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Die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland würde von ihrem Recht zur Einsicht in die Gehälter der Kolleginnen und Kollegen Gebrauch machen.
Bis zum 7. Juni 2026 muss die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. Die Einsicht in die Gehälter von Kollegen in vergleichbarer Position würde bei fast zwei Dritteln der Beschäftigten in Deutschland die Bereitschaft erhöhen, das eigene Gehalt zu verhandeln. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die Arbeitgeber-Vergleichsplattform kununu in Auftrag gegeben hat und für die 1.033 Beschäftigte befragt wurden [1].
Das Entgelttransparenzgesetz soll sicherstellen, dass Frauen und Männer für gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden, indem es Beschäftigten ein Auskunftsrecht über Vergleichsgehälter gibt und Unternehmen zu mehr Transparenz bei ihren Gehaltsstrukturen verpflichtet.
Gehaltstransparenz treibt Gehaltsverhandlungen
»Wenn Sie genau wüssten, was Ihre Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen: Wie würde sich das auf Ihre Bereitschaft auswirken, Ihr Gehalt zu verhandeln?« Bei 65 Prozent der Beschäftigten würde das die Bereitschaft erhöhen, das eigene Gehalt zu verhandeln. Bei Frauen liegt der Anteil bei 75 Prozent, bei Männern bei 55 Prozent.
Regelung bislang weitgehend unbekannt
Von der kommenden gesetzlichen Regelung zur Gehaltstransparenz haben bislang jedoch erst 46 Prozent der Beschäftigten in Deutschland etwas gehört. Nur 10 Prozent geben an, darüber »gut Bescheid« zu wissen. Deutlich mehr Männern (52 Prozent) als Frauen (39 Prozent) sind die neuen Regeln bekannt.
Mehrheit würde entsprechende Regeln nutzen
»Im Zuge der EU-Entgelttransparenzrichtlinie können Beschäftigte künftig erfahren, ob Männer oder Frauen in vergleichbarer Position in ihren Unternehmen mehr oder weniger verdienen. Was glauben Sie: Wie würden Sie dieses Recht nutzen?« Hier geben 68 Prozent an, bei Bedarf Auskunft zu verlangen. 32 Prozent würden keinen Gebrauch davon machen. Frauen würden mit 76 Prozent deutlich häufiger von ihrem Recht auf Auskunft Gebrauch machen als Männer (60 Prozent).
Zurückhaltung vor allem aus Angst vor Ächtung im Unternehmen
Die häufigsten Gründe, die Befragte nennen, warum sie nicht von ihrem Recht Gebrauch machen würden, sind: Die Angst, als »fordernd oder schwierig« wahrgenommen zu werden (50 Prozent), vor sozialer Ausgrenzung im Team (33 Prozent) und vor einer Verschlechterung des Verhältnisses zur Führungskraft (32 Prozent.
[1] Für die repräsentative Umfrage im Auftrag von kununu befragte das Marktforschungsinstitut bilendi 1.033 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren. 51 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen, 49 Prozent Männer. Die Befragung wurde im Februar 2026 durchgeführt.
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