Cloud-Projekte erfolgreich und nachhaltig realisieren – Die versteckten Kostentreiber in der Cloud

Im vergangenen Jahr haben deutsche Unternehmen laut ISG über 1,4 Milliarden Euro in Infrastructure-as-a-Service-Lösungen investiert. Dies entspricht einem Plus von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine gute Gelegenheit, die versteckten Kostentreiber zu analysieren.

Die eigene Cloud Readiness wird selten geprüft oder aus Unwissenheit der zu berücksichtigenden Faktoren falsch bewertet. Für die Konzeption, Einführung und optimale Nutzung von Cloud-Lösungen ist es erforderlich, klare Ziele zu definieren, und zwar unter Einbeziehung aller relevanter Unternehmensbereiche. Mit dieser Vorgehensweise ist es möglich, Kosten zu reduzieren beziehungsweise ganz zu vermeiden.

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Dieser Artikel soll Ihnen eine Hilfestellung bei der Planung und Realisierung eines Cloud-Projekts geben und einen Überblick über die notwendigen Schritte vermitteln.

Die Herausforderung für die meisten Entscheidungsträger besteht in der Fehleinschätzung des Projektumfangs und in der damit verbundenen Wechselwirkung mit der Unternehmensstrategie. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen nicht über die entsprechenden Ressourcen mit Cloud-Know-how und Erfahrungen verfügen.

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Als Systemintegrator und Managed Service Provider konzipiert und realisiert Controlware Kundenprojekte in den Bereichen Network Solutions, IT-Security, Collaboration, Data Center & Cloud, Application Delivery sowie IT-Management und Managed Services. In diesen unterschiedlichen Kundenprojekten zeigt sich recht gut, bei welchen Themen unseren Kunden der Schuh drückt und wo unsere Unterstützung momentan besonders gefragt ist:

  • Detaillierte Kostenanalyse unter Einbeziehung der kompletten Organisation
  • Unzureichende Analysen – Fehleinschätzung des Aufwandes
  • Kostenkontrolle und Kostentransparenz
  • ROI als wertvolles Steuerungselement
  • Kostentreiber früh ausmerzen

Auf Basis der zuvor aufgeführten Themengebiete können wir uns jeweils 2 Perspektiven ansehen – die aktuelle Situation und die bewährte Vorgehensweise. Des Weiteren erfahren wir, welche Methoden in der Praxis Wirkung zeigen?

Detaillierte Kostenanalyse unter Einbeziehung der kompletten Organisation. Starten wir gemeinsam mit der Initialization-Phase. Viele Cloud-Projekte scheitern und verursachen hohe Kosten, da oftmals die Akzeptanz der Anwender fehlt. Ein Grund hierfür kann unter anderem die fehlende Wandlungsbereitschaft aufgrund von Altersstrukturen im Management sein. Unternehmensprozesse sollen nach Möglichkeit nicht verändert werden.

Michael Melzig, Cloud Program Manager bei Controlware erläutert: »Betrachten wir zunächst die größten Herausforderungen unserer Kunden – die ernsthafte Wandlungsbereitschaft, die vorhandenen Unternehmensprozesse tatsächlich anzupassen. Hier steckt aus unserer Erfahrung oftmals das größte Einsparpotenzial.«

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Bei der Entscheidung für Cloud ist es wichtig, zu verstehen, dass es für alle um eine gemeinsame Zukunftsperspektive geht, sowohl für Mitarbeiter als auch für Unternehmen. Der erste Schritt besteht darin, das notwendige Know-how aufzubauen. Der Wandlungsbedarf ist gemeinsam zu erarbeiten und das Commitment der Wandlungsträger einzuholen. Dabei ist es erforderlich, alle Verantwortlichen (Management, Security, Networking, Data Center, Betriebsrat, Compliance, Human Resource sowie Enduser) an einen Tisch zu bringen, um alle Beteiligten individuell abzuholen.

Unzureichende Analysen – Fehleinschätzung des Aufwandes. Die Praxis zeigt, dass oftmals Unternehmen bei der Realisierung von Cloud-Projekten keine oder nur unzureichende Ist-Analysen im Vorfeld durchführen. Zudem wird nicht selten versäumt, zu prüfen, ob auch die Richtlinien für Datenschutz, Compliance und Sicherheit den neuen Anforderungen entsprechen?

Ein wirkungsvolles Instrument ist hier eine unabhängige Gap-Analyse für die technische und organisatorische Readiness (siehe Kasten). Nur wenn ich den Nachholbedarf bei meiner internen Organisation kenne, ist die Einschätzung der Schulungsaufwände möglich. In der Readiness-Phase sind das die entscheidenden Milestones neben den grundsätzlichen Cloud-Kosten, um Transparenz zu schaffen.

Kostenkontrolle und Kostentransparenz. Single-Cloud-Anwender und Multi-Cloud-Anwender können zwar auf viele Tools der Public-Cloud-Anbieter zurückgreifen, aber vermissen beim Multi-Cloud-Ansatz meist den zentralen Überblick in einer Anwendung.

Die Controlware Partner AWS (Amazon Web Services) und Microsoft Azure bieten hier umfangreiche Anwendungen. Mit dem AWS Gesamtbetriebskostenrechner/AWS TCO Calculator realisieren Sie in der Single-Cloud die klassische TCO-Betrachtung. Viel interessanter sind die nächsten beiden Anwendungen für den täglichen Umgang, zum einen der Azure Pricing Calculator mit über 24 Kategorien und Beispielszenarien sowie FAQ. Der AWS Trusted Advisor ist die zweite Anwendung, er hilft bei der Umgebungsoptimierung in Bezug auf Kosten, Leistung und Sicherheit. Er erstellt proaktive Empfehlungen zur Optimierung, prüft IT-Umgebungen gegen Best Practices und bietet grundlegende Sicherheitsprüfungen (IAM, MFA + Security Group-Konfiguration).

 

Michael Melzig, Cloud Program Manager bei Controlware erläutert: »Die lebendige Modularität unserer Vorgehensweise erlaubt es uns, Kunden mit ihrem entsprechenden Cloud-Reifegrad auf Augenhöhe bei der Realisierung zu begleiten. Hierbei wird ein neues digitales Unternehmen gestaltet.«

 

Wie verbessern Sie die Transparenz in der Organisation? Unabhängige Plattformen von Managed Service Providern bieten Ihnen den Überblick über die Multi-Cloud mit AWS, Azure, Google Cloud und Microsoft 365. Der Controlware Multi-Cloud-Marketplace https://marketplace.controlware.cloud beispielsweise ohne Beschränkungen der Marketplaces der einzelnen Anbieter. Auf Wunsch bieten wir eine Aufteilung in Kostenstellen oder anderen, logischen Einheiten an. Das Setzen von Kostenlimits inklusive Benachrichtigung und Reports schafft Transparenz über die Public Clouds.

ROI als wertvolles Steuerungselement. Die genaue Verfolgung des ROI von IT-Investitionen zu Geschäftsergebnissen ist für einen reellen Kostenüberblick erforderlich. Dazu gilt es, die Business-Perspektive einzunehmen, fokussiert auf den Abgleich zwischen Geschäfts- und IT-Anforderungen. Hierzu müssen alle Wandlungsträger beziehungsweise Stakeholder abgeholt werden und gemeinsam die Anforderungen festlegen. Diese gemeinsame Grundsteinlegung über alle Geschäftsbereiche hinweg ist entscheidend, um lange und teure Projektlaufzeiten zu vermeiden.

Kostentreiber früh ausmerzen. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Freunde von Lift und Shift die Kostenspirale schnell einholen wird. Gerade die Planning-Phase ist entscheidend, um die versteckten Kostentreiber auszumerzen.

Im Bereich Cloud Building wird die jeweilige Kostenstruktur detailliert festgelegt. Veränderte Geschäftsanforderungen führen zwangsläufig zu geänderten Anwendungsanforderungen. Der Einsatz von Cloud erfordert einen anderen architektonischen Ansatz bei der Bereitstellung von Workloads. Die Vorteile der Cloud-Nutzung liegen im hohen Automatisierungs- und Integrationsgrad, Skalierungseffekte werden unterstützt und eine schnelle Bereitstellung von Services zu überschaubaren Kosten ist möglich.

Fazit. Die Ergebnisse liegen auf der Hand: Eine effektive Cloud-Nutzung erfordert in der Regel ein Redesign der vorhandenen Workloads. Des Weiteren sind bei der Integration von Altsystemen und neuen Cloud-basierten Anwendungen Zeit, spezielles Fachwissen und entsprechende Ressourcen erforderlich.

Alle 5 Themengebiete, die zuvor erläutert wurden, zeigen auf, wie schnell Unternehmen
in Kostentreiberfallen geraten können und wo diese lauern. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es effektive Vorgehensweisen gibt, um diese zu vermeiden und Cloud-Projekte erfolgreich und nachhaltig zu realisieren. Dabei ist essenziell, sowohl die Branche des Unternehmens als auch die On-Premises-Welt sowie die Cloud-Welt zu verstehen. Ein IT-Partner wie Controlware kann hier bereits in der Planungsphase und bei der Realisierung mit umfangreichem Know-how und langjähriger Erfahrung kompetent unterstützen und bei Bedarf auch den teilweisen oder kompletten Betrieb übernehmen.

 

Cloud-Kosten
Kostenanalyse / Business Case

  • Laufende Providerkosten (Plattformbetriebskosten)
  • Service Management (ggf. Einsatz von Partnern, Externe etc.)
  • Lizenzen (BYOL, PAYG, Pay per Use)
  • Pilotierung & Migration der Anwendung
  • Wartung & Administration der Anwendung
  • Personal-, Ausbildungskosten (Neue Fähigkeiten notwendig)
  • HR & Talentmanagement (Neue Jobs, Boni, Aufgaben etc.)

 


www.controlware.de

 

Illustration: © Visual Generation/shutterstock.com

 

 

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