Covid-bedingte Veränderungen der Arbeitsumgebung bei IT-Sicherheitsverantwortlichen sorgen für Turbulenzen und neue IT-Prioritäten

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  • IT-Sicherheitsexperten konstatieren eine nahezu vollständige Verlagerung hin zum Remote Working; lediglich ein Drittel von ihnen war der Meinung, dass diese Umstellung »reibungslos« verlaufen sei.
  • Mindestens die Hälfte aller Sicherheitsteams räumt Investitionen in die Cloud-Infrastruktur sowie in Technologien für Zugriffsverwaltung, in der Administration des Identitäts- und Zugriffs-Lebenszyklus, Identitätsprozessen und -Abläufen sowie Rollenmanagement-Lösungen eine gestiegene Priorität ein.
  • Einunddreißig Prozent der Befragten sehen in Covid-19 die Ursache für die deutlich steigende Priorität bei Investitionen in Cloud-Infrastrukturen und Zugriffsverwaltungs-technologien.

 

One Identity veröffentlichte die Ergebnisse seiner jüngsten globalen Umfrage. Die Studie erfragte die Einstellung von IT- und Sicherheitsteams hinsichtlich der veränderten Anforderungen an die Arbeitsumgebung im Zuge der Covid-19-Pandemie. Die Ergebnisse geben Einblick über die in den letzten Monaten entwickelten Ansätze sowie die Maßnahmen, diese möglichst schnell umzusetzen, um eine sichere und effiziente virtuelle Arbeitsumgebung zu gewährleisten.

 

Eine kostenfreie Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnissen der Umfrage sind ab sofort unter folgendem Link verfügbar: https://www.oneidentity.com/GlobalSurvey2020_IGA_PR. Für die von Dimensional Research durchgeführte Studie wurden zwischen dem 20. August und dem 3. September 2020 1216 IT-Sicherheitsexperten befragt.

 

Danach gaben IT-Sicherheitsverantwortliche fast vollständig (99 %) an, dass ihr Unternehmen aufgrund von Covid-19 auf Remote Working umgestellt habe. Allerdings bewertete nur ein Drittel der Befragten den Übergang als »reibungslos«.

 

Von zehn Befragten waren mehr als sechs (62 %) der Meinung, dass eine Cloud-Infrastruktur für ihre Organisationen heute wichtiger sei als noch vor zwölf Monaten. Einunddreißig Prozent führen diese Entwicklung direkt auf Covid-19 zurück. Die Cloud ist inzwischen der Dreh- und Angelpunkt der neuen Arbeitsrealität, da sie Mitarbeitern die notwendige Flexibilität erlaubt. Die Ergebnisse der Befragung deuten darauf hin, dass die bis dato bereits gestiegene Anwendung bei Cloud-basierten Infrastrukturen nicht annähernd ausreicht, um die dramatische Verlagerung der IT-Landschaft innerhalb von Organisationen entsprechend abzubilden.

 

»Die Studie belegt eindeutig, dass Cloud Computing für viele Unternehmen der sprichwörtliche Lebensretter war, da IT-Teams nur so in der Lage waren, die massive Verlagerung hin zu einem Arbeitsmodell außerhalb des Büros zu bewältigen,« so Darrell Long, President und General Manager bei One Identity. »Während klar war, dass die Veränderungen für alle sehr plötzlich kamen, war ein Ergebnis besonders interessant. Nämlich das Ausmaß, in dem die Unternehmen gezwungen waren, sich unmittelbar und direkt auf die Herausforderungen einer massiven Verlagerung in die Cloud zu fokussieren. Und hierbei hauptsächlich auf Lösungen, die eine einheitliche Administration und Absicherung bieten, wer wie auf was Zugriff hat.«

 

Die Verschiebung der Prioritäten lässt auf eine Fokussierung der Unternehmen auf grundlegende Sicherheitsanforderungen schließen. Im Vergleich der Ergebnisse vor 12 Monaten gaben 50 % der Befragten an, dass sie Zugangsverwaltungs-Technologie eine höhere Priorität einräumen, und 31 % führen diese geänderte Priorisierung direkt auf Covid-19 zurück. Ebenso sind für mehr als die Hälfte der Befragten die Administration des Identitäts- und Zugriffs-Lebenszyklus, Identitätsprozesse und -Abläufe sowie Rollenmanagement wichtiger als noch vor 12 Monaten.

 

Möglicherweise noch unter den Eindruck des Schocks, gaben lediglich 45 % der IT-Sicherheitsverantwortlichen an, auf die erforderlichen Änderungen in der IT-Infrastruktur vorbereitet zu sein, wenn die Mitarbeiter wieder in die Büros zurückkehren. Gleichzeitig drückten aber zwei Drittel (66 %) ein gestiegenes Vertrauen in die Wirksamkeit ihrer Identitätsverwaltungsprogramme aus, betrachtet vor dem Hintergrund der durch Covid-19 verursachten Veränderungen.

 

Darrell Long: »Die Wahrheit ist: Covid-19 hat weder etwas an der Notwendigkeit geändert, produktiv zu sein, noch an den regulatorischen Compliance-Anforderungen für Unternehmen. Mit der Situation konfrontiert, haben IT- und Sicherheitsteams ihr Möglichstes getan, um ihre Systeme so aufzustellen, dass ein sicheres und kontrolliertes Arbeiten von zu Hause möglich ist. Diese Teams haben sich in gewissem Maße dank der Investitionen in die Cloud schon vor Covid-19 auf die neue Lage vorbereiten können. Gleichzeitig kämpfen die meisten von ihnen immer noch mit den Herausforderungen einer Remote IT, während die Mitarbeiter sich der neuen Situation anpassen. IT- und Sicherheitsteams haben es aber geschafft, wirksame Prozesse einzuziehen, damit die Belegschaft einerseits auf die nötigen Ressourcen zugreifen kann und andererseits die Sicherheitsherausforderungen zu adressieren, die mit der neuen Arbeitsumgebung einhergehen.«

 

Unter dem Titel »And the Survey Says: Insights gained from the annual One Identity Global Survey” präsentiert Todd Petersen, IAM Evangelist, im Rahmen einer Live Session auf der UNITE-Konferenz am 10. November 2020, um 11 Uhr EST/17 Uhr CET, eine ausführliche Analyse der Studie. Die Registrierung ist kostenlos und über die Online-Site https://www.oneidentity.com/unite-conference/ möglich.

 

 

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