KI macht Smartphones zur neuen Hochrisiko-Zone der Unternehmens-IT

cover (c) zimperium

Mobile Endgeräte rücken durch KI-gestützte Angriffe ins Zentrum der Cyberabwehr. Der »Global Mobile Threat Report 2026« von Zimperium zeigt, wie stark Phishing, Spyware, Schatten-KI und unsichere KI-generierte Apps die mobile Sicherheitslage in Unternehmen verschärfen – und warum klassische Endpoint-Strategien nicht mehr ausreichen.

Management Summary

  • Mobile Security wird zur KI-Frage: KI-gesteuerte Phishing-Angriffe auf Mobilgeräte sind laut Report im Jahresvergleich um 380 Prozent gestiegen.
  • Smartphones und Tablets entwickeln sich zur bevorzugten Angriffsfläche, weil viele Unternehmen klassische Endpunkte besser schützen als mobile Geräte.
  • Schatten-KI in mobilen Apps verschärft Compliance- und Datenschutzrisiken – besonders bei Android und iOS mit stark wachsender KI-Nutzung.
  • Spyware bleibt ein zentrales Unternehmensrisiko: Laut Report ist sie inzwischen auf fast jedem zehnten Mobilgerät nachweisbar.
  • Unternehmen müssen Mobile Security neu denken – mit Schutz für Geräte, Apps, Daten, Entwicklungsprozesse und KI-generierten Code.

 

 

Zimperium, Sicherheitsexperte für Echtzeitschutz auf Mobilgeräten, hat den »Global Mobile Threat Report 2026« veröffentlicht, der aktuelle Trends bei mobilen Bedrohungen auswertet [1]. Dafür haben Forscher von zLabs gesammelte Bedrohungsdaten analysiert, um neue und dominant auftretende Angriffe und Schwachstellen aufzudecken, die sowohl auf mobilen Geräten als auch in mobilen Apps gefunden werden. Der Security-Report ermittelt, dass mobile KI-Attacken die Bedrohungslage im Unternehmen grundsätzlich verändern.

 

Wichtige Erkenntnisse zur mobilen Sicherheitslage im Überblick:

  • KI-Technologien beschleunigen Phishing-Angriffe: Anstieg KI-gesteuerter Phishing-Attacken auf Mobilgeräte um 380 Prozent im Jahresvergleich
  • Schatten-KI in Mobil-Apps nimmt stark zu: KI-Einsatz ist bei Android-Geräten um das vierzehnfache und bei iOS-Endgeräten um das siebenfache erhöht, was Sicherheits- und Compliance-Teams vor Herausforderungen durch technologische blinde Flecken stellt
  • KI-gestützte Malware führt zu mehr Betrug: Bedrohungsakteure setzen KI bei durchschnittlich 15 MITRE-Angriffstechniken ein
  • Vibe-Coding verschärft App-Risiken: Bis 2027 werden 25 Prozent der Softwarelücken auf KI-generierten Code zurückzuführen sein, gegenüber einem Prozent im Jahr 2023

 

Die mobile Angriffsfläche wächst

In den vergangenen Jahren haben Organisationen stark in den Schutz klassischer Endpunkte, Cloud-Infrastrukturen und Netzwerke investiert. Mobile Sicherheitsmaßnahmen wurden allerdings häufig vernachlässigt. Nicht zuletzt durch den steigenden Einsatz von KI-Technologien sind mobile Endgeräte mittlerweile zur bevorzugten Angriffsfläche geworden.

Aktuelle Untersuchungen von Zimperium zeigen, dass auf mobilen Mitarbeitergeräten entdeckte Phishing-Versuche seit Januar 2025 um 380 Prozent zugenommen haben. Dabei hat sich auch die Zahl der Sicherheitsvorfälle durch Mitarbeiter, die bösartige Links auf ihren mobilen Endgeräten anklickten, um 110 Prozent erhöht. Der Report dokumentiert außerdem, dass der Einsatz von KI zur Generierung schädlicher Inhalte um den Faktor vier bis fünf erfolgreicher ist als menschliche Betrugsversuche. Inzwischen basieren 86 Prozent der Phishing-Angriffe auf KI-generierten Elementen. Generative KI ermöglicht es Angreifern, stärker personalisierte und skalierbare Phishing-Kampagnen zu starten.

 

Cyberangriffe und Spionageprogramme

Die steigende Verbreitung von Spyware bleibt eine der größten Sicherheitsgefahren für alle Mobilgeräte im Unternehmen. Über die Spionageprogramme können Cyberkriminelle sensible Daten wie Anmeldeinformationen und Unternehmensdaten stehlen oder die Kommunikation insgesamt überwachen. Den neuesten Zimperium-Daten zufolge ist Spyware aktuell auf fast jedem zehnten Mobilgerät nachweisbar — ein mehr als vierfacher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Zu den wachsenden Risiken zählt der Einsatz von KI-Technologien auf mobilen Endgeräten. Die KI-Nutzungsrate liegt bei Android-Geräten vierzehnfach und bei iOS-Endgeräten siebenfach höher als im Vorjahreszeitraum. Mit Blick auf strenge Datenschutz- und IT-Compliance-Vorschriften sowie geistige Eigentumsrechte sind IT-Sicherheits-Teams besonders herausgefordert.

Der »Global Mobile Threat Report 2026« untersucht auch, wie sich die Entwicklung von KI-gestützten Anwendungen auf die mobile Sicherheit eines Unternehmens auswirkt. Zwar beschleunigen KI-Technologien die Softwareentwicklung, aber zugleich steigt die Gefahr, dass KI-generierter Code über den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung hinweg nicht ordnungsgemäß abgesichert wird. Im Entwicklungsprozess müssen höchste Sicherheitsvorgaben durchgehend eingehalten werden, um Risiken vor der Bereitstellung minimieren zu können.

»Die Absicherung von Mobilgeräten hat sich durch KI grundsätzlich verändert, weil komplexe Angriffe einfacher durchführbar sind und sich zudem skalieren lassen. Unternehmen müssen ihre Strategien gegen Betrugsversuche entsprechend anpassen, um mobile Endgeräte und Apps ihrer Mitarbeiter wirksam schützen zu können«, bemerkte Shridhar Mittal, CEO bei Zimperium. »Im privatwirtschaftlichen und behördlichen Umfeld gleichermaßen sind häufig unzureichend geschützte Mobilgeräte und Apps zentrale Bestandteile geschäftskritischer Abläufe. Durch KI-gestützte Angriffe steigen die Herausforderungen bei der Abwehr rasant ansteigender Mobilbedrohungen und Cybersicherheitsrisiken.«

 

[1] Methodik: Zur Auswertung der mobilen Sicherheitslage fließen in den Zimperium-Bericht anonymisierte Daten von mobilen Geräten und Anwendungen ein. Die Erkenntnisse basieren auf Bedrohungs- und Risikotelemetriedaten, die im vergangenen Jahr weltweit auf iOS- und Android-Geräten gesammelt wurden. Die Daten im »Global Mobile Threat Report 2026« dokumentieren, dass KI die mobile Enterprise-Bedrohungslandschaft grundlegend verändert. Unternehmen müssen überdenken, wie sie mobile Endgeräte und Applikationen sowie sensible Daten zugriffssicher schützen. Im Rahmen einer robusten Mobile-Security-Strategie können Organisationen sich auch gegen innovative KI-Attacken schützen und einer sich immer schneller weiterentwickelnden Bedrohungslage gerecht werden.
Die Zimperium-Studie »Global Mobile Threat Report 2026« ist kostenlos unter
https://lp.zimperium.com/hubfs/MAPS_MTD/REPORT/GEN/Global%20Mobile%20Threat%20Report%202026.pdf
verfügbar.

FAQ

Warum werden mobile Endgeräte für Unternehmen gefährlicher?
Smartphones und Tablets sind heute Teil geschäftskritischer Prozesse, werden aber häufig weniger konsequent geschützt als klassische Endpunkte. KI macht Angriffe zudem skalierbarer, personalisierter und schwerer erkennbar.

Was bedeutet der Anstieg von 380 Prozent bei KI-Phishing?
Der Wert zeigt, dass Angreifer KI nutzen, um Phishing-Kampagnen schneller, individueller und glaubwürdiger zu erstellen. Dadurch steigt das Risiko, dass Mitarbeitende auf mobilen Geräten auf schädliche Links reagieren.

Was ist Schatten-KI in mobilen Apps?
Schatten-KI bezeichnet den Einsatz von KI-Funktionen oder KI-Diensten ohne ausreichende Transparenz, Kontrolle oder Freigabe durch IT- und Security-Teams. Das erschwert Datenschutz, Compliance und Risikobewertung.

Warum ist KI-generierter Code ein Sicherheitsrisiko?
KI kann die Entwicklung mobiler Anwendungen beschleunigen, erzeugt aber nicht automatisch sicheren Code. Ohne durchgängige Prüfungen können Schwachstellen in Apps gelangen und über den gesamten Lebenszyklus bestehen bleiben.

Was sollten Unternehmen jetzt priorisieren?
Sie sollten mobile Geräte, Apps und Daten in ihre Sicherheitsstrategie integrieren, KI-Risiken aktiv bewerten, Entwicklungsprozesse absichern und Lösungen einsetzen, die Bedrohungen auf Mobilgeräten in Echtzeit erkennen und abwehren können.

Management Summary, FAQ und Bild wurden mit Hilfe von KI erstellt

 

 

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