Das neue Malware-Normal 2020: Permanenter Beschuss durch Cyberkriminelle

  • Bitdefender 2020 Consumer Threat Landscape Report zeigt Trends in der Cyberkriminalität für elf Länder.
  • Enormer Zuwachs von Ransomware-Attacken: 485 Prozent im Vergleich zu 2019
  • IoT unter Beschuss: Sicherheitslücken smarter TV-Geräte steigen um 335 Prozent, bei NAS-Geräten um 189 Prozent, bei IP-Kameras um 99 Prozent.
  • Herstellereigene IoT-Betriebssysteme sind mit 96 Prozent für fast alle entdeckten Sicherheitslücken verantwortlich.
  • 26 Prozent aller Android-Reports im ganzen Jahr betrafen gefälschte Videokonferenz- und medizinische Apps mit Malware in April und Mai 2020.

 

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Corona hat die globale Cyberkriminalität angesteckt, während sich andere Trends vergangener Jahre weiter verschärft haben. Das zeigt die Analyse der Cyberbedrohungslandschaft durch die Experten von Bitdefender. Neben dem weiter enormen Anstieg professionalisierter Ransomware zeigen andere Ergebnisse, wie flexibel Hacker auf neue Möglichkeiten und Angriffsflächen in Zeiten der Pandemie reagiert haben.

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Der Report beruht auf der Analyse von Daten aus dem Bitdefender Global Protective Network (GPN). Dieses Netz führt täglich viele Milliarden von Anfragen von Endpunkten durch und analysiert diese mit Machine-Learning-Algorithmen. So lassen sich verschiedene Gefahren und Angriffsmuster erkennen.

 

Zu den wichtigsten Trends für 2020 gehören:

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  • Weltweiter Ransomware-Anstieg – 2020 wuchs die Zahl der Angriffe mit erpresserischer Malware im Vergleich zu 2019 um 485 Prozent. Vor allem in den ersten Jahreshälfte war das Wachstum hoch. 64 Prozent der Attacken 2020 fanden in allen Ländern in den ersten sechs Monaten 2020 statt. In Deutschland fanden die meisten Attacken im ersten Quartal 2020 mit 34 Prozent statt, im vierten Quartal dagegen nur 12 Prozent.

 

  • Risikofaktor IoT: In Zeiten des Home Office verbrachten viele Menschen mehr Zeit online. Gleichzeitig nutzten viele Endanwender die Zeit zuhause, um dieses mit intelligenten IoT-Geräten auszustatten. Dies vergrößert nicht nur generell die Angriffsfläche für Cyberkriminelle sondern öffnete Hintertüren, wenn voreingestellte Passwörter nicht geändert werden. Hier wären nicht nur die Anwender, sondern auch Hersteller in der Pflicht, die Anwender beim Aufsetzen der Lösung zum Ändern von voreingestellten Passwörtern zwingen sollten.
    Höchster Risikofaktor im IoT waren NAS-Speicher, die mit einem Anteil von 23 Prozent die Statistik der IoT-Sicherheitslücken 2020 anführen. Dahinter lagen Media Player (19 Prozent) sowie Smart-TVs und PCs (mit jeweils 9 Prozent).
    Insbesondere Smart-TVs sind ein immer größeres Risiko. Die Anzahl der Verwundbarkeiten dieser Geräte stieg 2020 gegenüber 2019 um 335 Prozent. Im selben Zeitraum wuchs sie bei NAS-Geräten um 189 Prozent, bei IP-Kameras um 99 Prozent.
    Eine Ursache vieler Sicherheitslücken scheinen herstellereigene Betriebssysteme zu sein, worüber 34 Prozent der Geräte verfügen. Diese waren mit 96 Prozent für fast alle entdeckten Lücken verantwortlich.

 

  • Android als Sprungbrett für Malware: Viele Verbraucher nutzen seit Beginn der Coronakrise vermehrt Videokonferenzen. Angreifer sprangen auf den Zug auf und lancierten gefälschte Malware-Apps. Cyberkriminelle starteten zudem Angebote, die vermeintlich Informationen zu Covid-19 versprachen. Von Juli bis Dezember 2020 gehörten 35 Prozent der Android-Malware zur Android-Trojan.Agent-Familie, 10 Prozent zuTrojan.Downloader und 7 Prozent zu Android.Trojan.Banker. Die Android-Gefahren sind dabei offenbar vielseitig. Zu ihnen gehören Malware für SMS-Versand, gefälschte Apps und sogar erpresserische Bildschirmsperren als Ransomware-ähnliche Angriffe.

 

  • Corona-Fieberkurve für potenziell unterwünschte Applikationen (PUA): Für 2020 stellten die Experten bei Bitdefender einen Zuwachs von gemeldeten PUAs um 320 Prozent im Vergleich zu 2019 fest. Gefälschte Apps, die sich als Videokonferenzsoftware oder medizinische Apps tarnten, sorgten im April 2020 für 14 Prozent und im Mai 202 für 12 Prozent aller Berichte im gesamten Jahr.

 

  • Starker Zuwachs in den ersten sechs Monaten und Verlagerung im Jahresverlauf: Besonders stark stiegen die Angriffe in fast allen Ländern und Bereichen in der ersten Jahreshälfte 2020. Die Werte in den Bereichen Ransomware, Coin Mining, PUA, Banking Malware und Exploits zeigen eine überwiegend gleiche Tendenz – in Deutschland wie in anderen Ländern. Möglicherweise sorgte hier das Vorgehen gegen Trickbot-Infrastrukturen im Vorfeld der US-Wahlen für sinkende Zahlen in diesem Bereich. Stattdessen erhöhten dann Emotet-Nutzer die Schlagzahl in der zweiten Hälfte des Jahres – mit dem Schwerpunkt dieser Attacken im Jahresverlauf im letzten Vierteljahr 2020 von 51 Prozent (für Trickbot 14 Prozent) – gegenüber 7 Prozent in den ersten drei Monaten 2020 (für Trickbot 47 Prozent).

 

 

»Unsere Ergebnisse für das Jahr 2020 zeigen vor allem eines: Endanwender stehen permanent unter Beschuss durch Cyberkriminelle. Diese versuchen nun, die Angst und die allgemeine soziale Unsicherheit im Zuge der Pandemie zu nutzen«, erklärt Bogdan Botezatu, Director Threat Research and Reporting  bei Bitdefender. »Die Pandemie ist noch nicht zu Ende und wir sehen, dass Hacker die Verbreitung ihre Malware auf immer neue Kanäle ausweiten, Social Engineering verfeinern und neue Lücken ausnutzen.”

Der Report wertet die Bitdefender-Telemetrie aus elf Ländern aus: Dazu gehörten die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Dänemark, Italien, Rumänien, Spanien und Australien.

 

Der komplette Report steht zur Verfügung unter:
https://www.bitdefender.com/files/News/CaseStudies/study/395/Bitdefender-2020-Consumer-Threat-Landscape-Report.pdf.

 

Cyberkriminelle nutzen Sorgen und Wissensdurst rund um Corona aus

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Was Cyberkriminelle 2020 bewegt – Die schlechten Vorsätze fürs neue Jahr

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Im Wettlauf gegen Cyberkriminelle: Fallstricke manueller Incident Response

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis…

2019: Aktuelle Trends in der Cyberkriminalität

Massive Steigerung finanziell motivierter Angriffe (E-Crime). Einzelhandel rückt verstärkt ins Visier von Cyberkriminellen. China bleibt einer der aktivsten Angreifer unter den staatlichen Akteuren.   Das OverWatch Team von CrowdStrike, einem Anbieter von cloud-basiertem Endgeräteschutz, hat seinen Falcon OverWatch-Halbjahresbericht für 2019 herausgegeben. Er fasst die Erkenntnisse des OverWatch Threat Hunting Teams im ersten Halbjahr 2019 zusammen…

Von KI profitiert die Cybersicherheit – aber auch die Cyberkriminalität

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich…

Wenn Cyberkriminelle die Seiten wechseln – Der Einsatz von Ethical Hacker

Unternehmen stehen ständig vor der Herausforderung, mit der wachsenden Bedrohungslandschaft Schritt zu halten. Eine Möglichkeit, um Sicherheitslücken in Systemen frühzeitig zu identifizieren, ist der Einsatz sogenannter Ethical Hackers. Zu ihren Aufgabengebieten gehören etwa Penetrationstests von Netzwerken, Rechnern, webbasierten Anwendungen und anderen Systemen, um potenzielle Bedrohungen aufzudecken. Oft handelt es sich bei diesen Mitarbeitern um Hacker,…

Cybercrime: Cyberkriminalität kostet Unternehmen im Schnitt 13 Millionen US-Dollar pro Jahr

Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe verschärft sich weltweit und Unternehmen geben mehr Geld denn je aus, um sich mit den Kosten und Folgen immer komplexerer Angriffe auseinanderzusetzen. Das zeigt die 9. »Cost of Cybercrime«-Studie, die die Unternehmensberatung Accenture gemeinsam mit dem Ponemon Institute in elf Ländern und 16 Branchen durchgeführt hat. In Deutschland wurden im Rahmen…

Wie sicher ist das Home Office? Warum mobiles Arbeiten anfällig für Cyberkriminalität ist

Ortsunabhängiges Arbeiten liegt im Trend. Ob von zu Hause aus oder auf Reisen – mobile Geräte ermöglichen Arbeitnehmern eine noch nie dagewesene Flexibilität. Eine Studie von Avast Business, in welcher Arbeitnehmer von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland befragt wurden, hat ergeben, dass 41 Prozent der Befragten am produktivsten sind, wenn sie von zu…

Cyberkriminalität: Angreifer nehmen Führungskräfte ins Visier, warnt der Data Breach Investigations Report 2019

Das C-Level-Management wird zielgerichtet und proaktiv von Social-Engineering-Angriffen erfasst. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit einem Anstieg von wirtschaftlich motivierten Social-Engineering-Angriffen. Die Kompromittierung von webbasierten E-Mail-Konten nimmt zu, in 98 Prozent der Fälle durch gestohlene Anmeldeinformationen. In 60 Prozent der Attacken, bei denen eine Webanwendung angegriffen wurde, handelte es sich um webbasierte E-Mail-Konten. Ein Viertel…

Die Steuererklärung steht an – und Cyberkriminelle in den Startlöchern

Steuerzahler und Steuerberater sind gehalten vertrauliche Informationen zu schützen. Bei einer Zertifizierungsstelle wie GlobalSign konzentriert sich alles auf ein Ziel – Identitäten zu schützen. Wenn also in den nächsten Wochen die Steuererklärung ansteht, sind wir uns nur allzu sehr bewusst wie schnell betrügerische Aktivitäten den Abgabezeitraum zum Alptraum machen können. Eine 2017 veröffentlichte Studie von…

Cyberkriminelle und ihre psychologischen Tricks: Social-Engineering-Angriffe erfolgreich bekämpfen

Social Engineering gilt heute als eine der größten Sicherheitsbedrohungen für Unternehmen. Im Gegensatz zu traditionellen Hacking-Angriffen können Social-Engineering-Angriffe auch nicht-technischer Natur sein und müssen nicht zwingend eine Kompromittierung oder das Ausnutzen von Software- oder Systemschwachstellen beinhalten. Im Erfolgsfall ermöglichen viele Social-Engineering-Angriffe einen legitimen, autorisierten Zugriff auf vertrauliche Informationen. Die Social Engineering-Strategie von Cyberkriminellen fußt auf…

Cyberkriminalität: Mehrkosten und Umsatzverluste durch Cyberangriffe von 5,2 Billionen US-Dollar

5,2 Billionen US-Dollar Umsatz könnten Unternehmen weltweit durch Cyberattacken in den nächsten fünf Jahren entgehen. Das jedenfalls schätzen die Analysten von Accenture in der aktuellen Studie »Securing the Digital Economy: Reinventing the Internet for Trust«. Am stärksten betroffen ist die Hightech-Industrie mit mehr 753 Milliarden US-Dollar. Es folgen Biowissenschaften (642 Milliarden US-Dollar) und Automobilindustrie (505…

Cyberkriminelle nutzen verstärkt IoT-Geräte für DDoS-Angriffe

Laut aktuellem Report lassen sich IoT-Geräte mit Machine-to-Machine-Kommunikationsprotokoll zunehmend für Angriffe ausnutzen.   Der neue D»DoS Threat Intelligence Report« zeigt, welche Tools Hacker für ihre Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe nutzen und welche Ziele sie dabei angreifen. Im Zuge der Studie entdeckte A10 Networks, dass verstärkt IoT-Geräte ausgenutzt werden, um Ziele weltweit mit synchronisierten Attacken…

Windows 10 ist besonders anfällig: Jeder fünfte Heim-PC ist Zielscheibe für Cyberkriminelle

  Deutschland auf Platz 12 der weltweit sichersten Länder, Österreich auf Platz 4, Schweiz auf Platz 6 Betriebssystem-Check: Windows 10 ist besonders anfällig für »Advanced Threats«   Avast deckt in seinem Avast Global PC Risk Report das Gefahrenpotenzial für Privatcomputer auf [1]. Das Ergebnis der weltweiten Analyse: Für Anwender von Windows 7, 8 und 10…

Cyberkriminalitäts-Analyse fokussiert sich auf Bedrohungen durch Insider

  Die Data Breach Investigations Report (DBIR)-Serie von Verizon gibt Einblicke in die Welt der Cyberkriminalität. Jetzt wurde die Analyse von Daten und Vorfällen neu ausgerichtet und fokussiert sich auf die Rolle von Insidern. Daraus entstanden ist der Verizon Insider Threat Report [1]. 20 Prozent der im Rahmen des Verizon 2018 DBIR erfassten Cybersicherheitsvorfälle und…

Cyberkriminalität im Rückblick – Die Entwicklungen 2018 aus Sicht der Cybersicherheit

Zum Jahresbeginn 2019 hat Unit 42, die Abteilung für Bedrohungsforschung von Palo Alto Networks, die wichtigsten Entwicklungen, Angriffe und Trends im Umfeld der Cyberangriffsgruppen aus dem vergangenen Jahr zusammengefasst. Dabei haben die IT-Sicherheitsprofis einige zentrale Trends identifiziert.   Crypto-Mining im Aufwind »Wir haben eine starke Zunahme der Anzahl von Angriffskampagnen mit dem Ziel, Kryptowährungen zu…

Eine Hälfte der Internetnutzer ist von Cyberkriminalität betroffen

50 Prozent der Internetnutzer waren 2018 Opfer von Cyberkriminalität. 23 Prozent klagten über illegale Datennutzung. Jeder Zehnte wurde online angegriffen oder beleidigt. Datendiebstahl, Identitätsklau, Beleidigung oder Betrug: Kriminelle finden zunehmend Opfer im Internet. Jeder zweite Internetnutzer (50 Prozent) war im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität. Am häufigsten klagen Onliner über die illegale Verwendung ihrer persönlichen…

Lukratives Weihnachtsgeschäft für Cyberkriminelle

Mit Beginn der Black-Friday-Woche fällt auch der Startschuss für Kreditkartenbetrug, Denial-of-Service-Angriffe & Co. Süßer die Kassen nie klingeln – das Weihnachtsgeschäft soll 2018 erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke durchbrechen. Stärkster Umsatztreiber ist laut Handelsverband Deutschland (HDE) auch in diesem Jahr der E-Commerce, der allein in November und Dezember gut ein Viertel seines Jahresumsatzes erzielt. Davon wollen auch…

55 Milliarden Euro Schaden durch Cyberkriminalität

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Cyberkriminalität hat Konjunktur: Die Qualität der Angriffe nimmt stetig zu

  Dass die Auswirkungen von Cyberangriffen nicht nur virtueller Natur sind, hat das vergangene Jahr gezeigt: Im Mai 2017 legte die Erpresser-Software »WannaCry« hunderttausende Computersysteme lahm. Die Auswirkungen dieses Angriffs waren für viele Menschen auch in der »analogen Welt« spürbar, denn unter anderem hatte die Software die Ticketautomaten und Anzeigetafeln der Deutschen Bahn abgeschaltet. Lange…