Virtual Desktop Infrastructure: Wie man mit VDI-Projekten nachhaltig erfolgreich ist

Das Thema Virtual Desktop Infrastructure rangiert seit knapp einem Jahrzehnt unter den Top 10 der meist diskutierten Themen in IT-Kreisen.

Illustration: Absmeier, Mtorrazzina

Früh auf den Plan traten Anbieter wie Citrix, VMWare oder Microsoft, die sich bereits seit vielen Jahren mit Virtualisierungstechnologie beschäftigen. Zu Anfang ging es hauptsächlich um den Einsatz in Branchen, in denen Lösungen ein Maximum an Effizienz und Verfügbarkeit bei gleichzeitig hohem Kostendruck abverlangt wird. Nun aber haben technische Weiterentwicklung und der verstärkte Trend zum dezentralen Arbeiten VDI großflächig salonfähig gemacht. Die Möglichkeiten, die VDI-Arbeitsplätze eröffnen, zeigen sich unter dem Druck der aktuellen Krise sehr deutlich. Ob für eine schnelle Umsetzung von Home-Office-Arbeitsplätzen oder zur Umsetzung längerfristiger Business-Continuity-Strategien – der Bedarf nach VDI ist noch einmal enorm gestiegen. Doch wer aktuell ein VDI-Projekt plant oder gerade durchführt, sollte auf die folgenden Aspekte besonderes Augenmerk legen, um das Vorhaben zum nachhaltigen Erfolg zu führen.

 

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VDI und dann?

Für den verlässlichen Betrieb, eine garantierte Verfügbarkeit und im gleichen Zuge hohe Nutzerakzeptanz von VDI-Umgebungen muss ein konstantes Servicelevel gewährleistet sein. Auf Einschränkungen der Performance oder des Nutzererlebnisses sollte zeitnah reagiert werden können. Dies ist mit den »klassischen« Methoden, die Hersteller diverser VDI-Lösungen mitliefern, nur reaktiv möglich. Auswirkungen auf den Produktionsbetrieb durch geplante Änderungen, Updates oder neue Applikationen lassen sich damit nicht simulieren.

 

Change Management in der IT

Kleinste Veränderungen können in komplexen virtualisierten Umgebungen durch Schmetterlingseffekte weitreichende Folgen haben. Ein vermeintlich kleines Update kann so schlimmstenfalls den Ausfall des gesamten Systems nach sich ziehen – die Folgen für das operative Geschäft reichen je nach Länge des Ausfalls von einer kleinen Betriebsstörung bis hin zu massiven Umsatzeinbrüchen. Immer mehr Geschäftsfelder werden von der Digitalisierung erfasst, was Unternehmen einer wachsenden Bedrohung durch Cyberattacken aussetzt, etwa durch Ransomware oder Hackerangriffe. Das erforderliche Patch Management, um die Sicherheit der Systeme zu garantieren, verändert die Umgebung fortwährend, da jede Anwendung im Schnitt einmal pro Quartal aktualisiert werden muss. Aus der Perspektive der Business Continuity wird schnell deutlich, dass umfangreiches Testen und proaktives Überwachen unumgänglich sind. Dabei sollte unbedingt unter realitätsnahen Bedingungen mit realen Workloads getestet werden, die das tatsächliche Tagesgeschäft widerspiegeln. Das Gleiche gilt für Änderungen oder Erweiterungen der Hardware. Ob die für die VDI-Bereitstellung veranschlagten Ressourcen wirklich die benötigte Leistung bringen, sollte über ein Right-Sizing im Vorfeld ermittelt werden. Nur so kann garantiert werden, dass alles wie geplant funktioniert.

 

Der Moment der Wahrheit

Eine größere mittelständische Firma braucht für die Durchführung eines IT-Projekts durchschnittlich vier bis sechs Monate oder länger, inklusive der Testphase, welche die neue Umgebung durchläuft. Letztere wird in der Regel händisch mit einzelnen ausgewählten Testnutzern aus den jeweiligen Abteilungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Umfrage landen dann häufig in einer Excel-Tabelle. Diese Tests müssen die Mitarbeiter allerdings neben ihren sonstigen Aufgaben erledigen, was ihnen selten die oberen Plätze auf der persönlichen To-Do-Liste beschert. Wenn das Feedback nach gefühlten Wochen eintrifft, kommt erschwerend hinzu, dass die User eine völlig andere Sprache als die Entwickler sprechen. User merken lediglich, wenn etwas nicht funktioniert. Eine akkurate Beschreibung des Problems, wie es reproduziert werden kann und sonstige zur Fehlerbehebung notwendige Parameter muss der zuständige IT-Mitarbeiter erst aufwendig aus Absturz- und Systemberichten zusammensuchen. Insgesamt ergibt sich ein nicht zu unterschätzender Posten im Projektbudget.

Vollautomatisierte Tests für die geplanten Use Cases, wie sie etwa die Lösung LoginVSI bietet, machen manuelle Testverfahren nahezu überflüssig. Nicht nur beim Budget, sondern auch beim zeitlichen Rahmen für Projekte lässt sich mit automatisierten Tests jede Menge einsparen. Projekte können so wesentlich früher zum Abschluss geführt werden. Außerdem können Mitarbeiter von Tag Eins mit einer funktionierenden Lösung arbeiten. Mitarbeiterzufriedenheit ist heute ein strategisch wichtiger Faktor, um gut geschulte Arbeitskräfte im Unternehmen zu halten. Das zählt auch aus Sicht von IT-Verantwortlichen zu den obersten Prioritäten.

 

 Fazit

Wer also von Anfang an in seiner VDI-Umgebung auf umfangreiches Monitoring und automatisierte Tests setzt, sorgt für die zuverlässige Verfügbarkeit der Arbeitsumgebung, weniger Ausfälle und zufriedenere Mitarbeiter – alles zentrale Faktoren für den Unternehmenserfolg.

Friedrich Frieling, Leiter der Business Unit Workspace, ADN Group

Mehr unter adn.de/login-vsi

 

Friedrich Frieling ist Leiter der Business Unit Workspace der ADN Group und weiß mit seiner Expertise im Bereich End-User Computing & Virtualisierung genau worauf es ankommt. Frei nach dem Motto »Trust. Service. Cloud. Growth.« unterstützt Friedrich Frieling Channel-Partner seit 10 Jahren dabei ihr Geschäft erfolgreich zu gestalten.

 

 

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