Wie können sich Unternehmen auf Cyberangriffe vorbereiten? – Die 1-10-60-Regel

Viele Unternehmen unterschätzen immer noch die Gefahr, die von Cyberbedrohungen ausgeht. Dabei wird diese immer realer, wie ein Blick auf die aktuelle Bedrohungslandschaft zeigt.

So wurden laut der aktuellen Global Cybersecurity Attitude Survey von CrowdStrike fast 60 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bereits mindestens einmal das Opfer eines Ransomware-Angriffs. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zahlen weiter steigen, wie der Global Threat Report 2021 verdeutlicht. Der Großteil dieser Angriffe geht dabei von E-Crime-Akteuren aus, welche sich für ihre Attacken inzwischen besonders häufig die Lieferkette als Ziel aussuchen. Technologien und Methoden zu finden, um gegen die Tools, Techniken und Prozeduren (TTPs) der Angreifer vorzugehen, wird daher für alle Unternehmen zur Pflicht.

Schnell sein lohnt sich. Kriminelle erweitern ihr Sortiment an TTPs stetig, sei es mit neuen Ansätzen oder durch die Weiterentwicklung ihres bereits bewährten, existierenden Portfolios. Und das schnell und effektiv. Wichtiger als je zuvor wird es also, dass auch Security-Teams flexibler und produktiver werden, um mit der Schnelligkeit der Angreifer mithalten zu können und Bedrohungen effektiv abzuwehren. Sicherheitsteams müssen proaktiv statt reaktiv agieren. Dies gelingt ihnen aber nur, wenn sie über aktuelle Bedrohungsdaten, sogenannte Threat Intelligence, verfügen, mit denen sie die Vorgehensweisen und Ziele der Angreifer besser nachvollziehen und verstehen können. So gelingen schnellere Entscheidungen im Kampf gegen die Bedrohungen. Denn bekannte Angreifer lassen sich einfacher abwehren als unbekannte.

Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang auch die von CrowdStrike aufgestellte 1-10-60-Regel: Ein Angriff muss innerhalb einer Minute erkannt, innerhalb von zehn Minuten untersucht und bewertet und innerhalb von 60 Minuten abgewehrt werden. Moderne und automatische Präventionsmittel, wie beispielsweise die signaturlose Schadcode-Erkennung durch KI-gestützte Verfahren, machen dies möglich.

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Vorausplanen für den Notfall. Längst schon geht es nicht mehr um die Frage, ob ein Unternehmen zum Opfer eines Cyberangriffs wird, sondern wann. Ist ein Angreifer in das Netzwerk eingedrungen, muss schnell gehandelt werden. Je länger der Angreifer sich im Netzwerk befindet, bevor ein Spezialist hinzugezogen werden kann, desto größer wird der Schaden. Einen Notfallplan zu haben ist daher für jedes Unternehmen Pflicht. Dieser sollte auch aktuelle Threat Intelligence umfassen, um dem Security-Team wichtige Informationen an die Hand zu geben, die ihnen die Verteidigung gegen Angreifer erleichtern. Doch auch die besten Informationen helfen kaum, wenn die eingesetzte Technologie veraltet ist und Angreifer nicht erkennt. Darum muss auch eine technologische Basis geschaffen werden, die mit den fortschrittlichen Bedrohungen von heute mithalten kann. Nur dann können die  IT-Sicherheitsteams richtig und effektiv eingesetzt werden.



Jörg Schauff, Strategic Threat
Intelligence Advisor bei CrowdStrike

 

Illustration: © archivector/shutterstock.com

 

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