Wenn der Bildschirm stärker wird als das Leben: Millionen Jugendliche geraten in digitale Abhängigkeit

Illustration Absmeier foto ki designer

Die DAK-Mediensucht-Studie 2026 macht deutlich, dass problematische digitale Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland längst kein Nischenthema mehr ist. Digitale Spiele, soziale Medien, Streaming-Angebote und KI-Chatbots prägen den Alltag junger Menschen so stark, dass aus intensiver Nutzung zunehmend gesundheitliche, schulische und soziale Risiken entstehen.

 

Mehr als 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche zeigen laut Studie riskante oder pathologische Nutzungsmuster in mindestens einem digitalen Medienbereich. Damit verschiebt sich die Debatte: Es geht nicht mehr nur um Bildschirmzeit, sondern um Plattformmechanismen, psychische Belastungen, emotionale Bindung und die Frage, wie viel Kontrolle junge Nutzerinnen und Nutzer über ihr digitales Verhalten tatsächlich behalten.

Besonders relevant ist die Studie, weil sie vier zentrale digitale Risikofelder gemeinsam betrachtet: Gaming, Social Media, Video-Streaming und erstmals auch KI-Chatbots. Dadurch entsteht ein breiteres Bild digitaler Abhängigkeiten, das über einzelne Apps oder Plattformen hinausgeht. Auffällig ist, dass suchtfördernde Designs wie Endlosscrollen, Autoplay, algorithmische Verstärkung, Belohnungsschleifen und soziale Rückkopplung in unterschiedlichen Medienformen ähnlich wirken. Gleichzeitig nutzen viele Jugendliche digitale Angebote nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Emotionsregulation, gegen Einsamkeit oder als Ersatz für vertrauliche Gespräche. Genau hier entsteht der größte Handlungsbedarf für Eltern, Schulen, Politik und Plattformbetreiber.

 

  • Massives Ausmaß: Mehr als 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche zeigen riskante oder pathologische Nutzungsmuster in mindestens einem digitalen Medienbereich.
  • Social Media bleibt Kernproblem: Mit hohen täglichen Nutzungszeiten und steigenden pathologischen Mustern ist soziale Mediennutzung der größte Risikobereich.
  • Streaming gewinnt an Bedeutung: Online-Videos verzeichnen den stärksten Anstieg riskanter Nutzung und erreichen neue Höchstwerte.
  • KI-Chatbots schaffen neue Abhängigkeiten: Besonders psychisch belastete Jugendliche nutzen Chatbots zur Emotionsregulation, gegen Einsamkeit oder für vertrauliche Gespräche.
  • Handlungsdruck steigt: Prävention muss Eltern, Schulen, Politik und Plattformen gemeinsam adressieren – inklusive Regulierung suchtfördernder Designmechanismen.

 

 

Digitale Abhängigkeiten als neue Normalität

Die DAK‑Mediensucht‑Studie 2026 zeigt ein klares Bild: Digitale Medien sind für Kinder und Jugendliche längst nicht mehr nur Freizeitbeschäftigung, sondern ein zentraler Bestandteil ihres Alltags – mit wachsenden Risiken [1]. Ob Gaming, soziale Netzwerke, Video‑Streaming oder KI‑Chatbots: In allen Bereichen steigen problematische Nutzungsmuster, teils bis in den pathologischen Bereich nach ICD‑11.

Mehr als 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland weisen inzwischen riskante oder pathologische Nutzungsmuster in mindestens einem der vier Medienbereiche auf. Die Studie macht deutlich, dass die digitale Medienlandschaft dynamischer, komplexer und manipulativer geworden ist – und dass klassische Präventionsansätze nicht mehr ausreichen.

 

Digitale Spiele: Hohe Nutzungszeiten, steigende Pathologien

Digitale Spiele gehören weiterhin zu den intensivsten Medienaktivitäten. 89 Minuten werktags, 138 Minuten am Wochenende – trotz eines leichten Rückgangs gegenüber 2024 bleibt das Niveau hoch. Die pathologische Nutzung liegt bei 4,5  %, riskante bei 6,6  %. Besonders auffällig: Jungen sind fast dreimal so häufig betroffen wie Mädchen.

Die Mechanismen dahinter sind bekannt: Belohnungsschleifen, Ranglisten, tägliche Challenges, soziale Verpflichtungen in Multiplayer‑Games. Viele Jugendliche berichten, dass sie »nicht aussteigen können«, weil Teams auf sie warten oder Fortschritte verloren gehen würden.

 

Soziale Medien: Der größte Risikobereich

Mit 146 Minuten werktags und 201 Minuten am Wochenende bleiben soziale Medien der dominierende digitale Zeitfresser. Die pathologische Nutzung erreicht mit 6,6  % den höchsten Wert seit 2022. Besonders betroffen sind 14‑ bis 17‑Jährige, die signifikant häufiger problematische Muster zeigen als jüngere Kinder.

Die Gründe liegen in der Architektur der Plattformen:

  • Endloses Scrollen
  • Autoplay
  • algorithmische Verstärkung emotionaler Inhalte
  • soziale Rückkopplung (Likes, Kommentare, FOMO)

Diese Mechanismen sind nicht zufällig – sie sind Teil eines Geschäftsmodells, das Aufmerksamkeit maximiert.

 

Streaming: Der unterschätzte Suchtfaktor

Video‑Streaming zeigt den stärksten Anstieg: Die riskante Nutzung steigt signifikant um 60  %, sowohl riskante als auch pathologische Nutzung erreichen neue Höchststände. Mehr als 1,3 Millionen Jugendliche sind betroffen.

Streaming wird oft als »harmlos« wahrgenommen, doch die Studie zeigt: Passiver Konsum, Autoplay‑Ketten und Kurzvideo‑Plattformen erzeugen eine Form der digitalen Trance, die schwer zu unterbrechen ist. Besonders Kurzvideos (TikTok, Reels, Shorts) verstärken die Reizüberflutung und reduzieren die Fähigkeit zur Konzentration.

 

 

KI‑Chatbots: Neue Bindungsmuster, neue Risiken

Ein Viertel der Jugendlichen nutzt KI‑Chatbots mehrmals pro Woche bis täglich. Ab 15 Jahren steigt die Nutzung stark an – und bleibt stabil. ChatGPT ist mit 87,7  % der meistgenutzte Chatbot.

Besonders brisant: Jugendliche mit Depressionen, Angst oder Stress zeigen deutlich stärkere Bindungsmuster. Sie nutzen Chatbots, um:

  • negative Gefühle zu lindern
  • Einsamkeit zu reduzieren
  • vertrauliche Dinge zu besprechen

Damit entsteht eine neue Form digitaler Abhängigkeit: die emotionale Bindung an KI‑Systeme.

 

Warum die Nutzung problematisch wird: Die Mechanismen dahinter

  1. Neurobiologische Faktoren

Jugendliche haben eine noch nicht ausgereifte Impulskontrolle und ein besonders empfindliches Belohnungssystem.

  1. Plattformdesign

Alle vier Medienbereiche nutzen manipulative Mechanismen:

  • variable Belohnungen
  • soziale Verpflichtungen
  • algorithmische Personalisierung
  • Autoplay und Endlosscrollen
  • Gamification‑Elemente
  1. Psychosoziale Belastungen

Jugendliche mit Stress, Angst oder depressiven Symptomen sind besonders gefährdet – und nutzen digitale Medien häufiger zur Emotionsregulation.

 

Maßnahmen: Was jetzt passieren muss

Die Studie zeigt deutlich: Eltern, Schulen und Politik müssen handeln – und zwar koordiniert.

Eltern

  • Klare Zeitregeln, besonders ab 14 Jahren
  • Begleitete Nutzung bei jüngeren Kindern
  • Regelmäßige Gespräche über Risiken und Medienverhalten
  • Abschalten manipulativer Funktionen (Autoplay, Push‑Notifications)
  • Stärkung analoger Aktivitäten als Gegengewicht

Schulen

  • Verbindliche Medienkompetenz‑Curricula
  • Aufklärung über algorithmische Manipulation und digitale Abhängigkeit
  • Frühzeitige Unterstützung für Jugendliche mit psychischen Belastungen
  • Integration von KI‑Kompetenz und kritischem Denken

Politik & Plattformen

  • Regulierung von Autoplay, Endlosscrollen, algorithmischer Verstärkung
  • Transparenzpflichten für KI‑Systeme
  • Förderung von Präventionsprogrammen
  • Stärkung des Jugendmedienschutzes

Gesellschaft

  • Förderung von Resilienz, Selbstwirksamkeit und analogen sozialen Räumen
  • Bewusstsein, dass digitale Abhängigkeit ein Massenphänomen ist

 

Fazit: Eine Generation im digitalen Dauerstress

Die problematische Nutzung von Spielen, sozialen Medien, Streaming und Chatbots ist kein Randphänomen – sie betrifft Millionen Kinder und Jugendliche. Die Studie zeigt, dass die digitale Welt immer stärker auf Aufmerksamkeit, Bindung und emotionale Abhängigkeit ausgelegt ist. Prävention muss früher beginnen, konsequenter umgesetzt werden und die Mechanismen der Plattformen klar benennen.

Nur ein Zusammenspiel von Eltern, Schulen, Politik und Gesellschaft kann verhindern, dass digitale Abhängigkeit zu einer dauerhaften Belastung einer ganzen Generation wird.

Albert Absmeier & KI

 

FAQ

Was ist die zentrale Aussage der Studie?
Problematische Mediennutzung ist bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet und betrifft nicht nur Gaming oder Social Media, sondern zunehmend auch Streaming und KI-Chatbots.

Warum sind soziale Medien besonders kritisch?
Sie kombinieren hohe Nutzungszeiten mit suchtfördernden Mechanismen wie Endlosscrollen, Autoplay, Likes, algorithmischer Verstärkung und sozialem Druck.

Welche Rolle spielen KI-Chatbots?
KI-Chatbots werden von vielen Jugendlichen regelmäßig genutzt. Besonders bei psychisch belasteten Jugendlichen können sie emotionale Bindungsmuster verstärken, wenn sie zur Bewältigung von Einsamkeit, Stress oder negativen Gefühlen eingesetzt werden.

Welche Maßnahmen sind am wichtigsten?
Entscheidend sind klare Regeln im Elternhaus, verbindliche Medienkompetenz in Schulen, frühe Unterstützung bei psychischen Belastungen und eine Regulierung manipulativer Plattformfunktionen.

[1] https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/dak-studie-mediensucht-2026_164552

Management Summary, FAQ und Bild wurden mit Hilfe von KI erstellt

 

1789 Artikel zu „Abhängigkeit digital“

Manipulative Ansätze sozialer Medien — Die digitalen Rattenfänger: Mechanismen, Folgen und Gegenstrategien

Soziale Medien sind längst mehr als Kommunikationskanäle: Sie sind hochoptimierte Aufmerksamkeitsmaschinen. Durch algorithmische Empfehlungen, psychologische Belohnungsmechanismen und manipulative Designmuster können Plattformen Verhalten beeinflussen, Gewohnheiten formen und gesellschaftliche Debatten verstärken oder verzerren. Der Artikel zeigt, wo die Risiken liegen und welche Gegenmaßnahmen Führungskräfte, Organisationen und Nutzer ergreifen können.   Management Summary Soziale Medien nutzen systematisch psychologische…

Digitale Dauerschleife: Wie Smartphone und Social Media unser Verhalten (negativ) prägen

Smartphones und soziale Netzwerke prägen Kommunikation, Arbeit und Freizeit so stark wie kaum eine andere Technologie. Der Fachartikel zeigt, warum digitale Medien für viele Menschen zur Dauerschleife werden, welche Folgen daraus entstehen und wie individuelle Routinen, Medienkompetenz und klare Regeln zu mehr digitaler Selbstbestimmung führen.   Management Summary Smartphones und Social Media sind zentrale Alltagsinfrastrukturen…

Sommerurlaub: Ein Fünftel nimmt sich digitale Auszeit

Meist ist nur ein einzelner Tag Digitalverzicht geplant. Ältere Urlauberinnen und Urlauber sind ambitionierter.   Lieber ein Papierbuch auf der Sonnenliege lesen, abends gemeinsam Karten spielen oder einfach mal einen Tag lang nicht aufs Handy schauen: Mehr als jede und jeder Fünfte (22 Prozent), der oder die in diesem Jahr einen Sommerurlaub macht, plant währenddessen…

 

Digitale Souveränität: Eine strategische Frage mit Auswirkungen auf die Architektur – Kontrolle statt Illusion von Unabhängigkeit

Digitale Souveränität ist eines der meistdiskutierten Themen der IT-Branche – und gleichzeitig eines der am häufigsten missverstandenen. Zwischen regulatorischem Druck, geopolitischen Unsicherheiten und technologischen Abhängigkeiten wächst der Handlungsdruck auf Unternehmen. Doch was bedeutet digitale Souveränität konkret – und wie lässt sie sich realistisch und angemessen erreichen?

Digitale Souveränität: Kontrolle statt Illusion der Unabhängigkeit

Warum Unternehmen jetzt klare Architektur-entscheidungen treffen müssen.   Digitale Souveränität wird oft mit vollständiger Unabhängigkeit verwechselt – doch in der Realität geht es um etwas anderes: die Fähigkeit, Abhängigkeiten bewusst zu steuern. Zwischen regulatorischem Druck, geopolitischen Risiken und wachsender Marktkonzentration müssen Unternehmen ihre IT‑Architektur neu bewerten. Entscheidend ist nicht Abschottung, sondern Kontrolle.   Digitale Souveränität…

Digitale Souveränität: Von der Abhängigkeit in die Eigenverantwortung – Digitale Abhängigkeit als strategisches Risiko

Was lange als bequem galt, entpuppt sich zunehmend als Risiko. Viele deutsche Unternehmen haben sich über Jahre hinweg in komfortable technologische Abhängigkeiten begeben – vor allem von großen US-amerikanischen Softwarekonzernen. Doch angesichts geopolitischer Spannungen rückt eine Frage zunehmend in den Fokus unternehmerischer Verantwortung: Wie souverän ist die eigene digitale Infrastruktur?

Digitale Souveränität: Wie viele Rechenzentren braucht es für eine Unabhängigkeit von US-Cloud-Diensten?

Wenn geopolitische Realität auf digitale Abhängigkeit trifft.   Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Europa reagiert auf US-Strafzölle mit Gegenzöllen auf digitale Dienstleistungen – Cloud-Dienste wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud könnten dadurch drastisch teurer oder regulatorisch eingeschränkt werden. Dieses Szenario ist längst keine geopolitische Spekulation mehr, sondern eine reale Drohkulisse: Nach der Ankündigung…

Cyber Dominance: Digitale Abhängigkeit ist das neue Geschäftsrisiko

Kommentar von Ari Albertini, CEO von FTAPI Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich mit einem Statement zur digitalen Souveränität geäußert – und bringt dabei einen Begriff ins Spiel, der in der Cybersicherheitsdebatte lange gefehlt hat: Cyber Dominance. Gemeint ist damit die Fähigkeit von Herstellern digitaler Produkte, auch nach dem Kauf dauerhaft…

Souveränität: Deutschlands digitale Abhängigkeit steigt

90 Prozent der Unternehmen sind vom Import digitaler Technologien und Services aus anderen Ländern abhängig, insbesondere aus den USA und China. Die Hälfte passt wegen Donald Trump Geschäftsstrategie und Lieferketten an. Bitkom-Präsident Wintergerst: »Neue Bundesregierung muss digitale Souveränität zum Top-Thema machen«.   Die bevorstehende Präsidentschaft von Donald Trump in den USA beunruhigt die deutsche Wirtschaft…

Unternehmen in der Cloud-Falle – Den Ausweg aus der digitalen Abhängigkeit finden

Unsere Eltern haben uns immer vor Abo-Fallen gewarnt, doch jetzt stürzen wir uns begeistert hinein. Das böse Erwachen kommt dann meist zu spät. Wie gefährlich die digitale Abhängigkeit sein kann, zeigt das aktuelle VMware-Debakel. Spätestens jetzt sollte jeder den Weckruf gehört haben und die eigene IT-Strategie überdenken.

Digitale Amnesie: Neue Chancen und Abhängigkeiten für Arbeitnehmer und -geber

Studie zeigt Folgen der digitalen Amnesie in der Arbeitswelt. Menschen neigen dazu, auf einem digitalen Gerät gespeicherte und jederzeit abrufbare Informationen vergessen zu können [1]. Das hat direkte Auswirkungen auf das Privat- und Berufsleben. So legt eine neue Kaspersky-Studie über das Phänomen der »digitalen Amnesie« in der Arbeitswelt [2] nahe, dass durch das Vergessen von…

Der Mittelstand 2027: Warum KI, Datenqualität und digitale Souveränität zur neuen Führungsaufgabe werden

Zwischen Produktivitätsversprechen, Regulierungsdruck und Kontrollverlust entscheidet sich in den kommenden Jahren, welche Unternehmen KI tatsächlich in Wertschöpfung verwandeln – und welche an ungeordneten Daten, überlasteten IT-Teams und fehlender Governance scheitern.   Management Summary KI wird zur Führungsaufgabe: Der Mittelstand muss künstliche Intelligenz nicht nur technisch einführen, sondern als strategisches Organisationsprinzip verankern. Datenqualität entscheidet über Wertschöpfung:…

»Eine europäische KI allein macht nicht digital souverän«

Wenn Cloud und KI in Europa gehostet werden, ist das Unternehmen dann digital souverän? Leider nein, denn souverän agieren kann nur derjenige, der vollständige Kontrolle über Prozesse, Technologie und Ergebnisse ausübt. Fehlen Überprüfbarkeit, Nachvollziehbarkeit und echte Entscheidungsfreiheit, bleiben Abhängigkeiten bestehen, gerade beim Einsatz von KI.   »Souverän« bedeutet im engeren Wortsinn, selbstbestimmt handeln und entscheiden…

Digitalunternehmen verschenken nach wie vor Potenzial, weil Daten ungenutzt bleiben

Daten gelten als Rohstoff des digitalen Handels, doch die meisten Unternehmen schöpfen dieses Potenzial nicht aus. Die Ursache liegt häufig an einer instabilen oder sogar fehlenden Struktur aus ungenauen Kennzahlen und Verantwortlichkeiten. Besonders in Zeiten, in denen schwer absehbar ist wohin KI-Trends das eigene Unternehmen tragen, braucht es ein solides Fundament. Ein neues Whitepaper der Digitalagentur dotSource beschreibt,…

Vom »Smart« zum »Secure Building«: Digitale Zertifikate für die Gebäudeautomation

Moderne Gebäude sind hochkomplex – egal ob Büroflächen, Krankenhäuser, Flughäfen oder beispielsweise Rechenzentren. Zutrittskontrolle, Heizung, Belüftung, Brandmeldesysteme, Sicherheitskameras und vieles mehr: alles ist heute vernetzt und kann im Zweifel remote überwacht oder gewartet werden. BxC Security, ein Cybersicherheitsunternehmen für den Bereich Operational Technology (OT) und Industrial Internet of Things (IIoT), erklärt, warum vernetzte Gebäudetechnik zum…

Die Hälfte kennt den digitalen Euro – Die wenigsten wissen aber, was es ist

Bei elektronischen Zahlungen souveräner werden und den Zugang zu europäischem Zentralbankgeld sichern – diese Ziele verfolgt die EU-Kommission mit dem digitalen Euro. Er soll künftig als digitales Zentralbankgeld das Bargeld im Euroraum ergänzen. Anders als heutige digitale Zahlungen per Karte, Überweisung oder Zahlungs-App wäre der digitale Euro kein rein privatwirtschaftliches Bezahlverfahren, sondern eine von der…

Cloud-Abhängigkeit als KRITIS-Risiko – Revival der Datensicherung vor Ort

Regulatorischer Druck zwingt KRITIS‑Betreiber zu echter Resilienz: Das neue KRITIS‑Dachgesetz und NIS2 verlangen nachweisbare Widerstandsfähigkeit, dokumentierte Risikoanalysen und belastbare Wiederanlaufkonzepte. Backup, Archivierung und Notfallwiederherstellung werden zu prüfbaren Pflichtdisziplinen – nicht zu optionalen IT‑Projekten. Souveränitätslücke zwischen Anspruch und Realität: 85 % der Unternehmen halten Deutschland für zu abhängig von US‑Clouds, während 91 % eigentlich europäische Anbieter bevorzugen. Gleichzeitig…

Digitale Souveränität – Warum vertrauenswürdige Partnerschaften wichtiger werden

Die Diskussion um digitale Souveränität hat in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Spätestens seit dem Siegeszug von Cloud Computing und künstlicher Intelligenz beschäftigen sich Unternehmen, Behörden und politische Entscheidungsträger zunehmend mit der Frage, wie sich digitale Abhängigkeiten reduzieren und sensible Informationen besser schützen lassen. Dabei konzentriert sich die Debatte häufig auf…

Digitale Souveränität im Cloud-Zeitalter: Warum Multi-Cloud zur Schlüsselfrage wird – Bedarfsgerechte Souveränität

Digitale Souveränität im Cloud-Zeitalter erfordert eine pragmatische Balance: Multi-Cloud-Architekturen ermöglichen es Unternehmen, sensible Daten in souveränen Umgebungen zu halten und gleichzeitig globale Cloud-Services für Innovation und Skalierung zu nutzen. Zentrale Governance, klare Richtlinien und verlässliche Partner sind notwendig, um operative Komplexität, Sicherheitsrisiken und Kosten zu kontrollieren. Eine bedarfsgerechte Souveränität stärkt Compliance, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit, ohne Innovationskraft oder Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen.

Wahlfreiheit als Losung – Vom digitalen Dokumentenmanagement zur Plattformstrategie

Knapp 30 Jahre agiert der Softwarehersteller ELO Digital Office mittlerweile als erfolgreicher Player in einem dynamischen Marktumfeld. 2025 wurde der Generationenwechsel vollzogen und damit quasi eine Zeitenwende eingeläutet: weg vom reinen digitalen Dokumentenmanagement hin zu einer ganzheitlichen Plattformstrategie.

Digitale Souveränität beginnt weit vor der Cloud

Wie Fsas Technologies digitale Abhängigkeiten analysiert – und daraus tragfähige IT-Architekturen ableitet.   Digitale Souveränität ist mehr als Cloud, Open Source und Datenschutz. Beim Presse Roundtable anlässlich des Fsas Technologies Summit 2026 in München wurde deutlich: Unternehmen und öffentliche Institutionen müssen ihre technologische Abhängigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette bewerten – von Chips und Daten bis…

DORA und die Grenzen formaler Compliance: Digitale Resilienz ist eine Architekturfrage

Management Summary  Formale Compliance schafft keine Sicherheit: DORA definiert einen verbindlichen Rahmen, doch echte digitale Resilienz entsteht erst, wenn Governance, Technologie und Betrieb architektonisch verzahnt sind – Checklisten allein reichen nicht. Komplexe, historisch gewachsene IT‑Landschaften erhöhen das Risiko: Fragmentierte Zertifikate, dezentrale Schlüsselverwaltung und inkonsistente Identity‑Konzepte erschweren operative Steuerbarkeit und machen Institute anfällig für Angriffe. Identitäten…

EUDI-Wallet: digitale Identität für Unternehmen Chance und Herausforderung

Management Summary EUDI-Wallet wird Pflichtinfrastruktur: Bis Ende 2026 müssen EU-Mitgliedstaaten mindestens eine digitale Identitäts-Wallet bereitstellen; in Deutschland ist der öffentliche Start für Anfang 2027 geplant. Digitale Identität beschleunigt Prozesse: Banken, Online-Handel, HR und Verwaltung können Identitätsprüfungen, Altersnachweise, Qualifikationschecks und digitale Vertragsabschlüsse deutlich effizienter gestalten. Datensparsamkeit wird zum Standard: Unternehmen können künftig einzelne Eigenschaften prüfen lassen,…

Europa will die digitale Welt selbst gestalten

Am Mittwoch, den 3.6.2026 veröffentlichte die EU-Kommission das Tech Sovereignty Package. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst:   »Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob Europa die digitale Welt selbst gestalten kann – wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Das Tech Sovereignty Package der EU-Kommission setzt dafür wichtige Akzente. Wir begrüßen, dass die EU-Kommission nicht nur einzelne Technologien in…

Von der Pflicht zur Prozessintelligenz: Warum E-Invoicing zum Ausgangspunkt der digitalen Wertschöpfung wird

  Management Summary Seit Januar 2025 sind inländische B2B-Unternehmen zur Verarbeitung strukturierter elektronischer Rechnungen verpflichtet; dies standardisiert kaufmännische Prozesse und macht Rechnungsdaten maschinenlesbar, was Automatisierung, Compliance und Echtzeit-Analysen ermöglicht. Der strategische Mehrwert liegt in der Integration dieser Daten in bestehende Prozesse und Systeme: Automatisierte Validierung, digitale Freigaben, verbesserte Liquiditätsplanung und transparente Lieferketten schaffen operative Effizienz…

Digitale CEO-Doppelgänger: Wie Co-Brains die Produktivität und interne Zusammenarbeit steigern

Zuckerberg (CEO Meta) tut es. Siemiatkowski (CEO Klarna) tut es. Und auch Khosrowshahi (CEO Uber) tut es. Sie alle lassen mithilfe von künstlicher Intelligenz digitale Doppelgänger von sich erstellen. Mitarbeitende oder auch Kund/innen sollen künftig mit den Doppelgängern von Mark, Sebastian und Dara chatten können. Diese CEOs stellen damit einen neuen, interaktiven Kommunikationskanal zur Verfügung.…

Schleswig-Holstein stärkt digitale Souveränität mit Analyse- und Visualisierungsplattform

Analyse- und Visualisierungsplattform wird über Datenhaus Schleswig-Holstein landesweit bereitgestellt.   Schleswig-Holstein stärkt seine digitale Souveränität und setzt dafür auf disy Cadenza. Die Analyse- und Visualisierungsplattform der Disy Informationssysteme GmbH ermöglicht es, Verwaltungsdaten systematisch auszuwerten und für Berichte an das Kabinett, die Hausspitze sowie für die Öffentlichkeit verständlich und professionell aufzubereiten. Die Bereitstellung erfolgt landesweit über…