Trends 2020: Hyperautomation und Smart Contracts als Game Changer

Mit dem stetigen Voranschreiten der digitalen Transformation in der Wirtschaft haben neue Technologien zur Automatisierung und Prozessoptimierung erfolgreich Einzug in Unternehmen gehalten. Der erste Schritt ist somit vollzogen, es müssen jedoch weitere Blickwinkel miteinbezogen werden, um den Weg der digitalen Transformation weiter erfolgreich zu beschreiten.

https://pixabay.com/de/

Die Gartner Group hat in ihrem Thesenpapier »Top 10 Strategic Technology Trends for 2020« die Top-Trends für das Jahr 2020 beschrieben, die Unternehmensvorstände beachten sollten. Folgende drei Top-Trends lassen sich aus Perspektive eines Business-Process-Cloud-Anbieters wie Fabasoft für 2020 ausmachen: »Hyperautomation«, »Transparenz und Nachvollziehbarkeit« und »Smart Contracts«.

 

Hyperautomation

Anzeige

Unter dem Begriff »Automation« ist nicht nur die herkömmliche Automatisierung von Aufgaben und Tätigkeiten zu verstehen. »Hyperautomation« ist vielmehr die Kombination von mehrfachem Machine Learning, von vorgefertigter (meist betriebswirtschaftlicher) Software und von Automatisierungswerkzeugen, welche die Arbeit im weitesten Sinne autonom leisten. Nicht nur die Angebotspalette an entsprechenden Werkzeugen ist gemeint, sondern auch sämtliche Schritte, die sie erledigen: entdecken, analysieren, entwerfen, automatisieren, messen, überwachen und neubewerten.

Laut Gartner ist die Anpassung der Workflows an die Anforderungen der jeweiligen Organisation, an wechselnde Marktbedingungen und an den jeweiligen Wettbewerb von großer Bedeutung. In modernen Cloud-Lösungen für das Business Process Management (BPM) wird heute dazu eine leistungsfähige und anpassbare Workflow Engine verwendet, die alle diese Schritte erledigen kann. Die Agilität der gesamten Belegschaft, ihre Produktivität sowie Effizienz werden durch eine Business Process Cloud gefördert.

 

Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Anzeige

Die Einhaltung der Gesetze für Datenschutz, Datensicherheit und ethisches Verhalten von Organisationen dringt immer weiter in das Bewusstsein breiter Nutzergruppen vor, von Individuen über Organisationen bis hin zu Regierungsbehörden. Die Konsumenten fordern das Selbstbestimmungsrecht über ihre als wertvoll erkannten Daten. Gesetze wie die DSGVO zwingen Organisationen und Unternehmen dazu, sich um diese Belange zu kümmern und die Vorgaben umzusetzen, denn sonst drohen Strafen.

In jüngster Zeit ist erkannt worden, dass die Erklärbarkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit nicht nur Datennutzung und Geschäftsprozesse betrifft, sondern auch für im Hintergrund laufende Technologien. Werden beispielsweise KI-Modelle eingebettet, so müssen für diese, ebenso wie für die Organisation, ethische und rechtliche sowie Governance-Grundsätze gelten, die durchgesetzt und überwacht werden können und müssen.

Seriöse Cloud-Service-Anbieter, die sich auf die Digitalisierung von Geschäftsprozessen fokussiert haben, legen seit Beginn an großen Wert auf Datensicherheit, Datenschutz und umfassende Nutzungseinstellungen für Kunden, um für größtmögliche Transparenz zu sorgen. Dadurch werden Kunden darin unterstützt, frei über ihre Daten bestimmen zu können und diese entsprechend der gesetzlichen Vorgaben sicher zu verwalten.

 

Smart Contracts

Unter »Smart Contracts« ist nicht nur ein Nutzwert der Blockchain-Technologie im Besonderen zu verstehen. Der Begriff fasst vielmehr den digitalen Lebenszyklus eines Vertrags zusammen, von der Ausverhandlung bis zur Kontrolle und Verifikation der Erfüllung von Vertragspflichten. Blockchain ist die technische Umsetzung des Prinzips des verteilten Grundbuchs (Distributed Ledger). Dieses Grundbuch hält alle relevanten Ereignisse fest, die mit der Erfüllung eines Vertrages verknüpft sind, und zwar auf fälschungssichere Weise. Nur jemand mit befugtem Zugriff kann solche Vertragsinformationen einsehen, so dass ipso facto ein Vertrauensmodell in dieser verteilten Architektur geschaffen wird. Dabei müssen sich die beteiligten Parteien nicht einmal gegenseitig kennen oder einander vertrauen – sie vertrauen der Richtigkeit der Angaben des Vertrags. Durch Programmcode o.ä. können Änderungen an der Blockchain (Ereignisse usw.) weitere Aktionen auslösen, etwa die Überweisung eines geschuldeten Betrags.

Kunden müssen nicht auf die Reife dieser Technologie warten. Smart Contracts lassen sich bereits heute ohne Blockchain-Technologie umsetzen. In State-of-the-art-Vertragsmanagementlösungen müssen sich alle an einem Vertrag Beteiligten legitimieren und ihren Datenzugriff beglaubigen. Dadurch ist die Vertrauensgrundlage gegeben. Zudem sind alle Dokumente, die mit einem Vertrag verknüpft sind, revisionssicher abgelegt. Das ermöglicht die Transparenz und Nachvollziehbarkeit aller Ereignisse, der damit verknüpften Aktionen und die Benennung von Verantwortlichen. Moderne Vertragsmanagement-Lösungen erlauben das Modellieren der Vertragsrechte und -Pflichten, die automatisiert überprüft und durchgesetzt werden können. Nutzwerte wie beispielsweise die Nachvollziehbarkeit in der Überwachung einer Kühlkette einer Lebensmittellieferung oder der Nachweis der Echtheit von Autoersatzteilen (anstelle gefälschter Artikel) gehören zu den Vorteilen, die revisionssicheres Vertragsmanagement bietet.

Andreas Dangl

Andreas Dangl ist Business Unit Executive für Cloud-Services bei Fabasoft. In seiner Funktion ist er für die strategische Positionierung der Fabasoft Cloud zuständig. Darüber hinaus berät und unterstützt er Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen bei der Einführung von Cloud-Lösungen. www.fabasoft.com

 

Insight-Engines-Trends 2020: Transformationsmotor mit »Human Touch«

Die digitale Transformation stellt an jedes Unternehmen – egal welcher Größe oder in welcher Branche – hohe Anforderungen. Vor allem die Geschwindigkeit, mit der Entscheidungen getroffen werden müssen, hat sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht. Damit genießen all jene Organisationen Wettbewerbsvorteile, die es verstehen, ihre Daten so aufzubereiten, dass sie immer und überall als…

Sechs Fragen rund um Multi-Cloud – Vorteile und Herausforderungen

Viele Unternehmen nutzen mehr als einen Public-Cloud-Anbieter. Man spricht hier von »Multi-Cloud«, als Abgrenzung zur Hybrid-Cloud. Was steckt hinter dem Trend? Welche Auswirkungen hat dies auf ein Unternehmen? Wann sollte mehr als eine Public Cloud genutzt werden und wann ist dies zu vermeiden? Rubrik, Anbieter von Multi-Cloud Data-Control, liefert heute Antworten auf sechs der häufigsten…

Smart Contracts: Blockchain zu recht gehypt?

Welche Alternativen schon heute den Vertrieb digitalisieren. Das neue IT-Thema Blockchain hält die Techbranche auf Trab, denn die verteilte, dezentrale Datenbank aus Blöcken gilt derzeit als unhackbar: Viele verschiedene Server berechnen und verifizieren Algorithmen zum Speichern sowie Hochladen der Informationen – und erlauben es allen Nutzern des Netzwerks, sämtliche Historien von Änderungen oder Anpassungen einer…

Smart Contracts verändern die Automobilindustrie – Luxusausstattung auf Abruf?

Weg vom eigenen Auto, hin zum Wagen für alle – eine Studie der PwC zur Share Economy [1] prognostiziert eine rückläufige Zahl an Autobesitzern bei steigender Nutzung von Alternativen wie Fahrzeugvermietungen oder Car-Sharing-Angeboten. Jedoch betrachten Verbraucher bisher mangelnden Komfort und fehlenden Datenschutz als größten Nachteil beim Gebrauch von geteilten oder geliehenen Autos. Mit dem Einzug…

Versicherungsabschluss per Smartphone ist noch die Ausnahme

 Nur 5 Prozent der Bundesbürger haben auf dem Handy schon einmal eine Versicherung abgeschlossen. Vor allem Jüngere stehen dem aber aufgeschlossen gegenüber. Bitkom: On-Demand-Versicherungen ermöglichen neue Geschäftsmodelle.   Nur eine kleine Minderheit der Bundesbürger hat für den Abschluss einer Versicherung schon einmal das Smartphone genutzt – künftig könnte dieser Vertriebsweg für die Anbieter aber von…

Sechs Fragen rund um Multi-Cloud – Vorteile und Herausforderungen

Viele Unternehmen nutzen mehr als einen Public-Cloud-Anbieter. Man spricht hier von »Multi-Cloud«, als Abgrenzung zur Hybrid-Cloud. Was steckt hinter dem Trend? Welche Auswirkungen hat dies auf ein Unternehmen? Wann sollte mehr als eine Public Cloud genutzt werden und wann ist dies zu vermeiden? Rubrik, Anbieter von Multi-Cloud Data-Control, liefert heute Antworten auf sechs der häufigsten…

Für die digitale Aufholjagd braucht es mehr als den E-Motor

Im Kanzleramt haben Politik und Automobilbranche am 4. November zusammen einen Gang hochgeschaltet, um die Elektromobilität voranzutreiben. Mit dem Fokus auf die umweltfreundlichere Antriebstechnik wird die deutsche Schlüsselindustrie jedoch nicht zur starken Konkurrenz aufschließen. Denn diese fährt auch datengetrieben schon voraus – wenn auch noch in Sichtweite. Deutschland ist ein Autoland. Traditionell bildet die Automobilindustrie…

Vendor und Contract Management neu aufgestellt

E.ON Digital Technology setzt beim Lieferantenmanagement auf Agilität. Mit agilen Methoden hat die Digitaltochter des E.ON-Konzerns nicht nur die Kommunikation mit Lieferanten effizienter und transparenter gemacht, sondern auch die interne Zusammenarbeit verbessert. Dabei setzte das Unternehmen auf einen Partner auf Augenhöhe: das auf Netzindustrie spezialisierte Beratungshaus m3 der msg-Gruppe. E.ON Digital Technology (EDT) steuert und…

Deutsche Wirtschaft hinkt bei Blockchain hinterher

Während der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zeigte sich, dass Deutschland momentan im viel zitierten Lieblingssport nur noch zum unteren Durchschnitt gehört. Neue Ansätze sollen die entstandene Lücke zur Weltspitze wieder schließen. Ähnlich verhält es sich im Bereich Wirtschaft: Was beispielsweise das Thema Blockchain betrifft, gilt es für die Bundesrepublik noch einiges nachzuholen. Nur knapp zwei…

Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Schweiz

Der Bitcoin verbraucht laut Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index aktuell rund 60 Terawattstunden Strom pro Jahr. Das ist mehr als beispielsweise die Schweiz oder Irland. Von 219 der im CIA Factbook gelisteten Länder und Gebiete verbrauchen nur 42 mehr als die Digitalwährung. Deutschland liegt in diesem Ranking mit 537 Terawattstunden auf Platz sechs hinter China,…

Automobilindustrie auf dem Weg zu neuen Geschäftsmodellen und automatisierten Prozessen – Im Zentrum steht das Kundenerlebnis

Der Automobilsektor steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Nur mit neuen Geschäftsmodellen und -prozessen kann es den Herstellern und Vertragshändlern gelingen, ihre Kunden wertschöpfend zu begleiten. Die künftigen Wachstumspotenziale der Automobilindustrie liegen im digitalen Ökosystem rund um die Mobilität.