KI als Vorbereitung auf echte Forschung und warum Verantwortung dabei zentral ist

 

Künstliche Intelligenz ersetzt keine Forschung.

Aber ohne KI ist gute Forschung heute deutlich schwieriger.

Nicht, weil Menschen nicht denken können.

Sondern weil Forschung an Grenzen stößt, wenn Perspektiven fehlen, Annahmen unbewusst bleiben oder Erfahrungswelten nur aus der eigenen Sicht interpretiert werden.

Genau hier verstehe ich KI nicht als Werkzeug, sondern als dritte, eigenständige Denkrolle im Forschungsprozess aber klar abgegrenzt, bewusst eingesetzt und methodisch kontrolliert.

 

KI übernimmt nicht Denken, sie macht Denken überprüfbar

In meiner Arbeit nutze ich KI nicht, um Texte zu schreiben oder Konzepte zu formulieren. Diese Verantwortung bleibt vollständig bei mir. KI übernimmt dort eine Rolle, wo menschliche Expertise an natürliche Grenzen stößt: bei der systematischen Erweiterung von Perspektiven.

Gerade bei gesellschaftlich sensiblen Themen gilt:

Niemand kann sich vollständig in die Lebensrealität anderer Menschen hineinversetzen. Auch ich nicht. Und auch eine KI nicht.

Der Unterschied ist jedoch: KI kann vorhandenes Wissen, Studien, Erfahrungsberichte und  Argumentationslinien bündeln und argumentativ durchspielen, ohne emotionale Selbstverortung. Nicht empathisch, aber strukturiert. Nicht fühlend, aber vergleichend.

Das macht sie zu einem wertvollen Gegenüber im Denkprozess.

 

KI als dritte Person im Raum

Ich arbeite bewusst mit einem Drei-Rollen-Modell:

Ich bringe fachliche Expertise, Erfahrung, Hypothesen und Verantwortung ein.

Die KI bringt strukturierte Wissensperspektiven, Gegenargumente und alternative Sichtweisen ein.

Bewertung, Gewichtung und Entscheidung bleiben vollständig menschlich.

KI ist dabei kein Autor und kein Entscheider. Sie fungiert als kritischer Sparringspartner, der Denkfehler, blinde Flecken und unausgesprochene Annahmen sichtbar macht.

 

Perspektiven, die ich allein nicht abbilden kann

Insbesondere bei komplexen Krankheitsbildern oder neurodiversen Wahrnehmungen ist klar:

Ich kann nicht wissen, wie sich bestimmte Situationen anfühlen. KI kann das auch nicht.

Was sie jedoch leisten kann, ist etwas anderes:

Sie kann argumentieren, wie unterschiedliche Ausprägungen beschrieben werden, wo Wahrnehmungen divergieren, welche Belastungen häufig genannt werden und wo Ablehnung oder Überforderung plausibel sind.

Nicht als Wahrheit.

Sondern als strukturierte Vorbereitung auf echte Begegnung und echte Forschung.

 

Vorbereitung statt Abkürzung

Der Einsatz von KI erfolgt bei mir vor dem nächsten Schritt: vor der Einbindung von Fachstellen, vor Studien, vor Tests.

KI ersetzt diesen Schritt nicht. Sie sorgt dafür, dass ich besser vorbereitet, reflektierter und verantwortungsvoller in ihn gehe.

Ohne KI wäre das möglich. Aber fragmentierter, langsamer und stärker von meiner eigenen Perspektive geprägt.

 

Ein bewusster Umgang mit Verantwortung

Gerade weil KI keine Emotionen hat, keine Betroffenheit kennt und keine Autorität beansprucht, eignet sie sich als neutrale Gegenposition im Denkraum. Sie zwingt mich, Annahmen zu begründen und Entscheidungen zu erklären.

KI übernimmt keine Verantwortung, aber sie macht sichtbar, wo Verantwortung beginnt.

Fazit: KI soll weder Denken noch Schreiben übernehmen. Ihre Stärke liegt dort, wo menschliche Perspektiven begrenzt sind. Als dritte Denkrolle hilft sie, Forschung vorzubereiten nicht, sie zu ersetzen. Und genau darin liegt ihr verantwortungsvoller Einsatz.

Eine Story von TwinC GmbH und KI

 

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