Steigende Sicherheitsrisiken durch veraltete Netzwerkgeräte

Eine neue Studie zeigt die Cybersecurity-Risiken für Unternehmen durch die rasante Zunahme von Remote Working und veraltete Netzwerkgeräte.

 

Laut NTT sind 48 % der Geräte in Unternehmen wegen verlängerter Wiederbeschaffungszyklen und dem Trend zu Multi-Cloud-Umgebungen veraltet oder technisch überholt. 2017 waren es nur 13 %.

 

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Der »2020 Global Network Insights Report« von NTT Ltd. zeigt, dass Unternehmen ihre Anwendungen zunehmend in Multi-Cloud-Umgebungen migrieren und die Cloud-Investitionen die Ausgaben für On-Premises-Infrastrukturen überholt haben. Viele Unternehmen überfordern ihre Netzwerk-Ressourcen und bremsen die Upgrade- und Investitionszyklen für On-Premises-Netzwerke und die Security-Infrastruktur. Dadurch steigt die Zahl veralteter und ungepatchter Netzwerk-Geräte mit riskanten Software-Schwachstellen und damit der Sicherheitsbedrohungen für Unternehmen.

Der Report basiert auf den Daten von über 1.000 Kunden mit insgesamt mehr als 800.000 Netzwerkgeräten. Er zeigt, dass im gewichteten Durchschnitt rund 48 % davon veraltet oder technisch überholt waren – ein enormer Zuwachs gegenüber 13 % im Jahr 2017.

Die Covid-19-Krise und der damit verbundene gestiegene Bandbreitenbedarf bedeutet für Netzwerke eine starke Belastung und verschärft nochmal die bereits vorhandenen Herausforderungen. Der rapide Anstieg von Home-Office-Arbeitsplätzen mit dem damit verbundenen Bedarf an Audio- und Video-Services übt einen enormen Druck auf die Unternehmensnetze aus.

»In dieser neuen Normalität werden viele Unternehmen veranlasst oder sogar gezwungen sein, ihre Netzwerk- und Sicherheitsstrategien samt der Betriebs- und Supportmodelle für ein besseres Risikomanagement zu überprüfen«, erklärt Rob Lopez, Executive Vice President, Intelligent Infrastructure, NTT Ltd. »Wir erwarten einen Strategiewechsel von Business Continuity hin zur Vorbereitung auf eine Zukunft mit gelockerten Lockdown-Beschränkungen. Die Netzwerkinfrastruktur muss so konzipiert und gesteuert werden, dass sie auch bei ungeplanten Ereignissen funktionsfähig bleibt. Das erfordert einen neuen Blick auf Cloud- und On-Premises-Infrastrukturen, um die Folgen kritischer Ausfälle zu mindern und deren Häufigkeit zu reduzieren.«

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Die Sicherheitsrisiken veralteter und überholter Geräte am Arbeitsplatz der Zukunft

Technisch überholte Geräte haben im Schnitt eine zweimal höhere Verwundbarkeit (42 %) als veraltete (27 %) oder aktuelle Geräte (19 %), und verursachen damit unnötige Risiken. Sie werden weiter verschärft, wenn keine Patches oder Betriebssystem-Updates vorgenommen werden. Obwohl Patches relativ einfach durchzuführen und oft kostenloser Bestandteil von Maintainance- oder Garantievereinbarungen sind, verzichten viele Unternehmen darauf.

In der »neuen Normalität« ist Embedded Resilience der Schlüssel für Unternehmen, die ihre Arbeitsweise neu gestalten. Die Pandemie erfordert einen permanenten Wandel in der Art, wie Unternehmen operieren. Dazu gehört die Implementierung smarter Arbeitsplätze, die die nötige Distanz im Büro ermöglichen, bei gleichzeitiger Forcierung von Home-Office-Arbeitsplätzen. Die wachsende Nutzung neuer Wireless-Infrastrukturen (mit einer jährlichen Steigerung von 13 %) und die Zunahme von Home-Office und Co-Working verlangen neue Ansätze für Netzwerk-Architekturen.

Unternehmen benötigen die Tools, das Wissen und die Expertise zur Neukonzipierung von Netzwerken für die kurz-, mittel- und langfristige Evolution der »neuen Normalität«, in der Menschen jederzeit und geräteunabhängig remote arbeiten. Sie brauchen dazu strategische Partner, die ihnen einen Einblick in die Netzwerke der Zukunft vermitteln. Dazu gehört nicht nur der Umgang mit den Räumlichkeiten im Unternehmen, sondern auch mit Arealen in der Öffentlichkeit und im Handel, in denen Social Distancing nur schwer umzusetzen und einzuhalten ist. So können beispielsweise KI und Machine Learning dazu genutzt werden, die Einhaltung der Abstandsregeln zu überwachen – mit dem Netzwerk als Plattform.

 

Die Evolution des Netzwerks muss Hand in Hand gehen mit der digitalen Transformation 

Fortschrittliche Unternehmen nutzen Netzwerke bereits als Teil ihrer Strategien zur digitalen Transformation für neue Business-Modelle (etwa das Internet of Things) oder zur Optimierung existierender Arbeitsabläufe (beispielsweise Asset Tracking). Zudem investieren Organisationen in Technologien wie Robotic Process Automation (RPA) zur Kostenoptimierung und zur agilen Skalierung ihrer Services. In jedem Fall hilft die digitale Transformation dank des Netzwerks bei der Optimierung der Mitarbeiter- und Kundenerfahrungen. Diese Initiativen können nur mit Unterstützung aktueller, sicherer Infrastruktur beschleunigt werden, die sich an den technischen, betrieblichen und finanziellen Voraussetzungen orientiert.

»Das Netzwerk ist die Plattform für die digitale Transformation im Unternehmen«, ergänzt Rob Lopez. »Es muss universell, flexibel, robust und sicher sein, um sich sowohl an den Wandel anzupassen als auch den Reifegrad der Betriebsumgebung erhöhen zu können. Unternehmen, die einen hohen Grad an Netzwerkautomatisierung und -intelligenz zur Optimierung ihrer Prozesse nutzen, erzielen signifikante Wettbewerbsvorteile und realisieren mit Sicherheit die Vorteile der Cloud-Ökonomie.«

 

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