Wie die nächste Datenwelle unsere Wirtschaft verändern wird – Datensilos aufbrechen!

Eine durchdachte Datenstrategie führt zu mehr Umsatz, geringeren Betriebskosten, mehr Innovationen, schnelleren Markteinführungen sowie zu besserer Kundenzufriedenheit.

Veränderungen kommen in Wel-len und durch den technologischen Fortschritt kommen diese immer schneller auf uns zu. Ein wichtiger Treiber für die erste große technologische Veränderung ist die erste »Datenwelle«, gekennzeichnet von der Industriellen Revolution. Damals haben Unternehmen begonnen, sich für wirtschaftliche Daten zu interessieren. Doch es gab ein entscheidendes Manko: Die Daten waren in voneinander getrennten Silos verpackt und daher nur schwer vergleichbar und nutzbar.

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Gerade befinden wir uns am Beginn der zweiten Datenwelle. Die digitale Transformation wird durch immer mehr Datenvolumen und fünf Trends vorangetrieben: 5G-Telekommunikation, künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML), Internet of Things (IoT), Edge Computing, Blockchain und gestiegene Kundenerwartungen. Mit Hilfe dieser Trends können wir Lösungen für unsere größten Herausforderungen finden – die Verbesserung von Gesundheitswesen und Bildung, den Klimaschutz, die Bekämpfung von Armut, Datenschutz sowie das globale Bevölkerungswachstum. Alles hängt davon ab, ob wir vorhandene Daten siloübergreifend und integriert nutzen, relevante Fragen stellen, die Antworten richtig interpretieren und entsprechend danach handeln.

1. 5G-Telekommunikation
5G stellt als nächste Generation in der mobilen Sprach- und Datenkommunikation neue Maßstäbe in puncto Geschwindigkeit, Kapazität und Konnektivität und ermöglicht den Einsatz für Internet of Things (IoT), sowie Virtual und Augmented Reality. Neue digitale Geschäftsmodelle entstehen und zwar in allen möglichen Bereichen – von der Internetnutzung mit haptischem Feedback bis hin zu ferngesteuerten Operationen. Zudem wird zuver-lässiges Edge Computing und eine verbesserte Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) möglich.

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2. Künstliche Intelligenz und Machine Learning
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Oberbegriff, der ein breites Spektrum von Konzepten und Technologien beinhaltet, unter anderem Machine Learning (ML). KI wird bereits vielfältig genutzt, besonders bei der Analyse großer Datenmengen. Für die Berechnung von Prognosen und Modellen oder in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge spielt Machine Learning eine zentrale Rolle. Auch bei der Umstellung auf regenerative Energien und intelligente Stromnetze wird der Einsatz von adaptivem Lernen, wann welcher Verbraucher in welchem Haushalt aktiv ist, eine hohe Relevanz spielen. Die zunehmende Akzeptanz von KI und ML wird in der Zukunft zur Entwicklung von Tools führen, die bisher unbekannte Einblicke in unsere riesigen Datenspeicher ermöglichen.

3. Internet of Things und Edge Computing
IoT wird immer relevanter, seit immer mehr smarte Geräte miteinander vernetzt werden. Die steigende Nutzung von datengenerierenden Sensoren und Edge Computing sorgen für neue Datendimensionen und innovative Konnektivitätsmög-lichkeiten. Cloud-Technologie ist dabei der Haupttreiber der digitalen Transformation. Daten sind nun überall verfügbar, mit Edge Computing sind automatisierte Prozesse auch unterwegs möglich – nicht nur von einem zentralen Firmenhauptsitz aus. Edge-Computing-Lösungen sind bereits jetzt bei Strombetreibern, auf Ölbohrinseln und bei Anbietern von Streamingdiensten im Einsatz und werden auch für andere Bereiche immer attraktiver.

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4. Blockchain
Unter Blockchain versteht man eine dezentrale verteilte elektronische Datenbank, die über ein öffentliches oder privates Netzwerk gemeinsam genutzt wird. Die Blockchain-Technologie löst eines der größten Probleme im sich heute schnell verändernden Umfeld aus Daten, Geräten und Entscheidungen: Sie schafft Vertrauen, weil die Transaktionen manipulationssicher und transparent sind. Zum Einsatz kommt Blockchain nicht nur bei Kryptowährungen, sondern auch in globalen Lieferketten, wo sie unter anderem zu mehr Sicherheit in der Lebensmittelversorgung führt. Internationale Unternehmen haben die Technologie bereits für sich entdeckt: Amazon und Salesforce bieten ihren Kunden Blockchain-Tools und Facebook gab letztes Jahr bekannt, das auf Blockchain basierende Bezahlsystem Libra auf den Markt zu bringen.

5. Gestiegene Kundenansprüche
Eindeutig werden Konsumenten immer anspruchsvoller in Bezug auf Konnektivität, Benutzerfreundlichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Aufmerksamkeitsspannen werden immer kürzer und das Verständnis für schlechte User-Experience tendiert gegen Null. Die Nutzer von morgen erwarten ein datengetriebenes Nutzerlebnis, das besser auf die Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen abgestimmt ist und sich gleichzeitig mit klarem Design und intuitiven Oberflächen gegenüber der Fülle von Angeboten abhebt.

Die Datenwelle richtig nutzen. Unternehmen haben nun die Chance, diese Trends der zweiten Datenwelle für sich zu nutzen und davon zu profitieren. Sie müssen sich der digitalen Transformation stellen. Die eigenen Daten sind der entscheidende Wettbewerbsvorteil eines jeden Marktteilnehmers und können wegweisend sein, wenn es um unternehmensrelevante Entscheidungen geht. Eine kürzlich von Splunk in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass eine ausgereifte Datenstrategie nachweislich zu mehr Umsatz, geringeren Betriebskosten, mehr Innovationen, schnelleren Markteinführungen sowie zu besserer Kundenzufriedenheit und -loyalität führt [1]. Zudem steigt die Rentabilität im Durchschnitt um 12,5 % des Bruttogesamtumsatzes, wenn Unternehmen den Wert ihrer Daten erkennen.


Matthias Maier,
Technical Expert EMEA
bei Splunk

 

 

 

[1] Zur gesamten Studie: https://www.splunk.com/de_de/form/whats-your-data-really-worth.html

 

Illustration: © amiak/shutterstock.com

 

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