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1 von 4 Unternehmen nicht zuversichtlich, die nötigen Engineering-Talente für ihr Legacy-System halten zu können.
Studienergebnisse zeigen eine bereits spürbare Talentlücke im Legacy-Bereich der Unternehmenstechnologie.
Laut einer neuen Studie von Storyblok ist jede vierte Organisation nicht zuversichtlich, die Engineering-Talente gewinnen und halten zu können, die für die Wartung ihrer aktuellen Systeme in den nächsten fünf Jahren erforderlich sind. Weitere 50 Prozent geben an, nur »mäßig zuversichtlich« zu sein.
Für Organisationen, die kritische Infrastrukturen auf Legacy-Systemen betreiben, sind die Folgen dieser Entwicklung vor allem operativer Natur: Systeme, die sich nicht mehr zuverlässig warten lassen, Sicherheitsrisiken, die außer Kontrolle geraten, und Modernisierungsprogramme, für die schlicht keine ausreichenden Ressourcen bereitstehen.
Die Studie »Enterprise Developer Shift 2026« befragte 250 Entwickler, Sicherheitsingenieure und Plattformexperten – und zeigt eine Talentlücke, die von jenen, die ihr am nächsten sind, bereits als sich weiter verschärfend eingeschätzt wird. 69 Prozent der Befragten erwarten, dass die Kluft zwischen Expertise für Legacy- und moderne Architektur in den nächsten zwei bis drei Jahren weiter wächst. Lediglich 6 Prozent gehen von einer Verbesserung der Lage aus.
Dies geschieht vor dem Hintergrund eines ohnehin angespannten Arbeitsmarkts: 41 Prozent der Befragten berichten von Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung in den vergangenen zwölf Monaten. Darüber hinaus haben vier von zehn Technikfachleuten (40,63 %) eine Stelle verlassen oder ernsthaft darüber nachgedacht, weil der Technologie-Stack veraltet war oder ihre berufliche Weiterentwicklung hemmte.
Die Studie beleuchtet auch, wie stark die technologische Arbeitsumgebung den Berufsalltag von Entwicklern prägt. Mehr als die Hälfte der Befragten (59 %) verbringt mindestens 30 Prozent ihrer Arbeitswoche mit Wartungsaufgaben statt mit der Entwicklung neuer Lösungen. In überwiegend auf Legacy-Technologie ausgerichteten Umgebungen steigt dieser Anteil auf 85 Prozent – in Organisationen mit modernem Technologie-Stack sinkt er auf 51 Prozent.
»Diese Zahlen sollten niemanden überraschen, der aufmerksam hingeschaut hat – aber sie sollten uns alle beunruhigen. Entwicklerinnen und Entwickler sagen uns seit Jahren, dass der Stack eine Rolle spielt. Jetzt sehen wir, was passiert, wenn Unternehmen das ignorieren. Die Talente wandern ab – und kommen nicht zurück«, sagt Sebastian Gierlinger, VP of AI and IT bei Storyblok.
»Man könnte die Wartungslast als reines Effizienzproblem abtun. Doch wenn Entwickler den Großteil ihrer Arbeitswoche damit verbringen, bestehende Systeme am Laufen zu halten, bauen sie keine neuen Fähigkeiten auf, entwickeln keine neuen Produkte und bleiben irgendwann nicht mehr im Unternehmen. Genau hier wird daraus ein handfestes Geschäftsproblem«, ergänzt Gierlinger.
[1] Die vollständigen Studienergebnisse sind hier abrufbar. https://a.storyblok.com/f/88751/x/329384c586/the_enteprise_developer_shift_2026.pdf
223 Artikel zu “ Legacy-Systeme „
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