Unternehmen wollen vermehrt in digitales Know-how ihrer Mitarbeiter investieren

Studie zeigt zentrale Bedeutung digitaler Fähigkeiten für Firmenstrategie und Produktivität.

Zwei Drittel der deutschen Unternehmen (66 Prozent) planen derzeit, in digitale Kenntnisse und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu investieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die YouGov im Auftrag von Sage, Anbieter für Cloud-basierte Unternehmenslösungen, durchgeführt hat. Hierfür wurden rund 3.000 Firmenentscheider aus zwölf Ländern (Deutschland, Großbritannien, USA, Kanada, Australien, Irland, Spanien, Frankreich, Brasilien, Südafrika, Schweiz und Malaysia) befragt. Die Erhebung behandelt die Frage, wie stark und in welchen Bereichen Unternehmen aktuell in digitale Skills investieren.

 

Digitale Ressourcen und Ausbildung im Fokus

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Größere deutsche Unternehmen erklären in Sachen digitales Know-how mehr Investitionsbereitschaft: 77 Prozent der Großunternehmen wollen Budget für diesen Bereich aufbringen. Bei den mittleren Betrieben sind es 68 Prozent, und bei kleinen Organisationen 54 Prozent. Unabhängig von Größe oder Branche bevorzugen jene Verantwortlichen, die sich für mehr digitale Kompetenz in ihrem Unternehmen entschieden haben, jedoch ihre Investitionssummen mehrheitlich (68 Prozent) in digitale Ressourcen fließen zu lassen, wie etwa in die Implementierung von E-Learning-Portalen, die der Aus- und Weiterbildung der Belegschaft zu Gute kommen. 64 Prozent wollen direkt in die digitale Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Als wichtigsten Grund für ihre Finanzierungen in diesen Bereich nennen die deutschen Entscheider die zentrale Bedeutung, die digitale Kenntnisse für die Geschäftsstrategie hätten (44 Prozent). Weitere Gründe: Digitale Kompetenzen stünden allgemein weit oben auf der Agenda (37 Prozent) und versprächen einen Wettbewerbsvorteil (36 Prozent).

 

Steuersenkungen und verbesserter Kompetenzaustausch gewünscht

Unter den deutschen Befragten nennen 42 Prozent Produktivitätssteigerungen, 39 Prozent flexiblere Arbeitsbedingungen und ebenfalls 39 Prozent verbesserten Kundenservice als wichtigste Auswirkungen optimierter Digitalkompetenz. Hinsichtlich der Frage, wie der Staat Unternehmen beim digitalen Wissensaufbau unterstützen kann, wünschen sich 40 Prozent der deutschen Teilnehmer Steuererleichterungen. 27 Prozent fänden einen kostenlosen digitalen Kompetenzaustausch durch Schulungen und Workshops hilfreich, und ein weiteres Viertel (26 Prozent) nennt Technologiesubventionen als probates Mittel staatlicher Unterstützung. Auch der Austausch mit anderen Unternehmen und finanzielle Unterstützung für Auszubildende werden als wünschenswert eingestuft.

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Cloud Computing für Ausbau digitaler Kompetenz nutzen

Cloud-Anwendungen ermöglichen in diesem Zusammenhang flexiblere Anpassungen an sich stetig verändernde Markt- und Kundenanforderungen. Zugleich lassen sie sich einsetzen, um digitale Kompetenz zu stärken, indem sie Informationen effizienter zusammenführen und helfen, Datensilos aufzubrechen. Die Sage-Erhebung hat jedoch herausgefunden, dass erst 42 Prozent der befragten Unternehmen Cloud-Anwendungen nutzen, um digitales Know-how zu erweitern sowie Umsätze und den Kundenservice zu verbessern.

 

Andreas Zipser, Managing Director Central Europe bei Sage, kommentiert: »Digitale Kenntnisse von Mitarbeitern haben entscheidenden Einfluss auf die Tragfähigkeit von Geschäftsstrategien und tragen zu mehr Firmenerfolg, Produktivität und verbesserter Kundenansprache bei. Ein Großteil der Unternehmen hierzulande will verstärkt in digitales Know-how investieren. Das ist eine positive Entwicklung. Zugleich zeigt sich aber, dass es noch Nachholbedarf beim Ausbau Cloud-basierter IT-Infrastrukturen gibt. Wir empfehlen, diese Bereiche stärker in den Blick zu nehmen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen, um auch künftig wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein.«

 

78 Artikel zu „digitales Know-how „

Digitales Know-how als Einstellungsvoraussetzung

Laut der Studie »Digital Leader – Leadership im digitalen Zeitalter« [1] sind Entscheider von der Bedeutung der digitalen Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter überzeugt. Ein Fünftel der Befragten will deshalb in Zukunft offene Stellen nur mit Bewerbern besetzen, die ausgeprägte digitale Fähigkeiten mitbringen. Der »Digital Leader Award« würdigt Führungspersönlichkeiten, die sich um die digitale Transformation…

Wachsende Anzahl von Mitarbeitern wird in naher Zukunft einen digitalen Kollegen haben

Zukunft der Arbeit: Unternehmen benötigen Content Intelligence, um die intelligente Prozessautomatisierung voranzutreiben. Eine weltweite Umfrage des Forschungsunternehmens IDC, gesponsort von Abbyy, zeigt das Potenzial von Softwarerobotern, Menschen an ihrem Arbeitsplatz zu unterstützen. Die Ergebnisse zum Arbeitsplatz der Zukunft zeigen, dass Roboter – oder auch digitale Mitarbeiter genannt – bereits jetzt einen wachsenden Anteil an der…

Käufer von BI-Software setzen die falschen Prioritäten

Das Business Application Research Center (BARC) veröffentlicht den BI Survey 19, die neueste Ausgabe seiner einflussreichen, empirischen Studie über den globalen Markt für Analytics und Business Intelligence (BI) Software [1]. Daten aus dem BI Survey 19 zeigen, dass die beliebtesten Gründe für den Kauf eines BI-Produkts nicht immer diejenigen sind, die zu den erfolgreichsten Implementierungen…

Digitalisierung: Jeder zweite Manager ist für Weiterbildung auch nach Feierabend  

Der Aufbau digitaler Kompetenz wird für die Wirtschaft in Deutschland zum Kraftakt. Mehr als die Hälfte der Entscheider (53 Prozent) halten es für notwendig, dass sich Mitarbeiter auch in der Freizeit zu Digitalthemen informieren und weiterbilden. 44 Prozent erwägen eine Entlastung im Tagesgeschäft, damit Mitarbeiter Neues erlernen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Potenzialanalyse Transformation…

Transformation erfolgreich managen

Eine Gebrauchsanweisung für digitale Transformation gibt es nicht. Diese Erkenntnis setzt sich in vielen Digitalisierungsprojekten ganz unterschiedlicher Branchen durch. Und: Menschen spielen bei der digitalen Transformation die tragende Rolle, nicht die Technik.   Das F.A.Z.-Institut hat im Februar 2019 im Auftrag von Sopra Steria Consulting 354 Entscheider, Manager und Fachkräfte im Rahmen eines Online-Panels befragt,…

Neue Kultur durch Business Intelligence & Advanced Analytics

Im Zuge des rasant fortschreitenden technischen Wandels stehen Unternehmen heute neue Analysemethoden zur Verfügung. Im Gegensatz zur vergangenheitsorientierten klassischen Business Intelligence (BI) verfolgen diese modernen Analysewerkzeuge einen in die Zukunft gerichteten Verwendungszweck. Dadurch ist es nun möglich, nicht nur den operativen und strategischen Mehrwert von Daten erheblich zu steigern, sondern Informationen als entscheidenden Erfolgsfaktor zu…

IT-Fachkräfte verzweifelt gesucht

55.000 Jobs für IT-Spezialisten sind unbesetzt. Zahl der offenen Stellen steigt 2017 um 8 Prozent. Drei von vier ITK-Unternehmen beklagen Fachkräftemangel. Digitalkompetenz wird in allen Branchen zur Kernkompetenz.   Der Mangel an IT-Fachkräften spitzt sich weiter zu. In Deutschland gibt es derzeit 55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent im…

Digitalisierung von Unternehmen: Entscheidend ist die Belegschaft, nicht die Technik

Erfolgskritisch sind vor allem die Mitarbeiter: Unternehmen müssen ihre Angestellten stärker einbinden, damit die digitale Transformation Erfolg hat. Das geht aus den Antworten von 200 CTOs und CIOs hervor, die der Personaldienstleister Robert Half im Rahmen seiner Arbeitsmarktstudie befragt hat. Am unwichtigsten seien hingegen bessere Technik und Tools, so die Befragten. Stärkere Einbindung der Mitarbeiter…

Aufbau digitaler Kompetenzen kommt in Großunternehmen langsamer voran als im Mittelstand

Neun von zehn Führungskräften großer deutscher Unternehmen messen der digitalen Befähigung ihrer Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Kein Wunder, denn ebenso viele glauben, dass sie ohne handfeste Digital Skills im Wettbewerb nicht mithalten können. Was vor dem Hintergrund dieser Einsicht allerdings verwundert, ist der auffallend geringe Nutzungsgrad digitaler Tools – hier haben kleinere Firmen laut…

Fehleinschätzung: Nur zehn Prozent sehen ihren Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet

Nur rund ein Viertel der Befragten (26,7 Prozent) kann mit dem Schlagwort »Industrie 4.0« etwas anfangen, lediglich zehn Prozent sehen ihren Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet. Immerhin rund ein Drittel (28,7 Prozent) glauben, dass sich ihre Arbeit stark verändern wird, der Großteil der Befragten geht zumindest von einer leichten Änderung aus (57,2 Prozent). Das ergab…

Digitale Technologien boomen auf dem Arbeitsmarkt

Augmented und Virtual Reality, Internet der Dinge bei Jobsuchenden im Trend. Entwicklung von ausgeschriebenen IoT Jobs in Deutschland. Quelle: »obs/Indeed Deutschland GmbH/Indeed.com«   Jobsuchende zeigen sich sehr interessiert an den digitalen Zukunftstechnologien, wie aktuelle Daten der Jobseite Indeed zeigen. So haben sich die Suchanfragen nach Jobs in den Bereichen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality…

Handelsunternehmen digitalisieren im »Schneckentempo«

Die IFH-Schwerpunkstudie 2016 nimmt den Erfolgsfaktor Personal in der digitalisierten Handelswelt in den Blick. Aktuell setzen deutsche Handelsunternehmen insbesondere auf den internen Ausbau des digitalen Know-hows. Lernbereitschaft ist die wichtigste Mitarbeiterkompetenz aus Sicht der befragten Führungskräfte. Deutsche Handelsunternehmen bauen digitales Know-how überwiegend intern aus Deutsche Handelsunternehmen arbeiten aktiv am Ausbau ihres digitalen Know-hows. Das zeigen…

Unternehmen müssen in IT-Infrastruktur für die digitale Transformation investieren

  Junge Unternehmen des digitalen Zeitalters nutzen Cloud Computing, moderne Verfahren zur Softwareentwicklung und eine Vielzahl an Smart Connected Devices, um neue und verbesserte Dienste und Nutzer-Erfahrungen zu entwickeln. Das zwingt traditionellere Unternehmen dazu, zu reagieren – und ihre IT-Organisationen mit modernen Rechenzentrums-Architekturen zu versehen. Umfrage zur digitalen Transformation: Es herrscht Handlungsdruck Es besteht kein Zweifel…

Vier Trends für 2020: Die Zukunft der IT

In Sachen IT haben sich 2019 zahlreiche Trends abgezeichnet, die sich im kommenden Jahr fortsetzen werden. Für viele Unternehmen stehen Automatisierungsmaßnahen sowie die konsequente Umsetzung von DevOps auf der To-Do-Liste nach wie vor weit oben. Ram Chakravarti, Chief Technology Officer bei BMC, zeigt, wie Sie 2020 mit entsprechendem Know-how und der richtigen Technologie die entscheidenden…

Datenschutz an Schulen – So kann’s funktionieren

Ein neues Faltblatt »Datenschutz an Schulen« zeigt, worauf zu achten ist, wenn digitale Werkzeuge im Schulkontext genutzt werden. Mit diesem Leitfaden kann jede Lehrkraft zu einer Art Datenschutz-Expertin werden.   An Schulen – dem Ort, den alle Kinder besuchen – ist Datenschutz noch immer ein leidiges Thema, denn es fehlen oft Fachkräfte, die sich mit…