
Illustration Absmeier foto freepik ki
Entspricht in Ihrem Unternehmen der aktuelle Nutzen von KI den Erwartungen? Mit der Einführung KI-basierter Agenten verändert sich die Art und Weise, wie KI im Unternehmen eingesetzt wird, grundlegend – und damit auch der tatsächlich erzielte Mehrwert.
Die aktuelle Diskussion über die Notwendigkeit von KI-Agenten lenkt den Blick auf ein offensichtlich weit verbreitetes Problem: Obwohl KI – insbesondere GenAI – an den meisten Arbeitsplätzen bereits in der einen oder anderen Form zum Einsatz kommt, bleibt für viele Unternehmen die Frage offen, ob sie tatsächlich einen messbaren geschäftlichen Mehrwert liefert. Der große Produktivitätssprung ist bislang ausgeblieben, und es mehren sich die Zweifel, ob dieser mit der derzeitigen Nutzung von KI überhaupt erreichbar ist. KI-basierte Agenten könnten hier einen entscheidenden Unterschied machen, indem sie den Automatisierungsgrad deutlich erhöhen und als Produktivitäts-Booster wirken.
Paradigmenwechsel notwendig
Derzeit wird KI häufig zur Unterstützung bei einzelnen manuellen Aufgaben eingesetzt oder – in fortgeschrittenen Szenarien – zur weitgehenden Automatisierung isolierter Tätigkeiten. Ein strategischer Einsatz von KI ermöglicht einen deutlich höheren Automatisierungsgrad. Dieser Paradigmenwechsel im Service Management zielt weg vom reaktiven Einsatz von KI in einzelnen Tasks hin zu proaktiven Services entlang vollständiger Prozessketten.
Denn genau hier entfalten KI-Agenten ihr Potenzial. Ihr Mehrwert liegt nicht in der punktuellen Unterstützung, sondern in der umfassenden Automatisierung. Proaktive KI ist in der Lage, große Datenmengen zu analysieren und Frühwarnsignale zu erkennen – Aufgaben, die manuell kaum oder nur mit erheblichem Ressourceneinsatz zu bewältigen wären. So entsteht eine strategische Vorausschau, die beispielsweise Veränderungen im Geschäftsumfeld erkennt, Entwicklungschancen aufzeigt und Probleme oder Krisen idealerweise verhindert, bevor sie entstehen.
IT Service Management als Beispiel für eine neue Denkweise
In IT-Umgebungen und im Service Management liegt das Potenzial auf der Hand. Systemausfälle mit Schäden in Millionenhöhe ebenso wie kleinere, aber wiederkehrende Störungen verursachen jedes Jahr erhebliche Kosten und betriebliche Herausforderungen.
Während einzelne Supportanfragen und technische Vorfälle für menschliche Teams oft unzusammenhängend und isoliert erscheinen, kann KI diese Signale zu einem Gesamtbild zusammenführen. Dadurch lassen sich entstehende Probleme frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten – im Idealfall automatisiert.
Das ist mehr als ein technologischer Fortschritt: Es markiert einen Wandel hin zu vorausschauenden Operations – in der IT und darüber hinaus. Es fordert Unternehmen heraus, ihre tradierten Ansätze zu überdenken und neue Prozesse zu entwerfen, die Störungen nicht nur bewältigen, sondern aktiv verhindern.
Welche Anforderungen stellen KI-Agenten an das Unternehmen?
Wenn Arbeitsprozesse vollständig automatisiert werden, muss die zugrundeliegende Logik besonders sorgfältig entworfen und validiert sein. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Qualität der genutzten Daten. Ohne hochwertige, transparent gepflegte Daten wird Automatisierung nicht gelingen. Hier liegt ein entscheidender Unterschied zum punktuellen KI-Einsatz, bei dem Mitarbeitende letztlich die Kontrolle behalten: KI-Agenten führen komplexe Aufgaben eigenständig aus und sind daher in besonderem Maße auf verlässliche Daten angewiesen.
Diese Abhängigkeit macht es erforderlich, dass Unternehmen genau wissen, wo ihre Daten liegen, wer Zugriff darauf hat und wie deren Sicherheit gewährleistet ist. Gleichzeitig muss die Funktionsweise der KI-Agenten organisationsweit transparent und nachvollziehbar sein, denn ohne Vertrauen in die KI wird die Akzeptanz nicht steigen.
Langfristige Wettbewerbsfähigkeit basiert nicht allein auf Effizienz, sondern ebenso auf strategischer Weitsicht, der Fähigkeit zur Krisenprävention und schneller Reaktionsfähigkeit. Der Einsatz von proaktiver KI ist daher eine Entwicklung, bei der es sich insbesondere europäische Unternehmen nicht leisten können, den Anschluss zu verlieren.
Santeri Jussila, CPO, Matrix42

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