Digitale Souveränität: »Trump und die Weltpolitik sind gute Verkäufer«

Illustration Absmeier foto ki designer

Digitale Souveränität entwickelt sich vom politischen Leitbild zur strategischen Aufgabe für Unternehmen und Verwaltungen. Geopolitische Risiken, schwer kalkulierbare Kosten und technische Abhängigkeiten erhöhen den Druck, Daten, Architekturen und Betriebsmodelle wieder stärker selbst zu kontrollieren. Im Interview erklären Rico Barth von KIX Service Software und Denis Meißner von ]init[, warum Open Source, offene Standards und europäische Beschaffung dabei eine Schlüsselrolle spielen – und wo Entscheider jetzt ansetzen sollten.

Management Summary
  • Digitale Souveränität wird zum Risikothema: Unternehmen müssen Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, Rechtsräumen und proprietären Schnittstellen systematisch bewerten.
  • Open Source schafft Optionen: Offener Quellcode, dokumentierte Schnittstellen und übertragbare Daten erleichtern Prüfung, Anpassung und Anbieterwechsel – ersetzen aber weder Governance noch professionellen Betrieb.
  • Beschaffung entscheidet über Handlungsfähigkeit: Exit-Klauseln, Portabilität, offene Standards und unabhängige Prüfungen sollten bereits in Ausschreibungen und Verträgen verankert werden.
  • Europa setzt neue Maßstäbe: EU-Initiativen zur souveränen Cloud und zu offenen digitalen Ökosystemen machen Souveränität zunehmend mess- und beschaffbar.
  • Der Umbau braucht einen Fahrplan: Entscheider sollten kritische Systeme priorisieren, Alternativen testen und schrittweise Multi-Vendor-, Hybrid- oder Open-Source-Modelle aufbauen.

 

Die Debatte um die digitale Souveränität hat an Schärfe gewonnen. Abhängigkeiten von großen Anbietern, geopolitische Spannungen und steigende Anforderungen an Transparenz und Kontrolle zwingen Unternehmen und öffentliche Auftraggeber zum Umdenken. Rico Barth, CEO von KIX Service Software, und Denis Meißner, Director Application Management bei ]init[, sprechen über Ursachen, Fehlentwicklungen und konkrete Wege aus der Abhängigkeit.

 

Herr Meißner, Herr Barth, alle sprechen über digitale Souveränität, aber die Interpretationen davon gehen oft auseinander. Was bedeutet der Begriff für Sie?

Denis Meißner, Director Application Management bei ]init[
Foto: TEAM CODE ZERO

Denis Meißner: Digitale Souveränität bedeutet für mich, dass wir als Organisation, aber auch als Gesellschaft, die Kontrolle über unsere eigenen Daten, Prozesse und Technologien behalten. Es geht vor allem darum, informierte Entscheidungen treffen zu können, statt von einzelnen Herstellern oder Ökosystemen abhängig zu sein. In unserem Haus bedeutet das konkret: Wir wollen Technologien nutzen, die transparent, offen und nachhaltig beherrschbar sind – sowohl technisch als auch wirtschaftlich.

Rico Barth: Ich möchte in erster Linie selbst entscheiden, wie ich digitale Produkte einsetze. Ob ich ein Produkt beim Hersteller betreibe oder eine Nutzungslizenz erwerbe, einen Dienstleister beauftrage oder den Betrieb selbst übernehme, sollte keine Rolle spielen. Es muss immer die Möglichkeit geben, die Datenverarbeitung selbst zu kontrollieren oder sie unabhängig prüfen zu lassen. Und das lässt sich für mich nur durch den Einsatz von Open Source-Software erreichen. So können wir den Quellcode und die Art der Datenverarbeitung transparent nachvollziehen.

 

Die letzten Jahre haben immer deutlicher gezeigt, dass Deutschland bei der digitalen Souveränität hinterherhinkt. Was sind für Sie die Gründe dafür?

Denis Meißner: Das hat meiner Meinung nach verschiedene Ursachen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen sind oft komplex und langsamer als die technologische Entwicklung. Hinzu kommen historisch gewachsene Abhängigkeiten von großen US-Anbietern, die sich über Jahrzehnte verfestigt haben. Und letztendlich gibt es in Deutschland auch eine gewisse kulturelle Vorsicht gegenüber neuen Technologien – wir sind manchmal zu gründlich, bevor wir mutige Schritte gehen. Kompetenz ist genug vorhanden, aber wir setzen sie nicht immer strategisch genug ein.

Rico Barth, CEO von KIX Service Software Foto: TEAM CODE ZERO

Rico Barth: Ich würde es noch zuspitzen: In Deutschland herrscht nicht nur Vorsicht, sondern vor allem Bequemlichkeit. Wenn in den letzten Jahrzehnten eine Entscheidung anstand, haben wir uns für den bequemen Weg entschieden. In der IT sehen wir das jetzt sehr konkret. Die Politik hätte schon vor langer Zeit den Staat als Ankerkunden für die europäische IT-Industrie positionieren müssen. Stattdessen haben wir uns abhängig von außereuropäischen Großkonzernen gemacht. Und somit letztlich erpressbar. Wären die Milliarden in die europäische IT-Industrie geflossen, allem voran in den Innovationstreiber Open Source, könnten wir heute deutlich souveräner auftreten.

 

Was waren für Sie die größten politischen Fehlentscheidungen?

Rico Barth: Es gab einige. Beispielsweise die Verlängerung der Rahmenverträge mit großen US-Anbietern. Ebenso die Entscheidung, die Budgets zur Verbesserung der digitalen Souveränität und für die Digitalisierung massiv zu kürzen. Positiv war, dass Friedrich Merz Ende 2025 auf dem Gipfel zur digitalen Souveränität Europas betont hat, dass wir uns digital unabhängiger aufstellen müssen. So klar hat vorher noch kein Politiker die Lage beschrieben.

Denis Meißner: Was politische Entscheidungen der letzten Jahre betrifft, sehe ich weniger klare Fehlentscheidungen, sondern in erster Linie eine gewisse Zögerlichkeit. Viele Maßnahmen wurden zu spät getroffen, zu eng gefasst oder ohne langfristige Strategie umgesetzt. Der viel zu lange Fokus auf wenige große Cloud-Anbieter war zwar pragmatisch, hat aber unsere digitale Unabhängigkeit geschwächt. Auch bei Themen wie Open Source oder dem Aufbau eigener digitaler Infrastrukturen hätte ich mir frühere und konsequentere Impulse gewünscht.

 

Welche Maßnahmen müssten Deutschland und die EU konkret ergreifen?

Rico Barth: Die EU und Deutschland müssen ihre Macht als Ankerkunde der europäischen IT-Industrie wahrnehmen. Ich bin der festen Überzeugung, wenn der Staat seine Einkaufsmacht zum Kauf und zur Nutzung europäischer, digital souveräner IT-Lösungen nutzt, könnten viele Förderprogramme stark zurückgefahren oder sogar gänzlich abgeschafft werden. Das spart Haushaltsmittel, vereinfacht die viel zu komplizierte Förderbürokratie und befeuert gleichzeitig den Aufbau und die Innovation europäischer Unternehmen.

 

Spüren Sie in Ihren Unternehmen, dass die Nachfrage nach Closed- und Non-EU-Software abnimmt? Falls ja, woran liegt das?

Rico Barth: Das spüren wir bei KIX eindeutig. Kurz und knapp: Trump und die Weltpolitik sind gute Verkäufer (lacht).

Denis Meißner: Wir merken das auch deutlich. Viele unserer Kunden, gerade im öffentlichen Bereich, beschäftigen sich viel intensiver mit Datensouveränität, Transparenz, Compliance und Kostenkontrolle. Closed-Software wird kritischer gesehen, weil Preisentwicklungen weniger planbar sind, Datenhaltung nicht immer europäischen Standards entspricht und Anpassungen stark vom Hersteller abhängen. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach offenen Standards, nachvollziehbaren Architekturen und vertrauenswürdigen europäischen Partnern.

 

Ist das ein vorübergehender oder anhaltender Trend?

Denis Meißner: Das ist ein Trend, der aus meiner Sicht mindestens in Mitteleuropa bzw. der EU dauerhaft bleiben wird. Die Diskussion um digitale Souveränität ist kein kurzfristiges Thema, sondern ein einschneidender, struktureller Wandel, der sich in vielen Entscheidungen unserer Kunden widerspiegelt. Bei vielen Unternehmen und Behörden kehrt die Einsicht ein, dass es nicht ratsam ist, bildhaft alle Werkzeuge und Schlüssel aus der Hand zu geben.

 

Seit Anfang 2026 gibt es eine Partnerschaft zwischen ]init[ und KIX. Ist das Ihr Beitrag, um aus der Abhängigkeit zu kommen?

Denis Meißner: Es ist jedenfalls Teil unseres größeren Konzepts, Alternativen zu bieten. Wir verfolgen seit Jahren, wie sich Open-Source-Lösungen im IT Service Management entwickeln, und KIX ist uns immer wieder positiv aufgefallen – technologisch, strategisch und als Unternehmen. Viele unserer Kunden suchen ein ITSM-System, das leistungsstark, flexibel, auditierbar und souverän ist. KIX erfüllt genau diese Anforderungen: Open Source, deutsche Entwicklung, sowohl on-prem als auch in souveränen Cloud-Umgebungen betreibbar, hochgradig anpassbar und frei von Herstellerabhängigkeiten. Also eine echte Alternative.

Rico Barth: Als Digitalisierungsdienstleister ist ]init[ seit Jahren fest in Deutschland und Europa verankert und hat ein starkes Portfolio an Open-Source-Lösungen aufgebaut. Wir sind stolz darauf, dass wir nun Teil dieser Open-Source-Strategie sind. Uns als Softwarehersteller ermöglicht so eine Partnerschaft, den Fokus auf die Entwicklung der Software und den Softwaresupport zu setzen und beizubehalten. Und: das macht uns zu einer ernstzunehmenden Alternative zu ITSM-Lösungen von BMC, ivanti, Atlassian oder ServiceNow. 

 

Wie sieht Ihr langfristiger Fahrplan aus, um die digitale Souveränität voranzutreiben?

Denis Meißner: Wir haben drei klare Ziele: Wir wollen souveräne Alternativen weiter stärken und unseren Kunden Lösungen zur Unabhängigkeit anbieten – technisch, organisatorisch und wirtschaftlich. Wir möchten offene Ökosysteme weiter ausbauen, weil sie Innovation, Sicherheit und Flexibilität vereinen. Und wir werden hybride Betriebsmodelle konsequent anbieten, damit unsere Kunden frei entscheiden können, ob sie On-prem, souveräne Cloud oder Mischformen bevorzugen.

Rico Barth: Wir werden uns auch zukünftig in unserem Branchenverband OSBA aktiv engagieren. Es braucht weiterhin eine starke Stimme für digitale Souveränität, aber auch für Zusammenarbeit und Offenheit in der IT-Industrie Europas. Die Rede von Friedrich Merz ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einem digital souveränen Europa. Als Verband und auch als einzelnes Open-Source-Unternehmen werden wir ihn dabei unterstützen und ihn daran messen. Und wenn nötig auch immer wieder einmal daran erinnern.

 

Tipps für mehr digitale Souveränität

  1. Abhängigkeiten inventarisieren: Erfassen Sie für kritische Anwendungen Anbieter, Unterauftragnehmer, Rechtsraum, Datenstandorte, proprietäre Formate und Wechselhürden.
  2. Exit-Fähigkeit testen: Verlangen Sie dokumentierte Exportverfahren, definierte Fristen, vollständige Datenportabilität und einen praktisch erprobten Rückführungs- oder Wechselplan.
  3. Offene Standards priorisieren: Bewerten Sie Schnittstellen, Formate und Identitätsmodelle danach, ob sie ohne Zustimmung eines einzelnen Herstellers weiterverwendet werden können.
  4. Souveränität gewichten: Ergänzen Sie Preis und Funktion um messbare Kriterien für rechtliche, operative, technologische und Lieferketten-Souveränität.
  5. Open Source professionell betreiben: Planen Sie Wartung, Support, Community-Beiträge, Sicherheitsprozesse und klare Verantwortlichkeiten ein.
  6. Kritische Workloads zuerst angehen: Beginnen Sie mit Systemen, deren Ausfall, Sperrung oder Preissprung besonders große Auswirkungen hätte.
  7. Architekturen modularisieren: Entkoppeln Sie Daten, Anwendungen und Infrastruktur, damit Komponenten schrittweise ausgetauscht werden können.
  8. Nachweise regelmäßig prüfen: Fordern Sie aktuelle Sicherheitsberichte und Testate an; das BSI empfiehlt für C5-Prüfberichte eine regelmäßige, grundsätzlich jährliche Auswertung [5].

 

FAQ: Digitale Souveränität in der Praxis

1. Was bedeutet digitale Souveränität für Unternehmen?

Sie bezeichnet die Fähigkeit, digitale Technologien, Daten und Anbieterbeziehungen kontrolliert zu gestalten und informierte Entscheidungen über Betrieb, Wechsel und Weiterentwicklung zu treffen. In messbaren Modellen werden dafür unter anderem rechtliche, operative, technologische und strategische Kriterien herangezogen [2].

2. Ist digitale Souveränität gleichbedeutend mit vollständiger Autarkie?

Nein. Ziel ist nicht Abschottung, sondern belastbare Wahl- und Wechselmöglichkeiten. Auch die Bundesregierung verbindet Souveränität mit Offenheit, Kooperation und der Fähigkeit, dort eigenständig zu handeln, wo Abhängigkeiten strategisch relevant sind [1].

3. Reicht ein europäischer Anbieter automatisch aus?

Nein. Sitz und Herkunft sind nur ein Teil der Bewertung. Zu prüfen sind auch Eigentums- und Kontrollstrukturen, Rechtszugriffe, Lieferketten, technische Offenheit, Betriebsfähigkeit und die tatsächliche Portabilität von Daten und Anwendungen [2].

4. Welche Rolle spielt Open Source?

Open Source kann Transparenz, Anpassbarkeit, Wiederverwendung und Interoperabilität stärken. Die EU-Open-Source-Strategie ordnet offene digitale Ökosysteme deshalb als Baustein technologischer Souveränität ein. Für den nachhaltigen Einsatz bleiben jedoch Finanzierung, Wartung, Support und Governance erforderlich [3].

5. Ist Open Source automatisch sicherer?

Nein. Einsehbarer Quellcode ermöglicht Prüfungen, ist aber kein automatischer Sicherheitsnachweis. Entscheidend sind unter anderem sichere Entwicklungsprozesse, zeitnahe Updates, Verantwortlichkeiten, unabhängige Prüfungen und ein belastbares Schwachstellenmanagement.

6. Wie lässt sich Vendor Lock-in reduzieren?

Durch offene Standards, dokumentierte Schnittstellen, exportierbare Datenformate, vertraglich geregelte Exit-Unterstützung, realistische Migrationsproben und modular aufgebaute Architekturen. Die EU-Strategie hebt offene Beschaffung ausdrücklich als Hebel gegen proprietäre Bindungen hervor [3].

7. Welche Kriterien sollten in Cloud-Ausschreibungen stehen?

Neben Funktion, Preis und Sicherheit sollten Rechtsraum, Daten- und KI-Kontrolle, operative Unabhängigkeit, Lieferkettentransparenz, technologische Offenheit, Compliance sowie Exit- und Portabilitätsanforderungen bewertet werden. Das Cloud Sovereignty Framework der EU bündelt solche Aspekte in acht Kategorien [2].

8. Was leistet der BSI-Kriterienkatalog C5?

C5 definiert Mindestanforderungen an die Informationssicherheit von Cloud-Diensten und schafft eine standardisierte Grundlage für Prüfberichte und das eigene Risikomanagement. C5 ist damit ein Sicherheitsmaßstab, aber kein vollständiger Nachweis digitaler Souveränität [4][5].

9. Wo sollten Unternehmen mit der Transformation beginnen?

Mit einer Bestandsaufnahme kritischer Systeme und Abhängigkeiten. Danach sollten sie Geschäftsfolgen, Wechselhürden und Alternativen bewerten, Pilotmigrationen durchführen und einen priorisierten Mehrjahresplan mit Verantwortlichkeiten und Budget aufsetzen.

10. Was ist die wichtigste Managementfrage?

Nicht »Cloud oder On-premises?«, sondern: Behält die Organisation in jedem Betriebsmodell die nachweisbare Kontrolle über Daten, Schlüssel, Identitäten, Schnittstellen, Betrieb und Anbieterwechsel? Diese Frage macht Souveränität zu einer überprüfbaren Governance-Aufgabe statt zu einem Herkunftslabel.

Quellen
  1. [1] Bundesregierung: Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität – https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/digitale-souveraenitaet-2394250
  2. [2] Europäische Kommission: Sovereign Cloud Framework explained – https://commission.europa.eu/news-and-media/news/sovereign-cloud-framework-explained-2026-06-01_en
  3. [3] Europäische Kommission: Open and interoperable digital ecosystems for public administrations – https://commission.europa.eu/news-and-media/news/commission-boosts-open-and-interoperable-digital-ecosystems-public-administrations-2026-06-03_en
  4. [4] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: C5:2026 – https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Empfehlungen-nach-Angriffszielen/Cloud-Computing/Kriterienkatalog-C5/C5_2025/C5_2025.html
  5. [5] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Kriterienkatalog C5 – https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Empfehlungen-nach-Angriffszielen/Cloud-Computing/Kriterienkatalog-C5/kriterienkatalog-c5_node.html
kixdesk.com, init.de
Management Summary, FAQ und Bild wurden mit Hilfe von KI erstellt

 

1616 Artikel zu „Digitale Souveränität “

Digitale Souveränität benötigt sichere Kommunikation – Mehr als ein europäischer Server

Digitale Souveränität zeigt sich dort, wo täglich vertrauliche Informationen fließen: im Postfach. Verträge, Finanzunterlagen, Personalthemen oder Projektpläne werden weiterhin per E-Mail ausgetauscht. Wer diesen Kanal nicht beherrscht, verliert die Kontrolle über Daten, Risiken und Nachweise. Digitale Souveränität bedeutet deshalb nicht nur, Systeme in Europa zu betreiben. Sie bedeutet, Kommunikation sicher, nachvollziehbar und eigenständig steuerbar zu machen.

Der Mittelstand 2027: Warum KI, Datenqualität und digitale Souveränität zur neuen Führungsaufgabe werden

Zwischen Produktivitätsversprechen, Regulierungsdruck und Kontrollverlust entscheidet sich in den kommenden Jahren, welche Unternehmen KI tatsächlich in Wertschöpfung verwandeln – und welche an ungeordneten Daten, überlasteten IT-Teams und fehlender Governance scheitern.   Management Summary KI wird zur Führungsaufgabe: Der Mittelstand muss künstliche Intelligenz nicht nur technisch einführen, sondern als strategisches Organisationsprinzip verankern. Datenqualität entscheidet über Wertschöpfung:…

Digitale Souveränität – Warum vertrauenswürdige Partnerschaften wichtiger werden

Die Diskussion um digitale Souveränität hat in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Spätestens seit dem Siegeszug von Cloud Computing und künstlicher Intelligenz beschäftigen sich Unternehmen, Behörden und politische Entscheidungsträger zunehmend mit der Frage, wie sich digitale Abhängigkeiten reduzieren und sensible Informationen besser schützen lassen. Dabei konzentriert sich die Debatte häufig auf…

Digitale Souveränität im Cloud-Zeitalter: Warum Multi-Cloud zur Schlüsselfrage wird – Bedarfsgerechte Souveränität

Digitale Souveränität im Cloud-Zeitalter erfordert eine pragmatische Balance: Multi-Cloud-Architekturen ermöglichen es Unternehmen, sensible Daten in souveränen Umgebungen zu halten und gleichzeitig globale Cloud-Services für Innovation und Skalierung zu nutzen. Zentrale Governance, klare Richtlinien und verlässliche Partner sind notwendig, um operative Komplexität, Sicherheitsrisiken und Kosten zu kontrollieren. Eine bedarfsgerechte Souveränität stärkt Compliance, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit, ohne Innovationskraft oder Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen.

Digitale Souveränität beginnt weit vor der Cloud

Wie Fsas Technologies digitale Abhängigkeiten analysiert – und daraus tragfähige IT-Architekturen ableitet.   Digitale Souveränität ist mehr als Cloud, Open Source und Datenschutz. Beim Presse Roundtable anlässlich des Fsas Technologies Summit 2026 in München wurde deutlich: Unternehmen und öffentliche Institutionen müssen ihre technologische Abhängigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette bewerten – von Chips und Daten bis…

Schleswig-Holstein stärkt digitale Souveränität mit Analyse- und Visualisierungsplattform

Analyse- und Visualisierungsplattform wird über Datenhaus Schleswig-Holstein landesweit bereitgestellt.   Schleswig-Holstein stärkt seine digitale Souveränität und setzt dafür auf disy Cadenza. Die Analyse- und Visualisierungsplattform der Disy Informationssysteme GmbH ermöglicht es, Verwaltungsdaten systematisch auszuwerten und für Berichte an das Kabinett, die Hausspitze sowie für die Öffentlichkeit verständlich und professionell aufzubereiten. Die Bereitstellung erfolgt landesweit über…

Digitale Souveränität ist keine politische Forderung. Sie ist eine Vertragsklausel.      ­

­         Von Christian Uhl, CEO enthus GmbH Wer die Debatte um digitale Souveränität verfolgt, begegnet zwei hartnäckigen Missverständnissen. Das erste: Souveränität sei ein politisches Infrastrukturprogramm – europäische Alternativen zu amerikanischen Hyperscalern aufbauen, technologische Unabhängigkeit als Staatsziel. Das zweite: Souveränität bedeute, alles selbst zu betreiben und damit auf Skalierbarkeit, Innovationstempo und Wirtschaftlichkeit zu verzichten. Beides ist…

Digitale Souveränität zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Was die CPT 2026 über Europas Handlungsfähigkeit im Cyberzeitalter verrät

Die digitale Souveränität ist zur entscheidenden geopolitischen und wirtschaftlichen Machtfrage geworden – Europa gerät ohne eigene technologische Alternativen in kritische Abhängigkeiten. Er? macht deutlich, dass echte Souveränität weniger durch politische Bekenntnisse als durch konsequente Investitionsentscheidungen, europäische Anbieter und ein strategisches Verständnis von Cybersicherheit als Führungsaufgabe entsteht.

Digitale Souveränität braucht auch einen professionellen Aufenthaltsrahmen

Digitale Souveränität wird meist über technische und strategische Fragen definiert. Datenstandorte, Cloud-Architekturen, Zugriffsrechte, Security-Konzepte, Plattformabhängigkeiten und Compliance gelten zu Recht als zentrale Bausteine. Im Unternehmensalltag zeigt sich aber, dass Souveränität nicht nur in Systemen entsteht. Sie zeigt sich auch in den Rahmenbedingungen, unter denen Entscheidungen vorbereitet, diskutiert und abgestimmt werden. Gerade bei sensiblen Themen reicht…

Digitale Souveränität am PC: Ein technischer Leitfaden für echte Kontrolle über Daten und Systeme

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit, die eigenen digitalen Ressourcen – Daten, Software, Kommunikationskanäle und Infrastruktur – unabhängig, transparent und selbstbestimmt zu betreiben. In einer IT‑Landschaft, die zunehmend von proprietären Plattformen, Cloud‑Abhängigkeiten und intransparenten Telemetrieströmen geprägt ist, wird dieser Anspruch zu einem zentralen Qualitätsmerkmal moderner IT‑Nutzung. Digitale Souveränität entsteht jedoch nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern…

Neue Funktionen für Dokumentenaustausch unterstützen Digitalisierung und digitale Souveränität im Gesundheitswesen

Auf der DMEA Halle 3.2, Stand D-103: Ferrari electronic stellt neue Version 9 der OfficeMaster Suite vor.   Die Ferrari electronic AG, ein Anbieter für Unified-Messaging-Lösungen mit dem Schwerpunkt auf sicheren Dokumentenaustausch, ist vom 21. bis 23. April 2026 auf der DMEA vertreten. Das Berliner Unternehmen zeigt auf dem Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg (Halle 3.2, Stand D-103) die neue Version…

Digitale Souveränität beginnt im Betriebsmodell: Wandel im Application Management

Analysten sehen vertikalisiertes Application Management als Antwort auf KI-Integration, Governance-Druck und steigende Anforderungen an Transparenz und Kontrolle.   Digitale Souveränität wird häufig als Infrastrukturfrage diskutiert – als Entscheidung für bestimmte Cloud-Anbieter oder Rechenzentrumsstandorte. Doch im KI-Zeitalter greift diese Perspektive zu kurz. Wichtige Kernfähigkeiten wie Transparenz und Kontrolle über die eigene Systemlandschaft entstehen vor allem durch…

Digitale Souveränität gemeinsam gestalten: BSI und Schwarz Digits schließen strategische Partnerschaft

Das BSI und Schwarz Digits kooperieren bei der Entwicklung souveräner Cloud-Lösungen für die öffentliche Verwaltung. Die Partner entwickeln Kontrollschichten und sichere Cloud-Systeme auch für kritische Daten. Souveräne Infrastruktur sichert die Handlungsfähigkeit gegen hybride Bedrohungen und verhindert Vendor Lock-ins.   Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der…

Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler für Europas Zukunft

Seit Jahren wird über digitale Souveränität diskutiert, meist als theoretisches Ideal. Doch die geopolitische Lage hat das Thema 2026 zur existenziellen Geschäftsbedingung gemacht. Heute ist digitale Souveränität weit mehr als nur ein IT-Standard oder Datenschutz-Compliance. Es ist die Fähigkeit, als Organisation handlungsfähig zu bleiben, wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen den digitalen Datenfluss unterbrechen.…

Fünf IT-Schlüsseltrends für digitale Souveränität im Jahr 2026

Speicherknappheit, souveräne Clouds, Halbleiterstrategie und Transparenzpflichten verändern Beschaffung und Betrieb. Der Verein zur Förderung von IT aus Europa (ITE) erwartet für 2026 ein Jahr entscheidender Weichenstellungen: Globale Engpässe bei Speicher, neue regulatorische Vorgaben der EU sowie der Ausbau souveräner Cloud- und Dateninfrastrukturen verändern, wie Unternehmen ihre IT planen, einkaufen und betreiben. Der Verein identifiziert dabei…

Confidential Computing für die digitale Souveränität – Sichere Datenverarbeitung in unsicheren Zeiten

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wollen ihre Daten in der Cloud verarbeiten können, ohne dabei Vertraulichkeit, Datenhoheit oder Compliance zu gefährden. Confidential Computing gilt als Schlüsseltechnologie, um genau dies zu erreichen. Worauf ist bei der Implementierung von Confidential Computing zu achten?

Digitale Souveränität umsetzen

Der Mobility Data Space (MDS) hat mit der Nutzung von Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation begonnen und setzt damit neben seinem dezentralen Datenraum auf ein starkes Fundament für digitale Souveränität in Deutschland und Europa. Mit der Initiative zur Integration von Wire in die Kommunikationsprozesse des Mobility Data Space zeigt der MDS konkret, wie europäische Technologie, Sicherheit und Werte…

IT-Trends 2026: KI, Cyberrisiken und digitale Souveränität verändern die IT-Landschaft

Die digitale Welt befindet sich im Umbruch – sie wird komplexer, schneller und zugleich deutlich angreifbarer. Vor allem künstliche Intelligenz und moderne IT-Sicherheitskonzepte gehören zu den zentralen Trends, die bestimmen, wie Unternehmen ihre Netzwerke, Schutzmechanismen und Datenstrukturen künftig gestalten müssen.   »Wir stehen an einem Punkt, an dem Unternehmen ihre technologische Zukunft konsequenter denn je…