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Skandale um Deepfakes nehmen zu und das Ausmaß der Auswirkungen auf die Opfer und die Lücken im Strafrecht werden erst langsam klar. Fälle wie die sexualisierten Deepfakes um Collien Fernandes1 und jüngst auch Giorgia Meloni² zeigen, wie akut die Gefahrenlage ist – in letzterem Fall auch in politischer Hinsicht. Doch wie hat sich die Anzahl an Vorfällen von KI-Betrug durch Deepfakes über die letzten Jahre genau entwickelt? Und von welchen Prominenten gibt es die meisten Deepfakes?
Antworten liefert eine Studie der Forex-Broker-Experten von BrokerChooser. Die Experten analysierten Betrugsprotokolle, um zu berechnen, wie oft das Abbild verschiedener Prominenter verwendet wurde, um gefälschte Nachrichten über Deepfakes und andere KI-Medien zu erstellen.
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Hauptergebnisse:
- Im letzten Jahr allein stieg die Zahl der Deepfake-Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr um 500 %.
- Deepfakes von Donald Trump kommen am häufigsten vor (12,01 % der Meldungen), gefolgt von Will Smith (5,39 % der Meldungen).
- Prominente aus Politik (32,43 %) und Musik (31,08 %) werden am häufigsten für Deepfakes verwendet.
- Vorfälle, bei denen Prominente Deepfakes durchgeführt wurden, machten 30,49 % aller KI-Betrugsmeldungen aus.
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[1] https://brokerchooser.com/best-brokers/best-forex-brokers
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Prominente, von denen am häufigsten Deepfakes erstellt werden
|
Rang |
Name |
Beruf |
Anteil der Abbildungen in |
|
1 |
Donald Trump |
Politiker |
12,01 % |
|
2 |
Will Smith |
Schauspieler |
5,39 % |
|
=3 |
James Earl Jones |
Schauspieler |
4,41 % |
|
=3 |
Taylor Swift |
Musikerin |
4,41 % |
|
5 |
Elon Musk |
Geschäftsmann |
3,92 % |
|
=6 |
Kamala Harris |
Politikerin |
2,45 % |
|
=6 |
Joe Biden |
Politiker |
2,45 % |
|
8 |
Alexandria Ocasio-Cortez |
Politikerin |
2,21 % |
|
9 |
Sydney Sweeney |
Schauspielerin |
1,96 % |
|
10 |
DanieltheDemon |
Influencer |
1,72 % |
US-Präsident Donald Trump ist der Prominente, der am häufigsten für Deepfake-Vorfälle und -Betrug benutzt wird: Über 12 % der Fälle betrafen den Politiker. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2024 kursierten Berichte über Deepfakes – und in jüngster Zeit wurden auch seine Mitarbeiter in Deepfakes nachgeahmt. Trump war im Laufe der Jahre in verschiedene KI-Hoaxes im Internet verwickelt, beispielsweise an gefälschten Bildern seiner Verhaftung, die 2023 kursierten.
Schauspieler Will Smith folgt auf Platz zwei mit etwa halb so vielen Deepfake-Vorfällen wie Trump (5,39 %). Will Smith ist neben zahlreichen anderen Hollywood-Namen, die in KI-Deepfakes verwendet wurden, der am häufigsten gefälschte Schauspieler.
Dritter ist der Schauspieler James Earl Jones mit 4,41 % der gemeldeten Deepfake-Vorfällen. Verschiedene Nachrichtenagenturen berichteten, dass der Schauspieler die Verwendung von KI zur Nachbildung seiner Stimme in der Rolle des Darth Vader für zukünftige Star Wars-Medien genehmigte und unterstützte. Allerdings geriet er ins Visier der Kritik, seit das beliebte Online-Spiel Fortnite KI zur Nachbildung von Darth Vaders Figur und Stimme einsetzte.
Auch Singer-Songwriter Taylor Swift belegt den dritten Platz und verzeichnete 4,41 % der Vorfälle mit Deepfakes. Berichten zufolge wurden Deepfakes von Swift zu Betrugszwecken, darunter Ticketbetrug, Betrug mit Werbegeschenken und Desinformation, gedealt. Die Sängerin gehörte Berichten zufolge auch zu den Prominenten, die am häufigsten für Betrug missbraucht wurden.
Der international tätige Geschäftsmann und Unternehmer Elon Musk belegt den fünften Platz und verzeichnete 3,92 % der gemeldeten Vorfälle mit Deepfakes. Jüngste Nachrichten haben gezeigt, dass betrügerische Deepfakes von Musk Opfern in den USA Milliarden von Dollar gekostet haben.
Die Anzahl der Deepfake-Vorfälle über die letzten Jahre
|
Jahr |
Anstieg |
Anstieg der Vorfälle |
|
2025 |
500,00 % |
36,19 % |
|
2024 |
127,27 % |
29,24 % |
|
2023 |
340,00 % |
16,06 % |
|
2022 |
400,00 % |
5,21 % |
|
2021 |
0,00 % |
1,37 % |
Die Daten zeigen, dass die Zahl der Deepfake-Vorfälle im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 500 % gestiegen ist. Zudem liegt der Anteil der Deepfake-Vorfälle mit Prominenten im Jahr 2025 bei 36,19 %, gegenüber 29,24 % im Jahr 2024.
Die Daten zeigen, dass die Zahl der Deepfake-Vorfälle seit 2021 mit der zunehmenden Verbreitung von KI kontinuierlich zugenommen hat. Ab 2022 nahm die Zahl der Deepfake-Vorfälle noch schneller zu, da diese mit Modellen wie DALL-E 2 von OpenAI immer weiter verbreitet wurden. Parallel dazu stieg der Anteil der Deepfake-Vorfälle mit Prominenten im Vergleich zum Vorjahr an. Dies deutet darauf hin, dass dieser Anteil ohne weitere Regulierungen und Präventionsmaßnahmen voraussichtlich weiter steigen wird.
Expertentipps zur Beurteilung der Echtheit von Bildern
KI-Vorfälle haben seit 2018 generell zugenommen, verzeichneten jedoch ihren bisher stärksten Anstieg von 2024 auf 2025. Im Jahr 2024 wurden 171 Vorfälle gemeldet, verglichen mit 829 im Jahr 2025. Dies entspricht einem massiven Anstieg von 384,8 %.
Vor 2025 verzeichnete das Jahr 2020 den stärksten Anstieg an KI-bezogenen Vorfällen mit einem Anstieg von 97,62 %. Berichte aus dem Jahr 2020 bestätigten das neue Wachstum der Deepfakes als exponentiell. Dies ist bis heute der Fall und bereitet vielen Menschen Sorgen.
Balázs Faluvégi gibt, im Auftrag der Forex-Broker-Experten von BrokerChooser, Experteneinblicke in die Daten sowie Ratschläge für alle, die sich über den Anstieg von Deepfakes Sorgen machen und wie sie wachsam bleiben können:
»Die Daten zeigen einen besorgniserregenden Trend: Die Anzahl der KI- und Deepfake-Vorfälle steigt von Jahr zu Jahr. Da aufgrund der stetigen Weiterentwicklung von KI-Technologien mit einem Anstieg der Fälle von Deepfake-Identitätsdiebstahl zu rechnen ist, ist es entscheidend, die Warnsignale zu kennen.
Deepfakes können die feinen Details eines realen Bildes oder Videos oft nicht perfekt wiedergeben. Daher ist es ratsam, auf verzerrte Aspekte zu achten, insbesondere an den Gesichtsrändern. Auch ungleichmäßige Beleuchtung oder Reflexionen können ein wichtiges Indiz sein. Achten Sie auf feine Details und Merkmale, die Ihnen normalerweise nicht auffallen, aber dennoch nicht ganz richtig aussehen könnten, z. B. Fehler bei Haaren, Nägeln oder Zähnen. Diese können wichtige Hinweise darauf sein, dass das Bild mithilfe von KI erstellt wurde. Es ist wichtig, das Bild gründlich zu prüfen, bevor man seine Echtheit beurteilt.
Eine wichtige Regel ist, zu hinterfragen, ob der Inhalt zu gut klingt, um wahr zu sein. Achten Sie genau darauf, was gesagt oder gezeigt wird: Werden garantierte, risikofreie Gewinne versprochen? Ist die Geschichte ungewöhnlich fehlerfrei oder verdächtig überzeugend? Dies können Anzeichen dafür sein, dass das Material manipuliert wird, möglicherweise durch Deepfakes oder andere irreführende Techniken. Wenn Sie solche Warnsignale bemerken, ist es am sichersten, nicht weiter darauf einzugehen und den Inhalt stattdessen der Plattform zu melden, auf der Sie ihn gesehen haben, oder sogar Ihrem lokalen Zentrum für Betrugs- und Cyberkriminalität.«
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Quellen:
[1] – SWR | Deepfake-Skandal um Collien Fernandes zeigt Lücke im Strafrecht
[2] – ZDF | KI-generiertes Bild: Meloni wehrt sich gegen Deepfakes
Methode:
-
Brokerchooser untersuchte Daten zu KI-Vorfällen und fand heraus, von welchen Prominenten am häufigsten Deepfakes erstellt werden. Dazu wurden die historischen Daten von zwei Websites zur Meldung von KI-Vorfällen extrahiert. Insgesamt wurden fast 1.900 Berichte zu KI-Vorfällen erfasst.
-
Jeder Vorfall enthielt eine Beschreibung, die mit Deepseek verarbeitet wurde, um die Namen der beteiligten Prominenten zu extrahieren und zu erkennen, bei welchen Vorfällen es sich um Deepfakes von Prominenten handelte.
-
Die Anzahl der Deepfakes pro Prominentem wurde gezählt und die Daten nach Jahren aggregiert, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich das Deepfake-Problem im Laufe der Jahre verändert hat und ob es zugenommen oder abgenommen hat.
-
Die prozentuale Veränderung berechnet sich nach der Formel: C = (x2 – x1)/x1, wobei
x2 = neues Jahr
x1 = vorheriges Jahr
Die prozentuale Veränderung für 2025 würde sich also wie folgt berechnen: (Daten von 2025 – Daten von 2024)/Daten von 2024
-
Quellen:
https://incidentdatabase.ai/summaries/incidents/
https://www.resemble.ai/deepfake-database/
-
Die Daten wurden im September 2025 erhoben und waren zu diesem Zeitpunkt korrekt.
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