg (23) bestätigten ihre Ergebnisse aus 2018, während Stuttgart einen Rang zulegen konnte (27). Leipzig belegt mit einigem Abstand wie im Vorjahr Rang 60, was unter anderem dem begrenzten Angebot an internationalen Schulen und Freizeitmöglichkeiten geschuldet ist.

Um die Lebensqualität der Städte zu beurteilen, wurden 39 Faktoren analysiert, die aus Sicht von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern eine zentrale Rolle spielen. Gruppiert in zehn Kategorien umfassen diese Faktoren unter anderem soziale, politische, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte. Hinzu kommen Kriterien wie Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen.

Deutsche Städte punkten mit hoher Sicherheit

»Nach wie vor steht bei vielen Auslandsentsandten der Sicherheitsgedanke an vorderer Stelle. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Familie den Expatriate an den Auslandsstandort begleitet. Und hier schneiden 2019 deutsche Städte weiterhin vergleichsweise gut ab: Kriminalitätsraten sind gering, die Strafverfolgung effizient, und die sozialen und politischen Verhältnisse sind stabil«, erklärt Mercer-Expertin Ulrike Hellenkamp. »München bietet darüber hinaus ein ausgezeichnetes Angebot an internationalen Schulen, eine gute städtische Infrastruktur sowie eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten – ein Aspekt, der eine hohe Anziehungskraft auf jüngere Expatriates ausübt.«

Vielfältige Herausforderungen für Unternehmen

Angespannte Handelsbeziehungen und populistische Strömungen dominieren weiterhin das globale Wirtschaftsklima. Angesichts einer drohenden Straffung der Geldpolitik und der sich abzeichnenden Volatilität der Märkte ist es für internationale Unternehmen wichtiger denn je, ihre Auslandsaktivitäten richtig zu gestalten.

»Die meisten internationalen Unternehmen sind im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit auf starke Kompetenzen und Ressourcen vor Ort angewiesen. Das persönliche und berufliche Wohlbefinden der Personen, die an die ausländischen Standorte entsendet werden, beeinflusst dabei maßgeblich den Geschäftserfolg«, erklärt Ilya Bonic, Senior Partner und President des Career Business bei Mercer. »Unternehmen, die ins Ausland expandieren wollen, müssen eine Vielzahl von Überlegungen anstellen, um herauszufinden, wohin sie Mitarbeiter am besten entsenden und wo sie neue Niederlassungen gründen. Der Schlüssel zum Erfolg sind relevante, zuverlässige Daten und standardisierte Erhebungen. Sie sind für Arbeitgeber unerlässlich, um kritische Entscheidungen zu treffen – von der Frage, wo Büros eingerichtet werden, bis hin zur Festlegung, wie globale Arbeitskräfte verteilt und entlohnt werden und wo sie wohnen.«

Spezial-Ranking Sicherheit: Luxemburg auf Platz 1

Ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität einer Stadt ist die persönliche Sicherheit. Die daraus resultierende Stabilität ist der Grundstein für den Erfolg von Unternehmen und der entsendeten Mitarbeiter. In diesem Jahr hat Mercer ein separates Sicherheits-Ranking erstellt, das Faktoren wie Kriminalität, Strafverfolgung, Einschränkungen der persönlichen Freiheit, außenpolitische Beziehungen zu anderen Ländern und Pressefreiheit analysiert. Dominiert wird dieses Ranking von westeuropäischen Ländern: Luxemburg gilt als sicherste Stadt der Welt, gefolgt von Helsinki und dem Schweizer Trio Basel, Bern und Zürich als gemeinsame Zweitplatzierte. Die Schlusslichter im Spezial-Ranking bilden Bangui in der Zentralafrikanischen Republik auf Platz 230 und Damaskus auf Platz 231. Das Vierergespann Düsseldorf, Frankfurt, München und Nürnberg verfehlt mit einem gemeinsam belegten Rang 11 nur knapp die Top Ten. Mit Stuttgart auf Platz 17 sowie Berlin und Hamburg auf einem geteilten Platz 28 liegen zwei weitere deutsche Städte unter den ersten 30.

»Die Sicherheit des Einzelnen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst und ist ständig im Wandel, da sich die Umstände und Bedingungen in Städten und Ländern von Jahr zu Jahr ändern. Diese Rahmenbedingungen sind für multinationale Unternehmen von entscheidender Bedeutung, wenn sie Mitarbeiter ins Ausland entsenden. Die Faktoren berücksichtigen alle möglichen Bedenken hinsichtlich der persönlichen Sicherheit eines Expatriates und können einen erheblichen Einfluss auf die Kosten internationaler Vergütungsprogramme haben«, sagt Slagin Parakatil, Principal bei Mercer und verantwortlich für die »Quality of Living«-Studien. »Um über die Lebensqualität an allen Standorten, an denen Mitarbeiter eingesetzt werden, auf dem Laufenden zu bleiben, benötigen Unternehmen genaue Daten und objektive Prozesse, um die Kostenauswirkungen von sich verändernden Lebensstandards zu ermitteln.«

Europäische Städte führend, Vancouver mit Top-Ergebnis

Trotz politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen und einem Brexit, dessen Konsequenzen noch nicht vollends absehbar sind, verzeichnen europäische Metropolen weiterhin weltweit die höchste Lebensqualität: In den Top Ten platzierten sich acht und in den Top-25 16 europäische Städte. Die großen europäischen Hauptstädte Berlin (13), Paris (39) und London (41) konnten jeweils ihr Ergebnis aus dem Vorjahr wiederholen, während Madrid (46) drei Plätze zulegte und Rom (56) einen. Minsk (188), Tirana (175) und St. Petersburg (174) sind die europäischen Städte mit den niedrigsten Platzierungen, während Sarajevo (156) aufgrund eines Rückgangs der gemeldeten Kriminalität drei Plätze nach oben kletterte.

Der dritte Rang für Vancouver ist gleichbedeutend mit der besten Platzierung einer nordamerikanischen Stadt in den letzten zehn Jahren. Alle US-amerikanischen Städte im Ranking verloren in diesem Jahr Plätze. Einzige Ausnahme ist New York, das dank sinkender Kriminalitätsraten einen Rang gut machen konnte (44). San Francisco auf Rang 34 bleibt die US-Stadt mit der höchsten Lebensqualität.

Südamerika, Naher Osten, Asien und Ozeanien

In Südamerika rangiert Montevideo (78) erneut an der Spitze der Lebensqualität, während Caracas aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Instabilität in jüngster Vergangenheit von Rang 193 auf 202 fiel und im Spezial-Ranking Sicherheit Rang 222 belegt.

Dubai (74) rangiert in puncto Lebensqualität nach wie vor an erster Stelle im Nahen Osten, dicht gefolgt von Abu Dhabi (78). Obwohl Bagdad immer noch das Schlusslicht im Ranking bildet, gab es deutliche Verbesserungen bei den Sicherheits- und Gesundheitsdiensten.

Ein Rückgang der Kriminalitätsrate und keine Terroranschläge in den letzten zwölf Monaten führten dazu, dass Istanbul (130) vier Plätze gut machen konnte.

In Asien hat Singapur (25) die höchste Lebensqualität, gefolgt von den fünf japanischen Städten Tokio (49), Kobe (49), Yokohama (55), Osaka (58) und Nagoya (62).

Wie in den Vorjahren schneiden Städte in Neuseeland und Australien weit vorne ab: Auckland (3), Sydney (11), Wellington (15) und Melbourne (17) platzieren sich unter den ersten 20. Im Spezial-Ranking Sicherheit fahren Auckland und Wellington die höchste Platzierung für Ozeanien (9) ein.

Auf einen Blick: Die Top Ten des Mercer »Quality of Living«-Rankings 2019 und die Platzierungen der deutschen Städte

https://www.mercer.de/newsroom/quality-of-living-2019.html

Auf einen Blick: Die Top Ten des Spezial-Rankings Sicherheit im Rahmen des Mercer »Quality of Living«-Rankings 2019 und die Platzierungen der deutschen Städte

https://www.mercer.de/newsroom/quality-of-living-2019.html

Einen Link zu weiteren Informationen finden Sie auf der Website von Mercer.

 

[1] Mercer veröffentlicht jährlich Ranglisten zur Lebensqualität weltweit aus seinen Worldwide Quality of Living Surveys. Für jede untersuchte Stadt werden einzelne Berichte erstellt. Zudem sind vergleichende Indizes zur Lebensqualität zwischen einer Basis- und einer Gastgeberstadt sowie Vergleiche zwischen mehreren Städten verfügbar.
Die Daten wurden zwischen September und November 2018 erhoben und werden regelmäßig aktualisiert, um veränderte Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Die Rangliste wird Redakteuren und Journalisten zu Informations- und Recherchezwecken zur Verfügung gestellt und soll nicht vollständig veröffentlicht werden. Die ersten und letzten zehn Städte (»Top Ten« und »Bottom Ten«) der beiden Rankings können jedoch in Tabellenform wiedergegeben werden.
Die im Rahmen der Studien zur Lebensqualität (im Folgenden die »Studien« genannt) gesammelten Daten dienen ausschließlich Informationszwecken. Sie sollen Regierungen und internationalen Unternehmen bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland dienen. Sie sind nicht als Grundlage zur Vornahme ausländischer Investitionen oder Vorhaben des Tourismus gedacht. Entsprechend lehnt Mercer jegliche Verantwortung für Entscheidungen oder Handlungen ab, die auf Basis der Ergebnisse dieser Studien getroffen beziehungsweise vollzogen werden. Die Studien wurden mithilfe von Quellen, Informationen und Systemen durchgeführt, die als zuverlässig und korrekt betrachtet werden. Es handelt sich insoweit um einen Ist-Zustand. In Bezug auf externe Quellen und Daten, die bei der Erstellung der Studien herangezogen wurden, übernimmt Mercer keine Verantwortung für die Stichhaltigkeit/Korrektheit (oder Vergleichbares). Mercer und verbundene Unternehmen übernehmen entsprechend auch keine Gewähr oder Garantie in Bezug auf die Studien und lehnen im Übrigen jede Form von Gewährleistung und Garantie ab, einschließlich und nicht abschließend solche in Bezug auf Qualität, Korrektheit, Aktualität, Vollständigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Verwendbarkeit für einen bestimmten Zweck.

 

Leben in 2030

71 Prozent gehen davon aus, ein Elektrofahrzeug zu benutzen, 51 Prozent nehmen an, per Hyperloop zu reisen, 38 Prozent per Lufttaxi. 73 Prozent erwarten, ferngesteuerte Geräte zu Hause zu nutzen, 70 Prozent vollständig vernetzte Smart-Home-Systeme und 40 Prozent virtuelle Heimroboter. Millennials rechnen mit personalisierten Erlebnissen in allen Kategorien, halten es aber für unwahrscheinlich, dass sie…

Die Menschen in diesem Land wünschen sich digitale Services in allen Lebensbereichen

Stadt, Land, Frust: Zwei von drei Bürgern finden ihren Wohnort nicht digital.   Die Erwartungen an eine digitale Stadt sind groß, die Realität bisher meist ernüchternd. Zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) sagen: Meine Stadt ist nicht digital. Nur drei von zehn (30 Prozent) bewerten den Digitalisierungsgrad ihrer Gemeinde hingegen als fortgeschritten. Das ist das…

München ist die am stärksten versiegelte Großstadt

In der bayerischen Landeshauptstadt ist fast die Hälfte der Fläche betoniert, zeigt ein Vergleich der Top-50-Städte. Am grünsten ist Potsdam. Angesichts der steigenden Starkregengefahr spielt die Bebauungsdichte eine immer wichtigere Rolle.   München ist die Stadt in Deutschland mit dem höchsten Anteil versiegelter Fläche. In der bayerischen Landeshauptstadt sind rund 47 Prozent des Stadtgebiets bebaut,…

Die Deutschen wollen nachhaltig leben

Die Weltmeere sind voll mit Plastikmüll, das Klima verändert sich, die Ressourcen der Erde werden knapper – für viele gute Gründe, um den eigenen Konsum zu hinterfragen und nachhaltiger zu leben. Laut einer Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov, gibt jeder zweite Befragte an, deshalb auf Plastik zu verzichten und Dinge zu reparieren statt…

Ideen für Deine Smarte Stadt

Die Ideen fürs Leben in einer smarten Stadt erobert allmählich die ganze Welt. Je häufiger viele Gadgets und moderne Technologien im Mittelpunkt Ihres Lebens stehen, desto mehr Bundesländer wollen eine smarte City in der Umgebung haben. Ein gutes Beispiel gibt Spanien. Dort ist die Lebensqualität in den vergangenen Jahren rasch gestiegen. Heutzutage bietet der IT-Bereich…

Lebensmittel & Ernährung: Heißhunger auf Chips und Salzstangen

Zu einem Fernsehabend gehören Süßigkeiten und Knabberzeug dazu. Besonders auf Letzteres haben die Deutschen verstärkt Appetit in den vergangenen Jahren. Wie die Infografik von Statista zeigt, werden mit salzigen Snacks in Deutschland Milliarden verdient – und die Umsätze steigen Jahr für Jahr. 2003 waren es noch 1,3 Milliarden Euro, 2017 dann mit 3 Milliarden schon…

Futopolis: Stadt, Land, Zukunft

Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten und machen sie zu den mächtigsten Akteuren und wichtigsten Problemlösern einer globalisierten Welt. Städte werden zu Machtzentren, sie sind die Staaten des 21. Jahrhunderts. Zugleich sind Städte aber auch mehr als Orte. »Durch neue Formen der Vernetzung und Mobilität wird Urbanität vor allem zu einer neuen Lebens- und…

Stressbelastung: Die entspanntesten Städte der Welt

Wer entspannt leben möchte, sollte nach Stuttgart ziehen. Das ist zumindest das Ergebnis einer Erhebung eines internationalen Reinigungs- und Wäscherservics. Im Auftrag der Firma wurden 500 Städte weltweit in verschiedenen Kategorien ausgewertet. Mit eingeflossen sind dabei unter anderem die Bevölkerungsdichte, der Anteil der Grünflächen, die Verkehrssituation, Lärmbelästigung, aber auch die Kaufkraft, das Sicherheitsempfinden, die Gleichstellung…

Die Mehrheit lehnt Lebensmittelverschwendung ab

Heutzutage ist die Lebensmittelverschwendung neben den Begriffen »Klimawandel« und »Nachhaltigkeit« immer wieder Schlagwort in den Medien. Dies zeigt sich auch in der Einstellung der Deutschen: Fast jeder Deutsche (91 Prozent) ist der Meinung, es werden zu viele Lebensmittel weggeworfen. Besonders für Supermärkte kann das Entsorgen noch genießbarer Produkte zum Imageverlust führen. Kompromisse möchte allerdings jeder…

Mietpreisbremse: Die steigenden Mieten in deutschen Großstädten

Das Berliner Landgericht hat die seit 2015 geltende Mietpreisbremse für verfassungswidrig erklärt. Diese sollte in Großstädten die Kosten bei Wiedervermietung begrenzen. Und das ist eigentlich dringend notwendig. Denn wer seit 2011 in den Großstädten Deutschlands nicht umgezogen ist, kann sich vergleichsweise glücklich schätzen: In den vergangenen Jahren sind die Mietpreise deutlich angestiegen, wie die Grafik…

Intelligente Städte und das Internet der Dinge: Planen für die Zukunft

Rund 75 Prozent der Einwohner Deutschland leben heute bereits in Städten und diese Tendenz steigt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit [1]. Die immer dichter besiedelten Ballungsräume – und ihre Bewohner – haben mit Folgen, wie hoher Verkehrsbelastung oder verschlechterter Luftqualität, zu kämpfen. Smart Cities und das Internet der Dinge (IoT) sollen eine neue Ära…

Smart City – Die Stadt der Zukunft

Mit intelligenter IT die Lebensqualität in Großstädten verbessern. 2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Daraus ergeben sich völlig neue Herausforderungen. Mehr Menschen in Städten benötigen mehr Energie. Der Ressourcenverbrauch stößt in völlig neue Dimensionen. Das Gebot der Stunde lautet: Effizienz. Nicht nur, um den Energieeinsatz aus Gründen des Klimaschutzes zu minimieren. Städte…

Weitere Artikel zu