EDC: Modernisierung von Produkten und Prozessen beginnt mit Daten

Illustration Absmeier foto freepik

In Las Vegas trafen sich auf der der CES die führenden Technologieunternehmen der Welt, um ihre aktuellen Entwicklungen zu präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei neben dem Dauerbrenner KI auch die Themen Automatisierung und Physical AI (meist in Gestalt humanoider Roboter). All diese Themen haben eines gemeinsam: Sie hängen unmittelbar mit dem Schlagwort »Digitalisierung« zusammen und rücken die Analyse sowie die Nutzung von Daten in den Fokus.

 

Markus Grau, Enterprise Architect im CTO-Office bei Pure Storage, erläutert die Voraussetzungen für die sichere und effiziente Nutzung von Daten in modernen Produkten und Services:

 

Während Unternehmen ihre digitale Transformation vorantreiben, wird eine Tatsache immer deutlicher: Daten stehen im Mittelpunkt jedes erfolgreichen Geschäftsprozesses. Ob das Ziel nun KI-Innovation, Geschäftskontinuität oder langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist – alles hängt davon ab, wie gut Daten bereitstehen, zugänglich und sicher sind und wie intelligent sie verwaltet werden.

 

Im vergangenen Jahr hat sich die Einführung von KI rasant beschleunigt. Viele Unternehmen stellen jedoch fest, dass der Erfolg von KI nicht allein von Modellen oder Tools abhängt, sondern von der Qualität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Daten, mit denen sie gespeist werden. Wenn Daten fragmentiert, in Silos eingeschlossen oder schwer zu verwalten sind, verlangsamen sich KI-Initiativen, Risiken steigen und die erwarteten Renditen bleiben unerreichbar. Im Gegensatz dazu sind Unternehmen mit einer starken Datenbasis in der Lage, schneller Innovationen voranzutreiben, auf Veränderungen zu reagieren und echten Wert aus KI zu schöpfen.

 

Das Gleiche gilt für die Geschäftskontinuität und die Cyberresilienz. Da Cyberangriffe immer raffinierter werden und Ausfälle weiterhin den Betrieb und die Lieferketten stören, hängt die Resilienz zunehmend von den Daten ab. Wie schnell Daten gesichert, geteilt und wiederhergestellt werden können, bestimmt, wie schnell ein Unternehmen seinen Betrieb fortsetzen kann. Ein starkes Datenmanagement ist nicht mehr nur eine Angelegenheit der IT, sondern eine zentrale Anforderung des Unternehmens.

 

Die Datensouveränität verstärkt diese Realität noch weiter. Angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheit und verschärfter Vorschriften müssen Unternehmen wissen, wo sich ihre Daten befinden, wie sie verwaltet werden und wie sie übertragen werden. Die Datenstrategie ist heute untrennbar mit Vertrauen, Compliance und Wettbewerbsvorteilen verbunden. Unternehmen, die Daten klar und kontrolliert verwalten, sind besser in der Lage, innovativ zu sein und gleichzeitig die gesetzlichen Vorschriften und Kundenerwartungen zu erfüllen.

 

Gleichzeitig sind Datenumgebungen komplexer geworden. Daten umfassen heute Block-, File- sowie Object-Formate in On-Premises- und Cloud-Umgebungen. Zugleich unterstützen sie eine Vielzahl von Anwendungen und Benutzern. Wenn Daten durch fragmentierte, speicherzentrierte Ansätze verwaltet werden, steigt die Komplexität, die Kosten steigen und die Agilität geht verloren. Was Unternehmen stattdessen brauchen, ist eine Verlagerung des Fokus – von der Verwaltung der Speicherinfrastruktur hin zur Verwaltung der Daten selbst.

 

Aus diesem Grund gehört die Zukunft den Unternehmen, die Daten als einheitliches, strategisches Kapital behandeln. In einer Enterprise Data Cloud (EDC) erhalten Unternehmen eine konsistente und intelligente Verwaltung ihrer Daten über ihre gesamte Umgebung hinweg. Durch die Abstraktion der Komplexität und die Anwendung einer richtliniengesteuerten Automatisierung hilft EDC Unternehmen dabei, Daten ohne Unterbrechungen zugänglicher, sicherer und resilienter zu machen.

 

Mit Blick auf die kommenden Monate wird Anpassungsfähigkeit über den Erfolg entscheiden. KI-Modelle, Plattformen und Vorschriften werden sich weiterentwickeln, aber erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, die über eine solide, agile Datenbasis verfügen. Wenn Daten gut verwaltet werden, gewinnen Unternehmen die Freiheit, schneller zu agieren, sicher zu skalieren und neue Technologien reibungslos einzuführen.

 

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