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Die ING Deutschland hat ihr Input Management mit einer KI-basierten Plattform grundlegend modernisiert. Millionen Dokumente aus Post, E-Mail, Onlinebanking und Vermittlerkanälen werden heute automatisiert gebildet, klassifiziert und schneller in die Fachprozesse überführt – ein Praxisbeispiel dafür, wie Intelligent Automation im Bankenumfeld messbaren operativen Nutzen schafft.
Management Summary
- Die ING Deutschland verarbeitet jährlich 400 Dokumentenklassen und sechs bis sieben Millionen Eingangsdokumente aus Post, E-Mail, Onlinebanking und Vermittlereinreichungen laufenüber eine zentrale KI-Plattform.
- Dokumentenbildung und Klassifikation erreichen einen Automatisierungsgrad von jeweils rund 80 Prozent, die Dunkelverarbeitungsquote ist seit Einführung der Plattform deutlich gestiegen.
- Dokumentenbildung und Klassifikation erreichen jeweils einen Automatisierungsgrad von rund 80 Prozent.
- Fachbereiche können neue Klassifikationsmodelle selbst trainieren und Anforderungen schneller umsetzen.
- Die Plattform schafft die Basis für weitere Automatisierungsschritte, insbesondere bei Datenextraktion und Dunkelverarbeitung.
Insiders Technologies, Anbieter von Software für Intelligent Automation (IA) und Teil der Proalpha Group, hat die ING Deutschland bei der grundlegenden Modernisierung ihres Input Managements unterstützt. Dank der KI-basierten Plattform OmnIA verarbeitet die Direktbank große Teile ihres Posteingangs heute automatisiert, verkürzt die Durchlaufzeiten im operativen Geschäft spürbar und entlastet ihre Fachbereiche.
Mit mehr als zehn Millionen Kundinnen und Kunden zählt die ING zu den größten Banken Deutschlands, ihr Input Management verarbeitet jährlich sechs bis sieben Millionen Dokumente. Sie erreichen die Bank über klassische Post, E-Mail-Anhänge, Uploads aus dem Onlinebanking und Einreichungen durch Vermittler, etwa in der Baufinanzierung. Trotz konsequent digitaler Ausrichtung erreicht ein hoher Anteil davon die Bank nach wie vor in Papierform. Die Bandbreite reicht von standardisierten Formularen über frei formulierte Nachrichten bis zu abfotografierten Unterlagen. Insgesamt unterscheidet die Direktbank rund 400 Dokumentenklassen über zwei Mandanten hinweg, die zuverlässig erkannt und in den richtigen Fachprozess überführt werden müssen. Je heterogener die Eingänge, desto anspruchsvoller ist ihre Zuordnung.
Zentrale Plattform löst gewachsene Strukturen ab
Über Jahre war das Input Management der ING durch eine historisch gewachsene Systemlandschaft geprägt. Zahlreiche individuelle Anpassungen machten die Lösung wartungsintensiv und begrenzten ihre Skalierbarkeit. Erschwerend kam hinzu, dass selbst digital eingehende Dokumente zunächst manuell gesichtet, getrennt und aufbereitet werden mussten, bevor sie in die eigentlichen Fachprozesse gelangten. Das kostete Zeit und band Kapazitäten in den Fachbereichen.
Nach einem umfassenden Auswahlprozess mit mehreren Anbietern entschied sich die Bank für die OmnIA-Plattform von Insiders Technologies. Sie verarbeitet sämtliche Eingangsdokumente kanalübergreifend, erkennt automatisch Dokumentgrenzen, trennt oder führt Inhalte zusammen und ordnet sie den passenden Vorgängen zu. Anschließend klassifiziert die Plattform die Dokumente und schafft damit die Grundlage dafür, die benötigten Daten zu extrahieren und nachgelagerte Prozesse zu automatisieren.
Ausschlaggebend für die Entscheidung waren neben der funktionalen Tiefe vor allem die Standardfunktionen für das automatische Splitten und Mergen von Dokumenten. Hinzu kam, dass Fachanwender die Klassifikationsmodelle eigenständig trainieren und weiterentwickeln können, ohne dafür auf Entwickler angewiesen zu sein.
Spürbare Entlastung im Tagesgeschäft
Im operativen Betrieb wirkt die höhere Automatisierung unmittelbar. Die Dunkelverarbeitungsquote ist seit Einführung der Plattform deutlich gestiegen. Die Dokumentenbildung, also das automatische Trennen und Zusammenführen von Dokumenten, läuft heute zu rund 80 Prozent automatisiert, die Klassifikation erreicht einen ebenso stabilen Automatisierungsgrad von rund 80 Prozent. Fachprozesse starten dadurch früher, die Durchlaufzeiten sinken und die Fachbereiche müssen deutlich weniger Dokumente manuell prüfen. Gerade in der Baufinanzierung, in der pro Vorgang häufig mehrere Unterlagen eingereicht werden, macht sich das im Arbeitsalltag bemerkbar.
»Die Geschwindigkeit, mit der sich die Qualitätskennzahlen entwickelten, hat uns positiv überrascht«, sagt Eyal Azani, Product Owner digitale Dokumentenverarbeitung und E-Mail Handling bei der ING. »Das Potenzial in Bezug auf Effizienz und Arbeitsentlastung war uns zu Beginn in diesem Umfang nicht bewusst, umso deutlicher sehen wir heute die Verbesserungen im täglichen Arbeiten.«
Basis für die nächsten Automatisierungsschritte
Für die ING ist die Plattform der Ausgangspunkt einer langfristig angelegten Automatisierungsstrategie. Neue Anforderungen lassen sich schnell umsetzen, wie das Beispiel der Kinder- und Jugendkonten zeigt, für die zusätzliche Dokumentenklassen wie Geburtsurkunden aufgenommen wurden. Perspektivisch will die Bank auch die Datenextraktion stärker automatisieren und damit weitere Fachprozesse durchgängig digitalisieren.
»Wer jährlich Millionen Dokumente aus einer Vielzahl von Kanälen verarbeitet, kommt mit hohen Erkennungsraten allein nicht weit. Entscheidend ist, dass die Fachbereiche neue Dokumentenklassen selbst anlegen und trainieren können«, so Stefan Hassinger, Head of Sales Unit Banking bei Insiders Technologies. »Genau dafür bündelt unsere OmnIA-Plattform unterschiedliche KI-Methoden in einer Lösung. Auf dieser Grundlage erhöhen unsere Kunden ihren Automatisierungsgrad Schritt für Schritt, ohne die Stabilität ihrer Prozesse zu gefährden.«
Der umfassende Projektbericht steht hier bereit: insiders-technologies.com/de/omnia-de/ki-verarbeitet-7-millionen-dokumente-automatisiert/
FAQ: KI-basiertes Input Management bei der ING
- Was wurde im Input Management der ING modernisiert?
Die Bank hat ihre gewachsene Systemlandschaft durch eine zentrale KI-basierte Plattform ersetzt, die Eingangsdokumente kanalübergreifend verarbeitet, trennt, zusammenführt und klassifiziert. - Welche Eingangskanäle werden berücksichtigt?
Dokumente erreichen die ING unter anderem über klassische Post, E-Mail-Anhänge, Uploads aus dem Onlinebanking und Einreichungen durch Vermittler, etwa in der Baufinanzierung. - Wie viele Dokumente verarbeitet die ING jährlich?
Das Input Management verarbeitet jährlich etwa sechs bis sieben Millionen Dokumente, die einer Vielzahl unterschiedlicher Dokumentenklassen zugeordnet werden müssen. - Welche Automatisierungsgrade werden erreicht?
Sowohl die Dokumentenbildung als auch die Klassifikation erreichen laut Beitrag jeweils einen Automatisierungsgrad von rund 80 Prozent. - Warum ist das automatische Splitten und Mergen wichtig?
Es sorgt dafür, dass eingehende Dokumente korrekt getrennt oder zusammengeführt werden. Dadurch gelangen vollständige und richtig strukturierte Vorgänge schneller in die Fachprozesse. - Welche Rolle spielen die Fachanwender?
Fachanwender können neue Klassifikationsmodelle selbst anlegen, trainieren und weiterentwickeln. Das reduziert Abhängigkeiten von der IT und beschleunigt die Umsetzung neuer Anforderungen. - Wo zeigt sich der Nutzen im Tagesgeschäft?
Die Plattform reduziert manuelle Sichtung und Prüfung, lässt Fachprozesse früher starten und entlastet besonders dokumentenintensive Bereiche wie die Baufinanzierung. - Was bedeutet Dunkelverarbeitung in diesem Zusammenhang?
Dunkelverarbeitung beschreibt die automatisierte Bearbeitung ohne manuelle Eingriffe. Im Beitrag wird deutlich, dass die Quote seit Einführung der Plattform spürbar gestiegen ist. - Welche Weiterentwicklung ist geplant?
Die ING will perspektivisch auch die Datenextraktion stärker automatisieren und auf dieser Basis weitere Fachprozesse durchgängig digitalisieren. - Was ist die zentrale Managementbotschaft?
Hohe Erkennungsraten allein reichen nicht aus. Entscheidend ist eine skalierbare Plattform, die Fachbereiche befähigt, Automatisierung selbst weiterzuentwickeln und Prozesse stabil zu beschleunigen.
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