Jedes fünfte Unternehmen kann sich den Erwerb gebrauchter Software vorstellen

Anzeige

Jährliche Steigerungsraten zeigen großes Marktpotenzial.

Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland steht dem Thema Gebrauchtsoftware offen gegenüber. Voraussetzung für den Erwerb ist aus Sicht der Unternehmen aber, dass die Lizenzprodukte alle modernen Anforderungen an Sicherheit und Compliance erfüllen. Das ist das Ergebnis einer Civey-Umfrage im Auftrag von VENDOSOFT, an der mehr als 2.000 Unternehmensentscheider in Deutschland teilgenommen haben.

Demnach gaben 6,1 Prozent an, bereits gebrauchte Software erworben zu haben. Gut jedes fünfte Unternehmen (22,1 Prozent) kann sich das immerhin vorstellen. Für vier von zehn Teilnehmern (41,8 Prozent) kommt der Erwerb bereits genutzter Software-Lizenzen zumindest derzeit nicht infrage. Fast ein Fünftel (18,6 Prozent) hat sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.

»Das Wissen über den legalen Erwerb gebrauchter Software ist erstaunlicherweise noch nicht so verbreitet ist, wie wir uns das vorgestellt haben«, sagt Björn Orth, Gründer und Geschäftsführer der VENDOSOFT GmbH. »Im Business mit Gebrauchtsoftware haben wir in den vergangenen drei Jahren Steigerungsraten zwischen 25 und 30 Prozent verzeichnet. Aus unserer Sicht ist das Thema also durchaus in den Unternehmen angekommen. Dennoch nehmen wir die Ergebnisse als Ansporn, noch mehr für unser Geschäftsmodell zu werben, das für alle Seiten eine echte Win-Win-Situation bedeutet.«

Nach den Kriterien für die Kaufentscheidung gefragt, legt mehr als jeder vierte Befragte den größten Wert darauf, dass Gebrauchtsoftware alle modernen Sicherheitsanforderungen erfüllen muss (28,3 Prozent). Es folgen Compliance (15,5 Prozent) und Kompatibilität zu bestehenden Systemen (14 Prozent). Der Kostenfaktor spielt dagegen keine entscheidende Rolle (9,2 Prozent) – ebenso wenig wie die Zukunftssicherheit der gebrauchten Anwendungen (9,6 Prozent). Ein Drittel der befragten Unternehmen (32,7 Prozent) geben rechtliche Aspekte und Sicherheitsbedenken als größtes Hindernis bei der Veräußerung zu Protokoll.

Verkauf und Erwerb gebrauchter Software ist rechtssicher

»Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen verständlich zu machen, dass es keine rechtlichen Hürden für den Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen gibt«, so Björn Orth. »Der Verkauf ist legal, wenn folgende von BGH und EuGH festgelegten Kriterien erfüllt sind:

  • Der Verkäufer muss ein unbefristetes Nutzungsrecht an den zu veräußernden Lizenzen halten.
  • Die Software muss erstmals innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes in Umlauf gebracht worden sein.
  • Es handelt sich um Kauflizenzen.

Sind diese Punkte gegeben, darf Software innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums auf dem Zweitmarkt frei gehandelt werden.«

Gebrauchte Software erfüllt alle Sicherheitsanforderungen an moderne Anwendungen und ist für Produktivaufgaben ebenso geeignet wie neue Lizenzen. Aus Unternehmenssicht ist sie deshalb eine interessante Alternative: Sie kann im Rahmen des normalen Product Life Cycles mit allen Optionen für Updates und Patches eingesetzt werden – und das zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises.

Auch die Verkäufer profitieren von dem Weiterverkauf. Sie bringen damit ihre Lizenzbestände auf den tatsächlich benötigten Stand, während die Erlöse ihre liquiden Mittel, also das IT-Budget, erhöhen. Das ursprünglich mit den Lizenzen erworbene Anrecht auf funktionale Updates und Sicherheits-Patches geben die Verkäufer übrigens an den Zweitkäufer weiter. Dieses Anrecht gilt wie bei neu erworbener Software bis zum Ende des Produktlebenszyklus‘, der vom Hersteller festgelegt wird. Üblicherweise beträgt er zehn Jahre. Eine Microsoft Office 2016 Lizenz kann also noch bis Oktober 2025 ohne Sicherheitsrisiko genutzt werden. Ebenso ein Exchange Server 2016, um nur zwei Beispiele zu nennen.

 

Verkauf überzähliger Lizenzen schafft neue Investitionsspielräume

Wie lukrativ die Veräußerung überschüssiger Lizenzen ist, hat Björn Orth für Kunden ausgerechnet, die den Um- oder Einstieg in die Cloud planen. »Unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen ergeben ein Einsparpotenzial von bis zu 40 Prozent der Investitionssumme im ersten Jahr, wenn die bisherigen On-Premises-Lizenzen an uns veräußert werden.« Zudem lasse sich über den Verkauf von Software der Anteil des fest gebundenen Kapitals spürbar verringern. Das gilt analog auch für die erwerbenden Unternehmen, die für den Ankauf gebrauchter Software je nach Version bis zu 90 Prozent weniger Kapital aufbringen müssen als für fabrikneue Lizenzen. Zugeständnisse bei Funktionalität und Sicherheit müssen sie dafür nicht machen.

 

Gebrauchtsoftware – der Einstieg in strategisches Asset Management

Neben den rechtlichen- und Sicherheitsaspekten nennen Führungskräfte in der VENDOSOFT-Umfrage oft auch fehlendes Wissen über die Zahl der genutzten Lizenzen (8,6 Prozent), über Verkaufsmöglichkeiten (7,4 Prozent) und über vertrauenswürdige Händler (4,1 Prozent). »Es ist unsere Aufgabe, dieses Informationsdefizit abzubauen«, kommentiert Björn Orth, »denn allein in mittelständischen Betrieben schlummern hohe vier- bis fünfstellige Summen!« Er appelliert an Unternehmen, ihre Lizenzbestände auf überschüssige Software zu überprüfen und bietet diesen Service durch zertifizierte Mitarbeiter an. »Damit helfen wir den Unternehmen nicht nur kurzfristig. Es kann zugleich der Einstieg in den strategischen Umgang mit Unternehmenssoftware sein, in das sogenannte Software Asset Management (SAM).« Mit SAM behalten Unternehmen ihre Lizenzen im Blick und sind damit nicht nur für den Fall von M&A (Mergers & Acquisitions) gerüstet, sondern auch bei strategischen Neuausrichtungen einzelner Unternehmensteile sowie für Audits, bei denen die Hersteller die Software-Ausstattung ihrer Kunden unter die Lupe nehmen.

Weitere Informationen finden sich unter www.vendosoft.de.

 

36 Artikel zu „Gebrauchtsoftware“

Gebrauchtsoftware mehr und mehr etabliert – Raus aus der Nische

Gebrauchtsoftware bietet große Vorteile, allen voran die Kosteneinsparung, die bis zu 70 Prozent betragen kann. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Gesamtmarkt rasant entwickelt. Mehr und mehr Unternehmen möchten das Potenzial für sich nutzen. Das war nicht immer so: In 2014, dem Jahr der Unternehmensgründung der Soft & Cloud AG, spielte sich der Handel mit Gebrauchtsoftware noch auf einem Nischenmarkt ab. Was ist seitdem geschehen?

Gebrauchtsoftware: Hohes Einsparpotenzial für Unternehmen

Wie Unternehmen vom An- und Verkauf von Gebrauchtsoftware profitieren. Der Handel mit gebrauchter Software ist nicht neu. Aber immer noch muss die kostengünstigere Alternative zu Neulizenzen um Akzeptanz buhlen. Vor allem SaaS-Lösungen lassen das Thema Second Hand überholt erscheinen. Dabei spart der Einsatz von Gebrauchtsoftware Unternehmen bis zu 70 Prozent ihrer jährlichen IT-Kosten. Die Relicense…

»Blockchain vereinfacht Handel mit Gebrauchtsoftware deutlich«

  Welche Vorteile bietet der Lizenztransfer via Blockchain für den Handel?   Der Markt für Gebrauchtsoftware wächst beständig, doch herrscht in vielen Unternehmen weiterhin Skepsis. Der Grund: Anwender müssen durch umfangreiche Dokumentationsnachweise belegen, dass sie legal gekaufte Zweitlizenzen nutzen. Was bisher ein großer Aufwand war, wird durch die Blockchain nun erleichtert. Händler wie die Soft…

Moderner, attraktiver Arbeitsplatz: New Work – eine Frage der Kultur. Und der Tools.

Junge Fachkräfte werden von Unternehmen dringend gesucht. Eine agile Unternehmenskultur mit modernen, kollaborativen Arbeitstools kann beim Wettlauf um qualifizierte Arbeitnehmer ein entscheidender Faktor sein. Aber manche Entscheider sind sich unschlüssig, wie genau sie dafür die Weichen stellen sollen. Dabei kann schon die Umstellung auf kollaborative Tools wie Office 365 ein guter erster Schritt Richtung »New Work« sein. Ein Schritt, den Unternehmen sowieso gehen müssen.

Björn Orth: »Der illegale Handel mit Softwarelizenzen darf nicht einen ganzen Markt diskreditieren!«

Leider sorgt der Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen durch unsaubere Geschäftspraktiken einzelner Unternehmen immer wieder für Negativschlagzeilen, zuletzt durch eine Verkaufsaktion einer bundesweit tätigen Handelskette.   Völlig zu Unrecht, meint Björn Orth, Gründer und Geschäftsführer von VENDOSOFT: »Gebrauchte Software kann legal erworben werden, unterstützt fast alle Anforderungen an produktives Arbeiten und erfüllt alle Sicherheitsanforderungen moderner Software«,…

Der Weg in die Cloud ist selten gradlinig

Klar, der komplette Neustart mit einer cloudbasierten IT-Infrastruktur von der grünen Wiese aus (»Greenfield«) wäre für die meisten Unternehmen ein wünschenswerter Einstieg ins Cloud-Business. Es gäbe keine Legacy-IT, die nur noch selten einen produktiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet. Es existierten auch keine unübersichtlichen Ansammlungen von Nutzerlizenzen, die brachliegen und Gelder binden, die für dringende Investitionen…

Blockchain: Uneinigkeit über Bedrohung durch Quantencomputing

  Quantencomputing könnte eine ernstzunehmende Bedrohung für aktuelle Verschlüsselungsstandards und damit auch für die Blockchain-Technologie sein, da die Verschlüsselung ein zentrales Element der Blockchain ist. IT-Sicherheitsentscheider sind sich uneinig, ob diese Bedrohung beherrschbar ist oder nicht. Dies zeigt eine aktuelle Civey-Umfrage unter 1.000 IT-Sicherheitsentscheidern in Deutschland im Auftrag von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.…

Vendor und Contract Management neu aufgestellt

E.ON Digital Technology setzt beim Lieferantenmanagement auf Agilität. Mit agilen Methoden hat die Digitaltochter des E.ON-Konzerns nicht nur die Kommunikation mit Lieferanten effizienter und transparenter gemacht, sondern auch die interne Zusammenarbeit verbessert. Dabei setzte das Unternehmen auf einen Partner auf Augenhöhe: das auf Netzindustrie spezialisierte Beratungshaus m3 der msg-Gruppe. E.ON Digital Technology (EDT) steuert und…

Deutsche Wirtschaft hinkt bei Blockchain hinterher

Während der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zeigte sich, dass Deutschland momentan im viel zitierten Lieblingssport nur noch zum unteren Durchschnitt gehört. Neue Ansätze sollen die entstandene Lücke zur Weltspitze wieder schließen. Ähnlich verhält es sich im Bereich Wirtschaft: Was beispielsweise das Thema Blockchain betrifft, gilt es für die Bundesrepublik noch einiges nachzuholen. Nur knapp zwei…