
Illustration Absmeier foto freepik
Management Summary
- EUDI-Wallet wird Pflichtinfrastruktur: Bis Ende 2026 müssen EU-Mitgliedstaaten mindestens eine digitale Identitäts-Wallet bereitstellen; in Deutschland ist der öffentliche Start für Anfang 2027 geplant.
- Digitale Identität beschleunigt Prozesse: Banken, Online-Handel, HR und Verwaltung können Identitätsprüfungen, Altersnachweise, Qualifikationschecks und digitale Vertragsabschlüsse deutlich effizienter gestalten.
- Datensparsamkeit wird zum Standard: Unternehmen können künftig einzelne Eigenschaften prüfen lassen, ohne komplette Dokumente oder unnötige personenbezogene Daten zu verarbeiten.
- Compliance-Aufwand steigt: DSGVO, eIDAS, IT-Sicherheit, Signaturrecht und interne Governance müssen frühzeitig auf neue Wallet-basierte Prozesse ausgerichtet werden.
- Frühstarter sichern Vorteile: Wer Identifizierungsprozesse, Schnittstellen und Datenschutzdokumentation jetzt vorbereitet, reduziert Risiken und schafft die Basis für neue digitale Geschäftsmodelle.
Die EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) wird die digitale Identifikation in der EU grundlegend verändern. Rechtsgrundlage ist die novellierte eIDAS-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1183): Die EU-Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2026 mindestens eine staatliche Wallet bereitstellen, in Deutschland ist der öffentliche Start für Anfang 2027 vorgesehen. Für Unternehmen entstehen dadurch konkrete Pflichten bei Datenschutz (DSGVO), IT-Sicherheit und Compliance – etwa beim Umgang mit personenbezogenen Daten und qualifizierten elektronischen Signaturen. Dieser Beitrag erklärt, was die EUDI-Wallet ist, welche Chancen sie für Banken, Online-Handel, Personalwesen und Verwaltung eröffnet und welche rechtlichen Anforderungen Unternehmen jetzt vorbereiten sollten.
Die EUDI-Wallet kommt: Wie die digitale Identität Europas Wirtschaft, Verwaltung und Verbraucher verändern wird
Die neue EU-Digitalbrieftasche schafft Chancen – und wirft zahlreiche rechtliche Fragen auf
Die Digitalisierung schreitet in nahezu allen Lebensbereichen mit hoher Geschwindigkeit voran. Bankgeschäfte werden online abgewickelt, Verträge digital unterzeichnet und Behördengänge zunehmend elektronisch erledigt. Dennoch gibt es bis heute eine zentrale Herausforderung, die viele digitale Prozesse kompliziert und zeitaufwendig macht: die sichere und rechtssichere Identifizierung von Personen im Internet. Genau hier setzt die European Digital Identity Wallet, kurz EUDI-Wallet, an. Mit ihr verfolgt die Europäische Union das Ziel, eine einheitliche digitale Identität für ihre Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und damit die Grundlage für eine neue Generation digitaler Dienstleistungen zu legen.
Bis Ende 2026 soll in jedem Mitgliedstaat der Europäischen Union mindestens eine EUDI-Wallet zur Verfügung stehen. Hierzulande soll es ab Anfang 2027 zur Verfügung stehen. Deutschland arbeitet bereits intensiv an der Entwicklung einer staatlichen Wallet-Lösung, die den Vorgaben der novellierten eIDAS-Verordnung (EU) 2024/1183 entsprechen soll. Die novellierte eIDAS-Verordnung ist die Verordnung (EU) 2024/1183, die die bisherige eIDAS-Verordnung (EU) 910/2014 ändert und im Mai 2024 in Kraft trat.
Die digitale Brieftasche wird künftig weit mehr leisten als die bloße Speicherung eines digitalen Personalausweises. Die staatliche EUDI-Wallet-App soll ab Anfang 2027 für das Smartphone in Deutschland verfügbar sein. Sie soll verschiedenste Identitäts- und Berechtigungsnachweise bündeln und den Nutzern die Möglichkeit geben, sich europaweit sicher und datenschutzfreundlich auszuweisen. Für Verbraucher verspricht dies mehr Komfort und Kontrolle über die eigenen Daten. Für Unternehmen und Behörden eröffnet sich die Chance, zahlreiche Prozesse effizienter und medienbruchfrei zu gestalten. Gleichzeitig entstehen jedoch neue rechtliche Fragestellungen, die frühzeitig berücksichtigt werden sollten.
Was ist die EUDI-Wallet?
Die EUDI-Wallet kann man sich als eine digitale Brieftasche auf dem Smartphone vorstellen. In dieser werden künftig unterschiedliche Nachweise gespeichert, die bisher meist in physischer Form vorliegen oder über verschiedene Plattformen verwaltet werden. Neben dem Personalausweis sollen beispielsweise Führerscheine, Ausbildungs- und Hochschulzeugnisse, Berufsqualifikationen, Unternehmensnachweise oder elektronische Signaturen integriert werden können. Nutzer erhalten dadurch die Möglichkeit, benötigte Informationen gezielt und kontrolliert weiterzugeben. Während heute häufig komplette Dokumente übermittelt werden müssen, soll künftig oft die Bestätigung einer einzelnen Eigenschaft genügen. Wer etwa sein Alter nachweisen muss, könnte lediglich die Information übermitteln, dass die gesetzliche Altersgrenze erreicht wurde, ohne gleichzeitig Name, Anschrift oder Geburtsdatum preiszugeben. Dieses Prinzip der Datensparsamkeit gilt als einer der wesentlichen Vorteile der neuen Technologie und entspricht den Grundgedanken des europäischen Datenschutzrechts.
Die Europäische Union verfolgt mit der EUDI-Wallet mehrere strategische Ziele. Einerseits sollen Verwaltungsprozesse vereinfacht und die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen vorangetrieben werden. Bürger sollen künftig viele Behördengänge vollständig digital erledigen können, ohne persönlich erscheinen oder umfangreiche Dokumente einreichen zu müssen. Andererseits steht die digitale Souveränität Europas im Fokus. Bislang werden zahlreiche digitale Identitätslösungen von großen außereuropäischen Technologiekonzernen bereitgestellt. Mit der EUDI-Wallet möchte die EU eine eigene Infrastruktur schaffen, die europäischen Sicherheits- und Datenschutzstandards entspricht und gleichzeitig die Abhängigkeit von externen Plattformen reduziert. Darüber hinaus soll die Wallet den europäischen Binnenmarkt stärken, indem sie grenzüberschreitende Geschäftsprozesse vereinfacht und die digitale Zusammenarbeit innerhalb Europas fördert.
Neue Möglichkeiten
Die möglichen Einsatzbereiche der EUDI-Wallet sind vielfältig und reichen weit über den klassischen Identitätsnachweis hinaus. Wer heute beispielsweise online ein Bankkonto eröffnen möchte, muss häufig ein Video-Ident-Verfahren durchlaufen, Ausweisdokumente hochladen und verschiedene Prüfprozesse absolvieren. Mit der EUDI-Wallet könnte dieser Vorgang künftig deutlich einfacher werden. Der Kunde übermittelt die erforderlichen Identitätsdaten direkt aus seiner digitalen Brieftasche an die Bank. Die Identität wäre bereits verifiziert, wodurch sich der gesamte Prozess erheblich beschleunigen ließe. Dies spart nicht nur Zeit auf Kundenseite, sondern reduziert auch Kosten und Verwaltungsaufwand bei den Finanzinstituten.
Auch im Online-Handel könnten sich zahlreiche Anwendungen ergeben. Viele Händler stehen vor der Herausforderung, Altersbeschränkungen rechtssicher umzusetzen. Beim Verkauf bestimmter Produkte oder digitaler Inhalte ist eine verlässliche Altersprüfung erforderlich. Statt sensible personenbezogene Daten zu verarbeiten, könnte künftig die Wallet lediglich bestätigen, dass der Nutzer das erforderliche Mindestalter erreicht hat. Die eigentliche Identität des Kunden müsste dabei nicht offengelegt werden. Dies erhöht den Datenschutz und reduziert gleichzeitig den Aufwand für die Unternehmen.
Im Bereich der Personalgewinnung eröffnet die EUDI-Wallet ebenfalls interessante Perspektiven. Bewerber könnten Zeugnisse, Studienabschlüsse oder berufliche Qualifikationen direkt aus ihrer Wallet an potenzielle Arbeitgeber übermitteln. Da die Nachweise digital verifiziert wären, könnten Unternehmen die Echtheit der Dokumente unmittelbar prüfen. Gerade bei internationalen Bewerbungsverfahren würde dies erhebliche Vorteile bringen, da aufwendige Prüfungen ausländischer Zeugnisse oder Zertifikate vereinfacht werden könnten. Die Bewerbungsprozesse würden schneller, effizienter und zugleich sicherer.
Auch grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen innerhalb Europas könnten von der Einführung der EUDI-Wallet profitieren. Wenn beispielsweise ein deutsches Unternehmen mit einem Geschäftspartner in Frankreich oder Spanien zusammenarbeitet, müssen häufig unterschiedliche nationale Identifikations- und Signatursysteme berücksichtigt werden. Die EUDI-Wallet könnte hier einen europaweit einheitlichen Standard schaffen. Identitätsprüfungen und digitale Vertragsabschlüsse würden dadurch deutlich einfacher und rechtssicherer gestaltet werden können.
Besonders spannend sind die Möglichkeiten im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Viele Behördengänge, die heute noch persönliche Termine oder schriftliche Dokumente erfordern, könnten künftig vollständig digital erfolgen. Dies betrifft beispielsweise Meldeangelegenheiten, Anträge auf bestimmte Leistungen oder sogar Unternehmensgründungen. Geschäftsführer könnten ihre Identität digital nachweisen und erforderliche Dokumente elektronisch übermitteln, ohne dafür persönlich bei Behörden erscheinen zu müssen. Dadurch ließen sich Verwaltungsverfahren erheblich beschleunigen.
Datenschutz, Datensicherheit und Compliance im Fokus
So vielversprechend die Vorteile der EUDI-Wallet erscheinen, so umfangreich sind zugleich die rechtlichen Herausforderungen. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass die Einführung der digitalen Identität neue Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance mit sich bringt. Insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung bleibt auch im Umfeld der EUDI-Wallet uneingeschränkt anwendbar. Unternehmen müssen weiterhin sicherstellen, dass personenbezogene Daten rechtmäßig verarbeitet werden. Sie müssen prüfen, welche Informationen tatsächlich benötigt werden, auf welcher Rechtsgrundlage die Verarbeitung erfolgt und welche Informationspflichten gegenüber den Betroffenen bestehen. Die Tatsache, dass die Wallet selbst datenschutzfreundlich ausgestaltet ist, entbindet die empfangenden Unternehmen nicht von ihren eigenen gesetzlichen Verpflichtungen.
Hinzu kommen Anforderungen an die Informationssicherheit. Die Nutzung digitaler Identitäten setzt ein hohes Maß an Vertrauen voraus. Unternehmen müssen daher geeignete technische und organisatorische Maßnahmen implementieren, um die Sicherheit der übermittelten Daten zu gewährleisten. Verschlüsselungstechnologien, Zugriffskontrollen und sichere Identitätsmanagementsysteme werden künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen. Fehler bei der Implementierung oder unzureichende Sicherheitsmaßnahmen können nicht nur Datenschutzverstöße nach sich ziehen, sondern auch erhebliche Haftungsrisiken verursachen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die elektronische Signatur. Die EUDI-Wallet soll perspektivisch auch qualifizierte elektronische Signaturen unterstützen. Diese können in vielen Fällen die handschriftliche Unterschrift ersetzen und ermöglichen vollständig digitale Vertragsabschlüsse. Unternehmen sollten sich daher frühzeitig mit den rechtlichen Anforderungen und Wirkungen unterschiedlicher Signaturarten auseinandersetzen. Nicht jede elektronische Signatur entfaltet dieselbe rechtliche Wirkung. Gerade bei wichtigen Vertragsverhältnissen ist eine sorgfältige rechtliche Prüfung unerlässlich.
Besonders betroffen von den Veränderungen werden regulierte Branchen wie Banken, Versicherungen, Gesundheitsunternehmen, Telekommunikationsanbieter oder Energieversorger sein. Diese Unternehmen verfügen bereits heute über umfangreiche Identifizierungs- und Compliance-Prozesse. Mit der Einführung der EUDI-Wallet müssen bestehende Verfahren überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Dabei geht es nicht nur um technische Schnittstellen, sondern auch um interne Richtlinien, Vertragswerke, Datenschutzdokumentationen und Risikomanagementsysteme.
Rechtliche Vorbereitung wird zum Wettbewerbsfaktor
Die Einführung der EUDI-Wallet ist keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes europäisches Digitalisierungsprojekt, dessen Umsetzung bereits begonnen hat. Unternehmen sollten die verbleibende Zeit bis zur Einführung nutzen, um ihre Prozesse und Systeme auf die neue digitale Identitätsinfrastruktur vorzubereiten. Wer frühzeitig handelt, kann die Chancen der Digitalisierung nutzen, neue Geschäftsmodelle erschließen und regulatorische Risiken minimieren. Unternehmen, die die Entwicklung hingegen unterschätzen, könnten in wenigen Jahren vor erheblichen organisatorischen und rechtlichen Anpassungsanforderungen stehen.
Die EUDI-Wallet hat das Potenzial, die digitale Identifikation in Europa grundlegend zu verändern. Sie wird nicht nur den Umgang mit persönlichen Nachweisen vereinfachen, sondern auch neue Möglichkeiten für digitale Dienstleistungen, grenzüberschreitende Geschäftsmodelle und effiziente Verwaltungsprozesse schaffen. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance, die Unternehmen nicht unterschätzen sollten. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie schnell sich die neue Technologie im Alltag etabliert. Fest steht jedoch bereits heute, dass die digitale Identität zu einem zentralen Baustein der europäischen Digitalstrategie werden wird.
Wie SBS LEGAL Unternehmen auf die EUDI-Wallet vorbereitet
Unsere Anwältinnen und Anwälte prüfen bestehende Identifizierungs- und Datenverarbeitungsprozesse, ordnen die Anforderungen der eIDAS-Verordnung und der DSGVO ein und entwickeln praxisnahe Lösungen für Verträge, Datenschutzdokumentation und den Einsatz elektronischer Signaturen. So können Unternehmen die Chancen der digitalen Identität nutzen und regulatorische Risiken frühzeitig minimieren.
SBS Legal Rechtsanwälte Schulenberg & Partner
Hans-Henny-Jahnn-Weg 49
22085 Hamburg
16 Artikel zu „EUDI-Wallet“
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Customer Identity and Access Management – Modernes CIAM, bessere Kundenbindung
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Welche Länder sabotieren die Russen bevorzugt?
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5 Risiken unzureichender Identitätsprüfung in digitalen Geschäftsprozessen
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Künstliche Intelligenz revolutioniert die Softwareentwicklung und beschleunigt die Code-Erstellung, bringt jedoch neue Herausforderungen bei Qualität, Sicherheit und Compliance mit sich. Das sogenannte KI-Paradox zwingt Unternehmen dazu, ihre operativen Frameworks zu überdenken und intelligente Orchestrierungslösungen zu etablieren. Die Studie zeigt, dass menschliche Kontrolle und Expertise trotz flächendeckendem KI-Einsatz weiterhin unverzichtbar bleiben. GitLab hat seinen aktuellen…
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Bedrohungen und Risiken für Unternehmen durch Desinformation
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Alles für die Agenten: So bleiben Unternehmen im Agentic Internet sichtbar
Das Jahr 2025 definiert die Rolle des Internets neu: Der Browser wandelt sich von einem reinen »Anzeigeprogramm« zu einer Laufzeitumgebung für KI-Agenten. Unternehmen, deren Systeme für diese neuen »Kunden« nicht lesbar sind, gefährden ihre Sichtbarkeit – unabhängig davon, wie gut ihre Websites oder Apps für Menschen optimiert sind. KI-Browser wie Atlas (ChatGPT), Comet (Perplexity)…
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Gesichtserkennung erklären statt polarisieren: Ein Plädoyer für klare Regeln
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Black Friday 2025: Betrug bei Zahlungen nimmt an Geschwindigkeit und Umfang zu
Während sich Verbraucherinnen und Verbraucher auf die umsatzstärkste Einkaufszeit des Jahres vorbereiten, nimmt der Betrug im Zahlungsverkehr rasant an Geschwindigkeit und Umfang zu. Neue Daten von Zentralbanken sowie aus der aktuellen Studie von Signicat zum Identitätsbetrug zeigen: Die starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA) hat zwar das Kartenbetrugsrisiko innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) deutlich reduziert,…
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Black-Friday-Analyse: Digitaler Betrug im Namen von Ikea, Kaufland, Media Markt, Amazon und Temu
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Digitale Brieftasche kommt gut gefüllt nach Deutschland
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Drive-by-Angriffe: IAM gegen willkürliche, opportunistische Cyberbedrohungen
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