Verlieren die Weihnachtselfen bald ihren Job?

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Der Umsatz des digitalen Marktes soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. Allein in den USA soll er laut Prognosen die 600 Milliarden US-Dollar Marke knacken. Die Wirtschaft wächst, die Menschen leben länger und gesünder und Online-Shopping ist inzwischen gang und gäbe. Aber wie können Anbieter der steigenden Nachfrage gerecht werden? Die Antwort lautet bei vielen Unternehmen heutzutage: mit Hilfe von Robotern.

Online-Anbieter wie Amazon beginnen im Lager mit Hilfe von Robotern zu arbeiten, um der wachsenden Nachfrage an Bestellungen gerecht zu werden und um die Preise niedrig halten zu können. Es klingt wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film: Sobald Nutzer bei Amazon auf den Button »Kaufen« klicken, schwirrt ein kleiner Roboter in einem weit entfernten Lagerhaus los und nimmt sich der Bestellung des Kunden an.

Online-Shopping ist zwar eine gute Sache, jedoch stehen die Chancen gut, dass die kleinen Helfer des Weihnachtsmanns bald über einen Karrierewechsel nachdenken müssen. Wirtschaftlich kann das für einige Umschwünge sorgen, auch wenn diese Veränderung im Grunde keine schlechte Sache ist.

Tatsächlich erweisen sich Roboter im Vergleich zu menschlichen Mitarbeitern oft als nützlich und können für einen höheren Gewinn sorgen. Die geringeren Bearbeitungskosten wirken sich direkt auf die Preise aus, die Kunden für die Waren bezahlen, die sie online kaufen.

Zwar könnte die Automatisierung als die Nemesis der Arbeitskräfte in der Logistik angesehen werden, jedoch hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Menschen sich dem technischen Wandel gut anpassen können. Zum Beispiel waren im 18. Jahrhundert in den USA etwa 90 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt. Diese Zahl liegt heute bei 1,5 Prozent. Technologische Fortschritte sollen letztlich das Leben der Menschen erleichtern.

Wo scheitern Roboter?

Menschen sind nicht perfekt, aber auch die Maschinen sind das nicht. Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) spielen eine wichtige Rolle für die Zukunft der Menschheit. Während Ingenieure bestrebt sind, Maschinen so autonom wie möglich zu gestalten, sind die in modernen Lagern verwendeten Robotertypen nicht dazu geeignet, den Versand- und die dazugehörigen Handlungsabläufe vollständig zu übernehmen. Abgesehen von der Tatsache, dass sie immer gewartet werden müssen, sind Roboter noch keine so guten Arbeitskräfte wie Menschen und können nicht mit ihnen verglichen werden. Auch wenn Ingenieure ihre Arbeit immer weiter perfektionieren werden, so können Roboter noch lange keine Menschen ersetzen.

Wer ist sonst noch betroffen?

Forscher gehen davon aus, dass wirtschaftlich starke Länder am weitgehendsten von Automatisierung und KI betroffen sein werden. Die Beschäftigten in der Logistik- und Transportbranche bekommen das am deutlichsten zu spüren. Das bedeutet für viele Arbeiter eine große Umstellung. Ist diese jedoch erst einmal bewältigt, können sich Online-Kunden durch die Automatisierung über eine Kostensenkung der Produkte freuen.

Moderne Technologien werden sich immer mehr im Arbeitsalltag etablieren. Mit Sicherheit findet der Weihnachtsmann jedoch einen Weg, dass die Weihnachtselfen Teil des Prozesses bleiben können. Vielleicht haben sie dadurch sogar mehr Zeit für ihre Familien und können sich darüber freuen, dass ihnen der Weihnachtsstress ein bisschen abgenommen wird.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.pandasecurity.com/de/

 

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