Management-Experte: BANI ist »in«, VUCA »out«

Illustration Absmeier foto freepik

Dr. Harald Schönfeld: »Ohne externe Hilfe wird es nicht gehen, aber bitte keine Berater mit theoretischen Konzepten, sondern Interim Manager, die im Betrieb mit anpacken.«

 

Die heutigen Märkte verändern sich schnell und oft auch radikal. Im Management hat sich hierfür der Begriff VUCA eingebürgert. Das Akronym steht für »volatility« (Volatilität), »uncertainty« (Ungewissheit), »complexity« (Komplexität) und »ambiguity« (Ambiguität). Doch VUCA ist überholt, jetzt gilt für Führungskräfte das BANI-Prinzip, sagt der Management-Experte Dr. Harald Schönfeld. BANI steht für »brittle« (brüchig), »anxious« (ängstlich), »non-linear« (nicht linear) und »incomprehensible« (unverständlich).

Dr. Harald Schönfeld erklärt: »Bei VUCA war die gedankliche Grundlage, dass sich die Situation im Laufe der Zeit wieder mehr oder minder normalisieren wird. BANI hingegen ist das richtige Denkmodell für ein Umfeld, das durch dauerhaft instabile und möglicherweise sogar chaotische Strukturen gekennzeichnet ist.« Er gibt ein Beispiel für die Unterscheidung zwischen VUCA und BANI: »Es mag schon sein, dass globale Lieferengpässe eines Tages der Vergangenheit angehören, aber die KI-Entwicklung wird nie mehr zurückzudrehen sein und brachiale Auswirkungen mit sich bringen, die wir alle heutzutage bestenfalls erahnen können. Eine moderne Unternehmens¬leitung muss in der Lage sein, die Firmenstrategie allen Unsicherheiten zum Trotz mit klaren, einfachen Worten zu beschreiben. Denn nur, was man verständlich benennen kann, lässt sich Mitarbeitenden, Kunden oder Aktionären vermitteln: als Grundlage für notwendiges, neues Handeln.«

Ziel formulieren, Weg beschreiben, operative Umsetzung durchführen

Management-Experte Dr. Harald Schönfeld spricht vom Drei-Schritte-Prinzip beim BANI: erstens, das Ziel erkennen und formulieren, zweitens, den Weg dorthin beschreiben, und drittens den Weg zu gehen, also die Umsetzung. »Konzepte entwickeln und Powerpoints malen, auf denen sich neue milliardenschwere Geschäftsfelder tummeln, können viele Manager und vor allem Managementberater, aber bei der operativen Umsetzung scheitern die meisten«, sagt Dr. Harald Schönfeld. Er begründet: »Bei der Umsetzung geht es nicht nur um Fachlichkeit, sondern vor allem darum, alle Beteiligten zu überzeugen und auf dem Weg emotional mitzunehmen. Nur mit der Fähigkeit, Menschen zu begeistern, lässt sich Zukunft in diesen Zeiten gestalten.«

Hinzu kommt beim BANI-Vorgehen die Vorbereitung des Unternehmens auf im Grunde unvorhersehbare, nicht-lineare Ereignisse, sagt Dr. Harald Schönfeld. Er erklärt: »Modernes Management muss darauf gefasst sein, auf disruptive Entwicklungen nicht-linear zu reagieren. Dazu bedarf es resilienter Strukturen, eines hohen Maßes an Achtsamkeit, einer fortwährenden Anpassungsfähigkeit und Transparenz.«

Besser mit Interim Managern statt Beratern

Nach Einschätzung von Dr. Harald Schönfeld sind viele Unternehmensleitungen angesichts der Wucht der Umwälzungen an ihre Grenzen gelangt. »Die meisten sind gedanklich noch gar nicht in der VUCA-Welt angekommen und daher überhaupt nicht in der Lage, sich in Richtung BANI weiterzuentwickeln«, weiß er aus vielen Gesprächen mit Vorständen, Geschäftsführern, Aufsichtsräten und Beiräten.

Er schlussfolgert: »Das Gros der Unternehmen wird ohne externe Hilfe nicht auskommen« und betont: »aber bitte nicht mit bloßen Beratern, die vermeintlich kluge Konzepte entwickeln, sondern mit Interim Managern, die bei Bedarf für einige Monate in den Betrieb kommen und selbst an der Gestaltung des Wandels aktiv mitwirken. Denn in Zeiten des raschen Wandels stellen die Schnelligkeit, Themen anpacken zu können und die Sicherheit, auch die richtigen Dinge bei der Umsetzung im Betrieb zu tun, die beiden entscheidenden Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit dar.«

Hinzu kommt, dass über Fachlichkeit und Menschlichkeit hinaus eine hohe multidisziplinäre Kompetenz gefordert ist, betont Dr. Harald Schönfeld. Der Management-Experte erläutert: »Die Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells erfolgt nicht im luftleeren Raum, sondern muss heute Aspekte wie Compliance, Governance und ESG einbeziehen.« Der Fachmann empfiehlt daher den Unternehmen, »regelmäßig Interim Manager für zukunftsorientierte Projekte ins Boot zu holen, um sich dieses neue Wissen rasch und praxisorientiert zu erschließen«.

 

Quelle: Butterflymanager

 

BANI – Der Einsatz im Unternehmen

 

In einer Welt, die von Unsicherheit und ständigem Wandel geprägt ist, suchen Unternehmen nach Modellen und Strategien, die ihnen helfen, sich anzupassen und zu gedeihen. Das BANI-Modell hat sich als ein solches Instrument herauskristallisiert, das Unternehmen dabei unterstützt, die Herausforderungen einer komplexen und unvorhersehbaren Geschäftsumgebung zu meistern.

BANI steht für Brüchigkeit (Brittle), Ängstlichkeit (Anxious), Nichtlinearität (Non-Linear) und Unverständlichkeit (Incomprehensible). Diese vier Elemente beschreiben die Eigenschaften unserer heutigen Welt und bieten einen Rahmen, um die zunehmend vernetzten und komplizierten Geschäftslandschaften zu navigieren.

  • Brüchigkeit weist auf die Fragilität von Systemen und Strukturen hin, die oft weniger robust sind, als sie erscheinen. Unternehmen müssen daher ständig wachsam sein, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben, bevor sie zu ernsthaften Problemen führen.
  • Ängstlichkeit spiegelt die Sorge wider, die mit Entscheidungen in einer vernetzten Geschäftswelt einhergeht. Die Angst vor Fehlentscheidungen kann lähmend wirken. Deshalb ist es wichtig, eine Kultur der Resilienz und des ständigen Lernens zu fördern, um proaktiv zu handeln, anstatt nur zu reagieren.
  • Nichtlinearität bedeutet, dass Ereignisse oft nicht mehr logisch miteinander verbunden sind und keine klare Ursache-Wirkung-Beziehung aufweisen. Dies erfordert von Unternehmen eine flexible und anpassungsfähige Herangehensweise an die Planung und Problemlösung.
  • Unverständlichkeit schließlich bezieht sich auf die hohe Komplexität von Ereignissen und Zusammenhängen, die schwer nachvollziehbar sind. Selbst wenn alle Informationen verfügbar sind, können viele Entwicklungen nur schwer verstanden werden.

Das BANI-Modell bietet also einen Wegweiser für Unternehmen, um in einer chaotischen Welt zu navigieren. Es ermutigt zu einer stärkeren Betonung von Resilienz, Achtsamkeit, Anpassungsfähigkeit und Transparenz. Unternehmen, die das BANI-Modell annehmen, begegnen modernen Herausforderungen mit widerstandsfähigen Strukturen und einer offenen Geisteshaltung.

Die Implementierung des BANI-Modells in die Unternehmenspraxis kann Unternehmen dabei helfen, besser auf die heutigen Herausforderungen zu reagieren und sich auf eine Zukunft vorzubereiten, die von Unvorhersehbarkeit und Komplexität geprägt ist. Es ist ein Modell, das nicht nur die aktuellen Bedingungen berücksichtigt, sondern auch die Fähigkeit eines Unternehmens stärkt, sich an die ständig wechselnden Anforderungen einer globalisierten Welt anzupassen.

Insgesamt bietet BANI einen Rahmen für Unternehmen, um die volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Aspekte unserer modernen Welt zu adressieren und gleichzeitig die Brüchigkeit, Ängstlichkeit, Nichtlinearität und Unverständlichkeit, die damit einhergehen, zu bewältigen. Es ist ein Ansatz, der die Notwendigkeit einer neuen Denkweise in der Unternehmensführung unterstreicht und zeigt, wie wichtig es ist, in einer sich schnell verändernden Welt agil und resilient zu bleiben.

Genki Absmeier

 

 

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