Digitale Daseinsvorsorge statt Pilotbetrieb: Kommunen fordern verlässliche Smart-City-Strukturen

Illustration Absmeier foto ki designer

Deutschlands Kommunen stehen bei der Digitalisierung an einem Wendepunkt: Förderprojekte laufen aus, während Erwartungen an digitale Verwaltung, Mobilität und Daseinsvorsorge steigen. Sechs Spitzenorganisationen verlangen deshalb dauerhafte Finanzierung, gemeinsame technische Standards und einen Beschaffungsweg, über den erprobte Lösungen schneller in Städte, Landkreise und Gemeinden gelangen. Für IT-Verantwortliche entscheidet sich nun, ob aus einzelnen Smart-City-Leuchttürmen eine belastbare Infrastruktur für die Fläche wird.

Management Summary

  • Förderlogik ablösen: Smart-City-Strukturen sollen dauerhaft finanziert und als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge behandelt werden.
  • Standards verbindlich machen: Interoperable Datenplattformen, Schnittstellen und offene Standards sind die Voraussetzung für Nachnutzung und Skalierung.
  • Deutschland-Stack kommunal denken: Die nationale Digitalarchitektur muss Anforderungen von Städten, Landkreisen, Gemeinden und kommunalen Unternehmen von Beginn an berücksichtigen.
  • Beschaffung beschleunigen: Der Marktplatz Deutschland Digital soll erprobte Lösungen auffindbar, vergleichbar und rechtssicher bestellbar machen.
  • Betrieb professionalisieren: Kommunen benötigen Beratung für Auswahl, Einführung, Finanzierung, Sicherheit und dauerhaften Betrieb digitaler Lösungen.

 

Die Digitalisierung der Kommunen darf nicht länger von befristeten Modellprojekten abhängen. Das fordern der Digitalverband Bitkom, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in einem gemeinsamen Positionspapier [1].

Anlass der konzertierten Aktion ist das Auslaufen zentraler Förderprogramme wie der Modellprojekte Smart Cities des Bundesbauministeriums. Deshalb fordern die sechs Organisationen, die weitere Digitalisierung von Städten und Regionen aus der bisherigen Förderlogik herauszuführen und in dauerhaft finanzierte Strukturen zu bringen, die allen Kommunen zugutekommen.

Wie ungleich der digitale Fortschritt bislang verteilt ist, zeigt der Smart City Index des Bitkom. Selbst unter den 83 deutschen Großstädten kommen die kleinsten mit 100.000 bis 149.999 Einwohnern im Schnitt nur auf 66,8 von 100 möglichen Punkten, was ihren Digitalisierungsgrad angeht. Städte mit mehr als einer Million Einwohnern erreichen im Schnitt 87,5 Punkte.

»Viele Städte haben gezeigt, dass Smart City funktioniert. Jetzt muss aus einzelnen Erfolgen eine digitale Grundversorgung für alle Kommunen werden, gerade auch für die kleineren«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

»Nach Jahren der Modellprojekte brauchen wir Strukturen, die dauerhaft tragen. Das heißt insbesondere: Der künftige Deutschland-Stack muss bis ins kleinste Rathaus reichen.«

 

Das Papier enthält vier konkrete Forderungen.

Erstens soll das Thema einen festen Platz in der Digitalpolitik von Bund und Ländern bekommen, unter Einbeziehung des Bundesdigitalministeriums und der Digitalressorts der Länder.

Zweitens sollen Bund und Länder den Kommunen dauerhaft digitale Basisinfrastrukturen bereitstellen und finanzieren. Dazu gehören zum Beispiel Datenplattformen, auf denen Informationen aus der ganzen Stadt oder dem Landkreis zusammenlaufen. Darauf bauen Anwendungen auf, die Bürgerinnen und Bürger im Alltag nutzen, etwa eine App, die freie Parkplätze oder die tatsächliche Ankunftszeit des nächsten Busses anzeigt. Damit die Basisinfrastrukturen zusammenpassen, brauchen sie gemeinsame Standards. Der Deutschland-Stack, die gemeinsame technische Grundlage, die der Bund gerade für die digitale Verwaltung aufbaut, sollte diese Standards und Schnittstellen von Anfang an berücksichtigen, damit sich kommunale Lösungen leicht anbinden lassen.

Drittens soll der Online-Marktplatz »Marktplatz Deutschland Digital« so ausgebaut werden, dass Kommunen dort erprobte Smart-City-Lösungen öffentlicher und privater Anbieter finden und direkt einkaufen können, statt Lösungen selbst zu entwickeln.

Und viertens braucht es eine zentrale Anlaufstelle, die Kommunen und ihre kommunalen Unternehmen wie Stadtwerke berät und begleitet, von der Auswahl einer Lösung über die Einführung bis zum Betrieb und zur Finanzierung.

 

Illustration Absmeier infografik (c) ki designer

Tipps für Kommunen und kommunale IT-Verantwortliche

 

  1. Bestand zuerst erfassen
    Bevor eine Kommune neue Plattformen oder Fachanwendungen beschafft, sollte sie zunächst Transparenz über die vorhandene IT- und Datenlandschaft schaffen. Dazu gehören Anwendungen, Datenbestände, Schnittstellen, Verträge, Lizenzen, Betriebskosten, Schutzbedarfe und organisatorische Zuständigkeiten. Ein zentrales Architekturregister macht Abhängigkeiten sichtbar und zeigt, wo Systeme doppelt vorhanden sind, Daten manuell übertragen werden oder Verträge eine spätere Migration erschweren. Das Register sollte nicht als einmalige Bestandsaufnahme verstanden werden, sondern klare Verantwortliche und einen regelmäßigen Aktualisierungsprozess erhalten.
    Praxisbeispiel: Eine Kreisverwaltung plant ein zentrales Bürgerportal. Die Bestandsaufnahme zeigt, dass mehrere Fachämter bereits eigene Termin- und Antragslösungen betreiben. Statt ein weiteres isoliertes System einzuführen, definiert die Verwaltung zunächst gemeinsame Schnittstellen und führt die bestehenden Dienste schrittweise über ein einheitliches Portal zusammen.
  2. Use Cases priorisieren
    Nicht jedes technisch interessante Vorhaben erzeugt automatisch einen hohen öffentlichen Nutzen. Kommunen sollten mögliche Anwendungsfälle deshalb anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs bewerten. Wichtige Faktoren sind der Nutzen für Bürgerinnen und Bürger, der Beitrag zu Verwaltungszielen, die technische und organisatorische Umsetzbarkeit, die Verfügbarkeit geeigneter Daten, Datenschutz und Cybersicherheit, die Nachnutzbarkeit sowie Investitions- und Betriebskosten. Eine transparente Bewertung erleichtert politische Entscheidungen und verhindert, dass knappe Ressourcen auf zu viele Pilotprojekte verteilt werden.
    Praxisbeispiel: Eine Stadt vergleicht drei Vorhaben: intelligente Parkraumerfassung, eine Bewässerungssteuerung für Stadtbäume und einen digitalen Mängelmelder. Weil bereits Sensordaten für Grünflächen vorliegen und Trockenperioden hohe Pflegekosten verursachen, erhält die Bewässerungssteuerung zunächst Priorität. Der Mängelmelder folgt, weil dafür eine nachnutzbare Lösung aus einer Nachbarkommune verfügbar ist.
  3. Interoperabilität vertraglich sichern
    Offene Schnittstellen und exportierbare Daten sollten nicht nur technische Wünsche bleiben, sondern verbindlicher Bestandteil von Leistungsbeschreibung und Vertrag sein. Kommunen sollten festlegen, in welchen Formaten Daten bereitgestellt werden, wie Schnittstellen dokumentiert sind, welche Standards gelten und welche Kosten bei einer Anbindung entstehen. Ebenso wichtig sind Exit-Regeln: Bei einem Anbieterwechsel müssen Daten vollständig, strukturiert und ohne unverhältnismäßige Zusatzkosten übertragen werden können. So lässt sich die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern begrenzen.
    Praxisbeispiel: Bei der Ausschreibung einer urbanen Datenplattform verlangt eine Kommune dokumentierte Programmierschnittstellen, standardisierte Datenmodelle und einen jährlichen Datenexport. Als nach einigen Jahren ein neuer Mobilitätsdienst angebunden wird, kann dieser vorhandene Verkehrs- und Parkdaten nutzen, ohne dass eine teure Sonderintegration entwickelt werden muss.
  4. Betrieb früh planen
    Ein Pilotprojekt ist erst dann nachhaltig, wenn Finanzierung, Personal und technische Verantwortung auch nach der Einführungsphase gesichert sind. Bereits vor dem Start sollten Service-Level, Supportzeiten, Update- und Patch-Prozesse, Backup und Wiederanlauf, Notfallvorsorge, Schulungsbedarf und laufende Kosten definiert werden. Zudem muss klar sein, ob die Kommune selbst betreibt, einen kommunalen IT-Dienstleister einbindet oder einen externen Service nutzt. Eine belastbare Betriebskalkulation sollte mindestens den vorgesehenen Nutzungszeitraum abdecken.
    Praxisbeispiel: Eine Gemeinde testet Sensoren zur Messung von Wasserständen. Vor der Ausweitung auf weitere Standorte vereinbart sie Zuständigkeiten zwischen Bauhof, Feuerwehr und IT-Dienstleister, legt Reaktionszeiten bei Ausfällen fest und plant Batteriewechsel, Mobilfunkkosten und Softwarepflege für fünf Jahre ein.
  5. Nachnutzung organisieren
    Vor einer Eigenentwicklung sollte systematisch geprüft werden, ob Bund, Länder, andere Kommunen, kommunale IT-Dienstleister oder der Marktplatz Deutschland Digital bereits geeignete Lösungen anbieten. Nachnutzung bedeutet jedoch nicht, eine Anwendung unverändert zu übernehmen. Erforderlich sind eine fachliche und technische Prüfung, ein Vergleich der Betriebsmodelle sowie gegebenenfalls eine gemeinsame Weiterentwicklung. Interkommunale Kooperationen können Beschaffung, Einführung, Schulung und Support bündeln und damit Aufwand und Kosten verteilen.
    Praxisbeispiel: Mehrere kleinere Gemeinden benötigen eine Lösung für digitale Bauanträge. Anstatt jeweils eigene Ausschreibungen zu starten, übernehmen sie gemeinsam eine in einem anderen Landkreis erprobte Anwendung, vereinheitlichen ihre Prozesse und beauftragen einen regionalen IT-Dienstleister mit Betrieb und Support.
  6. Kommunale Unternehmen einbinden
    Stadtwerke, Verkehrsbetriebe, Entsorger und weitere kommunale Unternehmen verfügen über wichtige Infrastrukturen, Daten und Betriebserfahrung. Sie sollten deshalb frühzeitig an Zielbild, Datenarchitektur, Sicherheitskonzept und Betriebsmodell beteiligt werden. Dabei müssen Rollen, Zugriffsrechte, Verantwortlichkeiten und zulässige Verwendungszwecke der Daten eindeutig geregelt sein. Eine gemeinsame Governance verhindert parallele Plattformen und erleichtert sektorübergreifende Dienste.
    Praxisbeispiel: Eine Stadt entwickelt ein kommunales Lagebild für Hitzeperioden. Das Umweltamt liefert Klimadaten, die Stadtwerke Informationen zum Wasserverbrauch, der Verkehrsbetrieb Daten zu Haltestellen und das Gesundheitsamt Hinweise zu gefährdeten Einrichtungen. Eine gemeinsame Datenvereinbarung legt fest, welche Informationen aggregiert werden und wer im Ereignisfall welche Maßnahmen auslöst.
  7. Erfolg messbar machen
    Digitale Vorhaben brauchen wenige, klar definierte Kennzahlen, die zum jeweiligen Ziel passen. Geeignet sind beispielsweise Bearbeitungszeit, Nutzungsquote, Systemverfügbarkeit, Kosten je Vorgang, Zahl vermiedener Medienbrüche, Energieverbrauch oder Reaktionszeit im Störungsfall. Ausgangswerte sollten vor Projektbeginn erhoben und Zielwerte mit Verantwortlichen sowie Messintervallen vereinbart werden. Neben Effizienzkennzahlen gehört auch die Qualität der Leistung in die Bewertung, etwa Verständlichkeit, Barrierefreiheit oder Zufriedenheit der Nutzenden.
    Praxisbeispiel: Nach Einführung eines digitalen Bewohnerparkausweises misst eine Stadt nicht nur die Zahl der Online-Anträge. Sie vergleicht zusätzlich die durchschnittliche Bearbeitungszeit, Rückfragenquote, Kosten je Antrag und Nutzung durch verschiedene Altersgruppen mit den Ausgangswerten. So erkennt sie, ob der neue Dienst tatsächlich einfacher und wirtschaftlicher ist.

 

FAQ: Smarte Städte und Regionen

  1. Was fordern die beteiligten Verbände?
    Sie wollen Smart-City- und Smart-Region-Lösungen aus befristeten Modellprogrammen in dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen überführen. Dazu nennen sie vier Handlungsfelder: politische Verankerung, interoperable Basisinfrastrukturen, Ausbau des Marktplatzes Deutschland Digital und eine zentrale Unterstützungsstelle. [1]
  2. Warum reicht eine Projektförderung nicht aus?
    Ein zeitlich begrenztes Projekt finanziert häufig Entwicklung und Erprobung, nicht aber den langfristigen Betrieb, die Pflege, den Support und die Übertragung auf andere Kommunen. Das Positionspapier stellt deshalb Verstetigung und Nachnutzung in den Mittelpunkt. [1]
  3. Was ist mit digitaler Grundversorgung gemeint?
    Gemeint sind dauerhaft verfügbare digitale Grundlagen für kommunale Leistungen, etwa interoperable Datenplattformen, standardisierte Schnittstellen und wiederverwendbare Komponenten. Darauf können Dienste für Verwaltung, Mobilität, Energie oder Bürgerinformation aufbauen. [1]
  4. Welche Rolle spielt der Deutschland-Stack?
    Der Deutschland-Stack soll gemeinsame, souveräne, europäisch anschlussfähige und interoperable Komponenten für Bund, Länder und Kommunen bereitstellen. Nach Angaben des Bundes wird bis 2028 iterativ an konkreten Angeboten gearbeitet. [2]
  5. Was ist der Marktplatz Deutschland Digital?
    Er ist eine zentrale Plattform für die Bereitstellung und Beschaffung digitaler Produkte für Verwaltungen. Die Plattform beschreibt ihr Ziel als einfache, transparente und rechtssichere Beschaffung sowie Nachnutzung vorhandener Lösungen. [3]
  6. Warum sind offene Standards und Schnittstellen wichtig?
    Sie erleichtern den Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen, verringern Integrationsaufwand und unterstützen die Wiederverwendung von Lösungen. Der Bund führt offene Standards, Open Source und Interoperabilität als Grundprinzipien des Deutschland-Stacks auf. [2]
  7. Wie groß ist das Digitalgefälle zwischen deutschen Großstädten?
    Der Smart City Index 2026 untersucht 83 Großstädte. Im Durchschnitt erreichen sie 73,8 von 100 Punkten; Stuttgart liegt mit 92,8 Punkten vorn. Das Verbändepapier verweist zusätzlich auf deutliche Unterschiede nach Stadtgröße. [1] [4]
  8. Welche Aufgaben hätte eine zentrale Beratungsstelle?
    Nach der Forderung der Verbände soll sie Kommunen und kommunale Unternehmen von der Auswahl geeigneter Lösungen über Einführung und Betrieb bis zu Finanzierungsfragen begleiten. [1]
  9. Was sollten Kommunen vor einer Beschaffung klären?
    Wesentlich sind Zielbild, Nutzen, Datenverantwortung, Datenschutz, Informationssicherheit, Schnittstellen, Betriebsmodell, Folgekosten, Exit-Regeln und messbare Erfolgskriterien. Zudem sollte geprüft werden, ob eine erprobte Lösung bereits nachnutzbar ist.
  10. Wo wird das Thema 2026 weiter diskutiert?
    Die Smart Country Convention findet vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin statt. Der Veranstalter nennt Portugal als Partnerland; am 15. Oktober ist ein Resilience Day zu Cyberangriffen, Spionage, Sabotage und kritischen Infrastrukturen vorgesehen. [5] [6]
Quellen
[1] Das Positionspapier »Smarte Städte und Regionen strukturell und nachhaltig absichern» steht hier zum Download bereit: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Smarte-Staedte-und-Regionen-strukturell-und-nachhaltig-absichern
[2] https://bmds.bund.de/themen/digitaler-staat/deutschland-stack
[3] https://marktplatz-deutschland-digital.de/
[4] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Smart-City-Index-2026-Stuttgart-loest-Muenchen-an-Spitze-ab
[5] https://www.smartcountry.berlin/
[6] https://www.smartcountry.berlin/de/themen/fokusthema
Management Summary, FAQ und Bild wurden mit Hilfe von KI erstellt

 

Die digitale Transformation von Städten, Regionen und Behörden ist auch Thema der Smart Country Convention, Deutschlands führender Veranstaltung für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Vom 13. bis 15. Oktober 2026 kommen auf dem Berliner Messegelände mehr als 23.000 Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen Staatsmodernisierung, Verwaltungsdigitalisierung, Künstliche Intelligenz, digitale Teilhabe, digitale Souveränität, Cybersicherheit sowie in diesem Jahr das Thema Widerstandsfähigkeit im Krisenfall. Diesem Thema widmet die Smart Country Convention erstmals einen eigenen Resilience Day am 15. Oktober. Die Schirmherrschaft der SCCON hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernommen, Partnerland 2026 ist Portugal. Weitere Informationen gibt es unter www.smartcountry.berlin .

 

675 Artikel zu „Smart City“

Top 10 des Smart City Index 2025: Wenn Städte einen digitalen Zwilling bauen

Fast alle Städte setzen bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien.   Ob künstliche Intelligenz, intelligente Netze oder sogar der digitale Zwilling des Energienetzes: die meisten deutschen Großstädte setzen bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien. Drei Viertel (76 Prozent) haben solche Lösungen bereits im Einsatz, bei 12 Prozent befinden sie sich gerade…

Smart City made in Europe – ohne USA und China

Dr. Daniel Trauth setzt sich für die digitale Souveränität europäischer Kommunen bei der Entwicklung von Smart Cities ein und warnt vor einer Abhängigkeit von US- und chinesischen Digitalkonzernen, indem er mit urbanOS ein vollständig in Deutschland entwickeltes Betriebssystem und europäische Sensoren verwendet. Die erfassten Daten werden ausschließlich anonymisiert und DSGVO-konform verarbeitet, wobei moderne Technologien wie…

Zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands können bald in einer Smart City leben

Über 5.400 Postleitzahlgebiete lassen sich über Funk direkt an das zentrale deutsche Smart-City-Zentrum mit dem Betriebssystem urbanOS in Köln anschließen. Bürgernetze (LoRaWAN) sind ein Schlüssel zur flächendeckenden »Smartisierung« Deutschlands.   »Zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands könnten binnen weniger Monate in einer Smart City leben«, sagt Dr. Daniel Trauth, der als Experte für die »Smartisierung« von…

Smart City Live: Mit KI Innenstädte wieder attraktiver machen und stärker beleben

Passantenströme DSGVO-konform analysieren, ÖPNV optimieren, Einkaufen in der City belohnen.   Wie lässt sich den Innenstädten wieder mehr Glanz verleihen, wie kann man den Einzelhandel stärker beleben? Diese Frage beschäftigt viele kommunale Entscheidungsträger. Mit künstlicher Intelligenz (KI) als Teil einer Smart City, lautet die Antwort darauf, die das Kölner Startup dataMatters gibt.   Die Ausgründung…

Smart City Index: Großstädte setzen bei Mobilität voll auf Digitalisierung

Mehrheit nutzt inzwischen intelligente Ampeln, und Verkehrs-Apps, Sharing-Angebote legen deutlich zu. Bitkom veröffentlicht »Smart City Index 2024 Studienbericht« [1].     Die deutschen Großstädte haben bei Bus und Bahn, Auto und Rad in den vergangenen Jahren den Schalter umgelegt und setzen in der großen Mehrheit breit auf digitale Technologien. So gab es im vergangenen Jahr…

IoT, Smart City und Digital Payments sind für die meisten Deutschen noch Neuland

Nur 20 Prozent der deutschen Verbraucher trauen es sich zu, eine Definition des Internet of Things (IoT) zu geben. Den Begriff »Smart City« können nur 25 Prozent definieren, so eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag von Utimaco [1]. Auch was die Nutzung von Smart-Home-Geräten und digitalem Bezahlen angeht, bleibt die Mehrheit der Befragten technologieskeptisch.  …

Smart City: Wie digitale Bezahllösungen Städte und Regionen smarter machen

Digitale Bezahllösungen unterstützen digitale Transformation und machen Kommunen effizienter, bürgerfreundlicher und nachhaltiger. Bitkom-Positionspapier »Digitales Bezahlen in der Smart City und Smart Region«.   Ein Ticket für Bus und Bahn kaufen, das nächste Car-Sharing-Auto buchen, Eintritt für Museum oder Oper zahlen – und das alles über eine Plattform, die auch jenseits des Bezahlvorgangs Mehrwert schafft: Digitale…

Smart City Index – aber wie sicher ist »smart«

Hamburg ist die smarteste Stadt Deutschlands. Die Hansestadt rangiert mit deutlichem Abstand an der Spitze des Smart City Index, den der Digitalverband Bitkom für alle 81 deutschen Großstädte heute vorgestellt hat. Hamburg erreicht 79,5 von 100 möglichen Punkten. Dahinter liegen nahezu gleichauf Karlsruhe (69,0 Punkte) und Stuttgart (68,6) auf den Plätzen 2 und 3, dicht…

Baltimore ist »Smart City ready« – wirklich?

Der aktuelle Hackerangriff auf die Stadtverwaltung Baltimore schlägt hohe Wellen. Wieder einmal zeigt sich, dass nicht gepatchte Systeme zu den größten Sicherheitsgefahren gehören. Die Herstellung einer Cyber-Security-Hygiene mit elementaren Sicherheitsmaßnahmen darf nicht am Geld scheitern, sagt NTT Security, ansonsten wird auch die Umsetzung ambitionierter Smart-Society-Ziele am Misstrauen des Bürgers scheitern. Bei der Stadtverwaltung Baltimore haben…

Smart City und SD-WAN: Wie die digitale Transformation Städte intelligenter macht

Eine flächendeckende drahtlose Konnektivität in Städten gepaart mit IoT-Technologie – diese Kombination eröffnet neue, vielfältige Möglichkeiten für die Entwicklung intelligenter Städte, sogenannter Smart Cities. In puncto Netzwerktechnologie erfordern Smart Cities einen modernen Software-definierten Ansatz für Wide Area Networking, kurz: SD-WAN. WANs für intelligente Städte müssen mehr denn je agil, geradezu elastisch sein. Kommunen jeglicher Größe…

Sicherheit in der »Smart City« – worauf es ankommt

Technologien verändern unseren Alltag, das zeigt ein kurzer Blick auf die Kommunikation: Vom Anruf per Festnetztelefon, hin zu WhatsApp, Mail und vielen anderen Möglichkeiten. Dieser Wandel geht noch weiter: Smarte Geräte sind Standard und nicht nur unsere Telefone und Tablets, auch Fernseher, Kühlschränke und Heizungen kommunizieren mittlerweile über das Internet miteinander und mit uns. Die…

Smart City ist noch ein spanisches Dorf, weckt aber Interesse

Vor allem Energieeffizienz ist attraktiv. Selbstfahrende Autos, energiesparende Bauweise, künstliche Intelligenz – kaum ein Tag vergeht ohne die Verlautbarung von Neuerungen in diesen Bereichen. Fragt man jedoch in der Bevölkerung nach Smart City, herrscht meist Schweigen im Walde. Nur knapp jedem Fünften ist der Begriff geläufig. Doch was verbindet man damit? Und welche Optionen wecken…

Smart City – Die Stadt der Zukunft

Mit intelligenter IT die Lebensqualität in Großstädten verbessern. 2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Daraus ergeben sich völlig neue Herausforderungen. Mehr Menschen in Städten benötigen mehr Energie. Der Ressourcenverbrauch stößt in völlig neue Dimensionen. Das Gebot der Stunde lautet: Effizienz. Nicht nur, um den Energieeinsatz aus Gründen des Klimaschutzes zu minimieren. Städte…

»Smart City« : Wien international auf Platz Eins – Dienstleistungsmarkt für Smart Cities bietet großes Potenzial

Neuer »Smart City Index« von Roland Berger analysiert erstmals systematisch die Strategien der weltweiten Großstädte. Das Ranking: Wien, Chicago und Singapur sind die Städte mit den besten Strategieansätzen. 87 untersuchte Städte: Alle zeigen Verbesserungspotenzial – meist fehlt eine ganzheitliche Sicht. Weltweiter Markt für Smart-City-Lösungen wird sich voraussichtlich von aktuell 13 auf 28 Milliarden Dollar im…

Smart-City-Experte: KI ist für Kommunen wichtiger als 3D

»Das Leitmotiv jeder Smart-City-Initiative sollte sein ›Unsere Stadt soll intelligenter werden‹. Die Grundlage dafür bildet KI, die mit realen Daten vor Ort arbeitet.«   »KI-Systeme, die fortlaufend mit Daten aus kommunalen Sensoren versorgt werden und darauf basierend entscheidungsrelevante Informationen liefern, stellen das Kernstück einer Smart City dar, nicht 3D-Modelle der Straßen und Gebäude«, sagt der…

Wohnen, Energie und Mobilität: Digital Twins bilden die Grundlage für Smart-City-Konzepte 

Städte nachhaltiger und resilienter zu machen, steht auf der Agenda vieler Planungsbehörden ganz oben. Die Grundlage für solche Smart-City-Konzepte liefern Digital Twins, also virtuelle Abbilder von kompletten Stadtquartieren. NTT erklärt, wie sich mit Hilfe von digitalen Zwillingen Infrastrukturen und Prozesse steuern, analysieren und kontinuierlich verbessern lassen.  Ursprünglich wurden digitale Zwillinge entwickelt, um Fertigungsabläufe mithilfe von…

Smart-City-Konzepte: Zusammenspiel wie im Orchester

Vier von zehn Stadtbewohnern würden in eine Smart City ziehen, ein Drittel der Bürger für digitale Stadtkonzepte sogar bezahlen – das sind die Ergebnisse einer weltweiten Capgemini-Studie. Smart-City-Initiativen werden auch immer häufiger in deutschen Kommunen auf den Weg gebracht. Im Jahr 2019 hat der Smart-City-Atlas von Bitkom, Fraunhofer IESE und Partnern 50 Städte als Vorreiter…

Intelligente Städte – Wie Stream Processing reale Smart-City-Projekte zum Leben erwecken kann

Die öffentliche Diskussion rund um 5G, Digitalisierung und das Internet der Dinge bringen ein weiteres Thema auf die Agenda: Dass Interesse für das Thema Smart City wächst stetig, und es wurden -zumeist außerhalb Europas – bereits einige spannende Technologieprojekte realisiert. Immer mehr Regierungen unternehmen ernsthafte Schritte zur Modernisierung ihrer Infrastruktur, um die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums…