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- 90 % der Befragten in EMEA (87 % in Deutschland) haben kein vollständiges Verständnis ihrer KI‑Abhängigkeiten über Anbieter, Modelle und Infrastruktur hinweg.
- Für 73 % der befragten Führungskräfte in EMEA (65 % in Deutschland) wäre ein Wechsel des primären KI‑Anbieters oder KI‑Modells schwierig.
- Weltweit schützen Organisationen mit den fortschrittlichsten KI-Kontrollfunktionen 55 % mehr operativen Gewinn vor KI‑bedingten Stö
Eine neue globale Studie des IBM Institute for Business Value zeigt, dass KI‑Souveränität für Unternehmen in der EMEA‑Region zwar zu einer geschäftlichen Notwendigkeit geworden ist, die meisten der befragten Organisationen jedoch weiterhin in KI‑Systemen gebunden sind, die sich nur schwer austauschen lassen [1]. Zudem fehlt vielen das Wissen über ihre Abhängigkeiten in Bezug auf Anbieter, Modelle und Infrastruktur.
Da weltweit 83 % der CEOs der Ansicht sind, dass KI-Souveränität mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist, und sich die politische Landschaft in Europa weiterentwickelt, stehen Führungskräfte unter zunehmendem Druck, genau darzulegen, wie Daten fließen und wie Systeme funktionieren; vielen fehlt jedoch der nötige Überblick, um dies effektiv umzusetzen [2].
Basierend auf neuen Erkenntnissen aus Befragungen von 370 Führungskräften in EMEA sowie 1.000 weltweit (70 in Deutschland) zeigt die Studie The Calculus of AI Sovereignty, dass lediglich 10 % der Befragten in EMEA (13 % in Deutschland) ein starkes Verständnis der Abhängigkeiten ihres Unternehmens über KI‑Anbieter, ‑Modelle und ‑Infrastruktur hinweg besitzen.
Darüber hinaus ist operative Flexibilität zu einem zentralen Faktor für Resilienz angesichts globaler Disruptionen geworden. Dennoch räumen 73 % der Befragten in EMEA (65 % in Deutschland) ein, dass ein Wechsel ihres primären KI‑Anbieters oder ‑Modells schwierig wäre. Zudem geben 70 % der Führungskräfte in der Region (70 % in Deutschland) an, dass die Einhaltung von Anforderungen an Datenresidenz und Datensouveränität über verschiedene geografische Regionen hinweg herausfordernd ist, was die Übertragung von KI‑Systemen oder Daten zwischen verschiedenen Umgebungen zusätzlich verkompliziert.
Die Bedeutung von Wahlmöglichkeiten unterstreichend, geben 71 % der befragten Führungskräfte in EMEA (79 % in Deutschland) an, dass sie eine Kostensteigerung von 20 % akzeptieren würden, um bestehende KI‑Anbieter beizubehalten, sofern dies die strategische Flexibilität verbessert.
Die Mehrheit der Befragten in EMEA (81 % / 85 % in Deutschland) gibt an, dass ein Ausfall eines primären KI‑Anbieters von sieben Tagen oder länger schwerwiegende oder kritische Auswirkungen hätte und der Geschäftsbetrieb weitgehend zum Erliegen käme. Die befragten Organisationen berichteten von durchschnittlich sieben (sechs in Deutschland) KI‑bezogenen Betriebsstörungen in den vergangenen zwei Jahren, wobei Anbieter‑Services in EMEA die häufigste Ursache darstellten, in Deutschland technische Probleme.

Ana Paula Assis, IBM Senior Vice President and Chair, EMEA and APAC, schreibt im Vorwort der Studie: »Dieser Bericht zeigt, dass heute nur ein kleiner Teil der Führungskräfte ihre KI‑Abhängigkeiten wirklich versteht. Die Lücke zwischen Einführung und Kontrolle vergrößert sich genau in dem Moment, in dem KI unverzichtbar wird. Für Unternehmen ist es gerade die Kombination aus Open-Source-Technologie und Kontrolle, die eine selektive Souveränität ermöglicht. Sie erlangen genau das Maß an Autorität, wo es am wichtigsten ist, ohne überall die Kosten einer vollständigen Unabhängigkeit tragen zu müssen.
Die meisten der befragten Organisationen beschreiben ihre KI‑Umgebungen als bewusst Multi‑Vendor-orientiert (73 %). In der Praxis scheint die Vielfalt der Anbieter jedoch weniger durch eine gezielte Strategie bestimmt zu sein, als vielmehr durch interne und operative Gegebenheiten [3]:
- Unabhängige Entscheidungen einzelner Geschäftsbereiche (72 %) und geografische Notwendigkeiten (75 %) sind die wichtigsten Treiber.
- Auch die Legacy-Komplexität wird häufig genannt (63 %), was auf Fusionen, Übernahmen und historische Entscheidungen zurückzuführen ist – ein verbreitetes Phänomen, jedoch selten der primäre Treiber.
Die Studie zeigt außerdem, dass Unternehmen weltweit mit den fortschrittlichsten KI‑Kontrollfähigkeiten weniger KI‑Ausfallzeiten verzeichnen und 55 % mehr operativen Gewinn vor KI‑bedingten Störungen schützen. Allerdings erreicht nur eine Minderheit der befragten Unternehmen (7 %) dieses Niveau – ein Hinweis auf eine wachsende Kluft zwischen Organisationen mit anpassungsfähigen KI‑Systemen und jenen, die durch Abhängigkeiten eingeschränkt sind.
Darüber hinaus bietet die Studie eine Roadmap für Führungskräfte, wie sich flexible, resiliente und souveräne KI‑Systeme aufbauen lassen. Die vollständige globale Studie finden Sie unter: https://www.ibm.com/thought-leadership/institute-business-value/en-us/report/ai-sovereignty
Studienmethodik
Das IBM Institute for Business Value führte in Zusammenarbeit mit Oxford Economics zwischen Februar und April 2026 eine globale Umfrage durch, um zu untersuchen, wie Unternehmen Kontrolle über den KI‑Stack strukturieren und wie diese Entscheidungen mit Resilienz, Performance und operativer Wirtschaftlichkeit zusammenhängen. Die Studie basiert auf den Antworten von 1.000 Führungskräften, die für KI, Daten, Technologie oder verwandte Unternehmensfunktionen verantwortlich sind, in 14 Ländern und 17 Branchen. Zusätzliche Analysen identifizierten unterschiedliche KI‑Kontrollprofile, indem Organisationen danach segmentiert wurden, wie sie Kontrolle über Daten, Modelle, Infrastruktur und Anwendungen ausüben, und wie dies mit Resilienz, Performance und operativer Wirtschaftlichkeit zusammenhängt.
[1] https://www.ibm.com/thought-leadership/institute-business-value/en-us/report/ai-sovereignty
[2] https://de.newsroom.ibm.com/2026-05-12-IBM-Studie-CEOs-gestalten-C-Suite-Rollen-fur-KI-Zeitalter-neu
[3] Unveröffentlichte Daten aus der Studie »The Calculus of AI Sovereignty« des IBM Institute for Business Value (2026).
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