Ohne hohe Stammdatenqualität keine erfolgreiche digitale Transformation

  • Datenqualität nimmt großen Einfluss auf Digitalisierungserfolg.
  • Bei Strukturen und Prozessen zur Verwaltung der Stammdaten besteht sehr hoher Optimierungsbedarf.
  • Fachbereiche dürfen Verantwortung für Stammdaten insbesondere bei Digitalisierungsprojekten nicht an IT abgeben.

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Ist wirkungsvolles Stammdatenmanagement eine oftmals unterschätzte Herausforderung für die moderne Unternehmensführung? Dieser Frage ist das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk in der aktuellen Studie »Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?« [1] nachgegangen – und ermittelte ein verblüffendes Ergebnis.

Obwohl die Unternehmen seit Jahren in Softwarelösungen zur Optimierung ihres Master-Data-Managements investieren, scheint der Erfolg auszubleiben.

Nur etwa jedes siebte (15 %) der für die Studie befragten 155 deutschen Unternehmen aus Fertigung, Handel und anderen Branchen sieht sich im Stammdatenmanagement sehr gut aufgestellt. Im Hinblick auf den Erfolg der gesamten digitalen Transformation mit Industrie 4.0, Logistik 4.0, Internet of Things und anderen digitalen Geschäftsmodellen fehlt damit ein wichtiges Fundament. Denn Digitalisierungsprojekte ohne eine hohe Datenqualität sind zum Scheitern verurteilt.

Aber woran hapert es im Detail? Die mit fachlicher Unterstützung der Beratungs- und Softwareunternehmen KPS, Salt Solutions und zetVisions entstandene Lünendonk-Studie beleuchtet umfassend die Aspekte der Stammdaten-Situation. Sie steht ab sofort unter www.luenendonk.de kostenlos zur Verfügung.

Unternehmen geben ihrem Stammdatenmanagement schlechte Noten

Der Erfolg der digitalen Transformation – vor allem in der Fertigungsindustrie und dem Handel – setzt eine Reihe von zu erfüllenden Aufgaben voraus. Die Modernisierung der bestehenden IT-Systeme zur Integration digitaler Lösungen, die Automatisierung von Prozessen sowie die Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle gehören ebenso dazu wie ein effektives Stammdatenmanagement. Während sich 58 Prozent der Befragten bei den IT-Prozessen als sehr gut beziehungsweise gut aufgestellt sehen, wird die Positionierung bei der »Entwicklung von datenbasierten Geschäftsmodellen« von 54 Prozent als nur mittelmäßig oder sogar schlecht bezeichnet. Auch die Stammdatenqualität im eigenen Unternehmen hat für mehr als die Hälfte der Studien-teilnehmer (60 %) nur »Mittelmaß«. Allerdings zeigen sich positive Entwicklungen. Ein gutes Viertel der Befragten stuft die Datenqualität heute als sehr viel besser ein als noch vor fünf Jahren, 47 Prozent als viel besser, 23 Prozent sehen nur minimale Verbesserungen.

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Datenqualität hat großen Einfluss auf den Geschäftserfolg

»Dabei nimmt die Datenqualität einen sehr großen Einfluss auf den Geschäftserfolg eines Unternehmens. Ohne gute Daten keine erfolgreiche Marktposition«, kommentiert Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Studienautor. »Auch digitale Geschäftsmodelle brauchen nicht entwickelt zu werden, wenn die Stammdatenqualität nicht gut ist«. Das sehen auch die Studienteilnehmer so. Keiner der Befragten schätzt den Einfluss der Datenqualität auf den Geschäftserfolg als gering oder sehr gering ein. »Vielmehr erwarten 84 Prozent der Befragten, dass bereits in zwei Jahren die Datenqualität einen sehr hohen Einfluss auf den Geschäftserfolg haben wird«, so Zillmann weiter.

Unterstützung für Unternehmenssteuerung

Eine gute Qualität der Stammdaten wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf das Unternehmen aus. So stimmen 82 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass auf Grundlage der Stammdaten schnellere Analysen durchzuführen und gute Entscheidungen zu treffen sind. Auch die Verkürzung der Durchlaufzeiten in der Produktion und der Supply Chain aufgrund einer Optimierung des Stammdatenmanagements erfährt eine deutliche Zustimmung (77 %). Dass ein verbessertes Stammdatenmanagement und daraus resultierende angepasste Wiederbeschaffungszeiten, optimierte Losgrößen und Mindestbestellmengen sowie Lieferantenoptimierungen das gebundene Kapital reduzieren, bestätigen 71 Prozent aller Befragten. Hier zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen dem Handel mit knapp zwei Drittel Zustimmung und der Fertigungsindustrie, die zu vier Fünftel (81 %) dieser Ansicht ist.

[1] Für die Lünendonk-Studie »Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation« wurden 155 Führungskräfte aus Fachbereichen und IT in den Branchen Fertigung, Handel und anderen Branchen befragt. Sponsoren der Lünendonk-Studie sind die Beratungs- und Softwareunternehmen KPS, Salt Solutions und zetVisions. Die Studie steht unter www.luenendonk.de kostenlos zum Download bereit.

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