Wie verbreitet ist Kryptowährung?

Unter anderem aufgrund wachsender Bedeutung von Peer-to-peer-Zahlungen über das Smartphone, verbreitet sich Kryptowährung rasant in Nigeria. Rund 32 Prozent der im Rahmen des Statista Global Consumer Survey befragten Nigerianer haben angegeben, Kryptogeld zu nutzen oder zu besitzen. Damit steht das westafrikanische Land an erster Position von 65 in der Umfrage enthaltenen Ländern.

Bevorzugt wird die Online-Währung vor allem wegen der schnellen und zuverlässigen Möglichkeit Geld zu überweisen, die insbesondere in afrikanischen und südostasiatischen Ländern nicht immer gegeben ist. Außerdem schätzen viele Nutzer in Nigeria, dass es keine Transaktionskosten für Auslandsüberweisungen gibt, wie es bei den meisten physischen Banken der Fall ist.

In europäischen Staaten ist die Adaption von Kryptowährung noch nicht weit fortgeschritten – Griechen (11 Prozent) und Spanier (10 Prozent) sind hier die häufigsten Krypto-Nutzer. Auffällig ist, dass vor allem in großen, hochentwickelten Volkswirtschaften Kryptowährungen nur wenig verbreitet sind. Wie die Statista-Grafik zeigt haben nur sechs Prozent der in Deutschland Befragten die Nutzung von Bitcoin oder anderen Alternativen bejaht. Schlusslicht ist Japan, hier haben nur etwa vier Prozent Erfahrungen mit Kryptogeld gemacht. René Bocksch

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https://de.statista.com/infografik/22561/anteil-der-krypto-nutzer-in-ausgewaehlten-laendern/


Kontrolle unvermeidlich: Regulierung von Kryptowährungen eine Notwendigkeit

Kryptowährungen stehen in der öffentlichen Aufmerksamkeit derzeit ganz weit vorne, vor allem aufgrund der spektakulären Kursentwicklung des Bitcoin. Spätestens nachdem in China ein Handelsverbot für Kryptobörsen verkündet wurde, wird auch hierzulande verstärkt über eine Regulierung von Kryptowährungen nachgedacht. Aber können Kryptowährungen überhaupt reguliert werden? Wie soll das funktionieren? Auf was muss man sich hier einstellen?

Der Berliner Virtual-Reality-Vorreiter Staramba, der selbst die Ausgabe einer Kryptowährung angekündigt hat, macht sich für die Regulierung von Kryptowährungen stark. Die staatliche Kontrolle von ICOs und von Kryptobörsen ist nach Ansicht von Staramba-CEO Christian Daudert unvermeidlich. Nach seiner Auffassung werden Bitcoin und Co. die Schaffung einer internationalen Finanzkontrolle sogar erzwingen.

Die Experten erklären, welche Aspekte hier wichtig sind:

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  • Von der Idee her sind Kryptowährungen ein Bereich des Finanzwesens, der sich einer Regulierung zu entziehen sucht. Wie Bitcoin verstehen sich viele als Alternative zum herkömmlichen Finanzsystem und wollen sich nicht unnötig deren Kontrolle unterwerfen. Andererseits wollen Behörden wie die Zentralbanken oder BaFin und FINMA verhindern, dass sich diese »Währungen« verselbstständigen und dass möglicherweise Parallelwirtschaften entstehen.
  • Eine schon für die nähere Zukunft zu erwartende Regulierungsmaßnahme ist die Kontrolle von ICOs (Initial Coin Offering), also die Ausgabe neuer Kryptowährungen. Dabei wird der öffentliche Austausch einer Kryptowährung gegen eine andere oder auch gegen Fiatgeld ermöglicht. Es werden oft Platzhalter-Währungen für künftige Einsatzzwecke der Kryptowährung oder gar Anteile eines noch fiktiven Unternehmens veräußert. Bei diesen hochspekulativen Anlagenformen war in letzter Zeit viel Wildwuchs zu sehen, weil etliche Währungen letztlich aus nicht mehr als Powerpoint-Folien bestanden. Es versteht sich eigentlich von selbst: Wie bei anderen Anlageformen müssen auch hier die Emittenten gewisse Mindestanforderungen einhalten, beispielsweise hinsichtlich Bonität, Dokumentation und Buchprüfung.
  • Kryptowährungen entstanden aus Communities, die sich aufgrund ihrer internationalen und von Unternehmen unabhängigen Aufstellung technisch nur sehr schwer regulieren lassen. Die einzigen Stellen, an denen Regulierungsmaßnahmen sinnvoll ansetzen können, sind die Börsen für Kryptowährungen. Sie bilden die Verbindung zwischen Krypto- und »realer« Welt, und ohne die Möglichkeit einer Rückgabe können die Kryptowährungen nicht bestehen. Hier haben Behörden die einzige Möglichkeit regulierend in die Transaktionen einzugreifen, beispielsweise indem sie gegen Geldwäsche vorgehen.
  • Die Börsen wiederum sollten solche Eingriffe im eigenen Interesse akzeptieren, wenn sie nicht ihre Funktion als Schnittstelle zum herkömmlichen Finanzsektor aufgeben wollen. Derzeit existieren mehr als 1.300 Kryptowährungen, die auf über 7.000 Märkten gehandelt werden, was die Regulierung immens erschwert.
  • Kryptowährungen funktionieren vom Ansatz her international. Regulierungsinstanzen können daher nicht isoliert agieren, weil die Währungen sonst einfach in nicht regulierte Zonen ausweichen.
  • Auch große Institutionen wie BaFin, FINMA oder SEC müssen daher zusammenarbeiten. Mittelfristig wird es zu so einer internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kryptowährungen kommen, weil diese Einrichtungen weitgehend dasselbe Interesse verfolgen.
  • Langfristig werden Kryptowährungen wie Ethereum und Co. daher die Schaffung einer internationalen Finanzkontrolle erzwingen, also Institutionen und Verfahren, vergleichbar den derzeit auf europäischer Ebene existierenden. Das wird jedoch erhebliche Auswirkungen auf die jeweiligen Wirtschafträume haben.

 

Mit ROYALTY hat Staramba die Ausgabe einer eigenen Kryptowährung für die Lizenzindustrie angekündigt. »Unser ROYALTY ist direkt mit den in STARAMBA.spaces generierten Umsätzen für Produkte und Dienstleistungen verbunden«, erklärt Christian Daudert, CEO der Staramba SE und Währungsexperte. »Wir haben daher ein sicheres, geschlossenes System, über das wir jederzeit die volle Kontrolle besitzen und nicht für reine Spekulation missbraucht werden kann. Gegen Regulierungsmaßnahmen seitens der Aufsichtsbehörden haben wir daher nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Das wird zu mehr Seriosität und damit zu besserer Akzeptanz in diesem Marktsegment führen, und davon werden alle profitieren: Investoren, Emittenten und Kunden.«


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