Zwei Drittel der Unternehmen übertragen personenbezogene Daten in Länder außerhalb der EU

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Die Mehrheit der deutschen Unternehmen überträgt personenbezogene Daten in Nicht‑EU‑Länder, vor allem für Cloud‑Dienste, Kommunikation und globalen Support. Ein Ende internationaler Datentransfers würde für viele Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Nachteile bedeuten, darunter höhere Kosten, Wettbewerbsverluste und Einschränkungen ihres Angebots. Hauptzielland der Datentransfers sind die USA, wobei Unternehmen vor allem Standardvertragsklauseln nutzen und gleichzeitig mehr Rechtssicherheit von der Politik fordern.

 

Ob Cloud-Plattformen, Videokonferenzen und Kollaborationstools oder Rund-um-die-Uhr-Support: Die große Mehrheit der Unternehmen (62 Prozent) in Deutschland überträgt personenbezogene Daten in Länder außerhalb der EU. Fast die Hälfte (45 Prozent) transferiert die Daten an externe Dienstleister, 41 Prozent an Geschäftspartner zu gemeinsamen Zwecken und 19 Prozent an Konzerntöchter oder andere Konzerneinheiten. Zugleich fordern 78 Prozent von der Politik Rechtssicherheit bei internationalen Datentransfers. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. »Internationale Datentransfers sind unverzichtbar für eine globale Wirtschaft. Dabei verunsichert die häufig unklare Rechtslage viele Unternehmen«, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Fast alle Unternehmen, die personenbezogene Daten ins Nicht-EU-Ausland transferieren, tun dies, um auf Cloud-Angebote (96 Prozent) oder Kommunikations- und Videokonferenzsysteme (90 Prozent) zuzugreifen. Zwei Drittel (66 Prozent) nutzen weltweite Dienstleister, etwa für einen 24/7-Sicherheitssupport. Rund ein Drittel (38 Prozent) nutzen Services für Abrechnungen oder Datenbankmanagement, die Daten in Länder außerhalb der EU übertragen. 31 Prozent haben Unternehmensstandorte außerhalb der EU, 18 Prozent arbeiten mit Partnern außerhalb der EU zusammen, etwa bei Forschung und Entwicklung.

 

Ein Verzicht auf die Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der EU hätte für die Unternehmen gravierende Folgen. Drei Viertel (75 Prozent) hätten unmittelbar höhere Kosten, 71 Prozent Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern und zwei Drittel (66 Prozent) warnen, dass dann globale Lieferketten nicht mehr funktionieren würden. 57 Prozent könnten bestimmte Produkte oder Dienstleistungen nicht mehr anbieten, 25 Prozent nur noch mit einer schlechteren Qualität. 50 Prozent fürchten ein Aus für ihren globalen Security-Support. 29 Prozent müssten ihre Konzerndatenverarbeitung umbauen und 23 Prozent würden im Innovationswettbewerb zurückfallen. Kein einziges Unternehmen sieht keine dieser Folgen. »Bei der Diskussion über Datentransfers geht es nicht um die Frage, welche Software man einsetzt. Ein Ende internationaler Datentransfers hätte unmittelbare und massive Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft«, sagt Dehmel.

 

Am häufigsten fließen Daten in die USA. 61 Prozent der Unternehmen, die personenbezogene Daten ins Nicht-EU-Ausland transferieren, übertragen sie dorthin. Am häufigsten werden dafür so genannte Standardvertragsklauseln als Rechtsgrundlage genutzt (80 Prozent), dahinter folgen Binding Corporate Rules (23 Prozent) sowie das EU-US-Data-Privacy Framework (21 Prozent) und Einwilligungen (12 Prozent). 19 Prozent geben an, dass sie derzeit den Datentransfer noch umstellen oder darüber diskutieren, wie mit dem Wegfall früherer Regelungen umgegangen werden soll. Nach den USA ist Großbritannien mit 43 Prozent wichtigstes Land für Datentransfers, gefolgt von Indien (24 Prozent), Japan (13 Prozent), China (12 Prozent), der Ukraine (7 Prozent), der Türkei (6 Prozent) und Südkorea (5 Prozent). Nach Russland transferiert kein Unternehmen Daten.

 

[1] Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 30 bis KW 35 2025 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.

 

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