60 % der Unternehmen werden in großem Umfang auf kleinere Softwareentwicklungsteams umstellen

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  • Kleine Teams gewinnen an Bedeutung, sie sind jedoch kein Mittel zur Kosteneinsparung.

  • Unternehmen, die KI dazu nutzen, Einstiegsstellen für Nachwuchskräfte abzubauen, gefährden damit ihre Talentpipeline in der Softwareentwicklung.

 

Bis 2029 werden 60 % der Unternehmen in großem Umfang kleinere Softwareentwicklungsteams einsetzen; 2026 waren es noch 15 %. Das geht aus einer Prognose von Gartner, Inc., einem Unternehmen für Wirtschafts- und Technologieanalysen, hervor.

»KI verändert die Softwareentwicklung grundlegend. Sie definiert Rollen neu, formt Teams um und treibt die Nachfrage nach mehr, nicht nach weniger, Softwareentwicklern an«, sagte Aliyah Camacho, Principal Analyst bei Gartner. »Die Ressourcen, die erforderlich sind, um den wachsenden Bedarf an Software und komplexen, KI-gestützten Anwendungen zu decken, werden die Effizienzgewinne durch KI übersteigen.«

 

Kleine Teams sind kein Mittel zur Kosteneinsparung

Da KI immer mehr routinemäßige technische Aufgaben übernimmt, werden Entwickler entlastet und können sich stärker auf komplexe Problemlösungen und Innovationen konzentrieren. Dadurch entstehen sogenannte Kleinstteams (Tiny Teams). »Kleinstteams sind keine Maßnahme zur Kostenoptimierung«, sagte Camacho. »Es geht vielmehr darum, Teams neu zu strukturieren, damit die Stärken und Fähigkeiten von Menschen und KI bestmöglich zusammenspielen.«

Die konkrete Größe von Kleinstteams variiert je nach Unternehmen sowie nach den Anforderungen des Funktionsumfangs oder Produkts, das entwickelt wird. »Heutige Kleinstteams bestehen in der Regel aus vier bis fünf Mitgliedern, manche brauchen jedoch nur zwei bis drei. Mit zunehmender Reife der fachlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden und der KI-Fähigkeiten wird das immer häufiger der Fall sein«, sagte Camacho. »Entscheidend ist vor allem, dass Kleinstteams klein genug sind, um agil und wirksam zu bleiben, und gleichzeitig groß genug, um unterschiedliche Ideen und alternative Sichtweisen einzubringen.«

Da Kleinstteams von robusten Plattform-Engineering-Teams unterstützt werden, können sie sich auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren, indem standardisierte, automatisierte Workflows sowie Self-Service-KI-Tools und -Funktionen bereitgestellt werden.

 

Kleinstteams sollten weiterhin Nachwuchstalente einbeziehen

Kleinstteams benötigen vielseitige und qualifizierte Fachkräfte, etwa eine Produktmanagerin oder einen Produktmanager, eine Designerin oder einen Designer für User Experience (UX) beziehungsweise Agent Experience (AX) sowie mindestens eine KI-native Softwareentwicklerin oder einen KI-nativen Softwareentwickler. Führungskräfte im Software Engineering sollten jedoch nicht aufhören, Nachwuchstalente einzustellen und weiterzuentwickeln.

In einem Kleinstteam lösen sich die traditionellen Rollengrenzen im Software Engineering auf, da jedes Teammitglied eine Vielzahl von Verantwortlichkeiten übernimmt – vom Verständnis der Geschäftsziele über das Produktdesign bis hin zur Überwachung von KI-Agenten.

»Eine Verlangsamung der Einstellung von Nachwuchskräften könnte erhebliche Nachteile mit sich bringen, darunter eine Behinderung des Wissenstransfers, eine Einschränkung der internen Talentpipeline und eine stärkere Abhängigkeit von teureren und stärker umkämpften Senior-Positionen«, sagte Camacho.

Gartner prognostiziert, dass Unternehmen, die KI bis 2028 nutzen, um Nachwuchsrollen abzubauen, ihre eigene Talentpipeline im Software Engineering aushöhlen werden.

 
Weitere Einblicke verfügbar
Gartner-Kunden können mehr in den Publikationen »How To Structure AI-Native, Software Engineering Tiny Teams« und »Future of Software Engineering 2030: AI-Native Tiny Teams« lesen. Erfahren Sie im Gartner Software Engineering Score, wie Softwareentwicklungsteams im Vergleich zu anderen abschneiden.
https://www.gartner.com/document-reader/document/7929609?ref=solrResearch&refval=563769476&
https://www.gartner.com/document-reader/document/7530885?ref=solrResearch&refval=563237743&
https://www.gartner.com/en/software-engineering/research/gartner-score-software-engineering

 

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