Deutsche glauben an Erfolg durch neue Technologien

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72 Prozent der Unternehmensentscheider und Angestellten in Deutschland sind offen für neue digitale Lösungen, um zusätzliches Geschäft zu generieren oder neue Geschäftsfelder zu erschließen. Genutzt werden viele der Technologien aber noch nicht flächendeckend.

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Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag der Alibaba Group die Frage untersucht, wie bereit Unternehmensentscheider und Angestellte in Deutschland für neue digitale Technologien im Arbeitsumfeld sind – zum Beispiel Livestreaming, mobile Bezahlsysteme, Chatbots oder Cloud- beziehungsweise KI-Lösungen [1].
Eine große Mehrheit (72 Prozent) ist demnach grundsätzlich offen für derartige neue digitale Technologien. Fast jeder Dritte kann sich zukünftig die Nutzung solcher Technologien vorstellen und knapp 60 Prozent glauben, dass solche Technologien ihrem Unternehmen in Zukunft weiterhelfen werden, zusätzliche Einnahmequellen zu generieren oder neue Geschäftsfelder zu erschließen.

  • 20 Prozent der Befragten sind zur Gänze vom Potenzial neuer Technologien wie Livestreaming, mobile Bezahlsysteme, Chatbots oder Cloud- beziehungsweise KI-Lösungen für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens überzeugt – weitere 39 Prozent zeigten sich »teilweise überzeugt«.
  • Insbesondere die Entscheider der Unternehmen (83 Prozent) zeigen sich grundsätzlich offen gegenüber diesen Technologien (Angestellte: 62 Prozent).
  • Die älteren Befragten (ab 55 Jahre) sind ebenso interessiert wie ihre jüngeren Kollegen (18 bis 55 Jahre).
  • Tendenziell wächst mit der Unternehmensgröße auch das Interesse an neuen Technologien: Während kleine Unternehmen mit bis zu 19 Mitarbeitern »nur« zu 57 Prozent an neuen digitalen Technologien interessiert sind oder diese für relevant halten, sind es bei Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern bereits 81 Prozent.

Aktuell werden derartige Technologien in deutschen Unternehmen aber noch nicht flächendeckend angewandt:

  • Livestreaming zu Vertriebszwecken nutzen bspw. nur sechs Prozent der Befragten; KI-gestützte Technologien nur vier Prozent und Cloud-basierte Anwendungen werden ebenfalls nur von sechs Prozent der Umfrageteilnehmer genutzt.
  • Die Bereitschaft zur Einbindung dieser digitalen Möglichkeiten in Unternehmen ist gleichwohl hoch: Livestreaming wird von 38 Prozent der Befragten gewünscht, KI-gestützte Technologien liegen bei 34 Prozent und Cloud-basierte Anwendungen bei 31 Prozent.
  • Der Mehrwert mobiler Bezahltechnologien wird mehrheitlich erkannt: Ein Interesse daran gab mehr als die Hälfe (52 Prozent) zu Protokoll.

»Die Zahlen spiegeln die große Bereitschaft innerhalb der deutschen Arbeitswelt, sich neuen Technologien zuzuwenden, um bestehende Arbeits- und Geschäftsmodelle zu unterstützen und weiter zu entwickeln«, kommentiert Karl Wehner, Geschäftsführer Deutschland, Österreich, Schweiz bei der Alibaba Group. »Zugleich zeigt sich aber auch, dass viele der Möglichkeiten noch nicht im Alltag der Unternehmen angekommen sind – nur sechs Prozent der Befragten nutzen etwa Livestreaming. Hier sehen wir enormes Potenzial für Deutschland.«

Deutscher Vorreiter: Beurer
Wie hilfreich etwa Livestreaming sein kann, um in Zeiten eingeschränkter Mobilität dennoch Vertriebserfolge zu erzielen, zeigte sich während des jüngsten »618 Shopping Festival« in China: Auf Taobao Live, dem Streaming-Kanal von Alibaba, stieg die Gesamtzahl der Livestreams im Vergleich zum Vorjahr um 123 Prozent. Die Plattform brachte ihren Händlern allein am Eröffnungstag des mehrtätigen Events einen Umsatz von 721 Millionen US-Dollar ein.
Wie man etwa binnen Minuten 12.000 Thermometer verkaufen kann, hat die deutsche Traditionsmarke Beurer, renommierter Hersteller spezialisierter medizinischer Produkte, jüngst in China bewiesen: Top-Influencerin Viya hatte die Beurer-Produkte in ihrem Livestream angeboten. Beurer avancierte damit prompt zum Bestseller auf der chinesischen Crossborder-B2C-Plattform Tmall Global.
Die Situation der vergangenen Monate hat viele Menschen in Deutschland dazu veranlasst, Dinge des täglichen Lebens online zu erledigen. Wie der Digitalverband Bitkom untersucht hat, kauft beispielweise jeder fünfte Deutsche seit Beginn der Pandemie mehr im Internet ein.
»Die Bewegung hin zum »Digital Lifestyle«, die bisher im privaten Umfeld stattgefunden hat, findet analog nun auch in der Geschäftswelt statt – unsere Zahlen unterstreichen das«, so Wehner weiter. »Technologien wie Livestreaming werden sich immer mehr durchsetzen – im Handel, aber auch in anderen Branchen. Wir erleben in diesen Tagen hautnah, wie aus einem »Digital First« ein »Digital Everything« wird, privat wie beruflich. Beispiele wie das von Beurer zeigen anschaulich, dass digitale Infrastruktur helfen kann, neue Märkte oder Geschäftsfelder zu erschließen, Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen zukunftsfähiger zu machen. Anhand unserer Zahlen sind wir überzeugt, dass deutsche Unternehmen, speziell der hierzulande so enorm wichtige Mittelstand, dazu bereit ist.«

[1] YouGov fragte online 524 Personen von Unternehmen in Deutschland, und zwar einerseits Entscheider vom mittleren Management aufwärts sowie andererseits Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung. Umfragezeitraum: 16. bis 18. Juni 2020.

 

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