Die Zukunft des IT-Monitoring: Vom Tool-Overkill zur Service Intelligence

Illustration Absmeier foto ki

  • 83 % der Unternehmen nutzen drei oder mehr IT-Monitoring-Tools.

  • 34 % der Unternehmen sehen sich zwischen einfachen Monitoring-Tools und komplexen Observability-Plattformen gefangen.

 

Eine von Forrester Consulting im Auftrag von USU durchgeführten Studie adressiert die aktuellen Herausforderungen, mit denen Unternehmen im Bereich IT-Monitoring konfrontiert sind [1]. Die Studie analysiert und zeigt auf, welche Fähigkeiten moderne Monitoring-Lösungen der nächsten Generation bieten müssen.

Die Studienergebnisse zeigen, dass heutige Monitoring-Tools bei anspruchsvollen strategischen Anforderungen an ihre Grenzen stoßen. Mit der zunehmenden Komplexität moderner IT-Umgebungen wird auch das Monitoring immer schwieriger. Die Folge sind fragmentierte Monitoring-Umgebungen mit einer Vielzahl spezialisierter Tools. Entsprechend wächst der Bedarf an Monitoring-Plattformen, die Service Intelligence über komplexe IT-Umgebungen hinweg bereitstellen.

 

Zentrale Studienergebnisse zum Status quo im IT-Monitoring

Die folgenden Studienergebnisse zeigen den aktuellen Stand des IT-Monitorings auf und verdeutlichen den Handlungsbedarf. Grundlage der Studie sind die Antworten von 423 Entscheidungsträgern, die für die IT-Monitoring-Strategie ihrer Organisation verantwortlich sind. Die komplette Studie ist kostenfrei auf der USU-Webseite verfügbar.

 

  • 83 Prozent nutzen drei oder mehr Monitoring-Tools.
    Obwohl Unternehmen die Abdeckung im Bereich IT-Monitoring kontinuierlich erweitern, führt eine höhere Anzahl von Tools nicht automatisch zu mehr Transparenz oder einem besseren Verständnis des Zustands geschäftskritischer Services.
  • 37 Prozent bewerten ihre Werkzeuge als nicht ausreichend effektiv, um eine klare und einheitliche Sicht über Systeme und Umgebungen hinweg bereitzustellen.
    Bestehende Monitoring-Lösungen unterstützen häufig sehr effektiv den täglichen Betrieb. Dennoch fehlt vielen Unternehmen nach wie vor eine zentrale Übersicht über die zunehmend komplexer werdenden hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen.
  • 41 Prozent nennen eine langsame Problemerkennung und Ursachenanalyse als zentrale Herausforderung.
    Bei Störungen geschäftskritischer Services fällt es vielen Unternehmen schwer, die eigentliche Ursache schnell zu identifizieren, die Auswirkungen zuverlässig einzuschätzen und angemessen zu reagieren.
  • 55 Prozent halten ihre Monitoring-Kosten für schwer kontrollierbar.
    Nutzungs- und volumenbasierte Lizenzmodelle erschweren die Kostenplanung und das Kostenmanagement, insbesondere dann, wenn IT-Umgebungen weiter wachsen und komplexer werden.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass das Problem in der Regel nicht an mangelnder Überwachung, sondern an mangelnder Klarheit liegt. Unterstrichen wird dies von 34 Prozent der Befragten, die der Aussage zustimmen, dass sie zwischen zu einfachen Monitoring-Tools und Plattformen, die für den operativen Alltag überaus komplex sind, gefangen sind. Dies verdeutlicht die Lücke zwischen klassischem Monitoring und umfassenden Observability-Plattformen.

 

Von Komplexität zu Klarheit

Die Studie zeigt, dass Unternehmen nicht nach mehr Daten verlangen, sondern nach mehr Kontext. Eine einheitliche Sicht auf die IT-Landschaft, Service-Kontext, Dependency Mapping sowie eine schnelle und präzise Ursachenanalyse über Hybrid-, Multi-Cloud- und KI-gestützte Umgebungen hinweg bilden die Grundlage, die IT-Teams heute benötigen.

Bei der Bewertung moderner Monitoring-Lösungen stehen für die Befragten vor allem eine schnellere Störungsbehebung (62 Prozent), eine höhere Servicezuverlässigkeit (60 Prozent) sowie die Reduzierung des operativen Aufwands durch stärkere Automatisierung (48 Prozent) im Vordergrund.

Johannes Biesing, Global Head of Product bei USU, erklärt: »Moderne IT-Umgebungen erzeugen mehr Daten als je zuvor. Dennoch fällt es vielen Unternehmen schwer, die Auswirkungen von Störungen schnell zu verstehen und deren Ursachen eindeutig zu identifizieren. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Monitoring-Lösungen, die die Komplexität reduzieren, mehr operative Transparenz schaffen und IT-Teams dabei unterstützen, schneller und fundierter zu entscheiden – ohne dabei an Skalierbarkeit oder Kosteneffizienz einzubüßen. Genau hier setzen wir an: Mit USU Multi Cloud Monitoring können IT-Teams Cloud-, On-Premises-, SaaS- und hybride Umgebungen zentral überwachen. Durch die Korrelation von Ereignissen, die transparente Darstellung von Service-Abhängigkeiten und eine beschleunigte Ursachenanalyse erhalten Teams schneller die Informationen, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen bei deutlich geringerem manuellem Analyseaufwand. Das Ergebnis ist ein klares Gesamtbild des IT-Betriebs, das aus Tausenden einzelner Signale verwertbare Erkenntnisse für den operativen Betrieb macht.«

 

Über die Studie
How Organizations Are Modernizing IT Monitoring To Reduce Complexity and Improve Clarity. Die Studie wurde von Forrester Consulting im Auftrag von USU im März 2026 durchgeführt. Befragt wurden 423 IT-Entscheidungsträger aus den USA, Frankreich, Österreich, Deutschland und der Schweiz, die für die IT-Monitoring-Strategie ihrer Organisation verantwortlich sind.

 

112 Artikel zu „IT-Monitoring“

Immer auf Sendung dank IT-Monitoring

DIVICON MEDIA ist ein unabhängiger Full-Service-Anbieter für Rundfunkunternehmen, der Beratung, Planung, Umsetzung, Betrieb und Monitoring von Sendebetrieb und IT anbietet. Gibt es hier kurze Ausfälle, kann das schwerwiegende Folgen haben. Ein fehlerhafter Werbeblock mit einer 30-sekündigen Stille beispielsweise kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Kommen solche Fehler häufiger vor, gefährdet dies nicht nur die Finanzen der…

IT-Trends: IT-Monitoring 2024

Regelmäßig zur Jahreswende gibt es zahlreiche Artikel zu den IT-Trends im Netz. Derzeit geht es da vorrangig um KI mit all ihren Risiken und Nebenwirkungen. Das ist spannend, aber die Auswirkungen auf den Alltag im IT-Management sind in absehbarer Zeit doch sehr überschaubar. Werfen wir doch lieber einmal einen Blick auf das, was zurzeit (und…

Mobilitätsstrategie: Investitionen in Echtzeit-Monitoring mobiler Geräte

54 Prozent der IT-Fachleute bewerten fehlendes Bewusstsein für die Relevanz moderner mobiler Technologien als entwicklungshemmend für ihr Unternehmen.   Unternehmen stehen aufgrund einer weiter voranschreitenden, branchenübergreifenden Digitalisierung und zunehmend dezentralen und verteilten Belegschaften vor der Herausforderung, die Infrastruktur ihrer mobile Geräteflotte bestmöglich zu optimieren und abzusichern. Wie die aktuelle weltweite Studie »Mobilität bewegt: Warum Echtzeit-Analysen…

IT-Monitoring hilft bei der Inklusion – Nürnberger Sozialunternehmen setzt auf Monitoring

Menschen mit Behinderung in alltägliche Situationen mit einzubeziehen, ist essenziell. Zur Inklusion gehört auch, diesen Menschen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Noris Inklusion, ein Unternehmen der Stadt Nürnberg, tut dies seit über 40 Jahren mit Produktionsstätten für mehr als 500 Mitarbeiter – mit Wohnprojekten, Bildungsbegleitung und anderen Maßnahmen. Für die erfolgreiche Arbeit ist eine funktionierende IT-Infrastruktur Voraussetzung. Um diese sicherzustellen, setzt Noris Inklusion auf ein Monitoring-Tool von einem Nürnberger Hersteller.

Mit IT-Monitoring die Digitalisierung im Griff behalten

Digitalisierung schafft neue Verantwortung für die IT. Das richtige Monitoring ermöglicht der IT, sich dieser Herausforderung zu stellen. Die Digitalisierung ist angekommen. Was vor einigen Jahren noch als IoT neue Wunderwelten mit sagenhaften Möglichkeiten versprach, ist heute in den meisten Bereichen Realität. Ob im Krankenhaus, im Produktionsumfeld, bei der Logistik oder in der Gebäudetechnik: Überall…

Alles im Griff: IT-Monitoring in Kombination mit Drittwartung sorgt für Durchblick und Sicherheit

Die Verfügbarkeit und die Lebensdauer der Systeme im Rechenzentrum zählen zu den größten Herausforderungen der IT-Abteilungen. Die Infrastruktur wird zunehmend komplexer und heterogener. Das macht eine Überwachung notwendiger und gleichzeitig schwieriger. Ein systematisches Monitoring hilft dabei, die Verfügbarkeit der Infrastruktur zu erhöhen und ermöglicht proaktive Wartung. Manche Störungen können schon im Vorfeld erkannt werden, um…

Industrie 4.0 mit Luft nach oben: Manuelle Datenerfassung statt Echtzeit-Monitoring

Erschließung neuer Geschäftsmodelle Treiber der Digitalisierung. Nur jeder zweite Industriebetrieb setzt bereits Digitalisierungsprojekte um. Hindernisse sind fehlendes Know-how und technische Voraussetzung.   Künstliche Intelligenz, Internet of Things und Smarte Fabrik – die Industrie 4.0 in aller Munde. Doch wie weit sind Industrieunternehmen hierzulande wirklich beim Thema Digitalisierung? 47 Prozent der Unternehmen haben bislang noch gar…

Tipps zur Erkennung von Dokumentenbetrug

Manipulierte Dokumente identifizieren, bevor sie in Unternehmenssysteme gelangen und nachgelagerte Risiken auslösen.   Dokumente sind in vielen Geschäftsprozessen die Grundlage für Entscheidungen. Entsprechend hoch ist das Risiko, wenn gefälschte oder manipulierte Unterlagen unbemerkt in Systeme gelangen. Die Kombination aus Document AI, forensischen Prüfungen und Process AI kann helfen, mögliche Fälschungen bereits beim Eingang aufzudecken. Gleichzeitig…

Cybersicherheit: Vier kritische Bedrohungen erfordern dringenden Handlungsbedarf

Mehrschichtige Sicherheitsstrategien können helfen, Bedrohungen durch Prompt-Injection-Angriffe, Deepfakes und Kompromittierung von KI-Anwendungen und Software-Lieferketten abzuwehren.   Gartner, ein Unternehmen für Wirtschafts- und Technologieanalysen, hat vier kritische und schwer vorhersehbare Bedrohungen identifiziert, bei denen Angreifer derzeit einen deutlichen Vorteil haben und Schwachstellen in Unternehmen besonders erfolgreich ausnutzen können. Dazu zählen Deepfakes, die Kompromittierung von KI-Anwendungen, Prompt-Injection-Angriffe…

Managed Services 2026: Operative Stärke überzeugt, strategische Beratung gefordert

Managed Services haben in den vergangenen Jahren spürbar an Gewicht gewonnen. Anbieter übernehmen den Betrieb geschäftskritischer Anwendungen und kompensieren zugleich fehlendes internes Know-how. Unternehmen können dadurch ihre knappen IT-Ressourcen gezielter dort einsetzen, wo sie tatsächlich Wirkung entfalten. Wie zufrieden Anwender mit ihren Dienstleistern wirklich sind, zeigt die Anwenderstudie »Professional User Rating: Managed Services 2026« (PUR…

Frankfurt ist weltweit größtes Internet-Drehkreuz

Unternehmen sind heute auf hochperformante Netzwerkanbindungen und schnelle Internetzugänge für ihre datenintensiven Anwendungen, Cloud-Services und KI-Workloads angewiesen. Dabei ist Frankfurt weiterhin das Internet-Drehkreuz mit der weltweit größten Bandbreitenkonzentration. Das zeigen aktuelle Daten von TeleGeography zur internationalen Internetbandbreite nach Metropolregionen [1].   Mit einer Internetbandbreite von 279,4 Tbit/s führt die Main-Metropole das weltweite Ranking der Metropolregionen…

Auch bei Netzwerkausfällen gilt Murphys Gesetz

Murphys Gesetz besagt: Was schiefgehen kann, geht auch schief. Leider bewahrheitet sich diese universale Weisheit auch im Falle von Netzwerkausfällen viel zu oft. Sieben typische Fehler bei der Behebung von Downtimes und wie Unternehmen sie vermeiden.   Wenn um 4 Uhr nachts das Telefon bei einem Netzwerkadministrator klingelt und ihn aus dem Schlaf reißt, dann…

Business-KI: Amazon Quick bringt agentische KI in den DACH-Raum

Amazon Quick jetzt in der AWS Region Europa (Frankfurt) verfügbar.   KI hat sich im Alltag längst als selbstverständlicher Helfer etabliert. In Unternehmen sieht die Realität allerdings oft anders aus. Genau hier unterstützt die agentische KI-Anwendung Amazon Quick von AWS. Sie hilft bei Recherchen, Business-Intelligence-Analysen und der Automatisierung von Workflows. Ab sofort können Unternehmen in…

Schlafprobleme bei Schulkindern nehmen zu

Schlafprobleme bei Schulkindern nehmen seit Jahren deutlich zu. Im Schuljahr 2016/2017 berichteten 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler, mindestens einmal pro Woche unter Ein‑ oder Durchschlafproblemen zu leiden. Bis zum Schuljahr 2024/2025 stieg dieser Anteil auf 42 Prozent. Das zeigen Daten des Präventionsradars der DAK-Gesundheit, die auch der Statista-Infografik zugrunde liegen [1]. Der Anstieg verlief…

Abofalle Auto: Versteckte Kosten bei vernetzten Neuwagen

Digitale Dienste, wie Navigation, Echtzeitverkehr, App-Steuerung oder Fahrzeugdatenzugriff, sind in Neuwagen meist nur in den ersten Jahren kostenlos. Eine gemeinsame Untersuchung von c’t und dem ADAC zeigt: Danach drohen monatliche Abokosten von bis zu 40 Euro. Experten raten Verbrauchern, sich vor dem Kauf genau über Gratisphasen und Folgekosten zu informieren, Funktionsumfänge kritisch zu prüfen und…

Trends im Monitoring für 2026: vom Multi-Cloud-Chaos zur einheitlichen Sichtbarkeit

Unternehmen stehen 2026 vor einer Kombination aus wachsender Komplexität von Multi-Cloud-Umgebungen, der weiter steigenden Konvergenz von IT und OT und immer strengerer Regulierung. In den letzten Jahren wurde die Einführung von KI und Cloud-Technologien beschleunigt, auch im kommenden Jahr werden IT-Teams in Unternehmen mit spürbaren Herausforderungen konfrontiert. Umfassendes Netzwerk-Monitoring kann dazu beitragen, viele dieser Herausforderungen…

KI verändert den IT-Betrieb – Governance wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Studienergebnisse zeigen klare Effizienzgewinne, jedoch erhebliche Herausforderungen bei Datenschutz und regulatorischer Umsetzung.   Eine neue Forrester Consulting Studie im Auftrag von USU zeigt: Unternehmen integrieren KI immer stärker in ihre IT-Prozesse, doch die Fähigkeit, diese Lösungen sicher und rechtskonform zu skalieren, bleibt deutlich hinter dem tatsächlichen Einsatz zurück. Nur 39 Prozent der IT-Entscheider weltweit fühlen…