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Nur 15 Prozent der Bürger sind auf hybride Angriffe vorbereitet. Praxishilfen für Unternehmen, Kommunen und die Menschen im Land.
Tagelanger Stromausfall nach einem Brandanschlag in Berlin, ein Cyberangriff, der Check-in-Systeme an europäischen Flughäfen lahmlegt oder gezielte Desinformationskampagnen in sozialen Medien: Die Gefahr von hybriden Angriffen ist inzwischen vielen bewusst, doch die wenigsten sind darauf vorbereitet. Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sind sich einig: Jeweils gut 80 Prozent halten eine ernsthafte Krise infolge hybrider Angriffe für wahrscheinlich. Über ein Krisen- oder Notfallmanagement verfügten Anfang des Jahres aber nur 28 Prozent der Unternehmen, in der Bevölkerung fühlen sich gerade einmal 2 Prozent sehr gut auf solche Krisen vorbereitet, 13 Prozent eher gut.
Hier setzt der Digitalverband Bitkom mit dem neuen Bitkom Resilience Hub an. Unter https://www.bitkom.org/ResilienceHub bündelt er online konkrete Praxishilfen für Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger, darunter Leitfäden, Checklisten und den Video-Podcast »Was, wenn…?«.
»Ob Sabotage, Cyberangriff oder Desinformation: Die Angriffe auf unser Land sind real und sie werden zahlreicher. Krisenfestigkeit entsteht aber nicht im Ernstfall, sondern davor«, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. »Mit dem Resilience Hub geben wir Unternehmen und Verwaltungen, wie auch allen Bürgerinnen und Bürgern Informationen an die Hand, um sich besser zu wappnen.«
Kommunen: Krisenvorsorge ist keine Frage der Größe

Illustration Absmeier foto ki designer
Kommunen stehen besonders im Fokus. Ein erfolgreicher Cyberangriff auf einen kommunalen IT-Dienstleister kann E-Mails, Telefone und die interne Arbeit in vielen Rathäusern gleichzeitig lahmlegen. Der Resilienz-Guide »Resiliente Kommune« richtet sich an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte sowie Verwaltungsspitzen. Er ist als Checkliste mit mehr als 60 Prüfpunkten in zehn Handlungsfeldern aufgebaut, von der Krisenorganisation über die Cybersicherheit bis zur Warnung der Bevölkerung. Wer die Checkliste regelmäßig durchgeht, sieht zudem seine Fortschritte und Lücken.
Viele Maßnahmen sind auch für kleine Gemeinden ohne eigene Stabsstelle umsetzbar. Etwa ein Krisenkoffer mit Kontaktdaten, Lagekarten, Formularen, Ladegeräten und Powerbanks hält die Verwaltung auch ohne Strom und Netz arbeitsfähig. Rahmenverträge für Notstromaggregate sollten vorab geschlossen werden, denn wer erst im Ereignisfall beschafft, bekommt häufig keine Kapazitäten mehr. »Krisenvorsorge darf keine Frage der Gemeindegröße sein«, sagt Wintergerst. »Gerade kleinere Kommunen brauchen keine dicken Handbücher, sondern einfache Hilfen, mit denen sie sofort anfangen können: eine aktuelle Kontaktliste auf Papier, eine Vertretung für jede Schlüsselfunktion und eine erste Krisenübung.«
Unternehmen: Notbetrieb planen

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Unternehmen bekommen auf sie zugeschnittene Praxistipps im Resilienz-Guide »Krisenfest im Ernstfall«. Er zeigt an realen Fällen, was auf Unternehmen zukommen kann: vom Stromausfall über den Ausfall eines IT-Dienstleisters bis zum Spannungsfall, in dem Beschäftigte als Reservistinnen und Reservisten, bei Feuerwehr oder THW gebunden sind. Enthalten sind auch eine Checkliste mit 22 Punkten sowie Vorlagen für eine Notfall- und Kontaktliste und für die Besetzung eines Krisenstabs.
Bürgerinnen und Bürger: Fall nicht drauf rein!

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Für Privatpersonen steht der Umgang mit Desinformation im Mittelpunkt. Der Guide »Fall nicht drauf rein!« erklärt, wie Desinformation funktioniert und gezielt Emotionen erzeugt. Erläutert werden vier Grundregeln, die im Alltag helfen: aufmerksam sein, sparsam teilen, Quellen prüfen und offizielle Informationen suchen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigen, woran man Fake-Webseiten und Bots erkennt. Mit einem Selbsttest lässt sich das eigene Wissen prüfen. »Jede und jeder Einzelne sollte und kann zur Resilienz unseres Landes beitragen«, sagt Wintergerst. »Wer Desinformation erkennt und nicht weiterverbreitet, macht es Angreifern schwerer, unsere Gesellschaft zu spalten.«
Resilience Day auf der Smart Country Convention in Berlin
Live diskutiert wird das Thema am 15. Oktober auf dem ersten Resilience Day der Smart Country Convention in Berlin. Zu Gast sind unter anderem Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, Florian Hager, ARD-Vorsitzender und Intendant des Hessischen Rundfunks, Anette Dowideit, Chefredakteurin von CORRECTIV, Sabine Lackner, Präsidentin des Technischen Hilfswerks, Katrin Hirseland, Vizepräsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Dr. Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistages, und Dr. Volker Pötzsch, Chef des Stabes, Kommando Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr. Weitere Informationen gibt es unter https://www.smartcountry.berlin/de.
2438 Artikel zu „Resilienz“
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Cybersecurity scheitert im Alltag selten an einer einzigen fehlenden Lösung. Häufiger treffen menschliche Fehlentscheidungen auf knappe Budgets, unvollständige Prozesse und schwer bedienbare Schutzmaßnahmen. Der Kaseya Cybersecurity Report 2026 fordert deshalb einen Perspektivwechsel: Unternehmen sollten Fehler einkalkulieren, Hürden für sicheres Verhalten senken und ihre Reaktionsfähigkeit regelmäßig unter realistischen Bedingungen testen. Bild: Cyberresilienz verbindet sichere Kommunikation,…
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Cybersecurity 2026 – Von der Abwehr zur Resilienz: Die zehn Sicherheitsprioritäten für Unternehmen
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Rechenleistung, Resilienz, Souveränität: Europas Plan gegen die KI-Abhängigkeit
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Vier Best Practices für präventive Cyberresilienz
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Ausgabe 7-8-2026 | Business | Business Process Management | News | Strategien
Transparenz, Governance und Resilienz in der Informationsarchitektur – Data Repatriation
Geopolitische Risiken, strengere Regulierung und wachsende Abhängigkeiten von globalen Cloud-Anbietern zwingen Unternehmen, ihre Datenstrategie neu zu bewerten. Data Repatriation bringt geschäftskritische Informationen gezielt in kontrollierbare Infrastrukturen zurück und verbindet so technologische Flexibilität mit rechtlicher Sicherheit. Damit wird digitale Souveränität zur strategischen Managementaufgabe.
Business | Digitalisierung | Favoriten der Redaktion | News | Strategien | Tipps | Trends 2027 | Trends Geschäftsprozesse | Trends Wirtschaft
Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit 2027: 10 strategische Leittrends
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Business Process Management | Infrastruktur | IT-Security | Kommentar | Künstliche Intelligenz | News
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Die Bedrohungslage im Bereich der Cybersicherheit verändert sich rasant. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt aktuell, dass künstliche Intelligenz die Geschwindigkeit, Skalierung und Automatisierung von Cyberangriffen erheblich erhöht und Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien entsprechend anpassen müssen [1]. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Cyber Resilience Act (CRA) der Europäischen Union zusätzlich an Bedeutung und…
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Digitale Befähigung als Schlüssel zur Resilienz
Knapp jedes dritte Industrieunternehmen in Deutschland sieht laut ifo-Studie seine Wettbewerbsfähigkeit schwinden. Parallel stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2025 auf 24.064 und damit auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Besonders hart traf es die Branchen Logistik und Automotive. Aktuell drehen sich Diskussionen über Gegenmaßnahmen häufig um Energiepreise, Bürokratie oder Geopolitik. In der Industrie…
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Resilienz stärken: Verbindliche Standards für sicherheitskritische Systeme
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Business | Business Process Management | Cloud Computing | Digitalisierung | Favoriten der Redaktion | Geschäftsprozesse | IT-Security | News | Strategien
DORA und die Grenzen formaler Compliance: Digitale Resilienz ist eine Architekturfrage
Management Summary Formale Compliance schafft keine Sicherheit: DORA definiert einen verbindlichen Rahmen, doch echte digitale Resilienz entsteht erst, wenn Governance, Technologie und Betrieb architektonisch verzahnt sind – Checklisten allein reichen nicht. Komplexe, historisch gewachsene IT‑Landschaften erhöhen das Risiko: Fragmentierte Zertifikate, dezentrale Schlüsselverwaltung und inkonsistente Identity‑Konzepte erschweren operative Steuerbarkeit und machen Institute anfällig für Angriffe. Identitäten…
Ausgabe 5-6-2026 | IT-Security | News | Security Spezial 5-6-2026
Regulatorien wie NIS2 als Taktgeber für Cyberresilienz – Die eigentliche Botschaft des Gesetzes
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Generalschlüssel für Software-Schwachstellen erfordern neue Resilienzmöglichkeiten
KI beschleunigt Zero-Day-Exploitation: Generative Modelle machen das Finden und Ausnutzen unbekannter Schwachstellen schneller, automatisierter und skalierbar – dadurch steigt die Angriffsfrequenz und mehr Angriffe »rutschen durch«. Risikobewertung verliert an Halt: Wenn Eintrittswahrscheinlichkeiten schneller kippen als Bewertungszyklen, reichen klassische Schutz- und Bewertungslogiken nicht mehr aus. Angreifer gewinnen Zeit und Tiefe im Netz: Über unbekannte Lücken verschaffen…
IT-Security | News | Services | Whitepaper
Cyberresilienz: Ausfallzeiten nach Sicherheitsverstoß minimieren
Ausfallzeiten sind der entscheidende Schadenstreiber – nicht nur der Angriff selbst, sondern die Dauer der Wiederherstellung bestimmt die Gesamtkosten. Prävention genügt nicht mehr – Unternehmen müssen gleichermaßen in Erkennung, Reaktion und Wiederherstellung investieren. NIST CSF 2.0 bietet ein klares Resilienz‑Framework – Govern, Identify, Protect, Detect, Respond, Recover strukturieren Risiken und Prioritäten. Detect, Respond und Recover…
Business | Favoriten der Redaktion | IT-Security | Kommentar | News | Services
Neue Resilienzmaßstäbe setzen: Warum Backup allein nicht mehr ausreicht
Die Mean Time to Clean Recovery ersetzt RPOs und RTOs als Kennzahl für Cyberresilienz. Statement von Marc Molyneux, Field CTO, Commvault 24 oder 5 – diese Zahlen drücken das Dilemma traditioneller Backup- und Disaster-Recovery-Ansätze aus: Die Geschäftsführung geht davon aus, dass Systeme und Daten spätestens nach fünf Tagen wieder online sind. Im Schnitt dauert…
Business Process Management | Favoriten der Redaktion | Geschäftsprozesse | Kommunikation | New Work | News | Services | Strategien | Tipps
Resilienz in der Polykrise: Wie Unternehmen zukunftsfähig bleiben
Unternehmen stehen in einer von Polykrisen geprägten Wirtschaft unter permanentem Veränderungsdruck, fühlen sich laut aktueller Studien jedoch mehrheitlich nicht ausreichend darauf vorbereitet und agieren überwiegend reaktiv. Entscheidend für organisatorische Resilienz sind drei miteinander verknüpfte Treiber: Technologie, eine zukunftsfähig qualifizierte Belegschaft und ein organisatorischer Rahmen, der vorausschauende Planung und schnelle Umsetzung ermöglicht. Unternehmen, die diese Faktoren…
Business | Business Process Management | Favoriten der Redaktion | Infrastruktur | IT-Security | News | Strategien | Tipps
Resilienz: Die unterschätzte Ressource im Datenschutzmanagement
Angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheiten, KI‑gestützter Cyberangriffe und wachsender regulatorischer Anforderungen wird Cyberresilienz zu einer zentralen Voraussetzung wirksamen Datenschutzmanagements. Der Beitrag zeigt, warum rein reaktive Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichen und wie ein mehrschichtiger, systematischer Resilienzansatz den Schutz, die Verfügbarkeit und die Wiederherstellbarkeit von Daten nachhaltig stärkt. Cyberresilienz wird dabei als integraler Bestandteil moderner IT‑ und Datenschutzarchitekturen verstanden,…
Ausgabe 1-2-2026 | Favoriten der Redaktion | News | Tipps | Trends 2026
Mit KI, Nachhaltigkeit und Resilienz zum Unternehmenserfolg 2026 – Zukunft jetzt gestalten
2026 steht im Zeichen des digitalen Umbruchs: Künstliche Intelligenz, nachhaltige Technologien und resiliente Strukturen werden zur Grundlage für den Unternehmenserfolg. Unternehmen müssen sich neuen regulatorischen Anforderungen, Cyberrisiken und dem Fachkräftemangel stellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer jetzt in Innovation, Talente und verantwortungsvolle Datenstrategien investiert, gestaltet die Zukunft aktiv mit.


