Raus aus dem digitalen Schock – IT-Führungskräfte bereiten sich auf neue Arbeitswelt vor

63 Prozent der deutschen IT-Führungskräfte beschleunigen digitale Transformation, um Remote Work langfristig zu ermöglichen. 65 Prozent der befragten Führungskräfte sagen, Mitarbeiter werden nicht mehr dauerhaft in das Büro zurückkehren.

 

IT-Abteilungen weltweit wurden durch den unvermittelten Umstieg auf Home Office und Remote Work auf die Probe gestellt. Eine neue Umfrage, die Censuswide im Auftrag von Citrix durchgeführt hat, zeigt nun, dass Unternehmen der Situation gewachsen sind: Sie beschleunigen ihre digitale Transformation, um die erwartete Nachfrage ihrer Mitarbeiter nach flexibleren Arbeitszeiten und Remote Work auch nach dem Abklingen der Krise zu erfüllen [1]. Über drei Viertel der mehr als 3.700 befragten IT-Führungskräfte aus sieben Ländern sind nämlich der Ansicht, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer weiterhin zögern wird, ins Büro zurückzukehren. Infolgedessen geben 61 Prozent der deutschen Befragten an, dass sie den Umzug ihrer IT in die Cloud vorantreiben werden.

 

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Stresstest für digitale Arbeitsumgebungen

»Praktisch über Nacht hat sich das Büro von einem physischen zu einem digitalen Raum gewandelt«, sagt Petra-Maria Grohs, Regional Vide President Germany bei Citrix. »Unsere Umfrage zeigt, dass IT-Teams in Deutschland und weltweit diese Herausforderung angenommen und umgehend allen Mitarbeitern Remote Work ermöglicht haben. Ihre nächste Aufgabe ist jetzt, diese vorübergehende Lösung nachhaltig und auf lange Sicht effektiv zu gestalten. Zeitgleich müssen sie sich aber auch der Mammutaufgabe stellen, die Arbeitnehmer wieder an ihre physischen Arbeitsplätze zurückzubringen. Dieser gewaltige Umschwung in der Unternehmenslandschaft wird wahrscheinlich das Entstehen einer tatsächlich hybriden Arbeitsumgebung vorantreiben. Nun ist es an den IT-Teams und der Unternehmensführung, gemeinsam dafür zu sorgen, dass dieser Entwicklungsschritt zu Remote Work so nahtlos, sicher und flexibel wie möglich stattfindet.«

 

Remote Work bleibt

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Während die Welt langsam zur Normalität zurückkehrt, zögern Arbeitnehmer jedoch noch, auch wieder ins Büro zurückzukehren. Über die Hälfte der befragten IT-Entscheidungsträger (59 Prozent) in Deutschland stimmen zu [2], dass es für die Mehrheit ihrer Mitarbeiter überraschend einfach war, den Wechsel ins Home Office anzutreten – weltweit waren das sogar zwei Drittel der Befragten (69 Prozent). Zudem sagen 61 Prozent der in Deutschland befragten, dass die von ihnen eingesetzte Technologie eine ebenso effektive Zusammenarbeit ermöglicht hat wie zuvor.

Vor diesem Hintergrund bringen deutsche Unternehmen ihre digitalen Motoren auf Hochtouren und implementieren nun Lösungen zur Unterstützung von Remote Work auf lange Sicht: 61 Prozent der IT-Leiter geben an, dass ihre Abteilungen eine Verkleinerung der physischen IT-Infrastruktur und den Übergang zu einem Cloud-Modell erwägen. 60 Prozent planen, neue Kommunikations- oder Messaging-Tools, 51 Prozent rechnen mit der Einführung digitaler Arbeitsplattformen und 47 Prozent wollen öffentliche Cloud-Dienste zur Erleichterung von langfristigem Remote Work einführen.

 

Home Office erfordert neue Strukturen

Doch der Weg zu Remote Work war für Unternehmen nicht einfach – auch, in deutschen Unternehmen im Schnitt bereits fast drei Tage pro Woche von zu Hause gearbeitet wurde. Fast die Hälfte der befragten IT-Führungskräfte in Deutschland (43 Prozent) gibt an, dass ihr Unternehmen nicht auf einen Business-Continuity-Plan zurückgreifen konnte, der den Wechsel fast aller Mitarbeiter zu Remote Work berücksichtigt. 55 Prozent von ihnen fanden es zudem herausfordernd [3], diesen Wechsel vorzunehmen. All dies hat den IT-Teams einiges abverlangt. So berichten rund 70 Prozent der Befragten von einem hohen Stressniveau in ihren Teams.

 

IT-Teams werden gestärkt aus der Krise gehen

Dennoch sind auch positive Veränderungen zu beobachten, wie Petra-Maria Grohs ausführt: »Diese Krise hat verdeutlicht, dass die IT-Teams oft die ›unbesungenen Helden‹ eines Unternehmens sind und ihre Arbeit nun auch anderen Mitarbeitern deutlich präsenter gemacht. Sie haben sichere und zuverlässige Arbeitsumgebungen geschaffen, mit denen die Mitarbeiter engagiert und produktiv arbeiten und somit den Fortbestand des Unternehmens auch in schwierigen Zeiten gesichert. IT-Teams werden gestärkt aus der Krise hervorgehen und von ihren Unternehmen und anderen Mitarbeitern künftig noch mehr geschätzt werden. Immerhin mehr als die Hälfte der befragten IT-Führungskräfte (57 Prozent) teilen diese Meinung und sagen, dass die IT derzeit als ›geschäftskritisch für ihr Unternehmen‹ angesehen wird.«

Jedoch hat die schnelle und umfassende Einführung von Remote Work eine Reihe neuer Bedenken und Herausforderungen mit sich gebracht: 55 Prozent der IT-Führungskräfte machen sich Sorgen über die Informationssicherheit, weil die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Die Hälfte (50 Prozent) gibt an, dass die Zahl der Mitarbeiter, die nicht genehmigte Software installieren, sprunghaft angestiegen ist. Die genutzten technischen Lösungen haben mitunter ebenfalls Probleme verursacht, denn rund ein Viertel der Befragten (21 Prozent) sagt, dass ungeplante Abschaltungen des »Virtual Private Networks« (VPN) in den letzten Wochen ein Hauptproblem für ihre Abteilung waren.

 

[1] Die Studie basiert auf Interviews, die im April/Mai 2020 mit 3.770 IT-Entscheidungsträgern in mittleren und großen Organisationen* aus den folgenden sieben Märkten durchgeführt wurden: USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Niederlande. Die Befragten sind in den folgenden Sektoren tätig: Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen & Biowissenschaften, Telekommunikation / Medientechnologie, Freiberufliche Dienstleistungen, Fertigung, Einzelhandel, Sonstige. Die Untersuchung wurde von Censuswide (www.censuswide.com) im Auftrag von Citrix durchgeführt.
* Organisationen mit mindestens 250 Mitarbeitern; 500 in den USA
[2] »Zustimmen« bedeutet durchgehend, dass die Befragten entweder »Stark einverstanden« oder »Etwas einverstanden« mit einer dazu passenden Aussage wählten.
[3] »Herausfordernd« bedeutet »einige Herausforderungen darstellend«, »angemessen herausfordernd« oder »extrem herausfordernd

 

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