1 Million Einkommen oder mehr

Rund 23.000 Deutsche konnten bei ihrer Steuererklärung für 2016 Einkünfte von einer Million Euro und mehr angeben. Das gab das Statistische Bundesamt heute bekannt. Wie die Grafik von Statista zeigt, ist die Zahl der Einkommensmillionäre in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Den letzten Rückgang verzeichnet die Statistik für das Jahr 2009. Infolge der Finanzkrise schrumpfte die Top-Verdiener-Population um 33 Prozent. Ob die Coronakrise einen ähnlichen Effekt haben wird, werden wir aufgrund der langen Fristen indes erst in dreieinhalb Jahren erfahren. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/10020/deutschlands-einkommensmillionaere/

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Bundesweit 22 900 Einkommensmillionärinnen und -millionäre im Jahr 2016

Im Jahr 2016 hatten knapp 22 900 aller in Deutschland erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Einkünfte von mindestens einer Million Euro – das waren knapp 1 700 Steuerpflichtige mehr als 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug das Durchschnittseinkommen dieser Gruppe 2,7 Millionen Euro. In Hamburg war die Millionärsdichte am höchsten. Dort hatten zwölf von Zehntausend unbeschränkt Einkommensteuerpflichtigen (1,2 Promille) Jahreseinkünfte jenseits der Millionengrenze. In Sachsen-Anhalt war es dagegen nur ein Steuerpflichtiger von Zehntausend (0,1 Promille).

41,1 Millionen Steuerpflichtige erzielten 1,6 Billionen Euro Einkünfte 

Insgesamt erzielten die 41,1 Millionen Steuerpflichtigen im Jahr 2016 Einkünfte in Höhe von 1,6 Billionen Euro, das waren 69 Milliarden Euro mehr als 2015. Zusammen veranlagte Personen werden dabei als ein Steuerpflichtiger gezählt. Die von den Arbeitgebern einbehaltene Lohnsteuer summierte sich zusammen mit der von den Finanzbehörden festgesetzten Einkommensteuer für 2016 auf 287 Milliarden Euro. Gegenüber 2015 bedeutete dies eine Steigerung um 11 Milliarden Euro.

102 000 Steuerpflichtige zahlten sogenannten Reichensteuersatz von 45 % 

In Deutschland wird ein progressiver Steuersatz angewendet, der Steuersatz steigt also mit zunehmendem Einkommen. Dadurch werden die Steuerpflichtigen unterschiedlich stark belastet. 2016 wurden Jahreseinkommen ab 254 447 Euro (beziehungsweise ab 508 894 Euro bei gemeinsam veranlagten Personen) mit einem Steuersatz von 45 % besteuert. Bei rund 102 000 Steuerpflichtigen kam dieser sogenannte Reichensteuersatz zum Tragen. Auf sie entfielen 6,5 % der gesamten Einkünfte und 13,0 % der Steuersumme.

Für die dargestellten Ergebnisse wurde die Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016 ausgewertet. Diese Statistik ist aufgrund der langen Fristen zur Steuerveranlagung erst etwa dreieinhalb Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres verfügbar.

Detaillierte Informationen – unter anderem zur Verteilung der Einkünfte und Steuern – bieten das Internetangebot sowie die Fachserie 14, Reihe 7.1 «Lohn- und Einkommensteuer«.

 

79 Artikel zu „Einkommen Steuern“

Einkommen: Wie sich eine Lohnerhöhung auswirkt

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Steuern sparen mit Smartphone, Notebook & Co.

       Berufstätige können Ausgaben für beruflich genutzte IT-Geräte und Software von der Steuer absetzen.        Ende Juli endet die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung 2018.   Dienst-Mails per Smartphone, Online-Weiterbildung via Notebook oder letzter Feinschliff an der Präsentation fürs nächste Meeting: Wer private IT-Geräte und Software beruflich nutzt, kann die Ausgaben dafür von der Steuer absetzen.…

Untere Einkommensschicht von Lohnsteigerung abgehängt

In Deutschland nehmen einerseits die Reallöhne insgesamt zu – die Grafik auf Basis von Daten des DIW zeigt jedoch, dass untere Einkommensschichten von dieser Entwicklung weniger profitieren. Ihre Löhne steigen weniger stark als die der oberen Einkommensschichten oder sinken sogar. Für die Darstellung wurde die Bevölkerung nach der Höhe des Einkommens sortiert und in zehn…

Große Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland

– Frauen erzielen in Deutschland nur die Hälfte des Gesamteinkommens der Männer und verdienen bei den Stundenlöhnen rund ein Fünftel weniger – Bei Erwerbseinkommen gibt es Gender Pay Gap zwischen »Männer-« und »Frauenberufen«, aber auch innerhalb vieler Berufe – Deutschland weist eine im internationalen Vergleich hohe Lücke von rund 53 Prozent bei den Renteneinkommen aus…

Einkommensungleichheit hat seit dem Jahr 2000 zugenommen

Eine Mehrheit von deutschen Wirtschaftsprofessoren glaubt, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland seit der Jahrtausendwende zugenommen hat. Das zeigt das Ökonomenpanel, eine monatliche Umfrage unter den Lehrstuhlinhabern, die das ifo Institut in Zusammenarbeit mit der FAZ durchführt. 63 Prozent der Professoren sehen eine Zunahme der Einkommensungleichheit seit dem Jahre 2000, 21 Prozent verneinen das, 16 Prozent…

So viel zahlen US-Tech-Riesen an Steuern

Apple zahlt kaum Steuern, heißt es immer mal wieder in Presseartikeln. Und tatsächlich, der effektive Steuersatz (das Verhältnis von tatsächlich gezahlten Steuern zum unversteuerten Gewinn) des Unternehmens liegt bei nur 26 Prozent. Es ist aber nicht so, dass Steuervermeidung à la Apple in den Staaten eine Ausnahme wäre. Im Durchschnitt beläuft sich der Effektivsteuersatz bei…

Tipps für erfolgreiche Freelancer: Vom Projektmanagement bis zur Preisgestaltung

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Projektrisiken: Warum der Bus-Faktor relevanter ist denn je

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Wird der »9 to 5«-Job obsolet?

Immer mehr Menschen sehnen sich in der Zeit der Digitalisierung nach mehr Freiheit und Flexibilität. Eine Bewegung, die aus diesem Wunsch entstanden ist, sind die digitalen Nomaden, die ihre Sachen packen und die Welt bereisen möchten, während sie online arbeiten. Aber man muss nicht unbedingt von einem Land ins nächste ziehen, um die Vorteile von…

Ohne Umweg zur E-Bilanz: Konvertierung in XBRL ist unnötig – Jahresabschluss direkt auf Taxonomie-Basis erstellen

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Mit Microsoft und Apple befinden sich zwei IT-Unternehmen unter den größten Firmen an der Börse und können fast jedem anderen Konzern das Wasser reichen, wenn es um Umsatz oder Innovationsreichtum geht. Ein großer Einfluss auf die beiden Unternehmen haben nicht zuletzt die Währungskurse. Wie die beiden Seiten zusammenhängen, erklären wir hier einmal näher.   Kaum ein…

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  ►       Umweltpolitische Digitalagenda des Bundesumweltministeriums (BMU) präsentiert umfassende Strategie, um Digitalisierung zu einer Triebkraft für Nachhaltigkeitstransformationen zu machen. ►       Breiter Maßnahmenkatalog – vor allem aber viele »weiche« Maßnahmen, die durch ordnungsrechtliche oder ökonomische Maßnahmen ergänzt werden müssen. ►       Der steigende Stromverbrauch der Digitalisierung und Rebound-Effekte werden nicht ausreichend adressiert; hierzu braucht es neben der…

Lohnschere in Deutschland schließt sich langsam – Zahl der Geringverdienenden geht zurück

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Global Freelancer Income Report 2020 zeigt die sich ändernden demographischen Verhältnisse und Motivationen, die die Gig-Economy antreiben. Payoneer präsentiert jetzt den Freelancer Income Report, der auf einer Umfrage unter mehr als 7.000 Freiberuflern & Selbstständigen aus über 150 Ländern basiert. Er bietet neue Einblicke in die Welt der Freelancer sowie in deren Motivationen. Zudem zeigt…

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Der Bundestag stimmt heute über den Bundeshaushalt 2020 ab. Die Ausgaben steigen laut Bundestag auf 362 Milliarden Euro (2019: 356 Mio. Euro). Der größte Teil fließt traditionell an das Ministerium für Arbeit und Soziales: Im kommenden Jahr soll die Summe bei 155,2 Milliarden Euro und damit 6,8 Prozent über der diesjährigen Summe liegen. Die Steigerungen im Etat lassen sich laut Bundestag…

In drei Schritten zur datengesteuerten Unternehmenskultur

Der Begriff »data-driven« hat sich mittlerweile zu einem wahren Trend entwickelt. Aber was bedeutet das eigentlich? Wie wandeln sich Unternehmen weg von einer instinktiv gesteuerten Kultur hin zu einem Mindset, das auf Daten und Erkenntnissen basiert? Worum es hier geht, sind Daten, mit denen Entscheidungsprozesse gesteuert und verbessert werden können.   Ein derartiger Wandel ist…