Brexit: Der Preis der Unabhängigkeit

Der Brexit ist einer Erhebung von Bloomberg Economics zufolge schon jetzt für das Vereinigte Königreich ein finanzieller Albtraum. Auf 203 Milliarden Pfund (bis Ende 2020) beziffern die Analysten den wirtschaftlichen Schaden in Folge des Austritts aus der Europäischen Union. Das entspricht fast den Beiträgen des Landes zum EU-Budget – wohlgemerkt den Beiträgen seit dem Jahr 1973. Die Höhe dieser Zahlungen war ein wichtiges Argument für die Befürworter des Brexits. Und in diesem Vergleich sind nur die Einbußen des realen Bruttoinlandsprodukts berücksichtigt. Hinzu kommen beispielsweise noch die finanziellen Verpflichtungen gegenüber der EU in Höhe von rund 309 Milliarden Pfund. Der Preis der Unabhängigkeit, er ist wahrlich hoch. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/20594/brexit-kosten-versus-beitraege-zum-eu-budget/

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Europäische Union: Die größten Geldgeber und -nehmer der EU

Die Diskussion um die gerechte Verteilung der Beiträge der Mitgliedsstaaten an die Europäischen Union (EU) war einer der Hauptgründe dafür, dass Großbritannien den Brexit wählte. Doch welche Länder zahlen tatsächlich am meisten in den EU-Haushalt ein und welche profitieren vor allem davon?

In absoluten Zahlen ist Großbritannien der zweitgrößte EU-Geldgeber hinter Deutschland, wie aktuelle Daten der Europäischen Kommission 2018 zeigen. Betrachtet man jedoch die Beiträge pro Kopf, dann ergibt sich eine andere Reihenfolge: Wie die Statista-Grafik zeigt, liegen hier die Niederlande vorne, mit Beiträgen von durchschnittlich 284 Euro pro Kopf in 2018. Deutschland steht auf dem dritten und Österreich auf dem fünften Platz. Großbritannien taucht in den Top-5 gar nicht auf.

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Und wer sind nun die größten Profiteure? Am meisten Geld pro Kopf aus dem EU-Haushalt floss 2018 nach Luxemburg. Kein Wunder, denn dort befinden sich die Institutionen der EU – das Geld kam vor allem der Verwaltung zu Gute, wie Visual Capitalist berichtete. Ebenfalls in den Top-5 der Leistungsempfänger stehen die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Ungarn. Frauke Suhr

https://de.statista.com/infografik/19450/top-geldgeber-und-empfaenger-vom-haushalt-der-eu/

 

Bildquelle: https://www.visualcapitalist.com/which-countries-are-the-biggest-boost-or-drag-on-the-eu-budget/

 

180 Artikel zu „Brexit“

Falls das Brexit-Abkommen scheitert: Wie teuer harter Brexit und Verschiebung wären

  Mehr als drei Jahre nachdem sich die britische Bevölkerung für ein Ausscheiden des vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union entschieden hat, sind die Austrittsmodalitäten und die künftigen wirtschaftspolitischen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU weiterhin unklar. Die anhaltende Unsicherheit belastet die deutsche Konjunktur: Berechnungen des DIW Berlin zeigen, dass das Wirtschaftswachstum in…

Gute Geschäfte dank Brexit

In Nordrhein-Westfalen spüren die meisten Unternehmen den Brexit bereits. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums [1]. Die Folgen seien bisher überwiegend positiv, berichten die Unternehmen – und hoffen auf eine weitere Belebung des Geschäfts.   Drei von vier Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen spüren die –…

Brexit: Enorm hoher Aufwand beim Datenschutz

Jedes 7. Unternehmen lässt personenbezogene Daten in Großbritannien verarbeiten. Ohne Brexit-Abkommen dürfen viele Daten nicht mehr ins Vereinigte Königreich kommuniziert werden.   Der geplante EU-Austritt der britischen Regierung wird erhebliche Auswirkungen auf den Datenverkehr in Europa haben. Darauf weist der Digitalverband Bitkom beim Brexit-Deal hin. »Durch den Brexit müssen zahlreiche Unternehmen ihre Geschäftsprozesse anpassen. Das…

6 Herausforderungen im Brexit: Die ERP-Software ist vorbereitet

Der Austritt Großbritanniens aus der EU verunsichert mittelständische Unternehmen. Obwohl derzeit niemand den Ausgang der Brexit-Verhandlungen voraussehen kann, wird es für exportorientierte Unternehmen Zeit, sich mit den Folgen des Austritts auseinanderzusetzen. Nach dem Brexit ist Großbritannien ein Drittland. Einigt man sich auf einen Status ähnlich wie bei Norwegen, ändert sich für die europäischen Handelspartner recht…

Börse: Kein zweiter Brexit-Schock nach Trump-Triumph

Auch wenn ein Sieg Donald Trumps noch am Wahltag als unwahrscheinlich galt, waren sich die meisten Experten in einem Punkt einig: Sollte der exzentrische Unternehmer die Wahl doch für sich entscheiden, würden die weltweiten Aktienmärkte abstürzen. Zu unklar seine außenpolitische Ausrichtung, zu deutlich seine Ablehnung des freien Welthandels. Tatsächlich wählten die Amerikaner Donald Trump zu…

Trotz Brexit-Unsicherheit: Unternehmen investieren und wachsen weiter

46 Prozent der Finanzchefs in Europa halten an ihren Investitionsvorhaben fest. Gesteigerte Ungewissheit erfordert eine bessere Planung und mehr Flexibilität. Mehr Akquisitionen und Fusionen erwartet. Das britische EU-Referendum im Juni 2016 hat europäische Unternehmen kalt erwischt und zu einer großen wirtschaftlichen Verunsicherung geführt. Doch die neue Studie »Stepping into the Unknown« von Oracle zeigt, dass…

Gute Wirtschaftsdaten wirken stärker als Terror und Brexit

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im August insgesamt positiv entwickelt und damit den Brexit-Schock offenbar recht gut verdaut. Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für September 10,2 Punkte nach 10,0 Zählern im August. Die Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung verbessern sich, während die Konjunkturerwartung geringe Einbußen hinnehmen muss. Das Votum der Briten, aus der EU auszutreten,…

Berlin schon vor dem Brexit Europas Start-up-Hauptstadt

»Dear start-ups, keep calm and move to Berlin!« – Mit diesen Worten, plakatiert auf der Werbefläche eines Lkw, versuchte die FDP in Folge der Brexit-Abstimmung in London junge Unternehmen nach Berlin zu locken. Mit Erfolg, wie sich herausstellt. Laut der Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer hat sich die Zahl der Anfragen britischer Jungunternehmen deutlich erhöht. Doch…

Brexit-Studie erfasst Stimmung und Reaktionen in Europa

Nachdem der erste Schock über den EU-Austritt Großbritanniens etwas abgeklungen ist, gibt eine aktuelle Ipsos-Studie Einblicke, wie der Brexit in neun EU-Staaten aufgenommen wurde und welche Konsequenzen die Menschen für Großbritannien und die EU erwarten. Für die Onlinestudie wurden Bürger zwischen 16 und 64 Jahren in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Schweden und…

Brexit: Kaum Gefährdung der Arbeitsplätze erwartet

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juli leicht abgeschwächt. Auch als Folge der Brexit-Entscheidung in Großbritannien prognostiziert der Konsumklima-Gesamtindikator für August 10,0 Punkte nach 10,1 Zählern im Juli. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen müssen Einbußen hinnehmen, während die Anschaffungsneigung sogar noch einmal leicht zulegt. Von der Entscheidung der britischen Bürger, aus der EU auszutreten, bleiben…

Brexit: 600.000 Fachkräfte auf dem Sprung

Nicht nur in Brüssel und in den verbleibenden EU-Ländern war der Schreck über das Ergebnis des Brexit-Referendums in Großbritannien groß. Millionen Briten haben für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt und fürchten nun die Konsequenten des anstehenden Austritts. Experten erwarten, dass Großbritannien durch den Brexit gravierende wirtschaftliche Nachteile entstehen werden. Auch der Arbeitsmarkt könnte…

Britisches Konsumklima stürzt nach Brexit ab

Sonderbefragung zum GfK Konsumklima in Großbritannien nach dem Brexit-Referendum. Eine Sonderumfrage zum GfK Konsumklima in Großbritannien unmittelbar nach dem Brexit-Referendum zeigt einen Rückgang des Gesamtindikators um 8 Punkte auf -9 Zähler. Das ist der stärkste Rückgang seit mehr als 21 Jahren (Dezember 1994). Auch alle Einzelindikatoren sind gesunken. Analysiert man den Gesamtindikator daraufhin, wie die…

Brexit-Referendum wird deutscher Konjunktur nur kleinen Dämpfer versetzen

Das Brexit-Referendum wird der deutschen Wirtschaft in diesem und im nächsten Jahr wahrscheinlich nur einen kleinen Dämpfer versetzen. Das geht aus Berechnungen des ifo Instituts hervor. Demnach wird das deutsche Wachstum 2016 um rund 0,1 Prozentpunkte niedriger ausfallen und 2017 um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte. Diese Wirkungen ergeben sich durch schwächere Exporte und Investitionen. »Das…

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Brexit?

Der neue ifo-Präsident Clemens Fuest hat den Brexit bedauert. »Die Entscheidung der britischen Wähler für den Brexit ist eine Niederlage der Vernunft«, sagte er am Freitag nach dem Referendum. »Die Politik muss jetzt alles tun, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Dazu gehört es, sicherzustellen, dass Großbritannien so weit wie möglich in den Binnenmarkt integriert…

Brexit – Was Unternehmen tun können, um die Auswirkungen zu mildern

Die britische Bevölkerung hat für einen Austritt aus der EU gestimmt. Wie können Unternehmen die »neue Realität« nutzen, um die Wirtschaft und Gesellschaft im Land positiv zu verändern? Seit Freitagmorgen müssen sich Großbritannien, Europa und die Welt einer neuen Realität stellen. Die Mehrheit der britischen Bevölkerung hat sich für den EU-Austritt ausgesprochen und Großbritannien begibt…